Ziel von europäischen Austauschprogrammen ist die Förderung der grenzüberschreitenden Mobilität von jungen Menschen in der Ausbildung. Für Auszubildende der KMU des Baugewerbes werden sie immer wichtiger. Tragen sie doch entscheidend dazu bei, sprachliche Barrieren zu überwinden, Engagement, Risikobereitschaft und Verantwortungsbewusstsein zu fördern. Die stärkere Öffnung der beruflichen Bildung für die Herausforderungen eines europäischen Marktes kann somit helfen, das Unternehmen selbst, aber vor allem den Lehrling in seiner Persönlichkeit zu stärken, und ihn zur Selbständigkeit anzuregen. Dies stellt einen wichtigen Schritt zur Zukunftsfähigkeit Europas dar. Mobilität und Auslandserfahrung sind hierfür wichtige Bausteine, die zu den wesentlichen Komponenten für einen gemeinsamen europäischen Raum gehören.

Für die BZB sind zwei Arten von Mobilitätsmaßnahmen bedeutsam, für die unterschiedliche Projektarten existieren: Wesentliche Unterscheidungsmerkmale zwischen Lehrlingsaustausch und Entsendung sind der Gegenbesuch der Partnereinrichtung und die jährliche Wiederholung von Besuch und Gegenbesuch, eben ein echter Austausch. Im Idealfall arbeiten deutscher und französischer Lehrling abwechselnd gemeinsam auf den Baustellen ihrer Ausbildungsbetriebe. In Laufe der Jahre sammeln die Partner Erfahrungen in der Durchführung durch gegenseitiges Kennenlernen und einen Stamm an Betrieben, die Austauschlehrlinge aufnehmen. Die zunehmende Kenntnis der begleitenden Ausbilder über Ausbildung und Arbeitsbedingungen im Partnerland steigern den Erfolg des Auslandsaufenthaltes nachhaltig.
Berufsbildungsperiode mit praktischer Arbeitserfahrung, die der Lehrling in einer berufsbildenden Einrichtung oder einem Unternehmen in einem am EU-Programm Leonardo da Vinci teilnehmenden Land absolviert. Die Ausbildungsinhalte müssen in Zusammenarbeit zwischen den entsendenden und den aufnehmenden Bildungseinrichtungen bzw. Unternehmen abgestimmt werden. Ziel: Förderung des Erwerbs ergänzender beruflicher Qualifikationen in einem anderen EU-Staat zur Verbesserung des Zugangs zum Arbeitsmarkt. Kein Gegenbesuch, kein jährlicher Turnus.
Zusammengefasst geht es den BZB bei den meist 3-wöchigen Mobilitätsprojekten vor allem darum, Lehrlinge zu motivieren, Auslandserfahrungen im Rahmen der praktischen Berufsausbildung zu sammeln, Sprachenkompetenz zu entwickeln und ihre Sozialkompetenz zu verbessern. |