Ferienkurse – Berufsorientierung mal anders

Berufsorientierung in den Ferien? Die BZB bieten Ferienkurse als ein zusätzliches, freiwilliges Angebot für Schülerinnen und Schüler an.

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BZB-Weiterbildungsprogramm: Neuauflage 2021/22

Die Seminarbroschüre kommt erstmalig mit einer Laufzeit von zwei Jahren im Spätherbst 2020 heraus.

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Webtalk – Gestaltungsgrundlagen

Unabhängig von der Branche, Tätigkeit oder Ihrem Corporate Design gibt es allgemeingültige Gestaltungsgrundlagen, die Sie bei der Erstellung Ihrer Website beachten sollten.

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LIB NRW veranstaltet BetonInsta 2021

Die alle 2 Jahre durchgeführte Bundesveranstaltung BetonInsta 2021 findet am 4. Februar 2021 im Kongresszentrum der Westfalenhallen Dortmund statt.

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Erster bundesweiter Digitaltag 2020: Wir waren mit dabei!

Digitalisierung im Bauhandwerk: Mit unterschiedlichen, virtuellen Aktionen rückte das Thema stärker in den Vordergrund.

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Mit Vollgas in die Ausbildung – Azubi-Drive-In in Düsseldorf

Schüler*innen treffen auf Betriebe - Ausbildungsbörse der etwas anderen Art in der Handwerkskammer Düsseldorf.

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EU-Projekt SIBIM: Online-Kurs BIM-Grundlagen und die Herausforderungen für das Baugewerbe

Einführungskurs zum Thema BIM-Methode für Baustellen-Fachkräfte.

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Ausbildung

Ferienkurse – Berufsorientierung mal anders

Berufsorientierung in den Ferien? Wo gibt es denn sowas? Bei den Bildungszentren des Baugewerbes e. V. (BZB) und anderen Bildungsträgern in NRW, die sich an dem kurzfristig ins Leben gerufenen NRW-Programm „Berufsorientierung extra“ beteiligen. Die BZB bieten somit in den Ferien „berufliche Orientierung extra“ als ein zusätzliches, freiwilliges Angebot für Schülerinnen und Schüler. Im Fokus der fünftägigen Ferienkurse stehen Projekte, die Praxis mit begleitender Theorie bzw. planerisch gestalterischer Tätigkeit vereinen. Zum einen können Schüler*innen einen Teil ihrer beruflichen Orientierung und Vorbereitung auf die Zeit nach der Schule nachholen, die sie aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Auflagen nicht wahrnehmen konnten. Zum anderen bieten die Kurse Teilnehmer*innen die Möglichkeit, ihre persönlichen Praxiserfahrungen in einer beruflichen Tätigkeit zu vertiefen. Angesprochen sind Schüler*innen aller Schulformen, die nach den Sommerferien in die 9. bzw. 10. Klasse wechseln. Durch ihre langjährige Erfahrung mit dem Thema Berufsorientierung haben die BZB schnell reagiert, mehrere Kursangebote entworfen und diese an die Kommunalen Koordinierungsstellen und Schulen der Kommunen Krefeld, Düsseldorf, Rhein-Kreis Neuss, Kreis Viersen und Kreis Wesel verteilt. In den drei BZB-Zentren in Krefeld, Düsseldorf und Wesel sind 3-4 Kurse in den Bereichen Bau, Farbgestaltung, Holzbau und Architektur vorgesehen. Diese kommen gut an – bereits über 70 Anmeldungen sind eingegangen (Stand 7.7.2020). Aktuell wird der Ferienkurs „Pimp your room – Ich mach mir mein Zimmer schön“ mit 10 Schüler*innen im BZB Düsseldorf durchgeführt. Die Teilnehmer*innen haben die Aufgabe, einen Raum mit verschiedenen Oberflächen zu gestalten. So planen und arbeiten sie mit Tapeten, Farben, Wandtattoos und Bodenbelägen. In der Woche ab dem 13. Juli findet das Projekt „Challenge Bauprojekt – Baut im Team als Unternehmer ein Tiny House aus Holz“. In diesem Projekt bilden die Teilnehmer*innen Teams und agieren als Unternehmer. Sie gestalten eine Homepage, ermitteln alle notwenigen Informationen für „ihren Start up“ und setzen den ersten Kundenauftrag um – den Bau eines nachhaltigen Tiny House. Mit Tablets wird geplant, kalkuliert, gezeichnet, am 3D-Drucker gedruckt und anschließend handwerklich aus Holz, Dämmung und weiteren Materialien das Haus gebaut. Der Kurs erfreut sich großer Beliebtheit und findet mit den maximal möglichen 15 Schüler*innen statt. Einen weiteren Kurs bildet das Projekt „Bau dir dein Haus – aus Steinen, Putz, Holz und Fliesen“. Hier dreht sich alles um die handwerklichen Tätigkeiten im Bauhandwerk und die Teilnehmer*innen „bauen“ aus verschiedenen Materialien und mit verschiedenen Werkzeugen ein Haus. Die Teilnehmer*innen erlangen neben fachlichen Fähigkeiten auch soziale Kompetenzen sowie gute Einblicke in das jeweilige Berufsfeld. Alle Materialien und Werkzeuge werden den Schüler*innen gestellt. Die Teilnahme ist freiwillig und mit keinerlei Kosten verbunden. Während der Ferienkurse bekommen die Teilnehmer*innen einen Mittagsimbiss. Jede*r Schüler*in erhält am Ende des Kurses ein Teilnahmezertifikat. Die Ferienkurse der BZB im Überblick BZB Düsseldorf Pimp your room / Farbe: 06.07.-10.07.20 Challenge Bauprojekt / Bau: 13.07. – 17.07.20 ausgebucht BZB Krefeld Pimp your room / Farbe: 13.07. - 17.07.20 ausgebucht Home gardening / GaLa: 20.07. - 24.07.20 noch Plätze vorhanden Bau dein Haus / Bau: 03.08. - 07.08.20 noch Plätze vorhanden Pimp your room / Farbe: 03.08. - 07.08.20 Zusatzkurs: noch Plätze vorhanden BZB Wesel Bau dein Haus / Bau: 20.07. – 24.07.20 noch Plätze vorhanden Bau dein Haus / Bau: 03.08. – 07.08.20 noch Plätze vorhanden Interessenten sind weiterhin herzlich willkommen und können sich gerne bei uns melden! Foto © Air Images / Shutterstock

Weiterbildung

BZB-Weiterbildungsprogramm: Neuauflage 2021/22

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit unserer Weiterbildungsbroschüre: Die jährliche Publikation gibt Ihnen einen kompakten Überblick über alle Seminare und Termine aus insgesamt zehn Fachbereichen. Bedingt durch die Corona-Pandemie verschiebt sich die Veröffentlichung der neuen Auflage auf Ende 2020 und hat erstmals eine Laufzeit von insgesamt zwei Jahren. Mit Seminarterminen für 2021 und 2022 ist Ihre Weiterbildung lange im Voraus planbar. Über 70 Lehrgänge aus den Bereichen Management und Recht, Betoninstandhaltung und Abdichtung, Kanalbau und Kanalinstandhaltung, Brandschutz, Nachhaltiges Bauen, Umwelttechnik und Arbeitssicherheit, Dach und Fassade, Digitales Bauen sowie Meisterschulen und Polierlehrgänge unterstützen die Teilnehmenden auf ihrem Karriereweg. Alle Seminare und aktuellen Termine ab Sommer 2020 finden Sie HIER. Präsentieren Sie sich bei Ihren Kunden durch eine Anzeige Mit einer jährlichen Druckauflage von 10.500 Exemplaren ist das BZB-Weiterbildungsprogramm ein starker Werbeträger. Anzeigenkunden erhalten inklusive zu jeder gebuchten Anzeige einen einmaligen „Sponsored Post“ im monatlichen Newsletter (9.000 Abonnenten) gratis dazu. So kommt die Werbebotschaft ohne Streuverluste und mit hoher Wirksamkeit gleich auf zwei Wegen zur Zielgruppe – klassisch gedruckt sowie online. Profitieren Sie von diesem Kombi-Paket und buchen Sie eine Anzeige in unserer bewährten Weiterbildungsbroschüre. Alle Details auf einen Blick: Druckauflage: 10.500 Exemplare Längere Laufzeit: 2021 + 2022 (24 Monate) Diese Formate stehen Ihnen zur Auswahl: 1/1 Seite – 895,00 € (zzgl. MwSt.) 1/2 Seite – 695,00 € (zzgl. MwSt.) Sichern Sie sich Ihren Rabatt in Höhe von 50,00 €, wenn Sie bis zum 14.08.2020 eine Anzeige schalten. Anzeigenschluss ist am 31.08.2020. Informationen zu den Formaten finden Sie in den Mediadaten. Bei Fragen und Anzeigenbuchung hilft Frau Grünendahl gerne weiter unter 02151 5155-30 und akademie@bzb.de. Foto © Morsa Images / iStock

Querbeet

Webtalk – Gestaltungsgrundlagen

Unabhängig von der Branche, Tätigkeit oder Ihrem Corporate Design gibt es einige Gestaltungsgrundlagen, die Allgemeingültigkeit besitzen und die ich Ihnen in drei Schritten vorstellen möchte. Im Übrigen lassen sich diese Schritte auf alles Gestalterische anwenden, nicht nur auf Websites. 1. Text 2. Relevanz 3. Klarheit Dabei geht es darum, den Kern Ihrer Website zu definieren und zu gestalten, unabhängig von der äußeren Form, die sie später annehmen wird. Sozusagen das Skelett, um das der Rest geformt wird. Schritt 1: Text Das Wichtigste vorweg: Nutzer lesen nicht. Ob sie nun zu faul, zu ungeduldig sind, keine Lust oder Zeit haben – Jeder Nutzer hat seine eigenen Gründe. Es bleibt nur eines gemeinsam: Sie lesen im Schnitt realistisch 20 % Ihres Inhalts bei normal langen Seiten. Bei Seiten mit unter 100 Wörtern wird etwa die Hälfte gelesen. Dies bedeutet, dass Ihre Besucher auf den ersten Blick alle Informationen bekommen müssen, nach denen sie suchen. Der Inhalt muss also leicht lesbar und verständlich sein. Eine gute Regel hierbei ist: Schreiben Sie Texte natürlich. Texte, mit denen Sie nicht zufrieden sind, wird wohl auch Ihr Besucher nicht mögen. Wenn Sie einmal nicht sicher sind welchen Ausdruck sie benutzen sollen, so ist Google Trends eine gute Anlaufstelle für bevorzugte Termini Begriffe. Für welche Bezeichnung Sie sich letztlich entscheiden, wichtig dabei ist die Konsistenz. Nutzen Sie für den gleichen Sachverhalt immer den gleichen Begriff. Bennen Sie nicht einen Button „weiter“ und einen anderen „vorwärts“. Mit anderen Worten: Vermeiden Sie alles, was Verwirrung schaffen kann. Schritt 2: Relevanz Sie kennen das: Sie sitzen in einem Meeting und fragen: Was brauchen wir? Die Antwort ist Alles. Aber was ist damit gemeint? Alles klingt erst einmal verlockend. Es schadet uns letztendlich aber mehr, als es uns nützt. Die Aufmerksamkeit unserer Nutzer ist kostbar und vor allem begrenzt. Alles Visuelle verkompliziert die Ansicht, erschwert unter Umständen die Nutzung und steigert damit die Ungeduld des Users. Erreicht diese kognitive Belastung das Limit des Nutzers, verlässt dieser zumeist frustriert die Seite. Einen guten Einstieg in die Thematik bietet dieser Satz: „Perfektion ist erreicht, wenn nichts mehr zum Wegnehmen vorhanden ist.“ Antoine de Saint-Exapéry (original in englisch) Der Fokus liegt auf dem „Wegnehmen“, nicht Hinzufügen. Das ist der entscheidende Punkt hierbei. Wie wir zuvor gelernt haben, liest unser Nutzer wenig, entsprechend sollten wir ihm auch wirklich nur das zeigen, was er für seine jetzige Situation braucht, um die nächste Aktion auszuführen. Unser bester Freund hierbei ist der Weißraum. Da vermutlich nicht jeder den Begriff bisher gehört hat: Weißraum ist allgemeinhin der „negative Raum“ zwischen Inhalten – also die Zwischenräume und Abstände zwischen Elementen. Anders als der Name vermuten lässt, muss dieser nichts zwangsweise weiß sein. Eine gute Richtlinie hierbei ist: lieber zehn aufgeräumte Seiten als eine überfrachtete. Schritt 3: Klarheit Moment mal, ist Klarheit nicht das Gleiche wie Relevanz? Nein ist es nicht. Im Gegensatz zur Relevanz, bei der wir alles entfernen was nicht unbedingt notwendig ist, sorgen wir in diesem Schritt dafür, dass die übrigen Informationen leicht verständlich sind. Nur weil man alles Überflüssige gestrichen hat, heißt das nicht, dass der Rest automatisch gut nutzbar ist. Klarheit bedeutet in diesem Fall, dass wir nicht nur inhaltlich alles Überflüssige streichen, sondern uns auch auf eine bestimmte Nachricht oder Ziel fokussieren. Das heißt, dass wir auch mögliche Handlungen auf das Nötigste reduzieren. Was bringt ein klarer Inhalt mit 42 unterschiedlichen Handlungsmöglichkeiten? Um dieses zu gewährleisten stehen uns visuelle Richtlinien wie Farben, Formen, Schriftformate, Icons etc. zur Verfügung. Auch hier ist es essenziell, Konsistenz zu bewahren, wodurch Vertrauen aufgebaut wird. Wir fügen also teilweise wieder Dinge hinzu, um die Nutzererfahrung zu verbessern. Ein Praxis-Tipp hierbei ist: Gestalten Sie Bedienung, Abläufe und Hinweise so, wie Sie diese selbst gerne hätten, wenn sie täglich damit arbeiten würden. Ein weiterer Tipp: Bauen Sie nichts, was den Nutzer verwirrt oder falsche Informationen vermittelt. Ein extremes Beispiel: einen Button mit der Information „speichern“, der stattdessen das Formular löscht. Wenn Sie sich an diese drei einfachen Schritte halten, werden Sie unabhängig von Form und Design Ihren Nutzern Vergnügen mit Ihrer Gestaltung bereiten. Letztlich ist es das Ziel, Erfahrungen zu schaffen, welche gerne genutzt werden. In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal, bei dem es sich dann um Form und Design drehen wird. Sie können mir weiterhin gerne Fragen und Anregungen zu Themen an die E-Mail-Adresse webtalk@dheinke.de zusenden. Ich freue mich auf Ihre Nachricht!

Projekte

Erster bundesweiter Digitaltag 2020: Wir waren mit dabei!

Am 19. Juni 2020 fand in Deutschland der erste Digitaltag 2020 statt. Mit zahlreichen Aktionen zu den unterschiedlichsten Themenbereichen der Digitalisierung wurde an diesem Tag der digitale Wandel mit allen Beteiligten, angefangen vom Handwerker bis hin zu Schülern, aktiv gestaltet. Ob beruflich oder privat: Die Digitalisierung nimmt einen immer höheren Stellenwert in unserem täglichen Leben ein. Jeder muss daher in die Lage versetzt werden, sich sicher, souverän selbstbewusst und selbstbestimmt in der digitalen Welt zu bewegen. Der Digitaltag 2020 war eine gute Plattform, diese Ziele umzusetzen. Das Schaufenster Digitales Bauen im Kompetenzzentrum Digitales Handwerk war mit Themenangeboten in Form von Videokonferenzen und LiveStreams auf Instagram präsent, um seiner Zielgruppe aktiv Hilfestellung und Informationen zu geben. Sei es zum Thema „Einführung in Prozesse“, „Das papierlose Büro – Wie den Einstieg meistern?“ oder die Vorstellung der interessanten und vielfältigen Berufe im Bauhandwerk. Es war für jeden etwas dabei und die virtuellen Veranstaltungen waren gut besucht. Der Digitaltag bot eine schöne Möglichkeit, einen Auszug aus dem breiten Angebot im Kompetenzzentrum Digitales Handwerk zu präsentieren. Wir haben aber noch mehr zu bieten: egal ob kostenfreie Qualifizierungen, Handwerker-Sprechstunden oder aktuelle Tipps und Tricks. HIER finden Sie unser umfangreiches Angebot. Vielleicht ist etwas für Sie dabei! Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme. Foto © Sergey Nivens - stock.adobe.com

Projekte

EU-Projekt SIBIM: Online-Kurs BIM-Grundlagen und die Herausforderungen für das Baugewerbe

In dem EU Projekt „ Step into BIM - Digitising VET“ (SIBIM) entwickeln die Projektpartner aus sechs Ländern einen Einführungskurs in die BIM-Methode für Fachkräfte auf der Baustelle. Building Information Modeling ist eine Methode zur digitalen Erfassung aller Lebensphasen eines Gebäudes von der Planung, Bewirtschaftung und Renovierung bis hin zum Abbruch. Die zahlreichen Vorteile der BIM-Methode werden im Online-Kurs vorgestellt. In insgesamt drei Lektionen erhalten die Lernenden einen Grundlagenkurs zum Building Information Modeling, der auf die aktuellen und künftigen Herausforderungen für das Baugewerbe eingeht und diese in Bezug zum vorgestellten European Green Deal und die damit in Kürze eintretenden verbindlichen Richtlinien der EU-Wirtschaft für eine nachhaltige Zukunft behandelt. Diese Beschlüsse betreffen auch das Bauwesen und treiben die Digitalisierung, Energieeffizienz und Kreislaufwirtschaft im Bausektor weiter voran. Der Online-Selbstlernkurs wird die BIM-Methode und ihre Vorteile u.a. auch hinsichtlich der Aspekte der Nachhaltigkeit, des Gesundheits- und Arbeitsschutzes, der Materialbeschaffung und -verwaltung sowie der Gebäudeautomation vorstellen. Auszubildende, Fachkräfte und weitere interessierte Lernende können anhand von drei Lektionen mit Fallstudien, Übungen und Video-Clips grundlegende Kompetenzen für diese Themen im Bezug zur BIM-Methode erhalten. Die Fertigstellung des Kurses ist für Ende 2021 geplant. Projektpartner: BZB, Universität Coventry / UK, FLC / Spanien, GZS / Slowenien, VSRC / Litauen, IFAPME / Belgien Laufzeit: 1. Oktober 2019 – 30. September 2021 Ansprechpartner in den BZB: Frank Bertelmann-Angenendt und Angela Friesen. Foto © Roman Didkivskyi - Getty Images/Canva

Projekte

DigiCast | Jetzt gibt’s was auf die Ohren!

DigiCast ist ein Podcast vom Kompetenzzentrum Digitales Handwerk, der sich mit verschiedenen Bereichen der Digitalisierung auseinandersetzt. Die Möglichkeiten und Vorteile der Digitalisierung stehen dabei im Vordergrund. Es lohnt sich! Hören Sie rein, die ersten Folgen sind nun online. Alle Folgen auf einen Blick gibt es hier: Das Malerhandwerk digitalisiert: Interview mit Monja Weber - Gründerin von Kolorat. | 18 Min. Changemanagement für Baubetriebe. | 23 Min. Digitaler Büroarbeitsplatz. | 12 Min. Softwarelösungen für Handwerksbetriebe. | 11 Min. Das Handwerkerhaus. | 12 Min. Bei Fragen oder Anregungen sprechen Sie uns an! Foto © Matt Botsford/Unsplash   Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben. Zum Abbau von Informationsdefiziten stellt das KDH den Entscheidungsträgern und Fachexperten des Handwerks praxisnahe Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die in fünf sogenannten Schaufenstern entwickelt und illustriert werden. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.       

Ausbildung

Ausbilden lohnt sich - Jetzt mit Prämie

Ausbilden lohnt sich - und ist wichtiger denn je. Qualifizierte Fachkräfte sind im Baugewerbe nach wie vor gefragt und benötigt. Das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ setzt hier an, damit auch während der Corona-Pandemie Ausbildungsplätze erhalten bleiben und neue entstehen: Prämien sollen Anreize schaffen und kleine und mittlere Ausbildungsbetriebe finanziell entlasten. Prämien für neue Ausbildungsverträge Die berufliche Zukunft junger Menschen soll auch in der Pandemie nicht gefährdet werden. Kleine und mittelständische Unternehmen, die ihr Ausbildungsplatzangebot 2020 im Vergleich zu den drei Vorjahren nicht verringern, erhalten für jeden neu geschlossenen Ausbildungsvertrag eine einmalige Prämie in Höhe von 2.000 Euro, die nach Ende der Probezeit ausgezahlt wird. Solche Unternehmen, die das Angebot sogar erhöhen, erhalten für die zusätzlichen Ausbildungsverträge 3.000 Euro. Antragsberechtigt sind kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), die durch die COVID-19-Krise in erheblichem Umfang betroffen sind. KMU, die ihre Ausbildungsaktivität trotz Corona-Belastungen fortsetzen und Ausbilder sowie Auszubildende nicht in Kurzarbeit bringen, können eine Förderung erhalten. KMU, die die Ausbildung im Betrieb nicht fortsetzen können, sollen die Möglichkeit einer vorübergehenden geförderten betrieblichen Verbund oder Auftragsausbildung erhalten. Betriebe, die zusätzlich Auszubildende übernehmen, die wegen Insolvenz ihres Ausbildungsbetriebs ihre Ausbildung nicht fortsetzen können, erhalten entsprechend der gemeinsamen Erklärung der Allianz für Aus- und Weiterbildung vom 26.5. eine Übernahmeprämie. Mit Ausnahme der Förderung von Auftrags- und Verbundausbildung sollen die Maßnahmen durch die Bundesagentur für Arbeit (BA) administriert werden. Anträge auf Förderung sind bei der für das jeweilige Unternehmen örtlich zuständigen Agentur für Arbeit zu stellen. Weitere Informationen gibt es hier (Bundesregierung) und hier (IHK Mittlerer Niederrhein). Quellen: Bundesregierung / ZDB Foto © bildlove - stock.adobe.com

Projekte

Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Kostenfreie Qualifizierungen

Sie haben nicht die Möglichkeit, vor Ort an einer unserer Schulungen teilzunehmen? Wir haben für Sie unser kostenfreies Angebot um digitale und web-gestützte Formate ausgeweitet. So können Sie sich stressfrei digital qualifizieren! Steigen Sie ein in die digitale Welt Ganz unterschiedliche Formate bieten Ihnen vielfältige Möglichkeiten. Mittels interaktiver Präsentationen erhalten Sie Grundlagenwissen zu ausgewählten Themen. Dies in Wort, Bild und Ton. Sie bestimmen Ihr eigenes Tempo bei der Erarbeitung von Inhalten, können jederzeit pausieren und problemlos wieder einsteigen. So können Sie Ihre Lernphasen individuell gestalten. Wollen Sie tiefer in das Thema einsteigen, so stehen Ihnen unsere Webseminare zur Verfügung. Hier können Sie Ihr Wissen aktiv durch Übungen erweitern und lernen im Learning by Doing, wie es in der betrieblichen Praxis umgesetzt werden kann. Hierfür benötigen Sie lediglich einen PC oder Laptop/Tablet und einem Headset (Lautsprecher und Mikrofon). Dokumentenmanagementsysteme | Teil 1: Wie den Einstieg meistern? Inhalte: Organisatorische und rechtliche Voraussetzungen für die Einführung einer Dokumentenmanagement-Software. 13.07.2020 | 11:00–13:00 Uhr | Anmeldung 10.08.2020 | 15:00–17:00 Uhr | Anmeldung Dokumentenmanagementsysteme | Teil 2: Hard- & Softwarelösungen Inhalte: Ansätze für die eigene Anforderungsformulierung, Vorbereitung und Kontaktaufnahme mit Softwareherstellern. 14.07.2020 | 13:00–15:00 Uhr | Anmeldung 11.08.2020 | 15:00–17:00 Uhr | Anmeldung Natürlich haben wir noch mehr für Sie: Schauen Sie auf unserer Webseite vorbei. Wer wir sind und was unsere Partner aus den anderen Schaufenstern im Kompetenzzentrum Digitales Handwerk machen, erfahren Sie hier! Foto © Monoar Rahman/Pexels   Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben. Zum Abbau von Informationsdefiziten stellt das KDH den Entscheidungsträgern und Fachexperten des Handwerks praxisnahe Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die in fünf sogenannten Schaufenstern entwickelt und illustriert werden. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.       

Projekte

Unser Service für Sie – Handwerker-Sprechstunden

Die Digitalisierung nimmt immer mehr Fahrt auf, bringt aber auch viele Fragen mit sich. Stellen Sie Ihre Fragen, wir können Ihnen weiterhelfen! Wie? Wir haben für Sie Themensprechstunden eingerichtet – Nutzen Sie den schnellen Weg der Information und melden sich an: Baudokumentation | 14.07.2020 | 17:00–17:45 Uhr | Anmeldung Digitales Aufmaß | 28.07.2020 | 17:00–17:45 Uhr | Anmeldung Natürlich können Sie uns auch zu anderen Themenbereichen im Bereich der Digitalisierung ansprechen! Wie? Sie haben zwei Möglichkeiten der schnellen Kontaktaufnahme: Per Mail an KDH@bzb.de Per Telefon unter 02151 5155 88 Gerne können Sie für individuelle Anfragen auch Wunschtermine für sich reservieren. Hierfür stehen wir Ihnen auch gerne vor 8 Uhr und nach 17 Uhr zur Verfügung. Senden Sie uns eine Email mit dem Betreff „Handwerker-Sprechstunde“ an KDH@bzb.de. Wichtig: Geben Sie bitte Ihre Kontaktdaten mit an. Wir melden uns dann schnell bei Ihnen zurück. Wir freuen uns, Sie auf dem Wege der Digitalisierung begleiten zu dürfen! Wir haben noch mehr für Sie Egal, ob kostenfreie Qualifizierungen oder aktuelle Tipps und Hilfen. Schauen Sie einfach mal rein. Vielleicht ist etwas für Sie dabei: Qualifizierungen aus dem Kompetenzzentrum Digitales Handwerk finden Sie hier. Weitere Qualifizierungen aus anderen Mittelstand 4.0-Zentren finden Sie hier. Eine schnelle Orientierungshilfe für Fragen rund um das Corona-Virus und den Betriebsalltag von Handwerkern und Handwerkerinnen gibt die aktuelle Themen- und Informationsübersicht des ZDH. Foto © Austin Distel/Unsplash   Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben. Zum Abbau von Informationsdefiziten stellt das KDH den Entscheidungsträgern und Fachexperten des Handwerks praxisnahe Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die in fünf sogenannten Schaufenstern entwickelt und illustriert werden. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.       

Projekte

NETconVET: Erfolgreicher Abschluss

Am 29. Februar 2020 endete das europäische Projekt „Network for future innovation of major competences in vocational education and training in construction“. Es wurde durch die Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung mit 87 von möglichen 100 Punkten bewertet. Informationen zum Projekt finden Sie HIER. Die zentralen Ergebnisse liegen in Form von kurzen Berichten vor, die in diesem Projekt zum Austausch von Erfahrungen erarbeitet wurden. Die Hauptaugenmerke lagen auf: 1. BIM, 2. Arbeitsplatzbasiertem Lehren und Lernen, 3. Digitalisierung sowie 4. Karrierewege in der Berufsbildung der Bauwirtschaft. Die Partner aus Spanien, Litauen, den Niederlanden, Finnland, Polen und Belgien (2) stellten die Rollen von Unternehmen, Trägern der bauwirtschaftlichen Erstausbildung sowie der Weiterbildung zusammen. Außerdem sammelten sie bestehende Curricula, Inhalte und Methoden zu den o.g. vier Punkten und analysierten die Rolle der bauwirtschaftlichen Berufsbildungszentren in diesem Zusammenhang. Die Berichte stehen in englischer Sprache hier bereit: Rolle von Unternehmen Rolle in der Erstausbildung Rolle in der Weiterbildung Curricula, Inhalte, Methoden Rolle von Berufsbildungszentren Ihr Ansprechpartner: Frank Bertelmann-Angenendt Foto © Denys Rudyi - stock.adobe.com

Querbeet

WebTalk – das kleine Web 1x1

In der letzten Ausgabe behandelten wir die Sichtbarkeit im Internet, diesmal geht es um die verschiedenen Möglichkeiten und Anbieter für die Erstellung Ihrer eigenen Website. Eines vorweg: Um für Sie die passende Option zu finden, ist es wichtig, dass Sie realistisch sind. Ein typischer Wunsch von Kunden ist es oftmals, dass sie die Website selbst bearbeiten können. In der Realität haben Unternehmer in der Regel zu wenig Zeit dafür. Da entsprechendes Fachwissen erforderlich ist, übergeben sie es letztlich an Dritte. Entsprechend ist es wichtig, dass Sie sich genau im Klaren darüber sind, was Sie benötigen, was Sie selbst leisten können und was Sie abgeben wollen. Mit diesen Informationen finden Sie sich dann in einer der drei folgenden Kategorien wieder. Die Ausgangslage Grundsätzlich lässt sich jedes Website-Projekt in mindestens eine von drei Kategorien zuordnen: Selbstbaukasten/-Shop Selbstverwaltung CMS / Shop Individuelle Lösungen Schauen wir uns einmal für alle drei Varianten die Vor- und Nachteile an. Website-Baukästen Schnell-Überblick: Eignet sich vor allem für Präsentationswebsites von Unternehmen/Privatpersonen und deren Dienstleistungen / Produkten. Vorteile Auch als Laie zumeist gut verständlich Wenig CSS/HTML Kenntnisse notwendig Keine manuellen Updates nötig Vorlagen zumeist von Haus aus mobil-optimiert Page-Optimierung* von Seiten des Anbieters Nachteile Individuelle Designs nur mit Programmierkenntnissen möglich Sehr eingeschränkte Möglichkeiten der Page-Optimierung* Vergleichsweise teuer im Unterhalt *Unter Page-Optimierung versteht man u.a. die Optimierung in den Bereichen Leistung, Barrierefreiheit, SEO sowie Umsetzungsempfehlungen. Website-Baukästen sind etwas Magisches. Man klickt sich durch einige Vorlagen, fügt Texte und Bilder hinzu und hat eine ganz ansehnliche Website! Es war noch nie einfacher :-) Die Einschränkungen beginnen, wenn man mehr Funktionen integrieren möchte, als das Baukasten-Prinzip hergibt. So ermöglicht der Baukasten, dass auch Laien sich eine Website erstellen können, allerdings mit limitierten Funktionalitäten. Solange Sie mit den gebotenen Möglichkeiten auskommen, kein/wenig Budget für professionelle Dienstleister haben oder es selbst machen wollen, ist das aber der ideale Start-Punkt, um Ihre Website umzusetzen. Praxis-Tipp: Planen Sie genau alle Funktionen, die Ihre Website haben soll und schauen Sie, ob dies mit dem Anbieter Ihrer Wahl möglich ist, bevor Sie starten oder Verträge abschließen. Normalerweise sind alle Bedien- und Feature-Funktionen auch in den kostenlosen Varianten verfügbar. Nehmen Sie dabei nichts als selbstverständlich hin. Beispiel: Mehrsprachige Seiten oder tiefer verschachtelte Menüs lassen schon über 50% der Anbieter durchfallen. Beispiel-Anbieter: Squarespace – Markführer, aus Entwickler- & Designsicht auch zu Recht. War lange Zeit nicht in Deutsch erhältlich, was sich nun geändert hat. Insgesamt allerdings teurer als andere Anbieter und relativ langsam im Page-Speed Test (Template abhängig) sowie ein für Laien komplizierter Editor. Jimdo (Zum Anbieter) – deutsches Unternehmen, mit sehr gutem Support und eingängigem Bedienkonzept. Meine klare Empfehlung für alle, die sich mit Baukästen auseinandersetzen möchten. Die Templates mögen auf den ersten Blick nicht so schick wie bei anderen Anbietern aussehen, sind dafür aber sehr solide und lassen sich gut auf die eigenen Bedürfnisse anpassen. Kostenorientierung Für persönliche Hilfe und/oder das Einrichten Ihrer Seite ohne Programmieraufwand rechnen Sie ab 400€. Für eine komplette Umsetzung inkl. Veränderung nach Ihren Wünschen können Sie ab 2.000€ rechnen. Selbstverwaltung CMS/Shopsystem Schnell-Überblick: Für Websites, die mehr können müssen als die reine Präsentation. Z.B. User-Logins, dynamische Seiteninhalte, Warenverkauf oder wenn mehrere Mitarbeiter die Website bedienen sollen. Vorteile Vergleichsweise günstig im Unterhalt individuelle Ideen und Umsetzungen möglich Komplette Freiheit Kontrolle über den Quellcode Kann sehr genau optimiert werden viele Plugins/Erweiterungen für zusätzliche Funktionen Nachteile Ohne Fachkenntnisse oft mühsam Plugins/Erweiterungen oft schlecht programmiert Einhaltung von Gesetzes-Richtlinien (z.B. DSVGO) obliegt einem selbst, schwierig gerade bei Einsatz von Fremd-Plugins Diese Kategorie bildet den Großteil aller Websites im Netz. Welches Content Management- oder Shop-System Sie letztlich verwenden, die Vor- und Nachteile sind überall recht gleich. Wie bei den Baukästen empfiehlt es sich hier ebenso, sich genau über die Funktionen vor Beginn Klarheit zu verschaffen und das Grundsystem anhand dessen auszuwählen. Gehen Sie dabei mit offenen Augen auf alle Möglichkeiten zu und bestehen sie nicht auf ein spezifisches CMS, Ihr Entwickler wird Sie da sicherlich gern zu beraten. (Falls Sie auf keinen Entwickler zurückgreifen können, gibt es durchaus Systemvergleiche, die für einen Marktüberblick dienen können. Ich empfehle Ihnen dabei allerdings mindestens zwei zu lesen, da diese je nach Autor stark voneinander abweichen können). Praxis-Tipp: Auf diese Variante zurückzugreifen kann lohnend sein, vor allem wenn Sie ohnehin planen, Ihre Seite fremd warten zu lassen. Oft lässt sich bei der Entwicklung auf typische Anwendungsfälle Rücksicht nehmen, wodurch sich die Bedienbarkeit vereinfachen oder effizient gestalten lässt. Allerdings rechnen Sie mit höherem Aufwand bei der Erst-Entwicklung Ihrer Seite, egal ob durch Sie selbst oder einen Fachdienstleister. Wenn Sie diesen nicht aufbringen können, empfehle ich, sich mit der ersten Kategorie auseinander zu setzen. Vieles, das die Mehrkosten bei einem CMS verursacht, ist in einem Baukasten von Haus aus vorkonfiguriert, was gerade im Low-Budget Bereich ~ 2.000/3.000€ einen großen Unterschied ausmachen kann. Beispiel-Anbieter: Für ein selbstverwaltetes System benötigen Sie zunächst einen Webspace, auf den Sie das System Ihrer Wahl installieren. Der Anbieter meines Vertrauens hierbei ist all-inkl. (Zum Anbieter) Ich bin selbst seit fast 20 Jahren dort Kunde, habe nie Probleme gehabt, immer kompetente zuverlässige Ansprechpartner und transparente Vertragsgestaltungen erlebt. Ebenfalls erwähnenswert ist die Firma Hetzner, diese richtet sich aber im Wesentlichen an professionelle Anwender. Kostenorientierung Gute Fach-Bücher: 40-80€ pro StückPersönliche Beratung u./o. Problemlösung auf Stundenbasis. Für eine Umsetzung nach Ihren Vorgaben können Sie mit 4.000€ Grundkosten rechnen. Individuelle Funktionen und Merkmale extra. Individuelle Lösungen Korrekt wäre an der Stelle Framework-Lösung zu sagen, da allerdings auch die anderen Kategorien letztlich auf Frameworks basieren, nehme ich lieber individuelle Lösungen als Begriff. Damit ist gemeint: Die Website auf ein Framework aufzubauen, welches sich für den geplanten Zweck am besten eignet. Diese Kategorie kommt z.B. dann zum Einsatz, wenn Sie eine Plattform aufbauen wollen, die nur mäßig bis gar nichts mit den Verwendungszwecken von CM Systemen zu tun hat, z.B. eine Auktions-, Vergleichs- oder Social Media-Plattform. Die Grundfunktionalitäten dieser Seiten sind so anders, dass die klassischen Vertreter von CMS und Shopsystemen nicht sinnvoll sind. Frameworks sind prinzipiell Baukästen für Entwickler, entsprechend lässt sich damit fast alles umsetzen, mit wenigen Unterschieden. Für welches man sich letztlich entscheidet, hängt von einer ganzen Reihe von Faktoren ab, die Sie am besten mit Ihrem Entwickler bei Bedarf durchgehen. Genereller Praxis-Tipp: Von Firmen-eigenen Lösungen (egal ob Framework oder CMS) würde ich Ihnen abraten. Bestehen Sie darauf, dass ein Open-Source-Projekt zu Grunde liegt, so dass die Weiterentwicklung und Pflege später auch unabhängig vom Ersteller durchgeführt werden kann und sie keine unnötigen Lizenzkosten zahlen müssen. Diese Projekte werden typischerweise von hunderttausenden Usern genutzt, getestet und überprüft, was sie wesentlich sicherer und stabiler macht. Ganz nebenbei stehen sie kostenfrei zur Verfügung. Kostenorientierung Die Grundkosten sind ähnlich wie bei CMS oder Shopsystemen, der Anteil von Eigenentwicklungen naturgemäß allerdings wesentlich höher. So können CMS- wie auch Framework-Lösungen auch sechsstellige Beträge kosten – alles nur eine Frage der gewünschten Features. Realistisch betrachtet liegen die meisten Präsentationsseiten aber im vierstelligen Bereich, Verkaufsseiten im fünfstelligen und Portale im sechsstelligen.   Bei Fragen, Kritik oder Anregungen schreiben Sie gern an webtalk@dheinke.de. Ich freue mich auf Ihre Nachricht!

Ausbildung

Rein in die Ausbildung: Berufsstart Bau

Ein Gewinn sowohl für Betriebe, als auch für Ausbildungssuchende: Das Pilotprojekt „Berufsstart Bau“. Seit 2013 bietet es die Gelegenheit, im Rahmen einer 6 – 12-monatigen Einstiegsqualifizierung einen Bauberuf bzw. den potenziellen Lehrling kennenzulernen. Im besten Fall mündet die Qualifizierung in einem Ausbildungsvertrag – ein Vorteil für beide Seiten, da sie sich bereits kennen. Das Projekt erfolgt in Zusammenarbeit mit den BZB und startete nach einer zweiwöchigen Orientierungs- und Erprobungshase im Februar 2020. Acht Teilnehmer erproben dabei verschiedene Gewerke: vom Mauern, über Straßenbau und Fliesenlegen bis zu Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierung. Mit guter Bilanz: Bereits nach wenigen Monaten erhielt die Hälfte der Teilnehmenden eine Ausbildungszusage mit Start zum 1. August 2020. Neben der Praxis in den Baufirmen findet in regelmäßigem Wechsel überbetriebliche Qualifizierung mit Stütz- und Förderunterricht, Sprachkursen und sozialpädagogischer Betreuung in den BZB statt. Corona-bedingt musste ein „Lernblock“ ausfallen, doch nun wird erneut überbetriebliche Unterweisung durchgeführt. Auch während der Corona-Schließung standen die BZB sowohl den Betrieben als auch den Teilnehmenden beratend zur Seite. Denn die Nachwuchsgewinnung ist und bleibt ein wichtiges Thema. Foto © goodluz/shutterstock

Projekte

ICONS: Vor-Analyse zur Entwicklung einer BIM-App

Im Rahmen des EU-Projektes ICONS (Innovation in Construction Sites) führten die Projektpartner aus dem Vereinigten Königreich, Italien, Deutschland, Slowenien und Spanien eine Recherche durch. Diese veranschaulicht wie BIM – Building Information Modeling – in den jeweiligen Ländern genutzt wird, welche Berufsgruppen BIM nutzen und an wen sich ein BIM-Training hauptsächlich richtet. Diese Recherche soll als Grundlage für die Entwicklung einer BIM-App genutzt werden. Diese richtet sich, anders als bei den meisten Kursen und BIM-Anwendungen, nicht an Personen auf der Planungsebene, sondern an die ausführenden Fachkräfte auf der Baustelle. Informationen, die mit BIM-Technologien entwickelt wurden, sollen mithilfe der App gelesen und praktisch umgesetzt werden können. Vereinigtes Königreich Die notwendigen Maßnahmen erschweren den Fortschritt bei den zeitlich begrenzten Projekten, die einem bestimmten Zeitplan folgen. Zugleich ergeben sich Chancen für die Weiterentwicklung und Nutzung digitaler Kommunikationswege, die eine weitere Zusammenarbeit mit den Projektpartnern und Bearbeitung der Projekte ermöglichen. Im Vereinigten Königreich wird BIM bereits von 81 % der großen Unternehmen für gewerbliche und öffentliche Projekte genutzt. Bei mittleren Unternehmen beträgt der Anteil 80 % und bei kleinen 56 % (National BIM-Report 2019 NBS). Seit April 2016 gilt das BIM Level 2 als Voraussetzung für alle staatlichen Bauprojekte. Die Stufe 2 umfasst die Entwicklung von Gebäudeinformationen in einer kollaborativen 3D-Umgebung mit angehängten Daten, die jedoch in separaten Fachmodellen erstellt werden. Die meisten Fortbildungen und Seminare richten sich an das Fachpersonal der Städteverwaltungen und werden an Universitäten als Zusatzmodule unterrichtet. Auch in der Berufsbildung werden Kurse z.B. von Berufsgenossenschaften angeboten. Italien Auch in Italien ist BIM für größere Projekte verpflichtend. Mit einem seit 2019 geltenden Mehrjahresplan müssen z.B. im Jahr 2020 alle komplexen Bauprojekte mit einem Volumen von mehr als 50 Millionen Euro mit BIM realisiert werden. Im Jahr 2021 wird dies alle komplexen Arbeiten mit einem Volumen von über 15 Millionen Euro betreffen. In Italien wird BIM von Mitarbeitern aus der Architektur, dem Ingenieurwesen und Design verwendet. Die angebotenen Grundlagenkurse, die Aufbaukurse zur Erstellung und Export von BIM-Daten sowie das Kursangebot zum BIM-Spezialisten oder BIM-Manager richten sich ebenfalls nur an die Mitarbeiter aus der Bauprojektplanung. Deutschland In Deutschland ergab die Befragung von 302 Mitarbeitenden aus Planung und Verarbeitung, dass 28 % der befragten Firmen mit BIM arbeiten (BIM-Monitor 2019 BauInfoConsult). Im Jahr 2015 beschloss eine neugebildete Reformkommission des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur den Bau von Pilotprojekten unter Einbeziehung der BIM-Methode. Seit Mitte 2017 wurden mit einem 3-Stufen-Plan Verkehrsinfrastrukturprojekte mit BIM umgesetzt. Ab 2020 sollen alle neu geplanten Projekte im Verkehrsinfrastrukturbau dem Vorbild dieses Plans folgen (Stufenplan Digitales Planen und Bauen). Zur Unterstützung wurden vom VDI Richtlinien entwickelt (VDI 2552), die ein einheitliches Verständnis der Begriffe, Abläufe und strukturierenden Bestimmungen schaffen sollen. Die Berufsgruppen, die im Bereich BIM geschult werden, sind Mitarbeiter im Bereich der Bauplanung und dem Management, Elektroniker/innen für Energie- und Gebäudetechnik sowie Anlagenmechaniker/innen für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Die angebotenen Weiterbildungen umfassen Grundlagenschulungen, Qualifikationen zum BIM-Koordinator oder -Manager sowie Kenntnisse zur BIM-Gesetzgebung. Auch praktische Seminare werden angeboten. In den BZB bietet das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk drei BIM-Webseminare sowie die Qualifizierung: „BIM – Eine Chance für Bau- und Ausbaugewerke“ an. Slowenien In Slowenien ist der Einsatz von BIM nicht gesetzlich vorgeschrieben. Bauprojekte in der Verkehrsinfrastruktur werden mit der BIM-Methode umgesetzt. Beispielhaft dafür sind der Neubau der zweiten Tunnelröhre des Karawankentunnels (Grenztunnel zwischen Österreich und Slowenien) und der Ausbau des Schienenweges zwischen Maribor und Sentilj zu nennen. Im Hochbau kann beispielhaft der Bau des Eles Beričevo Technology Center genannt werden. Der Einsatz von BIM wird hauptsächlich von großen Unternehmen durchgeführt. Der Erwerb von BIM-Software stellt für kleine Unternehmen ein finanzielles Hindernis dar. Ende 2019 versuchte die Slowenische Architektenkammer (ZAPS) dieser Herausforderung mit dem Kauf von tausenden BIM-Softwarelizenzen für ihre Mitglieder entgegenzuwirken. In Slowenien wird BIM hauptsächlich im Bereich Design und Supervision eingesetzt. In einigen Aus- und Weiterbildungszentren wird BIM für EQF 4-5 angeboten. Spanien In der spanischen Region Katalonien ist die Planung von Bauprojekten mit BIM seit März 2019 gesetzlich geregelt: Alle öffentlichen Projekte und damit 5.548 Millionen aktuell ausgeführter Projekte sowie 221.000 Projekte in der Angebotsphase werden mit der BIM-Methode realisiert. Auch bei öffentlichen Ausschreibungen des Ministeriums für Verkehr, Mobilität und Stadtentwicklung (MITMA) wird der Einsatz von BIM gefordert. Die meisten BIM-Kurse werden an Universitäten und von Privatunternehmen in Kooperation mit Hochschulen angeboten und richten sich an Ingenieurinnen/Ingenieure und Architektinnen/Architekten. In Aus- und Weiterbildungszentren wird BIM mit dem Schwerpunkt Management und Praxis in Lehrpläne eingebaut. Die Recherche der Projektpartner der fünf Staaten ergibt, dass BIM in einigen EU-Ländern oder regional bereits gesetzlich verpflichtend ist. Im Bereich des Verkehrsinfrastrukturbaus legen immer mehr Pilotprojekte den Grundstein für die Einführung einer möglichen zukünftigen Norm. BIM-Kurse richten sich hauptsächlich an Architektinnen/Architekten, Designer/innen und Ingenieurinnen/Ingenieure. Die Digitalisierung im Baugewerbe schreitet voran und erfordert ein Grundverständnis im Bereich BIM sowie Kenntnisse, BIM-Daten lesen und umsetzen zu können. Das ICONS Projekt wird Fachkräfte im Bauwesen mit der Entwicklung einer App dabei unterstützen, sich kostenfrei und zeitlich flexibel auf die Anforderungen im Bereich BIM vorzubereiten. Das Projekt wird vom Erasmus+ Programm der Europäischen Union gefördert. Projektpartner: Scuola Costruzioni Vicenza Andrea Palladio (Italien), Bildungszentren des Baugewerbes (Deutschland), Gospodarska Zbornica Slovenije - GZS (Slowenien), Westdeutscher Handwerkskammertag (Deutschland), Coventry University (UK), Fundación Laboral de la Construcción – FLC (Spanien), Universitat de Valencia (Spanien) Fragen zum Projekt beantworten Frank Bertelmann-Angenendt und Angela Friesen. Foto © Francesco Scatena - Getty Images/Canva

Projekte

Kostenfreie Webseminare: Jetzt teilnehmen!

Wer mehr zum Thema Organisation der Betriebsabläufe erfahren möchte, muss den gewohnten Schreibtisch nicht mehr verlassen: Das Schaufenster Digitales Bauen im Kompetenzzentrum Digitales Handwerk bietet nun auch kostenfreie Webseminare an. Zusätzlich zu den Vorträgen unterstützen interaktive Präsentationen den Lernprozess, um das Gelernte anwendungsorientiert in die Praxis umzusetzen. Die nächsten Online-Schulungen zu den folgenden Themen finden im Mai und Juni statt (Termine auf der Website): BIM in drei Themenbereichen: Grundlagen, Umgang mit BIM-Modellen und digitale, einfache und kostenfreie Werkzeuge Wie die Digitalisierung im Bauunternehmen meistern? | Veränderungsmanagement: Schritte und Elemente auf dem Weg zur eigenen Digitalisierungsstrategie Prozesse – Arbeitsabläufe strukturieren und visualisieren: Transparente Arbeitsabläufe und die Visualisierung der Aufgaben sind das A und O auf dem Weg zum Einsatz neuer Technologien Dokumentenmanagement – Wie den Einstieg meistern? Was benötige ich an Hard- & Software um das Dokumentenmanagement zu digitalisieren? Baudokumentation – Wie den Einstieg meistern? Was benötige ich an Hard- & Software um die Baudokumentation effizient und einfach zu organisieren? Nutzen Sie unsere Website und schauen Sie sich die aktuellen Webseminar-Angebote an. Sie können sich dort auch direkt anmelden. So haben Sie einen Platz sicher! Auch die anderen Schaufenster im Kompetenzzentrum Digitales Handwerk bieten Webseminare und Schulungen an, die für die Bau- und Ausbaugewerke von Interesse sind. Beispielsweise zum Thema Datenschutz und Datensicherheit. Online-Veranstaltungen aller Schaufenster finden Sie hier: handwerkdigital.de/Online-Angebote Sollten Sie Fragen haben oder weitere Informationen wünschen, nutzen Sie gern unseren Service unter KDH@bzb.de. Wir kümmern uns! Foto © bongkarn thanyakij von Pexels   Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben. Zum Abbau von Informationsdefiziten stellt das KDH den Entscheidungsträgern und Fachexperten des Handwerks praxisnahe Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die in fünf sogenannten Schaufenstern entwickelt und illustriert werden. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.       

Weiterbildung

Meisterschule: Prüfungen im Sommer und Herbst

Die Teilnehmenden der vorbereitenden Meisterkurse kommen unter Berücksichtigung besonderer Hygienemaßnahmen seit dem 06. Mai wieder zu uns in die BZB. Auf die geforderten Auflagen reagierten wir unter anderem mit größeren Seminarräumen, um auch während des Unterrichts den Mindestabstand einhalten zu können. Des Weiteren wurden umfangreiche Hygienemaßnahmen getroffen, um allen Beteiligten den größtmöglichen Schutz zu bieten. Trotz der besonderen Situation ist es uns gelungen, die ursprünglich angedachten Prüfungstermine zu halten. Dies war nur unter besonderen Anstrengungen realisierbar und daher geht ein besonderer Dank an dieser Stelle an alle Referenten und Teilnehmenden, die sich vorbildlich verhalten und auch zusätzliche Unterrichtstermine wahrnehmen. Die Meister-Prüfungen der Fliesenleger*innen finden ab dem 22. Juni 2020 statt, gefolgt von den Maurer*innen sowie geprüften Polieren im September. Wir wünschen allen Prüflingen viel Erfolg! Foto © Billion Photos/shutterstock

Weiterbildung

Weiterbildung: Präsenzseminare finden statt

Die BZB öffneten im Mai unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln ihre Pforten an den Standorten Krefeld und Wesel für Seminare. Für viele entfallene Lehrgänge gibt es bereits Ersatztermine. Auch das reguläre Angebot aus den Fachbereichen Management und Recht, Betoninstandhaltung, Kanalbau, Brandschutz, Nachhaltiges Bauen und Umwelttechnik sowie vorbereitende Meisterkurse finden wieder statt. Die Gesundheit und Sicherheit aller Teilnehmer*innen und Dozierenden steht dabei an erster Stelle: So ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auf den Fluren und während der Pausen verpflichtend. An den Einzeltischen in den Seminarräumen, die mit einem Mindestabstand von 1,5 Meter zueinander stehen, darf die Schutzmaske abgenommen werden. Neben regelmäßigem Desinfizieren wird außerdem auf die Abstandsregeln und Hygieneetikette hingewiesen. Die Teilnahme am Lehrgang soll zudem so planbar und unkompliziert wie möglich sein: Etwa drei Wochen vor Lehrgangsbeginn erhalten die Teilnehmenden eine feste Zu- oder Absage für den Termin. Bis dahin ist eine Abmeldung problemlos und ohne Kostenaufwand möglich. Im Juni finden diese Seminare statt – viele bereits mit Durchführungsgarantie: SPCC-Düsenführerschein 03.06. - 04.06.2020 im BZB Wesel Weiterbildung für Sachkundige Planer (SKP) 08.06. - 09.06.2020 im ABZ Augsburg Herstellung und Einbau von Asphalt im Straßenbau nach aktuellem Stand der Technik 16.06.2020 im BZB Krefeld Integrierter Lehrgang für ASI-Arbeiten 16.06. - 18.06.2020 im BZB Krefeld Nachträge bzw. Mehrvergütungsansprüche erfolgreich geltend machen 23.06.2020 im BZB Krefeld Arbeiten in kontaminierten Bereichen – Sachkunde nach DGUV 101-004, Anlage 6 A 23.06. - 26.06.2020 im BZB Wesel Fortbildungslehrgang zum Erhalt der Sachkunde für die Zustands- und Funktionsprüfung privater Abwasserleitungen 25.06. - 26.06.2020 im BZB Krefeld SIVV-Weiterbildung 04.06. - 05.06.2020 und 25.06. - 26.06.2020 im BZB Krefeld Sanierung von Gebäudeschadstoffen – Sachkunde nach DGUV 101-004, Anlage 6 B 30.06. - 01.07.2020 im BZB Krefeld Eine Übersicht aller Seminare gibt es HIER. Bei Fragen steht Ihnen das Team der Akademie jederzeit zur Verfügung. Foto © Iakov Filimonov - stock.adobe.com

Ausbildung

„Wir sind sicher, dass wir ein sehr hohes Maß an Sicherheit gewährleisten“

Ausbildung in Zeiten von Corona: In den kommenden Wochen und Monaten muss jeder Einzelne mit dem „neuen Corona-Alltag“ zurechtkommen. Auch die Bildungszentren des Baugewerbes e.V. waren mit der Frage konfrontiert, wie sich Aus- und Weiterbildung unter den neuen Bedingungen durchführen lässt und welche Maßnahmen zu ergreifen sind, um Hygiene- und Infektionsschutzstandards einzuhalten. Denn die Sicherheit und Gesundheit aller Besucher*innen und Mitarbeitenden steht an erster Stelle. Markus Crone, Geschäftsbereichsleiter Ausbildung und pädagogische Maßnahmen, gibt einen Überblick über die Maßnahmen und die Herausforderungen. Herr Crone, welche Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen sind in den BZB Zentren im Rahmen der Ausbildung und pädagogischen Maßnahmen implementiert? Crone: Wir haben uns bereits früh mit den bekannten und über die verschiedenen Fachstellen veröffentlichten Hinweisen und Maßgaben auseinandergesetzt. So wurden die vom RKI, von Kultusministerien für Schulen und von der BauBG benannten Empfehlungen in unsere Sicherheits- und Hygienemaßnahmen eingearbeitet und in die Tat umgesetzt. Natürlich stehen die mittlerweile sehr ausführlich kommunizierten Regeln im Fokus: Abstand halten, Kontakte vermeiden, Hygieneetiketten einhalten. Daraus entwickelten und setzten wir ein Sicherheits- und Hygienekonzept um. Beispielsweise teilten wir in unseren Werkhallen die Arbeitsbereiche für die Lehrlinge unter Berücksichtigung der Abstandregeln detailliert ein. Um allen Lehrlingen die Teilnahme anbieten zu können, erstellten wir in einigen Werkhallen sogar zwei Meter hohe Schutzwände zwischen den Arbeitsbereichen. Reichte dieses nicht aus, wurde auf weitere Hallenkapazitäten ausgewichen oder Gruppen auf Standorte aufgeteilt. So haben wir nun die Zimmererlehrlinge auf Krefeld und Düsseldorf verteilt. Generell sind durch Zugangs- und Pausenregelungen Begegnungen zwischen den Teilnehmer*innen im Haus auf ein geringmögliches Maß reduziert. Hinweis-, Gebots- und Verbotsschilder hängen an den relevanten Stellen, um einfach aber deutlich an die Vorgaben zu erinnern. Alle Ausbilder und Mitarbeiter*innen der BZB Zentren wurden im Vorfeld der Wiederaufnahme des Betriebs in das Sicherheits- und Hygienekonzept eingewiesen und mit entsprechender persönlicher Schutzausrüstung wie Mund-Nase-Bedeckung, Gesichtsvisieren und Handschuhen ausgestattet. Wir sind sicher, dass wir ein sehr hohes Maß an Sicherheit gewährleisten. Um für die erste Zeit ganz sicher zu gehen, gibt es außerhalb der festen und zugewiesenen Arbeitsbereiche eine Masken-Tragepflicht für alle in den BZB. Besondere Vorsicht lassen wir beim Sicherheits- und Hygienekonzept für die Unterbringung der Lehrlinge im BZB-eigenen Internat in Krefeld walten. Neben den bereits benannten kommen weitergehende Maßnahmen, wie regelmäßiges Desinfizieren und der Bau von Schutzwänden, hier zum Einsatz. Ich bin mir sicher, dass wir auch hier das Bestmögliche realisieren. Alles in allem wurde uns im Abgleich mit Informationen durch den Zentralverband des Handwerks und der für uns zuständigen Berufsgenossenschaft unser Sicherheits- und Hygienekonzept vollumfänglich bestätigt. Und besonderes Lob haben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verdient, die mit viel Engagement an der Umsetzung der Sicherheitsregeln mitgearbeitet haben und nun u.a. als Ausbilder in erster Reihe die Lehrlinge in den Werkhallen unterweisen. Ohne dieses große Engagement und die Ideen wären wir nicht so schnell wieder betriebsbereit gewesen! Was waren die größten Herausforderungen bei der Umsetzung des Konzeptes? Crone: Alle mitzunehmen, damit sie verstehen, warum welche Maßnahme wichtig ist. Aktuell muss man immer wieder erinnern, dass die Corona-Pandemie nicht vorbei ist und die guten und positiven Entwicklungen in Deutschland gerade den sehr guten Präventionsmaßnahmen des „shut downs“ geschuldet sind. Wenn es zu „locker“ wird, erhöht sich das Rückfallrisiko. Ich bin jedoch guter Dinge, dass wir uns sehr gut aufgestellt haben. Wichtig ist bei allem, dass das Bewusstsein für eine Sicherheitskultur erzeugt wird. Wir müssen alle mitnehmen, die Regeln erklären, Fragen und Anregungen aufnehmen und dann gemeinsam befolgen. Und immer wieder nachjustieren, motivieren und erinnern, damit die Anweisungen auch noch nach mehreren Tagen und Wochen eingehalten werden. Wie nehmen die Teilnehmenden die Maßnahmen an? Wie gut funktioniert ein „Ausbildungs-Alltag“ im Einklang mit den Sicherheitsvorkehrungen? Crone: Es funktionierte von Anfang an sehr gut. Hilfreich war die Präsenz der Corona-Regeln durch den „shut down“ in den Medien, im Internet, im Fernsehen und im Radio. Daher kamen alle sensibilisiert in die BZB Zentren, so dass die Tragepflicht der Mund-Nase-Bedeckung, das Abstandhalten und auch das regelmäßige Händewaschen nicht zu Widerwillen oder Erstaunen führten. Dennoch ist es wichtig, weiter aufmerksam zu sein und der nachlassenden Einhaltung der Sicherheitsvorkehrungen entgegenzuwirken. Immer wieder die Teilnehmer*innen daran erinnern, dass es wichtig ist, die Regeln zu befolgen, um einen Infektionsfall zu vermeiden. Denn was wäre die Folge für die Lehrlinge? Dass ihnen notwendige fachliche Kompetenzen und Fähigkeiten nicht mehr vermittelt werden können bis hin zur Nichtteilnahme an der Abschlussprüfung im Sommer 2020. An dieser Stelle bedanke ich mich auch bei den Ausbildungsbetrieben, die uns mit viel Verständnis begegnen und ihren Lehrling auch trotz kurzfristig geänderter Zeitpläne zur ÜLU in die BZB schicken. Dieses Verständnis und die weiterhin hohe Akzeptanz für die Lehrlingsunterweisung sind für uns sehr wichtig. Wir bedanken uns herzlich für das Gespräch. Fotos: © ThirtyPlus/shutterstock; BZB

Projekte

Handwerker Sprechstunden | Steigen Sie mit uns ein!

Die Digitalisierung hat in diesen Wochen an Fahrt aufgenommen. Verpassen Sie nicht den Zug, sondern steigen Sie mit uns ein! Wie? Nehmen Sie an einer unserer Themensprechstunden teil: Dialog | Digitales Aufmaß | 16.06.2020 | 17:00–17:45 Uhr | Anmeldung Dialog | Digitale Zeiterfassung | 30.06.2020 | 17:00–17:45 Uhr | Anmeldung Des Weiteren stehen wir Ihnen gern mit Rat und Tat auch zu allen anderen Fragen zur Verfügung. Wie? Da gibt es zwei Wege: Wir sind telefonisch oder auch per Mail für Sie erreichbar. Schreiben Sie uns eine Mail an KDH@bzb.de oder rufen Sie uns unter 02151 5155 88 an. Für ein Gespräch vor 8 Uhr und nach 17 Uhr schicken Sie uns Ihren Wunschtermin bitte per E-Mail an KDH@bzb.de mit dem Betreff Termin Handwerker-Sprechstunde. Und ganz wichtig, vergessen Sie bitte nicht Ihre Kontaktdaten. Gern melden wir uns bei Ihnen zurück. Wir freuen uns auf Ihre Anfragen. Noch ein paar Tipps Qualifizierungen aus dem Kompetenzzentrum Digitales Handwerk finden Sie hier. Weitere Qualifizierungen aus anderen Mittelstand 4.0-Zentren finden Sie hier. Eine schnelle Orientierungshilfe für Fragen rund um das Corona-Virus und den Betriebsalltag von Handwerkern und Handwerkerinnen gibt die aktuelle Themen- und Informationsübersicht des ZDH. Foto © Polonio Video/stock.adobe.com   Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben. Zum Abbau von Informationsdefiziten stellt das KDH den Entscheidungsträgern und Fachexperten des Handwerks praxisnahe Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die in fünf sogenannten Schaufenstern entwickelt und illustriert werden. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.       

Ausbildung

Ausbildung: Aktualisierte Zeitpläne für 2020 und 2021

Seit Mai dürfen die BZB unter Einhaltung der erforderlichen Infektionsschutzmaßnahmen erneut überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU) durchführen. Einen Start machte das 3. Lehrjahr der Dachdecker*innen, gefolgt von der Stufenausbildung Bau – denn die Gesellenanwärter*innen bereiten sich derzeit intensiv auf ihre Prüfungen vor. Nach einem positiven Beginn der ÜLU unter Beachtung aller notwendigen Sicherheitsregularien ging die Planung für alle Gewerke weiter. So wird unter anderem die ausgefallene Lehrlingsunterweisung des 1. Ausbildungsjahres (Stufenausbildung Bau und Trockenbau) von Juli bis September nachgeholt. Die Unterweisung der Holz- und Bautenschützer*innen findet im Juni und Juli statt. Ebenfalls werden Straßenwärter-Lehrgänge nachgeholt, Bauzeichner*innen-Praktika laufen bereits weiter. Unverändert setzen sich zudem die Dachdecker*innen-Kurse fort. Der aktualisierte Gesamt-Zeitplan 2019/2020 steht HIER zum Download bereit. Den aktualisierten Zeitplan 2020/2021 (Stufenausbildung Bau) gibt es HIER. HIER geht es zu den Zeitplänen für Dachdecker*innen (unter Wichtige Infos). Den aktualisierten Zeitplan 2020/2021 für Bauzeicher-Praktika gibt es HIER. Für alle Zeitpläne gilt: Änderungen vorbehalten. Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Projekte

EU-Projekt Blueprint auf LinkedIn

Im Projekt „Contruction Blueprint“ sind die BZB einer von 24 (!) Projektpartnern. In der inhaltlichen Arbeit auf deutscher Seite stimmen sie sich mit dem Zentralverband des Deutschen Baugewerbes sowie dem Berufsförderungswerk der Bauindustrie Nordrhein-Westfalen, die auch aktive Projektpartner sind, ab. Ziel dieses Projektes ist die Entwicklung eines neuen strategischen europäischen Ansatzes, der eine bessere Abstimmung notwendiger Qualifikationen und Kompetenzen von Beschäftigten und zukünftigen fachlichen Anforderungen der Bauunternehmen hervorbringt. Diese Blaupause wird durch den Ansatz einer sogenannten „Sektoralen Kompetenzstrategie“ mit Leben gefüllt. Sie bringt Ergebnisse und Erfahrungen aus bereits absolvierten Initiativen unter einem ganzheitlichen Blickwinkel zusammen. Dabei spielen politische, wirtschaftliche, soziale, technologische, rechtliche und ökologische Faktoren die zentralen Rollen. Aus dieser Betrachtung heraus werden u.a. neue Kompetenzprofile und Bildungsangebote hervorgehen. Folgen Sie den Entwicklungen im Projekt und tauschen Sie sich mit anderen Interessierten aus. Dies funktioniert optimal über die Netzwerk-Plattform LinkedIn, wenn Sie der Gruppe „Construction Blueprint“ beitreten. Zurzeit sind dort bereits etwa 100 Berufsbildungsfachleute aus europäischen Ländern aktiv. Ihre Ansprechpartner: Frank Bertelmann-Angenendt und Angela Friesen. Foto © Africa Studio/shutterstock

Querbeet

WebTalk: Online-Präsenz in der Krise

Die Corona-Krise ist in aller Munde und betrifft jeden auf unterschiedliche Art und Weise. Alle Bürger sind zum „Physical Distancing“ aufgerufen, das zwar die persönlichen Begegnungen einschränkt, die digitale Kommunikation und die Nutzung von sozialen Netzwerken jedoch umso mehr fördert. Plattformen wie Facebook, Xing, Instagram oder Pinterest florieren, da viele Menschen auch in ihrer Freizeit verstärkt nach Inspirationen, Informationen und Tipps für „ihr nächstes Projekt“ suchen. Wie können Sie als Unternehmen die Lage sinnvoll für sich nutzen? Für die Darstellung und Präsentation Ihres Betriebes im Web können sich Vorteile ergeben. Webmaster Daniel Heinke stellt Ihnen einige (kostenfreie) Tools vor. Ihre Sichtbarkeit im Web Das beste Angebot, die schönste Präsentation oder das meisterhafteste Handwerk bringt nichts, wenn es niemand findet. Um das Ganze einmal in Zahlen zu fassen: 96 % aller Smartphone-Nutzer verlassen sich auf ihr Smartphone bei der Suche nach Informationen. Sie nutzen Suchmaschinen doppelt so häufig wie andere Online- und Offlinequellen. Dazu kommt, dass die Online-Suche nicht nur die am häufigsten genutzte, sondern bei 87 % auch die erste Informationsquelle ist. Das setzt sich beim Kaufverhalten fort: 70 % der Nutzer, die in einem Geschäft einkaufen, informierten sich zuvor per Smartphone über das Produkt. Bei langfristigen Projekten ist dieses Verhalten noch deutlicher: Mittlerweile informieren sich 68 % der Nutzer auch über Dinge, die sie erst zu späteren Zeitpunkt benötigen. (Stand 2016, Quelle: thinkwithgoogle) Klickverhalten in Suchmaschinen Rund 60 % aller Nutzer klicken auf den ersten Eintrag in den Suchergebnissen, nur noch 15 % auf den zweiten und etwa 0,17 % auf den ersten Eintrag auf Seite 2. Im Umkehrschluss bedeutet dies, wenn Sie erst auf Seite 3, 4, 5 oder 10 zu finden sind, ist ein Klick auf Ihre Website ebenso wahrscheinlich, wie dass Sie zum Mars fliegen. :-) Anm.: Die Prozentsätze in den unterschiedlichen Positionen variieren leicht je nach Land und demographischen Merkmalen. (Stand 2015, Quelle: Sistrix) Nimmt man diese beiden Analysen zur Hand, stellt sich heraus, dass fast alle Nutzer im Netz suchen und – fast alle auf Ergebnisse der ersten Seite klicken. Für uns bedeutet dies, dass wir auf Seite 1 präsent sein müssen, um gefunden zu werden – Wie stellen wir das an? 1. Google My Business – die erste Anlaufstelle für jedes Unternehmen Google My Business ist sozusagen Ihre hinterlegte Visitenkarte bei Google. Sie wird im Zusammenhang mit Suchanfragen passend oder direkt zu Ihrem Unternehmen seitlich angezeigt. Es gibt Nutzern direkte Informationen über Öffnungs- und Geschäftszeiten, Adresse, Telefon- und E-Mail-Kontaktdaten sowie einen Link zu Ihrer Website zusammen mit einigen Fotos und Kundenrezensionen (sofern vorhanden). Zudem wird Ihre Firmenadresse automatisch über Google Maps verortet. Die Einrichtung dauert im Regelfall keine Stunde und ist kostenfrei. Zur Einrichtung können Sie diesen Link nutzen. Oder einfach Google My Business bei Google eingeben. 2. Netzwerk-Plattformen / Social Media Wenn Google My Business Ihre Visitenkarte im Web ist, so sind Ihre Social Media-Kanäle mit Flyern in einer Auslage bei relevanten Geschäften vergleichbar. Der Vorteil von sozialen Plattformen ist, dass diese die entsprechende Reichweite, Nutzerzahlen, Kapital und Teams haben, um bei Suchmaschinen sehr hoch im Ranking zu sein und somit meistens auf der ersten Seite der Suchergebnisse auftauchen – also genau da, wo die Nutzer sich aufhalten und klicken. Wenn wir mit unserer eigenen Website nicht auf Seite 1 sind, so können wir hierdrüber für Auffindbarkeit sorgen. Allerdings müssen Sie auf die Relevanz achten. So wie Sie keinen Flyer mitnehmen, der Ihnen nicht zusagt, so verlassen Sie auch eine Seite in einem Netzwerk schnell wieder, wenn es nicht das ist, was sie suchen. Um dem entgegenzuwirken, ist es wichtig zu wissen, welche Zielgruppen die Plattformen ansprechen. Also die Inhalte der Plattform und Nutzergruppen, die diese benutzen, zu kennen. Zahlen und Daten: Rund 90 % der Bevölkerung in Deutschland nutzt das Internet, die überwiegende Mehrheit sogar täglich. Die Grafik zeigt die Nutzung verteilt auf die verschiedenen Apps und Plattformen. Wenn Sie sich für die genaue Aufschlüsselung von Altersgruppen und Geschlechtern interessieren, empfehle ich Ihnen, sich die Studien genauer anzusehen. (Stand 2018/2019 Quelle: ARD/ZDF – Onlinestudien zur Medialer Internetnutzung) WhatsApp Die wohl meistgenutzte App weltweit bietet zwar kein Profil in dem Sinne, funktioniert trotzdem hervorragend als Kommunikationskanal zwischen Ihnen und Ihren Kunden. Beispielsweise können Sie den Support und Anfragen über WhatsApp Business anbieten. Ebenso nicht zu unterschätzen ist die Sharing-Reichweite von WhatsApp. Wenn ein Nutzer Inhalte teilen will, passiert das zum größten Teil über WhatsApp, sei es in Gruppen oder Einzelkontakten. Prüfen Sie daher, ob Ihre Inhalte bei der Sharing-Funktion entsprechend richtig dargestellt werden. YouTube Die Anlaufstelle für Videos. Sie verstehen eine Anleitung nicht oder wollen schnell nachschauen, welcher Draht bei der Deckenlampe wofür steht? YouTube ist dann die richtige Plattform. Ein Kanal mit guten Tutorials (Anleitungen/Hilfestellungen), Erklärvideos, Produktpräsentationen etc. kann Ihre Reichweite enorm erhöhen. Allerdings, so hoch die Nutzerzahlen sind, so hoch ist auch der Konkurrenzkampf auf YouTube. Tendenziell zählt Qualität über Quantität. Facebook Bei Jüngeren mittlerweile nicht mehr die beliebteste Plattform, kann Facebook dennoch als eine Art zweite Homepage für B2C Unternehmen dienen, mit direktem Kommunikations-Kanal zu den Nutzern. Events, aktuelle Projekte und Angebote, Pressemitteilungen sowie die Pflege von Kundenkontakten sind hier gut aufgehoben. Instagram „Das YouTube für Bilder“, vor allem bei jüngeren Nutzern sehr beliebt. Wenn Sie eine sehr visuelle Marke / Tätigkeit haben, kann dieser Kanal interessant für Sie sein. Ebenso wenn Sie mit jungen Menschen, z.B. für die Suche nach Auszubildenden, in Kontakt treten wollen. Grundsätzlich gilt auch hier Qualität vor Quantität. Pinterest Wenn Instagram das „YouTube für Bilder“ ist, so ist Pinterest das „Google der Bilder“. Die Nutzergruppe ist überwiegend weiblich, die Nutzung ähnlich der Google Bildersuche. Gerne genutzt, um schriftliche Do It Yourself-Tutorials zu suchen, Inspirationen für verschiedene Themen oder ganz allgemein Ideen zu finden. Es unterscheidet sich zu Instagram zum einen in den Nutzern, zum anderen in der Art der Inhalte. Werden bei Instagram z.B. oft emotionale Dinge, Momentaufnahmen von Orten und Tätigkeiten gepostet, stellt Pinterest mehr fertige Objekte/Produkte dar. Snapchat, TikTok Zwar sind die beiden Apps verschieden, zu Grunde liegen beiden allerdings Videos und vornehmlich sehr junge Nutzer (bei TikTok noch wesentlich mehr als bei Snapchat). Um hier erfolgreich zu sein, heißt es vor allem kreativ zu sein. Sei es bei eigenen Inhalten oder Werbeanzeigen. Twitch Livestreaming-Plattform vor allem für Gamer mit einer vornehmlich jüngeren und männlichen Zielgruppe. Werbung ist im Video-Format oder als Sponsoring verschiedener Streamer möglich. Bei großen Live-Events, wie E-Sports Weltmeisterschaften, können mehrere Millionen Zuschauer gleichzeitig angesprochen werden. Xing, LinkedIn Social-Media Plattformen vergleichbar mit Facebook, allerdings für den B2B Sektor. Xing fokussiert sich vor allem auf den DACH-Raum, während LinkedIn international die Anlaufstelle Nr. 1 für Business-Netzwerke ist. Twitter Kurznachrichtendienst oder auch Microblogging-Dienst, der sich z.B. ideal für Status-Nachrichten eignet. Also Updates zu bestimmten Ereignissen. Haben Sie eine aktuelle Neuigkeit über Ihren Betrieb? Twitter ist die erste Anlaufstelle, neben der Veröffentlichung auf Ihrer Website. Firmen nutzen Twitter häufig dafür, um auf unvorhergesehene Krisen oder Zwischenfälle hinzuweisen, z.B. Server-Ausfälle, Wasserschäden, welche die gesamte Inhouse-IT lahmlegte, etc. Ebenso dient Twitter als Plattform, um Spannung für neue Kampagnen oder größere Ankündigungen zu verbreiten. So kann man Twitter nutzen, um neue Geräte und/oder neue Dienstleitungen anzukündigen, noch nicht veröffentlichte Produkte zu „leaken“ oder Einblicke hinter die Kulissen zu geben. Reddit In der Studie nicht berücksichtigt, meiner Meinung nach aber erwähnungswert ist Reddit. Es ist mit über einer halben Milliarde Nutzungen pro Monat die 6. meist genutzte App der Welt, in Deutschland allerdings mit lediglich 5 % des Traffic-Aufkommens noch relativ unbekannt – Tendenz stark steigend. Was ist Reddit? Reddit ist ein community-basierter Aggregator für Inhalte. Stellen Sie sich Reddit als das größte Forum der Welt mit unzählbar vielen Unterforen für alle nur erdenklichen Themen – so genannte Subreddits – vor. Und hier liegt auch das Potential von Reddit. Sie brauchen ein Forum, um sich mit Ihren Nutzern auszutauschen? Reddit. Sie suchen spezifische Zielgruppen? Reddit. Dadurch, dass es zu jedem Thema Subreddits gibt und jeder solche erstellen kann, lässt sich Reddit zum einen wie ein Forum für die eigene Kommunikation nutzen. Zum anderen kann man Anzeigen an die eigenen Zielkunden schalten bzw. in Kontakt mit diesen treten – im Übrigen sind Anzeigen im Vergleich z.B. zu Facebook aktuell noch sehr günstig (das wird sich aber tendenziell mit wachsendem Interesse ändern). Für welche Kanäle und Plattformen Sie sich auch entscheiden, das Ziel bleibt, im Web gefunden zu werden und mit den Kunden sowie Interessenten zu interagieren. Wichtig ist vor allem, dass Sie nicht zwangsläufig auf allen Plattformen präsent sind, sondern auf denen, die Ihre Zielgruppe ansprechen. Die Pflege jedes zusätzlichen Kanals ist auch hoher Zeitaufwand, der zu berücksichtigen ist. Die Vorteile liegen dennoch auf der Hand: Gefällt einem Besucher Ihrer Kanäle Ihr Inhalt, so klickt er wahrscheinlich auf den Link zu Ihrer Website, da er sich für Ihre Produkte/Dienstleistungen interessiert, er ruft Sie an oder schreibt Ihnen eine E-Mail. So steigern Sie Ihre Chance, trotz möglicher hinterer Platzierungen in den Suchmaschinen, Nutzer auf Ihre Website zu bringen und damit potenzielle neue Kunden anzusprechen. 3. Online-Anzeigen Die dritte Möglichkeit, im Web gefunden zu werden, sind Online-Werbeanzeigen. Ob nun auf Google selbst, auf Zielgruppen-relevanten Websites in Text- oder Bannerform oder in den oben dargestellten Apps und Plattformen. Der Vorteil von Anzeigen ist, dass sie bei der Erstellung und Pflege wenig Zeit beanspruchen. Der Nachteil ist, dass sie Geld kosten und Vorbereitung benötigen, um relevant zu sein. Online-Werbeanzeigen und deren Vorbereitung behandeln wir in einem späteren Artikel noch ausführlich. Hier sei nur erwähnt, dass diese je nach Produkt/Dienstleitung und Qualität der Kampagne ab dem ersten Monat rentabel sein können. Ausblick In diesem Artikel ging es darum, wie Ihr Unternehmen durch den Einsatz größtenteils kostenfreier Tools und Plattformen im Web gefunden werden kann. Im nächsten Beitrag stelle ich Ihnen das kleine Website-1x1 vor: Hosts, Anbieter von Do It Yourself-Baukästen, verschiedene CMS-Systeme sowie die Vor- und Nachteile der jeweiligen Optionen. Bleiben Sie gesund! Bei Fragen, Kritik oder Anregungen schreiben Sie gern an webtalk@dheinke.de. Ich freue mich auf Ihre Nachricht!

Ausbildung

Info an Betriebe: Umstellung der ÜLU-Zeitpläne

Sehr geehrte Damen und Herren, im Namen von Vorstand und Geschäftsführung teilen wir Ihnen mit, dass die ursprünglichen und lange veröffentlichten Zeitpläne ihre Gültigkeit verloren haben. Daher haben wir diese zu Beginn der CORONA – Pandemie sofort deaktiviert. Als Basis dafür galt der Erlass des NRW-Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) vom 15.03.2020. Damit einhergehend gab es ein generelles „Durchführungsverbot" für sämtliche Aktivitäten außerschulischer Bildungsanbieter, also auch für die BZB bis zum 03.05.2020. Am 28. April wurde dann befristet bis 03.05.2020 eine Ausnahmegenehmigung zur Durchführung von überbetrieblichen Lehrgängen in der Form erteilt, dass die Lehrgänge unter verschärften Hygienebedingungen stattfinden dürfen, sofern noch in diesem Jahr die Abschlussprüfungen stattfinden und die Lehrgänge hierfür relevant sind. Im Zuge dessen haben wir mit der Handwerkskammer Düsseldorf zunächst die neuen Prüfungstermine für die Facharbeiter- und Gesellenprüfungen festgelegt. Erst danach war es uns möglich, die Blöcke für das 2. und 3. Ausbildungsjahr festzulegen. Da wir davon ausgehen, dass der „letzte“ ÜLU-Block zur Prüfungsvorbereitung besonders wichtig ist und vor allem im Interesse der Auszubildenden ist, mussten wir kurzfristig die Pläne ändern. Aufgrund der äußerst kurzen Vorbereitungszeit und nicht vorhersehbarer Entwicklungen im Rahmen offizieller Erlasse und Verordnungen war es uns schlicht nicht möglich, im Vorfeld alle Betriebe und Verbände zu beteiligen, so dass wir auf Basis eines einstimmigen Vorstandsbeschlusses die Änderungen kurzfristig umgesetzt haben. Uns ist natürlich bewusst, dass die kurzfristige Änderung Ihre betrieblichen Einsatzplanungen der Auszubildenden oftmals stark behindert, wir hier allerding im Sinne der Auszubildenden so verfahren mussten, um noch „ÜLU-Blöcke“ zur Prüfungsvorbereitung umzusetzen. Es war uns leider nicht eher möglich, dies mit den Ausbildungsbetrieben im Vorfeld abzustimmen, da wir de facto selbst keinerlei Planungssicherheit oder Vorbereitungszeit hatten und die rechtliche Basis nicht vorhanden bzw. absehbar war. Wir hoffen dennoch auf Ihr Verständnis, Ihre Kooperationsbereitschaft und versuchen alles, die Auszubildenden bestmöglich unter den erschwerten Hygienebedingungen zu unterweisen. Auch wir wissen erst seit dem 02.05.2020, dass wir ab dem 04.05.2020 wieder unsere Einrichtungen öffnen dürfen. Diese Situation ist auch für uns nicht einfach, dennoch sind wir davon überzeugt, im Sinne der Auszubildenden das Bestmögliche im Hinblick auf die Prüfungen zu erreichen. Die aktuellen Zeitpläne finden sie HIER bzw. im Reiter Ausbildung unter dem jeweiligen Gewerk. Selbstverständlich stehen wir Ihnen für Fragen gerne zur Verfügung und bitten nochmals um Nachsicht und Verständnis für die sehr kurzfristigen Einladungen. Mit freundlichen Grüßen Thomas Murauer BZB-Geschäftsführer

Weiterbildung

Neues Seminar im Herbst: Nachhaltiger Straßenbau

Nachhaltigkeit spielt in einer postfossilen Gesellschaft eine entscheidende Rolle. Im Bereich Straßenbau bedeutet „nachhaltig zu sein“ deutlich mehr, als nur Bauen und Sanieren in Kilometern gemessen. Der neue Lehrgang „Nachhaltiger Straßenbau – von der Substanzbewertung einer Straße bis zum Bau“ greift ab Herbst dieses Jahres das vielfältige Thema auf. Auf Basis moderner ökonomischer Instrumente kann das Thema Nachhaltigkeit im Straßenbau hinsichtlich Planung, Bau, Betrieb und Unterhaltung entscheidend vorangebracht werden. Aspekte wie Ressourcenschonung, Kreislaufwirtschaft, Substanzbewertung, Nutzungsdauer und die zielsichere Wahl von Erhaltungsmaßnahmen sind hierbei von besonderer Bedeutung. Ziel des Lehrganges ist es, den Teilnehmern die Möglichkeiten und Grenzen des nachhaltigen Straßenbaus aufzuzeigen und ihnen mit Hilfe von entsprechenden Handlungsempfehlungen und Praxisbeispielen wesentliche Werkzeuge für die Planung und Ausführung von Erhaltungs- und Erneuerungsmaßnahmen für zukünftige Projekte mit auf den Weg zu geben. Das Seminar richtet sich an Behörden, Planungsbüros, Ingenieurbüros, Sachverständige, Gutachter sowie Ausbilder im Straßenbau. Im Detail sollen u.a. folgende Themenstellungen behandelt werden: Möglichkeiten der Substanzuntersuchung, -erfassung und -bewertung von Straßen Klassische Verfahren wie Bohrkerne/Rammkernbohrungen Zerstörungsfreie innovative Methoden wie Georadar und Tragfähigkeitsmessungen Zielsichere Wahl von Erhaltungs- oder Erneuerungsmaßnahmen Vorstellung verschiedener Instrumente und Möglichkeiten Empirische Substanzbewertung mittels RSt0 12 Rechnerische Substanzbewertung mittels RDO und RSO Zweckmäßige Wahl von nachhaltigen Bauweisen Luftverbesserung durch innovative Deckschichtkonzepte Neuerungen im Asphaltstraßenbau mit Asphaltrecycling und Warmmixasphalt Aufgehellte Deckschichten Lärmarme Deckschichten für Kommunen Hochstandfeste Konzepte Neben der systematischen Darstellung der Thematik sowie der Vorstellung der wichtigsten Regelwerke werden auch die verschiedenen Verfahren und Bauweisen anhand von konkreten Ausführungsbeispielen erörtert und entsprechende Hilfestellungen und Handlungsempfehlungen gegeben. Die Lehrgangstermine werden zeitnah bekannt gegeben. Fragen beantwortet Ihnen Ihr Ansprechpartner Pascal Keusen-Weber. Foto © cooperr/shutterstock

Querbeet

UPDATE: BZB öffnen schrittweise für Lehrgänge

Der aktuellste Erlass in Verbindung mit der Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) des NRW-Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales erlaubt unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln die Wiedereröffnung von Bildungseinrichtungen ab dem 04.05.2020. Somit öffnen auch die Bildungszentren des Baugewerbes e. V. eingeschränkt für Lehrgänge und Seminare, vorerst bis zum 10.05.2020. Die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung beginnt ab dem 04.05.2020 für Dachdecker*innen des 3. Ausbildungsjahres am Standort Wesel, gefolgt von der Stufenausbildung Bau ab dem 11.05.2020 an allen drei BZB-Standorten – vorausgesetzt einer Verlängerung der derzeitigen, offiziellen Beschlüsse. Ebenso ist eine Öffnung des Internats / Gästehauses am BZB-Krefeld ab dem 11.05.2020 in Planung. Der vorläufige Zeitplan der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung im Bereich Ausbildung für Mai und Juni ist HIER einsehbar. Im Bereich der Weiterbildung finden die vorbereitenden Meisterkurse und die Lehrgänge für den Werkpolier / geprüften Polier planmäßig statt. Einen Überblick über alle weiteren Lehrgänge und Seminare finden Sie HIER. Bei der Wiederaufnahme des Lehrgangsangebots steht die Beachtung von Hygiene- und Abstandsregeln an erster Stelle. Um die erforderlichen Vorsorgemaßnahmen einzuhalten, entwickelten die BZB einen umfassenden Hygieneplan, der regelmäßige Desinfektionen, Abstandsmarkierungen, eine Maskenpflicht sowie Hygiene-Unterweisungen von Mitarbeiter*innen und Teilnehmer*innen beinhaltet. Wir arbeiten daran, Ihnen zeitnah unser vollständiges Angebot zur Verfügung zu stellen. Dies gilt auch für den Bereich der pädagogischen Maßnahmen. Bitte kontaktieren Sie für weitere Informationen die Ihnen bekannten Ansprechpartner*innen. Wir freuen uns darauf, Sie erneut in unseren Zentren begrüßen zu dürfen. Foto © Pranch/shutterstock

Querbeet

„Die Menschen gehen in dieser schwierigen Zeit besser miteinander um“

Die „Corona-Krise“ ist eine große Herausforderung für alle. Auch Betriebe müssen sich auf die aktuelle Lage einstellen und teilweise umdenken. Wir sprachen mit Frank Novender, Geschäftsführer von Isoliertechnik Fritz Hartmann Nachf. GmbH, über die derzeitige Situation. Die insgesamt 48 Mitarbeiter*innen des Unternehmens aus Mönchengladbach, darunter 6 Auszubildende, befassen sich schwerpunktmäßig mit Wärme-, Kälte- und Schallisolierung sowie dem vorbeugenden baulichen Brandschutz. BZB: Herr Novender, wie ist derzeit die Lage auf Ihren Baustellen? Hat sich der Alltag sehr verändert? Gibt es Änderungen in Ihrer Auftragslage? Frank Novender: Im gesamten Segment des öffentlichen sowie privaten Hochbaus haben wir keine Baustellenstilllegungen. Im Bereich der Industrie, wie z.B. bei den Herstellern von Herzklappen, in Laboren sowie auch bei Lebensmittelproduzenten, ist es deutlich kritischer. Diese Kunden, mit festem Betriebssitz, achten sehr auf ihre eigenen Mitarbeiter*innen sowie die Möglichkeit einer Infektion durch betriebsfremde Dritte. Aufgrund dessen gab es für unser Unternehmen vier Arbeitsniederlegungen. Bei einer Anzahl von mehr als 100 Aufträgen im Klein- und Großsegment hat dies glücklicherweise bis heute keinerlei Auswirkungen auf uns. Die allgemeine Auftragslage ist nach wie vor als gut zu bezeichnen und neben dieser nicht zu unterschätzenden Pandemie COVID 19 haben wir meines Erachtens, hier auch in Rücksprache mit einigen Mitarbeitern, tatsächlich etwas Positives feststellen können: Die Menschen gehen in dieser für alle schwierigen Zeit besser miteinander um und im Unternehmen ist ein neuer Teamgeist entstanden. Man ist näher zusammengerückt – und damit ist natürlich nicht die Abstandsregel gemeint! BZB: Wie klappt die Umsetzung der Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen auf den Baustellen? Frank Novender: Wir haben als Unternehmen bereits sehr früh agiert und sind natürlich auch in Bezug auf die Pflichterfüllung und Aufsichtspflicht des Unternehmens gegenüber den Arbeitnehmern an die Berufsgenossenschaft der BG Bau herangetreten. Diese hat uns in allen Belangen sehr gut begleitet. Durch Brandbriefe an alle Mitarbeiter*innen haben wir so sämtliche Vorkehrungen getroffen bzw. umgesetzt. Hierbei haben digitale Hilfsmittel, welche wir schon seit langem nutzen, ihre absoluten Vorteile. Zeitnah lassen sich Informationen und Betriebsanweisungen transportieren und die schnelle Umsetzung ist spürbar. Mittlerweile sind wir beim 14. COVID-Brandbrief, der ausschließlich dem Schutz des eigenen Personals sowie den Kolleginnen und Kollegen auf den Baustellen dient. Es ist selbstredend, dass wir Desinfektions- und Schutzmittel zur Verfügung stellen. Ebenso simulierten wir alle möglichen Situationen, die unser Unternehmen treffen könnten, darunter beispielsweise die Bereiche Lieferketten, Erlass von Quarantäne oder Betriebsstillstand. Heute nach mehr als sechs Wochen Pandemie können wir mit Fug und Recht sagen, dass wir alles richtig gemacht haben. Aus der anfänglichen Angst um die Sicherung der Arbeitsplätze und um das Unternehmen wurde gesunder Respekt. Die Handlungsmöglichkeiten durch unsere Simulationen im eigenen Unternehmen waren zukunftsorientiert und richtig, auch wenn wir diese nach heutigem Kenntnisstand nicht benötigen. BZB: Die Corona-Krise ist eine Herausforderung für die Gesamtwirtschaft. Sehen Sie, insbesondere für Ihr Unternehmen, dennoch auch neue Chancen? Frank Novender: Als ein Unternehmen mit einer mehr als 90- jährigen Tradition sind wir sind bestens ausgerichtet. Sollte man Potenzial für Neuerungen sehen, stellt sich die begründete Frage, warum man diese erst jetzt in dieser schwierigen Zeit sieht. Eine Neuausrichtung oder Änderung der firmeninternen Prozesse oder Ähnlichem sollte dann erfolgen, wenn man Muße und Zeit hat. Es ist kaum vorstellbar, dass die heutigen von der Pandemie verursachten Alltagssorgen Neuausrichtungen oder Änderungen zulassen. Das Hauptaugenmerk sollte nun für jeden Unternehmer drauf gerichtet sein, sein „Schiff“ durch ruhiges Fahrwasser zu navigieren, um das Ziel möglichst schadenfrei zu erreichen, nicht mehr und auch nicht weniger! Aber dies bleibt ja letztendlich jedem selbst überlassen. BZB: Wie werden Ihre Auszubildenden derzeit sinnvoll eingesetzt? Frank Novender: Die Berufsschule unterrichtet interaktiv und die Auszubildenden sind zwecks Lehrmaßnahmen dafür selbstverständlich freigestellt. Es erfolgt sogar eine Kontrolle der Lehrorgane zur Teilnahme, also auch dies ist gut durchdacht und fördert so die Erreichung des Lehrziels. Der Entfall des Lehrplans im Berufsbildungszentrum ist mehr als nachvollziehbar, hier werden inhaltliche und praktische Stoffe nachgeholt und auch die Möglichkeit der betriebsinternen Schulung besteht. Von unserer Seite bestehen diesbezüglich keinerlei Bedenken. Das System ist gut und durchdacht aufgestellt. BZB: Haben Sie Tipps für andere Baubetriebe? Frank Novender: Es kann keine Tipps oder gar Ratschläge in diesem Sinne geben, denn hinter jedem guten Unternehmen steht mindestens ein guter Unternehmer mit seinem bestenfalls tollen Personal. Einige Merkmale sollte sich aber jeder Unternehmer zu Herzen nehmen: ein stets gutes Miteinander verbunden mit hohem sozialen Denken, unternehmerisch frühzeitig agieren und nicht reagieren, eine gesunde Kapitaldecke durch Bildung von Rücklagen, denn dies lässt einen ruhigen Schlaf zu. Bleiben sie alle gesund! Wir bedanken uns herzlich für das Gespräch. Fotos: © Christian Lagerek/shutterstock; Frank Novender/copyright by birds-view

Weiterbildung

Jetzt für die Zukunft planen: Seminare finden wieder statt

Ihre Weiterbildung ist uns wichtig: Für entfallene Seminare in der „Corona-Zeit“ bieten wir Ersatztermine an. Wir arbeiten daran, Ihnen baldmöglichst unser vollständiges Weiterbildungsprogramm zur Verfügung zu stellen und veranstalten erstmals ausgewählte Webseminare. Einen Überblick über die derzeit geplanten Lehrgänge erhalten Sie HIER. Buchen Sie Ihr gewünschtes Seminar ganz unkompliziert online. An die Zukunft denken und Ihre Weiterbildung planen Ab sofort dürfen die BZB unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln erneut Lehrgänge anbieten. Für viele entfallene Seminare gibt es bereits Ersatztermine – diese sind in der Online-Seminarübersicht mit dem Banner „Neuer Termin“ versehen. Unsere Angabe zur Durchführungsgarantie gibt Ihnen zudem Planungssicherheit. Ganz NEU: Ausgewählte Lehrgänge bieten wir erstmals als Webseminar an. Die Teilnahme am Lehrgang soll für Sie auch in der aktuellen Situation so einfach und planbar wie möglich sein: 2 – 3 Wochen vor Lehrgangsbeginn erhalten Sie eine feste Zu- oder Absage für den Termin. Bis dahin ist auch für Sie eine Abmeldung problemlos und ohne Kostenaufwand möglich. Erst danach erfolgt die Rechnungsstellung. Falls ein bereits bestätigter Lehrgang unsererseits wider Erwarten aufgrund der aktuellen Lage abgesagt werden muss, buchen wir Sie kostenfrei auf einen zeitnahen Ersatztermin um. Alternativ können Sie kostenfrei stornieren. Bei Fragen steht Ihnen das Team der Akademie jederzeit zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme. Foto © Iakov Filimonov - stock.adobe.com

Projekte

CODESMA: Start des Online-Kurses zum Umgang mit Bau- und Abbruchabfällen

Das EU-Projekt CODESMA veröffentlichte einen kostenfreien Online-Selbstlernkurs zum Umgang mit Bau-und Abbruchabfällen. In drei Lektionen befasst sich der VOOC (vocational open online course) mit unterschiedlichen Themen, die von der Zusammensetzung von Baustellenabfällen, über den Abfallbewirtschaftungsplan (Site Waste Management Plan nach britischem Vorbild) bis hin zu Technologien und Methoden zur Wiederverwendung, dem Recycling und der Reduzierung von Abfällen im Bausektor reichen. Bau-und Abbruchabfälle machen ein Drittel der Gesamtmenge des Abfalls in der EU aus (Eurostat 2016). Initiativen der Europäischen Kommission, wie das EU-Protokoll über die Bewirtschaftung von Bau- und Abbruchabfällen (2016) und das EU-Kreislaufwirtschaftspaket (2015), sollen das Bewusstsein in der europäischen Bauwirtschaft hinsichtlich des Umgangs und der Reduzierung von Bau-und Abbruchabfällen vertiefen. Die darin enthaltenen Richtlinien werden in den Lerneinheiten des CODESMA Online-Kurses anschaulich vorgestellt und können mithilfe von Multiple Choice Fragen, FAQs, Übungen und Fallstudien verinnerlicht werden. Der Onlinekurs soll auf europäischer Ebene ein Bewusstsein für den ressourcenschonenden Einsatz von Baustoffen schaffen und Überlegungen zum Abfallmanagement anregen, noch bevor dieser entsteht. So können die Schritte zur Wiederverwendung oder zur bestmöglichen Entsorgung rechtzeitig organisiert, Gefahren hinsichtlich der Arbeitssicherheit und des Umweltschutzes identifiziert und entsprechende Schutzmaßnahmen ergriffen werden. HIER GEHT ES ZUM ONLINEKURS Entwickelt wurde der VOOC unter der Projektleitung der Coventry Universität (UK) mit Projektpartnern aus Griechenland, Litauen, Deutschland wie auch Polen und steht den Lernenden, vom Auszubildenden, über die Fachkraft bis hin zu weiteren Interessierten, in den jeweiligen Sprachen kostenfrei zur Verfügung. Ein Zertifikat kann nach einer erfolgreichen Teilnahme erhalten werden. Der Online-Kurs ist in vier weiteren Sprachen verfügbar: Englisch Polnisch Litauisch Griechisch Ihr Browser unterstützt den HTML 5 video tag nicht - bitte aktualisieren Ihren Browser. Das Projekt wurde vom Erasmus+ Programm der Europäischen Union gefördert. Projektpartner: Universität Coventry (UK), BZB (D), VSRC (LT), PROMEA (GR), PSMB (PL) Ansprechpartner in den BZB: Frank Bertelmann-Angenendt und Angela Friesen. Imagefilm Musik: Point of View von Frametraxx Foto © ESB Professional/shutterstock

Projekte

ERASMUS+ Projektanträge 2020

Bedingt durch die aktuelle Krise hat sich die Abgabefrist für Projektanträge im europäischen Programm ERASMUS+ um einen Monat, auf den 23. April 2020, verschoben. Die Bildungszentren des Baugewerbes engagieren sich mit drei eigenen Projektanträgen im EU-Programm und beteiligen sich darüber hinaus an sechs weiteren Anträgen als potenzieller Projektpartner in Zusammenarbeit mit anderen europäischen Bildungsinstitutionen der Baubranche. Die Projektanträge der BZB befassen sich 1. mit der Entwicklung und Etablierung eines Europäischen Kompetenzzentrums für Digitales Lernen sowie der beispielhaften Konzeption von weiteren digitalen Lehr- und Lerninhalten. Der Vorschlag beinhaltet auch ein Konzept, wie Ausbilder*innen in überbetrieblichen Ausbildungsstätten und Betrieben Lerninhalte nutzen, in den Lehralltag einbinden und digitale Inhalte eigenständig produzieren können. Dieser Antrag ist eine so genannte „Strategische Partnerschaft mit Innovationsentwicklung“. 2. mit dem Austausch von Erfahrungen zum Thema Employer Branding. Mittlerweile finden gerade kleine und mittelgroße Betriebe nur schwierig fachlich versierte Mitarbeitende und Auszubildende. Eine Möglichkeit, wie sich Unternehmen besser am Arbeitsmarkt positionieren können, ist das so genannte Employer Branding. Hierbei tauschen sich Projektpartner über bestehende Maßnahmen aus und entwickeln neue Ansätze, die Unternehmen bei der Akquise und dem Binden von Mitarbeitern und Auszubildenden unterstützen. Dieser Antrag ist eine „Strategische Partnerschaft zum Erfahrungsaustausch“. 3. mit der Förderung von jungen Frauen in einer Berufsausbildung in der Bauwirtschaft sowie der Integration von mehr Frauen in bauwirtschaftlichen Berufen. Dabei spielt die Digitalisierung eine fördernde Rolle. Dieser Antrag ist eine so genannte „Strategische Partnerschaft mit Innovationsentwicklung“. Die Förderentscheidungen durch die Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung werden für Juli 2020 erwartet. Die Projektstarts sind für den 1. September bzw. 1. Oktober 2020 angedacht. Ansprechpartner für Projekte Nr. 1 und 2: Frank Bertelmann-Angenendt Ansprechpartnerin für Projekt Nr. 3: Angela Friesen Foto © Denys Rudyi - stock.adobe.com

Projekte

Moderne Meisterausbildung PLUS: Demo-Seite online

Unter dem Dach der Initiative Neue Qualität der Arbeit ist im Rahmen des Netzwerks Offensive Gutes Bauen das Projekt MoMa plus – Moderne Aus- und Weiterbildung entstanden. Das Ziel des Projektes ist es, Dozenten und Dozentinnen, Ausbilder*innen, Bildungsplaner*innen und Unternehmer*innen bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Dafür wurden online-basierte Module für eine moderne, handlungsorientierte methodisch-didaktische Unterrichtsplanung für Dozierende sowie attraktive Info-Module für interessierte Unternehmer*innen entwickelt. Eine hohe Flexibilität bietet hierbei der Einsatz eines Lernmanagementsystems (ILIAS). Hiermit durchlaufen die Teilnehmer*innen selbstbestimmt und in eigenem Tempo die Lerninhalte. Das Projektteam unterstützt zudem mit Webseminaren und weiteren Austauschmöglichkeiten. Auch eine Praxiseinheit ist vorgesehen. Eine Übersicht, was die Teilnehmer erwartet, gibt diese Demo-Seite. Dank Projektförderung ist die Teilnahme an den Kursen kostenfrei. Ihr Browser unterstützt den HTML 5 video tag nicht - bitte aktualisieren Ihren Browser. Ansprechpartner: Für die Lehre: Handwerksbildungszentrum Brackwede, Fachbereich Bau e.V. Herr Ortwin Brunwinkel (Bereichsleiter Fort- und Weiterbildung) Fon: 0521–94284-23 Mail: ortwin.brunwinkel@hbz.de Für die Unternehmen: Institut für Zukunftsorientierte Arbeitsgestaltung gGmbH Herr Ralph Angerstein Fon: 01512-4144027 Mail: r.angerstein@izag-gmbh.eu Foto © Julia M Cameron / pexels.com

Querbeet

„Ich sehe die derzeitige Situation als Chance“

Die Auswirkungen des Corona-Virus auf die wirtschaftliche Situation sind immens. Viele Unternehmen kämpfen ums Überleben. Die Arbeit auf den Baustellen geht weiter, doch auch Baubetriebe müssen sich an aktuelle Gegebenheiten anpassen. Wir sprachen mit Antonius Kiwall, Maurermeister und Restaurator im Maurerhandwerk, über den Stand der Dinge für seine Baufirma Antonius Kiwall & Söhne GbR. Mit seinen fünf Mitarbeitenden und einer Auszubildenden kümmert er sich um die Restauration von denkmalgeschützten Gebäuden, Sanierungen im Bestand und ökologische Bauprojekte. BZB: Herr Kiwall, wie ist derzeit die Lage auf Ihren Baustellen? Hat sich der Alltag verändert? Antonius Kiwall: Die Lage ist derzeit weitestgehend normal. Außer den strikteren Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen hat sich am Alltag nicht viel geändert. BZB: Gibt es eventuell Lieferengpässe? Antonius Kiwall: Bei einem Lieferanten kann man nur noch nach telefonischer Vorbestellung Material abholen. Ein anderer hat für bestimmte Produkte längere Lieferzeiten angekündigt. Darauf kann man sich aber einstellen. BZB: Welche Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen setzen Sie auf der Baustelle um? Antonius Kiwall: Wir halten uns, soweit es uns möglich ist, an die empfohlenen Maßnahmen. Unsere Baustellen-Teams haben wir so eingeteilt, dass sie in der nächsten Zeit so bleiben und sich nicht mischen. Auf allen unseren größeren Baustellen stehen uns Toiletten und fließend warmes Wasser zu Verfügung, die nur für uns zugängig sind. In allen unseren Fahrzeugen ist Desinfektionsmittel vorhanden. Des Weiteren plane ich gerade mit unserem Heizungsbauer eine kleine mobile Warmwasser-Aufbereitungs-Anlage, die man an Steckdose und Wasserhahn anschließen kann für den Einsatz auf Kleinbaustellen. Mit anderen Firmen sprechen wir uns ab, sodass immer nur ein Betrieb auf der Baustelle ist. Ausnahmen sind nur möglich, wenn ein entsprechender räumlicher Abstand gegeben ist, also die einen z.B. im Keller arbeiten und die anderen auf dem Dach. BZB: Wirkt sich die Corona-Krise bereits jetzt auf die Auftragslage aus? Blicken Sie mit Sorge in die Zukunft? Antonius Kiwall: Bisher gibt es keine Auswirkungen. Unsere Auftragslage reicht derzeit für ca. 18 bis 20 Monate und wir erwarten keine Stornierungen. Wir glauben nicht, dass sich für uns viel ändern wird. Die aktuelle Situation sehe ich als Chance für unsere Gesellschaft. Wir könnten darüber nachdenken, was sich in Zukunft verändern sollte. Beispielsweise, ob wir die Nordseekrabben morgens zum Puhlen nach Marokko fliegen müssen und abends wieder zurück, weil es dort 50 Cent günstiger ist, oder es unbedingt der billigere Granit aus Indien sein muss. BZB: Sie haben eine Auszubildende, die derzeit keine Berufsschule und überbetriebliche Lehrlingsunterweisung hat. Wie wird sie eingesetzt? Antonius Kiwall: Unsere Auszubildende Esther ist ein großer Gewinn für uns und die aktuelle Situation sehen wir auch hier als Chance. Sie hat nun die Zeit und Möglichkeit, im Tagesgeschehen besondere Fertigkeiten zu lernen und einzusetzen. Beispielsweise fertigte sie für eine Museumsrestauration Stuckrosetten an. BZB: Haben Sie Tipps für andere Baubetriebe? Antonius Kiwall: Einen Tipp habe ich für alle Firmen, nicht nur Baubetriebe: Wir sollten die Zeit nutzen, um uns über Lösungen Gedanken zu machen. Viele Unternehmen werden zweifellos trotz aller Anstrengungen in große Schwierigkeiten geraten. Hier ist jeder einzelne gefragt und kann mit Kreativität und etwas Mut zur Verbesserung der Situation beitragen. Wir bedanken uns herzlich für das Gespräch. Fotos: © Christian Lagerek/shutterstock; Antonius Kiwall/privat

Querbeet

WebTalk – Wir beantworten Ihre Fragen rund ums Web!

Sie wollten schon immer wissen, was es mit „diese Seite ist nicht sicher“ auf sich hat? Warum Ihre Website nicht bei Google gefunden oder nicht richtig angezeigt wird? Aus welchen Gründen sie sehr lange lädt oder Besucher nach wenigen Sekunden abspringen? In unserer neuen, monatlichen Kolumne vermittelt Webmaster Daniel Heinke Basiswissen und wichtige Tipps rund um die Erstellung und Gestaltung einer Website, nützliche Tools, Suchmaschinenoptimierung oder Datenschutz. Dabei greifen wir Ihre Fragen auf und geben Ihnen genau die Informationen, die Sie benötigen! Ganz unkompliziert und selbstverständlich kostenlos. Schicken Sie Ihre Fragen einfach an webtalk@dheinke.de. Wir freuen uns darauf!

Projekte

Das Schaufenster Digitales Bauen ist weiterhin für Sie da!

Auch wenn bei uns gilt #WirbleibenZuhause, arbeiten wir aus dem Homeoffice – mit digitaler Unterstützung – gemeinsam an Hilfestellungen für Betriebe weiter. So bringen wir aktiv die Umsetzung von zwei Leitbetrieben und Informations- und Unterstützungsangeboten voran. Damit können Sie die Digitalisierung Ihres Unternehmens erfolgreich meistern und gestärkt aus der Krise herausgehen. Wir bieten Ihnen nun digitale Angebote, wie beispielsweise Webseminare, Videos oder interaktive Tools, um Sie bei der Bewältigung der Herausforderungen zu unterstützen, da vorerst keine Präsenzveranstaltungen stattfinden dürfen. Wir sind weiterhin telefonisch, per Mail oder auch per Videokonferenz für Sie erreichbar. Schreiben Sie uns eine Mail oder rufen Sie uns gern unter 02151 5155 88 an. Für ein Gespräch vor 8 Uhr und nach 17 Uhr schicken Sie uns bitte Ihren Wunschtermin mit dem Betreff „Termin Handwerker-Sprechstunde“ per E-Mail an: KDH@BZB.de Ganz wichtig hierbei ist die Angabe Ihrer Kontaktdaten. Gern melden wir uns dann bei Ihnen zurück. Wir freuen uns auf Ihre Anfragen. Noch ein paar Tipps Weitere Qualifizierungen aus anderen Mittelstand 4.0-Zentren finden Sie hier. Eine schnelle Orientierungshilfe für Fragen rund um das Corona-Virus und den Betriebsalltag von Handwerkern und Handwerkerinnen gibt die aktuelle Themen- und Informationsübersicht des ZDH. Titelfoto © Foxy burrow – shutterstock   Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben. Zum Abbau von Informationsdefiziten stellt das KDH den Entscheidungsträgern und Fachexperten des Handwerks praxisnahe Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die in fünf sogenannten Schaufenstern entwickelt und illustriert werden. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.       

Ausbildung

„Handwerk ist wesentlich komplexer als es sich die meisten vorstellen.“

Seinen Werdegang kann man als Erfolgsstory bezeichnen: Bester seines Jahrgangs, Medaillenträger der Deutschen Meisterschaften der Fliesenleger und Stipendiat der Lüttgen Pawlik Stiftung – der Fliesen-, Platten- und Mosaikleger Sascha Cuppenbender hat schon viel erreicht. Erst 22 Jahre jung, absolvierte er 2019 nach Abitur und Ausbildung im väterlichen Betrieb die Gesellenprüfung und nahm anschließend an Berufswettbewerben statt. Mit der Bronzemedaille im Bundeleistungswettbewerb 2019 zeigte er sein überragendes handwerkliches Können auch im deutschlandweiten Vergleich. Nun geht es für den Weseler weiter: Mit seinen Topnoten hat er sich für eine Bestenförderung der Lüttgen Pawlik Stiftung qualifiziert und strebt den Meistertitel an. Die Stiftung unterstützt mit einem Förderbetrag besonders motivierte Gesellen*innen bei ihrer Aufstiegsfortbildung. Die BZB führten ein Interview mit Sascha Cuppenbender – über seine Motivation, die Ausbildung, Zukunftspläne und warum „das Handwerk“ als Berufswahl nach wie vor interessant ist. BZB: Herr Cuppenbender, was hat sie während Ihrer Ausbildungszeit motiviert? Sascha Cuppenbender: Zum einen hat mich die Möglichkeit motiviert, als Bester meines Jahrgangs in der HwK Düsseldorf am NRW-Landeswettbewerb 2019 teilnehmen zu können. Aber es war auch mein eigener Ehrgeiz, eine möglichst gute Ausbildung zu absolvieren. BZB: Welche Fähigkeiten sind Ihrer Meinung nach wichtig, wenn man den Beruf des Fliesen-, Platten- und Mosaiklegers ergreifen möchte? Sascha Cuppenbender: Es ist auf jeden Fall von Vorteil, wenn man generell handwerklich versiert ist. Außerdem sollte man ein gutes Vorstellungsvermögen für fertige Räume haben und kreativ sein, um Kunden ein möglichst speziell auf sie abgestimmtes Produkt (Badezimmer, Terrasse, Flur…) bieten zu können. BZB: Wie hat die überbetriebliche Ausbildungszeit im BZB Düsseldorf Sie bei Ihrem Werdegang unterstützt? Sascha Cuppenbender: Ich denke am besten kann ich diese Frage mit einem Satz von meinem ehemaligen Ausbilder im BZB, Herrn Keweloh, beantworten: „Ich kann nur ein fahrendes Auto lenken.“ Also im übertragenden Sinn: Man muss selbst motiviert sein und etwas lernen wollen, damit die überbetriebliche Ausbildungszeit erfolgreich wird. Darüber hinaus hatten einige wichtige „Lenkimpulse“ seitens des Ausbilders einen entscheidenden Anteil an meiner erfolgreichen Ausbildung. BZB: Nach Ihrer Gesellenprüfung haben Sie den NRW-Landeswettbewerb der Fliesenleger gewonnen und holten anschließend die Bronzemedaille bei den Deutschen Meisterschaften. Eine tolle Leistung! Was waren die größten Herausforderungen in dieser Wettbewerbszeit? Würden Sie zukünftig an weiteren Berufs-Wettbewerben teilnehmen? Sascha Cuppenbender: Eine der größten Herausforderungen war es, stets motiviert zu sein, um in der Freizeit für die Wettbewerbe zu trainieren. Vor der Deutschen Meisterschaft zum Beispiel hatten die Teilnehmer ganz unterschiedliche Vorbereitungsmöglichkeiten. Einige konnten zweiwöchige Schnittkurse absolvieren, andere, wie ich zum Beispiel, hatten diese Möglichkeit in diesem Umfang nicht. Mein ehemaliger Ausbilder hat mir dann von sich aus das Angebot gemacht, mich an einem Wochenende zu trainieren. Das habe ich dankend angenommen. Die restliche Zeit habe ich allein geübt. Im Vergleich zu anderen Bundesländern, hinken meiner Meinung nach, im Punkt Vorbereitungsmaßnahmen die Verantwortlichen bei uns etwas hinterher, daher hatten Teilnehmer anderer Bundesländer einen größeren Umfang an Vorbereitung. Aufgrund dessen war eine Platzierung in den Top 5 sehr unwahrscheinlich, aber schlussendlich konnte ich mich immer wieder aufraffen und am Ende hat es sich mit einem überraschenden dritten Platz und einer Einladung in die deutsche Fliesenleger-Nationalmannschaft, auf jeden Fall gelohnt. An zukünftigen Berufs-Wettbewerben werde ich nicht teilnehmen, da meine Priorität aktuell der Meisterausbildung gilt. Deshalb habe ich auch die Einladung der Fliesenleger-Nationalmannschaft nicht angenommen. BZB: Das Thema Digitalisierung wird in allen Branchen und so auch für das Handwerk immer wichtiger. Welche Veränderungen oder auch Vorteile sehen Sie dadurch für das Fliesenleger-Handwerk? Sascha Cuppenbender: Im Fliesenleger-Handwerk ist es heute wichtiger denn je, alles gut zu dokumentieren, um sich rechtlich abzusichern. In der Digitalisierung sehe ich gerade in diesem Aspekt einen großen Vorteil, da man solche Dokumentationen mit entsprechender Software einfach umsetzten kann. Außerdem verbessert eine zunehmende Digitalisierung die Kommunikation in der Firma – ein einfaches Beispiel ist eine Situation auf der Baustelle. Ich habe auf der Baustelle eine Frage und kann direkt meinem Chef ein Foto schicken, sodass wir auf Grundlage des Fotos in einem Telefonat die Frage besprechen können. So weiß jeder was gemeint ist und es kommen keine Missverständnisse auf. BZB: Sie absolvieren gerade die Meisterschule in Vollzeit und möchten damit den Meistertitel erlangen. Warum haben Sie sich dafür entschieden und welche Ziele verfolgen Sie für die Zukunft? Sascha Cuppenbender: Ich habe mich entschieden den Meister zu machen, um mein Wissen in meinem Berufsfeld zu erweitern und auch die kaufmännischen Fertigkeiten zu erlernen, die man benötigt, um sich selbstständig zu machen. Da ich in der Zukunft den Betrieb meines Vaters, „Fliesen Cuppenbender“, übernehmen möchte und Anfang des Jahres die Meisterpflicht endlich wieder eingeführt wurde, ist der Meister natürlich auch Voraussetzung dafür. BZB: Warum sollten junge Menschen, Ihrer Meinung nach, ins Handwerk bzw. Bauhandwerk gehen? Was bieten die handwerklichen Berufe und welche Zukunft haben sie? Sascha Cuppenbender: Das Handwerk ist eine sehr vielfältige und große Berufsgruppe. Leider gibt es Vorurteile, dass man als Handwerker nichts können muss, was vielen Jugendlichen heute meiner Meinung nach vermittelt wird, nach dem Motto: „Wenn es mit dem Abitur nichts wird, kannst du ja noch ins Handwerk gehen“. Im Gegenteil: Das Handwerk ist wesentlich komplexer als es sich die meisten vorstellen können. Spätestens in der Meisterschule lernt man die Komplexität des eigenen Handwerks richtig kennen und ist teilweise selbst erstaunt, wie umfangreich es tatsächlich ist. In der Zukunft werden gerade durch den „Handwerker-Mangel“ unsere Berufe wieder in den Vordergrund rücken und ich hoffe, dass dadurch auch unser Image wieder besser wird. BZB: Haben Sie Tipps für Jugendliche, die sich für einen handwerklichen Beruf interessieren? Sascha Cuppenbender: Man sollte sich nicht von irgendwelchen alten oder erfundenen Klischees beeinflussen lassen und einfach das ausprobieren, woran man wirklich Interesse hat. Wir bedanken uns herzlich für das Gespräch. Fotos: © Sascha Cuppenbender/privat

Querbeet

„CORONA gefährdet auch die Bildung“

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Geschäftspartner, normalerweise informieren wir Sie auf unserer Website und in unserem Newsletter über die zahlreichen Aktivitäten des BZB-Teams auf den unterschiedlichsten Ebenen und in diversen Bereichen. Leider überlagert seit mehreren Wochen nur noch ein Thema die mediale Berichterstattung, sodass ich Ihnen unsere Situation mit der notwendigen Transparenz und Sachlichkeit darlegen möchte. Wir hoffen, bald erneut über unsere Aktivitäten berichten zu können, denn irgendwann wird auch diese Krise vorbei sein und „Bildung“, egal ob Aus-, Fort- oder Weiterbildung, gebraucht werden. Mutmaßlich haben wir uns alle noch vor wenigen Wochen nicht vorstellen können, dass wir jemals so starke Einschränkungen in unserem Alltag, in der persönlichen Freiheit und in unserer Lebensgestaltung akzeptieren würden. Die nunmehr globalen Ausgangssperren oder -beschränkungen sind aber ein Beleg dafür, dass wir als Menschheit wohl vor der größten Herausforderung seit dem 2. Weltkrieg stehen und wir nun lernen müssen, mit den Auswirkungen zu leben. Uns, als außerschulische Bildungseinrichtung, traf der Erlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW hart, denn es wurde verordnet, dass wir ab dem 17.03.2020 keine Teilnehmer mehr in unseren Einrichtungen bis mindestens zum 19.04.2020 betreuen dürfen. Unser gesamtes operatives Geschäft im Rahmen der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung, der pädagogischen Maßnahmen (Berufsorientierung, Qualifizierungsmaßnahmen) und der Weiterbildung wurde quasi „über Nacht auf Null“ gesetzt. Bislang haben wir noch nicht die Möglichkeit, praktische Tätigkeiten per Videokonferenz zu unterweisen oder „Bildung to Go“ anzubieten. Unser Ziel bleibt daher, für die ausgefallenen Bildungsangebote Ersatztermine zu organisieren, sofern und sobald die Situation es zulässt. Die derzeitige Situation stellt uns auch vor große finanzielle Herausforderungen, denn unsere Einnahmen sind weggebrochen, während die meisten Kosten geblieben sind. Leider hat uns dies dazu gezwungen, mit Zustimmung des Betriebsrates für unsere Mitarbeitenden „Kurzarbeitergeld“ zu beantragen. Diesen Weg gehen wir nicht gerne, doch das gemeinsame Überwinden der Krise steht im Vordergrund und kein*e einzelne*r Mitarbeitende soll zurückgelassen werden. An dieser Stelle möchte ich mich ausdrücklich bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz, ihre Solidarität und Flexibilität bedanken! Zum gesundheitlichen Schutz unserer Mitarbeiter*innen haben wir verstärkt Home Office eingeführt. Auch in den Büroräumlichkeiten und Werkhallen beachten wir alle erforderlichen Sicherheits- und Schutzmaßnahmen. Die Arbeitszeit der Mitarbeiter*innen nutzen wir unter anderem auch dafür, unser operatives Lehrangebot zu modernisieren und die Digitalisierung zu forcieren. Die Entwicklung des Online-Unterrichts zwischen dem Lehrpersonal der Schulen und den Schülern*innen zeigt eindeutig, dass die derzeit getätigten Investitionen in die Digitalisierung an unseren Standorten richtig und zukunftsweisend sind. Wie ist Ihre Einschätzung zum Thema „digitales Lernen“? Teilen Sie uns Ihre Meinung gerne mit! Mir ist durchaus bewusst, dass auf die oben geschilderte Problematik schon oft hingewiesen wurde, dennoch bitten wir Sie, dass Sie alle im Rahmen Ihrer persönlichen Kontakte auf die wirtschaftlichen Besonderheiten der Bildungseinrichtungen hinweisen, dies gilt nicht nur für uns, sondern für zahlreiche Kolleginnen und Kollegen in der gesamten Bundesrepublik. Das Gros der außerschulischen und nicht-akademischen beruflichen Bildung in Deutschland wird privat institutionell umgesetzt und hier, anders als bei staatlichen Einrichtungen, greifen überwiegend marktübliche Mechanismen. Das Wichtigste zum Schluss: Bleiben Sie gesund und nehmen Sie die Hygienehinweise ernst. Dadurch schützen Sie sich und andere. Lassen Sie uns gemeinsam alles dafür tun, dass unser Leben möglichst schnell wieder in geregelten Bahnen verläuft. Wir wünschen Ihnen, dass Sie gut durch diese äußerst schwierige Zeit kommen. Wir freuen uns auf jeden Fall, Sie zukünftig auch wieder „persönlich“ in unseren Einrichtungen begrüßen zu dürfen. Herzliche Grüße Thomas Murauer

Projekte

Status-Update: Europäische Projekte in Zeiten der Pandemie

Die Corona-Pandemie stellt derzeit global alle Branchen, Geschäftsbereiche und Betriebe vor enorme Herausforderungen. Auch die europäischen Projekte sind von den Auswirkungen maßgeblich betroffen. Um die Vorsichts- und Sicherheitsmaßnahmen zu wahren, fanden in den letzten Wochen sowohl im Inland als auch im Ausland keine Projekttreffen statt. EU-Projekte laufen weiter Die notwendigen Maßnahmen erschweren den Fortschritt bei den zeitlich begrenzten Projekten, die einem bestimmten Zeitplan folgen. Zugleich ergeben sich Chancen für die Weiterentwicklung und Nutzung digitaler Kommunikationswege, die eine weitere Zusammenarbeit mit den Projektpartnern und Bearbeitung der Projekte ermöglichen. Status-Update zum europäischen Projektbereich: Projektanträge können auf EU-Portalen weiterhin ohne wesentliche Einschränkungen beantragt werden (die Einreichungsfrist für ERASMUS+ wurde um einen Monat auf Mitte April verschoben) Projektmitarbeitende erarbeiten und konzipieren aus dem Home Office weiterhin Projektinhalte Projekttreffen können online umgesetzt werden. Dies ist fallweise möglich und dient in der aktuellen Situation als vorübergehende Lösung. Mittel- bis langfristig können Online-Konferenzen die Präsenz-Treffen jedoch nicht ersetzen, da z.B. die Kommunikationsnetze häufig überlastet sind. Die Wichtigkeit digitaler Kompetenzen steht derzeit besonders im Vordergrund. Zusammen mit soft skills wie Flexibilität, Motivation, Kommunikationsfähigkeit, Geduld u.a. ermöglichen sie das Arbeiten in (verschiedenartigen) digitalen Räumen im Projektbereich und gehören aktuell zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren in der europäischen Projektzusammenarbeit. Ansprechpartner für europäische Projekte: Frank Bertelmann-Angenendt und Angela Friesen. Foto © Denys Rudyi - stock.adobe.com

Ausbildung

Wir sind für Sie da! BZB-Außendienst betreut Sie weiter

In der aktuellen Ausnahmesituation liegt uns vor allem eines am Herzen – die Gesundheit und Sicherheit unserer Teilnehmer*innen, Kundinnen und Kunden, Partner und Mitarbeitenden. Die Teams der BZB vereint in dieser Zeit ein Ziel: Wir sind für Sie da und weiterhin ein zuverlässiger Partner. Die Bildungszentren des Baugewerbes e. V. ergriffen umfassende Vorsorge- und Schutzmaßnahmen, um einen Beitrag zur Eindämmung des Corona-Virus zu leisten. So bietet Ihnen der BZB-Außendienst den gewohnten Service aus dem Home Office. Sie als Betriebe erhalten von uns wie bislang Bewerbungsunterlagen von Interessenten zur Verfügung gestellt, die eine Ausbildung in einem relevanten Bauberuf anstreben. Die Unterlagen schicken wir Ihnen unkompliziert per E-Mail zu. Zu unseren Services gehören zudem einige weitere Leistungen. Wir unterstützen Betriebe bei: Nachwuchsgewinnung & Fachkräftesicherung Veränderten Kundenbedürfnissen Fragen zur Digitalisierung Wir unterstützen junge Menschen in der Berufsorientierung und auf Ausbildungsplatzsuche: Informationen zu Berufen im Baugewerbe Check der Bewerbungsunterlagen Hilfestellung bei der Suche nach Ausbildungsplätzen und Praktika Sie haben Fragen oder benötigen Unterstützung in den genannten Themen? Sprechen Sie uns an: Den oder die für Sie richtige*n Ansprechpartner*in finden Sie HIER unter Eingabe Ihrer Postleitzahl oder kontaktieren Sie uns direkt über die folgenden Kontaktdaten: Ansprechpartner des BZB-Außendienstes: Claudia Burggraf 0174 1738525* claudia.burggraf@bzb.de Christoph Lanken 0173 5135028* christoph.lanken@bzb.de *Falls wir uns gerade im Gespräch befinden sollten, bitten wir Sie, uns Ihren Namen und die Telefonnummer auf der Mailbox zu hinterlassen. Wir melden uns schnellstmöglich bei Ihnen zurück! Die nächsten Wochen werden für uns alle eine besondere Herausforderung. Umso wichtiger ist es, auf verlässliche Partner setzen zu können. Das sind wir für Sie auch weiterhin! Foto © I'm friday / shutterstock

Querbeet

BZB-Zentren: Erreichbarkeit in den nächsten Wochen

Aufgrund des Erlasses des NRW-Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales haben die BZB das komplette Bildungsangebot bis zum 19. April 2020 eingestellt. Die Situation stellt uns alle vor große Herausforderungen, doch wir hoffen, diese gemeinsam zu bewältigen. Der Schutz und die Gesundheit unserer Teilnehmer*innen, Kundinnen und Kunden, Mitarbeitenden und deren Familien hat die höchste Priorität. Auch in dieser schwierigen Situation möchten wir für Sie da sein. Ihre BZB-Ansprechpartner*innen arbeiten unter allen gebotenen Vorsichtsmaßnahmen (zum Teil im Home Office) weiter, denn wir möchten Sie weiterhin bei allen Fragen und Anliegen kompetent betreuen. Sie erreichen uns per Telefon und E-Mail. Die Sekretariate der Geschäftsführung und der BZB-Akademie stehen Ihnen zu gewohnten Zeiten unter folgenden Kontaktdaten zur Verfügung: Sekretariat der Geschäftsführung: info@bzb.de I 02151-5155-10 Sekretariat der Akademie: akademie@bzb.de I 02151-5155-30 Die Sekretariate im Bereich Ausbildung in den drei BZB-Zentren Krefeld, Wesel und Düsseldorf sind eingeschränkt besetzt und kümmern sich schnellstmöglich um Ihre Anfragen. Sekretariat Krefeld: krefeld@bzb.de I 02151-5155-20 Sekretariat Wesel: wesel@bzb.de I 0281-9545-0 Sekretariat Düsseldorf: duesseldorf@bzb.de I 0211-91287-0 Information für Lieferanten am Standort Krefeld: Der Empfang ist von 8:30 bis 11:15 Uhr besetzt. Auch außerhalb dieser Zeiten sind wir natürlich für Sie da – bitte rufen Sie uns in diesem Fall an und wir kommen zu Ihnen (Hinweisschild mit Telefonnummern ist am Eingang angebracht). Ankündigung: BZB-Betriebsferien Bedingt durch die aktuelle Lage schließen die drei Zentren der Bildungszentren des Baugewerbes e. V. in Krefeld, Wesel und Düsseldorf in der Woche vor Ostern, vom 06. – 09. April 2020, für Betriebsferien. Gerne sind wir im Anschluss erneut für Sie da. Vielen Dank für Ihr Verständnis und bleiben Sie gesund. Ihr BZB Team Foto © maxsim - stock.adobe.com

Querbeet

UPDATE zur Situation in Zusammenhang mit dem Corona-Virus

Liebe Lehrlinge, Betriebe, Seminarteilnehmer*innen und Besucher*innen, das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen beschloss weitere Maßnahmen zu Eindämmung der Coronavirus-Pandemie. Per Erlass sind alle Angebote von Bildungseinrichtungen vom 17. März bis 19. April 2020 einzustellen. Dies betrifft auch die Bildungszentren des Baugewerbes e. V. Dem Erlass folgend finden in dem oben genannten Zeitraum keine überbetriebliche Lehrlingsunterweisung, Präsenz-Seminare, Workshops, pädagogische Angebote oder Raumvermietungen statt. Wir informieren alle Beteiligten über Ersatztermine, sobald die Situation es zulässt und eine Aussage darüber möglich ist. Nachfragen zum Thema Meisterschulen bitten wir direkt an die Handwerkskammer Düsseldorf zu richten. UPDATE 17. März 2020 Leider sehen wir uns gezwungen, die BZB Zentren in Düsseldorf und Wesel bis voraussichtlich zum 19. April gänzlich zu schließen. Alle Anrufe werden nach Krefeld umgeleitet. Wir hoffen auf Ihr Verständnis, dass die Erreichbarkeit des BZB-Teams derzeit stark eingeschränkt ist. Bitte richten Sie im Bedarf Ihre Anfragen schriftlich an info@bzb.de. Über etwaige Änderungen halten wir Sie über unsere Website und die sozialen Medien auf dem Laufenden. Wir danken für Ihr Verständnis und wünschen Ihnen eine gesunde Zeit. Mit freundlichen Grüßen Ihr BZB Team Foto © Pranch/shutterstock

Ausbildung

Ausbildungs-Sprechstunde für Betriebe in den BZB

Die Bildungszentren des Baugewerbes e. V. bieten Ausbildungsbetrieben die Gelegenheit, an gemeinsamen offenen Sprechstunden in den drei BZB Zentren teilzunehmen. Neben allgemeinen Informationen zu aktuellen Themen in der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung stehen zusätzlich die Fachausbilder für Gespräche zur Verfügung. So geben wir den Betrieben die Möglichkeit, ihre Eindrücke über die ÜLU zu äußern, Anregungen zu geben oder Fragen zu klären. Zudem können Betriebsvertreter gemeinsam mit den Fachausbildern spezielle Inhalte der Fachausbildung besprechen. 2. Ausbildungsjahr 16.06.2020 Ausbilder*innen-Sprechtag im BZB Krefeld 17.06.2020 Ausbilder*innen-Sprechtag im BZB Wesel 18.06.2020 Ausbilder*innen-Sprechtag im BZB Düsseldorf 1. Ausbildungsjahr 07.07.2020 Ausbilder*innen-Sprechtag im BZB Krefeld 08.07.2020 Ausbilder*innen-Sprechtag im BZB Wesel 09.07.2020 Ausbilder*innen-Sprechtag im BZB Düsseldorf Alle Termine beginnen um 14.30 Uhr. Die BZB informieren die Betriebe zusätzlich mit einem Einladungsschreiben und freuen sich auf den Austausch. Bei Fragen steht gerne Dipl.-Ing. Markus Crone, BZB Geschäftsbereichsleiter Ausbildung & pädagogische Maßnahmen, zur Verfügung. Foto © Brian A Jackson/shutterstock

Projekte

Schaufenster Digitales Bauen: Handwerker-Sprechstunde

Inmitten der digitalen Informationsflut fragen Sie sich: Mit welchen Maßnahmen Ihr Unternehmen den digitalen Wandel beginnen sollte? Welche Kompetenzen und Werkzeuge Ihre Mitarbeiter*innen benötigen? Wie Ihr Unternehmen die Mitarbeitenden wirksam schulen kann? Sie suchen nach Lösungsansätzen für konkrete Herausforderungen und zur Optimierung Ihrer Arbeitsabläufe? Eines haben diese Fragen und Ansätze gemeinsam – sie behandeln Themen, bei denen wir Sie unterstützen möchten. Rufen Sie uns gern unter 02151 5155 88 an – wir freuen uns auf Ihren Anruf. Für ein Gespräch vor 8 Uhr und nach 17 Uhr schicken Sie uns Ihren Wunschtermin bitte per E-Mail an KDH@bzb.de mit dem Betreff Termin Handwerker-Sprechstunde unter Angabe Ihrer Telefonnummer. Gern melden wir uns bei Ihnen zurück. Warum bieten wir eine Sprechstunde an? Im Digitalisierungsprozess gilt es, schnell an brauchbare Informationen zu kommen. In unserer kostenfreien Sprechstunde stehen Ihnen fachkompetente Expert*innen des Kompetenzzentrums Digitales Bauen in vertraulicher Atmosphäre Rede und Antwort. Sie erhalten angebots- und kostenneutral wertvolle Informationen, die Ihnen helfen, die Chancen und Potenziale der Digitalisierung zu nutzen. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme! Foto © Polonio Video/stock.adobe.com   Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben. Zum Abbau von Informationsdefiziten stellt das KDH den Entscheidungsträgern und Fachexperten des Handwerks praxisnahe Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die in fünf sogenannten Schaufenstern entwickelt und illustriert werden. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.       

Ausbildung

BZB goes Instagram: Neuer Kanal ist live

Fotos, Videos, Infos und Einblicke aus erster Hand zum Thema Aus- und Weiterbildung sowie Berufsorientierung in den Bauberufen gibt es ab sofort auf dem neuen Instagram-Account der Bildungszentren des Baugewerbes e. V. unter dem Profilnamen bzb.de. Der neue Kanal richtet sich an eine junge Zielgruppe und will authentisch und persönlich die Bauberufe und die Menschen dahinter vorstellen. Zusätzlich stehen praktische Infos zur Ausbildung, handwerkliche Tipps & Tricks und alles, was die Bau-Lehrlinge von heute bewegt im Vordergrund. Themen wie Mobilitäten und der zunehmend digitaler werdende Alltag sollen zeigen, dass das Baugewerbe modern und für den jungen Nachwuchs attraktiv ist. Folgen Sie uns auf www.instagram.com/bzb.de

Ausbildung

BZB im Dialog – Wie geht es weiter nach dem Abitur?

Rund 20 Schülerinnen und Schüler der Q1 (Klasse 12) diskutierten an der Bertha-von-Suttner Gesamtschule in Dormagen über das Thema: „Wie geht es weiter nach dem Abitur?“ oder auch „Mache deinen Weg im Handwerk nach dem Abitur!“. Die Jugendlichen hatten die Möglichkeit, sich zu Workshops unterschiedlicher Themenschwerpunkte anzumelden. Nach der Vorstellung der Ausbildungsmöglichkeiten im Bauhandwerk kam es schnell zu einer regen Diskussion über einen beruflichen Werdegang im Baugewerbe. Es entwickelte sich ein konstruktiver Dialog, bei dem die beteiligten Schülerinnen und Schüler viele neue Impulse im Bezug auf ihre Berufs- und Studienwahl mitnehmen konnten. Einige Teilnehmer*innen nahmen bereits am „Challenge Bauprojekt – potentielle Führungskraft von Morgen“ in den BZB teil und sind durch die Erfahrung darin bestärkt, eine Karriere im Handwerk anzustreben. Großes Interesse zeigten die Jugendlichen zudem an der seit dem 01.01.2020 geltenden Anerkennung des Handwerksmeisters als „Bachelor Professional“, die ohne Studium erreicht werden kann. Auch die Optionen eines dualen und sogar trialen Studiums fanden Anklang. Die Gesprächsrunde fand auf Einladung der zuständigen Stufenberatung statt. Wir bedanken uns bei den Verantwortlichen der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule für die Einladung und bei den beteiligten Schülerinnen und Schülern für das konstruktive Gespräch! Foto © ©Stockwerk-Fotodesign - stock.adobe.com

Projekte

Kostenfreie Angebote im Schaufenster Digitales Bauen

Die Digitalisierung wirkt sich erheblich auf kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland aus. Der gesellschaftliche und wirtschaftliche Wandel kann als Chance genutzt werden: Sie als Unternehmer*in können sich für die Zukunft rüsten, sich stabil und breit aufstellen und die Wertschöpfung in Ihrem Unternehmen erfolgreich, innovativ und nachhaltig ausrichten. Das Schaufenster Digitales Bauen unterstützt Sie dabei! Unsere Angebote richten sich einerseits an Multiplikatoren aus Verbänden, Innungen und Kammern. So können Sie unsere Konzepte und Angebote gern adaptieren und an Betriebe und Unternehmen in Ihrem Einzugsbereich weitergeben. Vor allem wollen wir direkt Sie (als Unternehmender, Angestellter oder Mitarbeitender eines kleinen und mittelständischen Betriebes) an diesem kostenfreien Angebot teilhaben lassen, damit Sie die wertvollen Informationen für sich und Ihr Unternehmen nutzen können. Für Betriebe bieten wir: Den Innovationspfad: Der Innovationspfad ist ein tatsächlich begehbarer Parcours, auf dem die Teilnahmenden die Möglichkeit haben, nützliche Anwendungen und Werkzeuge für das Baugewerbe hautnah zu erleben. An verschiedenen Stationen spiegeln sich die typischen betrieblichen Abläufe wider. Wie bei einem Zirkeltraining erfahren Sie mehr über Themen wie Auftragsvergabe, Bauvorbereitung und -durchführung bis zur Abnahme und modernen Kundenservice. Sie lernen die innovativen Möglichkeiten kennen und können diese praktisch testen. Denn das Motto lautet: Sehen. Anfassen. Ausprobieren. Qualifizierungen zur Umsetzung der eigenen Digitalisierungsstrategie: Diese Grundlagenmodule vermitteln wesentliches Wissen für die Entwicklung eigener Digitalisierungsstrategien. Gerade in Verbund mit dem ersten Erleben nützlicher digitaler Werkzeuge für die Bau- und Ausbaugewerke aus o.g. Innovationspfad können hier die Teilnehmenden Ideen und Strategien entwickeln, um die Digitalisierung in die Tat umzusetzen. Starker Bezug zur Baupraxis und das selbstständige Üben und Ausprobieren sind auch hier die wesentlichen Elemente in den Modulen: M 2.1 | Das digitale Bauunternehmen – Strategieworkshop M2.2 | Prozessmanagement – Arbeitsabläufe strukturieren und visualisiert M2.3 | Projekte digital abwickeln – Hard- und Softwareauswahl M2.4 | BIM – eine Chance für Bau- und Ausbaugewerke Qualifizierungen zu digitalen Lösungen in verschiedenen Handlungsfeldern des Betriebes: Diese Qualifizierungen vertiefen nun konkrete Anwendungsbeispiele und Handlungsfelder. Nicht nur Betriebsführer, sondern auch Angestellte und tatkräftige Mitarbeiter*innen erleben praxisnahe Schulungen in digitalen Methoden, um diese ideenreich in den Betrieb einzubringen, den eigenen Kenntnisstand zu erweitern und somit auch den ganzen Betrieb in der vollen Breite des digitalen Transformationsprozesses zu stärken. Hier geht es um die Themen: Going Digital | Strategie Organisation der Abläufe - digitales Arbeitsumfeld Dokumentenmanagement Digitales Aufmaß Baudokumentation und Mängelmanagement Das digitalisierte Lager Kundengewinnung, -kommunikation und -betreuung Kundenbindung durch neue Geschäftsmodelle Leitbetriebe, welche als Leitlinie dienen können: laut Duden handelt es sich um einen Betrieb, der innerhalb eines Produktionsbereichs die besten Voraussetzungen hat [und als Leitbild fungiert]. In unserem Fall handelt es sich um virtuelle Leitbetriebe in den Bereichen Glaser, Dachdecker und Hochbau. Wir zeigen Fallbeispiele der virtuellen Betriebe. Möchten Sie noch aktiv am Hochbau mitwirken, dann melden Sie sich gern bei uns. Alle Angebote sind kostenlos für Sie! Nutzen Sie unsere Schulungen und Qualifizierungen, um ein fundamentales Verständnis und konkrete Ideen für die Umsetzung der digitalen Transformation zu entwickeln! Zu den Qualifizierungen mit Terminübersicht Bei Rückfragen wenden Sie sich gern an Dr.-Ing. Martina Schneller. Titelfoto © Sergey Nivens – stock.adobe.com   Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben. Zum Abbau von Informationsdefiziten stellt das KDH den Entscheidungsträgern und Fachexperten des Handwerks praxisnahe Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die in fünf sogenannten Schaufenstern entwickelt und illustriert werden. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.       

Projekte

Dachdecker aufgepasst: Auf der Suche nach der richtigen Software-Lösung?

Das Schaufenster Digitales Bauen im Kompetenzzentrum Digitales Handwerk möchte Sie hierbei unterstützen. Dafür benötigen wir zunächst Ihr Feedback zu den unterschiedlichen Software-Lösungen, die bereits bei Ihnen im Einsatz sind. Wir freuen uns, wenn Sie sich fünf Minuten Zeit nehmen und die wichtigsten Fragen über Software-Lösungen für unterschiedliche Handlungsfelder beantworten könnten. Vielleicht lernen Sie so auch einige Software-Lösungen kennen. ZUR UMFRAGE Die Befragung ist anonym. Sollten Sie Interesse an den Ergebnissen haben oder weitere Informationen benötigen, dann schicken Sie uns eine E-Mail an KDH@BZB.de mit dem Betreff: Software im Baugewerbe. Bei Rückfragen wenden Sie sich gern an Dr.-Ing. Martina Schneller. Foto © cybrain/shutterstock   Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben. Zum Abbau von Informationsdefiziten stellt das KDH den Entscheidungsträgern und Fachexperten des Handwerks praxisnahe Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die in fünf sogenannten Schaufenstern entwickelt und illustriert werden. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.       

Ausbildung

BZB informieren über Bauberufe

Die Bildungszentren des Baugewerbes unterstützen interessierte Jugendliche bei der Ausbildungsplatzsuche und stellen auch in den kommenden Wochen und Monaten die vielfältigen Ausbildungsberufe im Bauhandwerk auf Messen und Veranstaltungen in der Region vor. 04.03.2020 – Berufsinformationstag der Freien Christlichen Gesamtschule Mesa des Gymnasiums, Buchenstr. 1, 40599 Düsseldorf, 14.30-16.30 Uhr 11.03.2020 – Klever Job- und Ausbildungsbörse Stadthalle Kleve, Lohstätte 7, 47533 Kleve, 10.00-15.00 Uhr 20.03.2020 – Berufsorientierungsmesse Hauptschule Korschenbroich, Von-Stauffenberg-Str. 47, 41352 Korschenbroich, 8.00-15.00 Uhr 27.03.2019 – #LustaufHandwerk, Alfred-Herrhausen-Schule, Vennhauser Allee 167, 40627 Düsseldorf, 8.00-17.00 Uhr 02.04.2020 – Ausbildungsbörse/Tag der Logistik, Rheinhausenhalle, Beethovenstr. 20, 47226 Duisburg, 10.00-16.00 Uhr 28.04.2020 – Jobmesse, Bertha-von-Suttner-Gesamtschule, Schlei-Str. 6, 41542 Dormagen, 9.30-12.30 Uhr 09.05.2020 – 9. Hildener Ausbildungs- und Studienbörse, Evangelisches Schulzentrum, Gerresheimer Str. 74, 40721 Hilden, 9.00-14.30 Uhr 10.06.2020 – Jobralley, Anne-Frank-Realschule Düsseldorf, Ackerstr. 174, 40233 Düsseldorf, 8.00-13.00 Uhr Foto © Cevahir/fotolia

Projekte

ICONS: BIM-App in der Planungsphase

Im Vordergrund des EU-Projektes ICONS, „Innovation in Construction Sites“, steht die Entwicklung einer App, die Fachkräfte auf der Baustelle dabei unterstützen soll, Informationen, die mit BIM-Technologien entwickelt wurden, zu verstehen und in täglichen Betriebsabläufen einzusetzen. Dazu erarbeiten die Projektpartner aus fünf Ländern, federführend unter der italienischen Leitung der Scuola Costruzioni Vicenza Andrea Palladio, die Bedarfe auf der Planungs- und Umsetzungsebene. Expertinnen und Experten der Bildungseinrichtungen im Baugewerbe geben aktuell in einer Umfrage Einblicke in die Sichtweise der Unternehmer*innen und der Mitarbeitenden auf der Baustelle zu der Umsetzbarkeit von BIM, den Vorteilen aber auch den Schwierigkeiten. Die Erkenntnisse dienen anschließend der inhaltlichen Entwicklung der App. Diese soll bis zum Herbst 2020 programmiert werden. Das Projekt wird vom Erasmus+ Programm der europäischen Union gefördert. Projektpartner: Scuola Costruzioni Vicenza Andrea Palladio (Italien), BZB (Deutschland), Gospodarska zbornica Slovenije - GZS (Slovenien), Westdeutscher Handwerkskammertag (Deutschland), Coventry University (UK), Fundación Laboral de la Construcción – FLC (Spanien), Universitat de Valencia (Spanien) Foto: © Panchenko Vladimir/shutterstock

Weiterbildung

Neues SIVV Handbuch – kostenloser Download

Absolventen des SIVV Scheins müssen sich im Bereich der Betoninstandhaltung immer auf dem Laufenden halten. Die Bildungszentren des Baugewerbes e. V. wollen sie hierbei unterstützen. Wissenswert ist die Aktualisierung des vom Deutschen Beton- und Bautechnik-Verein e. V. herausgegebenen „SIVV-Handbuchs – Schützen, Instandsetzen, Verbinden und Verstärken von Betonbauteilen“ aus dem Jahr 2008. Grundlegend überarbeitet wurde Kapitel D, das sich ausführlich mit dem Thema „Schutzmaßnahmen“ befasst. Schwerpunkte dieses Kapitels sind die Beschreibung der Gefahrstoffe, die Gefährdungsbeurteilung und die Erläuterungen zu den erforderlichen Schutzmaßnahmen. Des Weiteren beschäftigt es sich mit den Themen Lagerung, Transport und Umweltschutz. Zusätzliche Informationen zum aktualisierten Handbuch und die Möglichkeit eines kostenlosen Downloads finden Sie auf der Webseite der Deutschen Bauchemie. Wie in jedem Jahr führen wir auch in 2020 wieder zahlreiche Erstlehrgänge und Weiterbildungen im Bereich Schützen, Instandsetzen, Verbinden und Verstärken von Betonbauteilen durch. Sowohl für Ausführende (SIVV), Qualifizierte Führungskräfte/Fachbauleiter, als auch für Planer (SKP). Hier finden Sie alle Termine und weiteren Informationen zu unseren Lehrgängen im Bereich der Betoninstandhaltung. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Kontaktieren Sie Ihre Ansprechpartner: SIVV Schein in Wesel Franziska Schmidt Tel. 0281 9545-30 E-Mail: franziska.schmidt@bzb.de SIVV Weiterbildung in Krefeld Dipl.-Ing. (FH) Sebastian Grauten Tel. 02151 5155-39 E-Mail: sebastian.grauten@bzb.de Foto © Michael Fritzen - stock.adobe.com/

Projekte

Tyco(o)nstructor: TYCON-Projekt mit erstem Demobaustein

Seit Oktober 2018 läuft das EU-Projekt „Tyco(o)nstructor: Mini-Games that Foster Entrepreneurial Competence for the Construction Sector” unter Leitung der Open University Heerlen mit den Bildungszentren des Baugewerbes e. V. als einem der Projektpartner. Die Projektaktivitäten fokussieren sich auf die Entwicklung von Video-Modulen zur Erweiterung beruflicher Kompetenzen wie: Initiative ergreifen Lernen durch Erfahrungen Aktivieren Dritter (z.B. Mitarbeitender) Ethisches und nachhaltiges Denken und Handeln Motivation und Durchhaltevermögen Der Rahmen für die Vermittlung der Inhalte ist die spielerische Entwicklung einer Bauunternehmung – vom Start-up bis zum Großunternehmen in 5 Stufen. Das Mini-Game eignet sich daher besonders für Lehrlinge in der beruflichen Erstausbildung in der Bauwirtschaft. Einen ersten, kurzen Einblick ins Spiel gibt es hier. Am 07. Mai 2020 wird in Köln-Ehrenfeld unter der Leitung der Bildungszentren des Baugewerbes e. V. sowie des Westdeutschen Handwerkskammertages eine Projektveranstaltung zum Thema “Serious Gaming in der Berufsbildung – Spielend Lernen im digitalen Zeitalter” stattfinden. Weitere Informationen gibt es hier. Foto © tycon-project.eu

Weiterbildung

Erfolgreicher Abschluss: Qualifizierte Planer für Dichtkonstruktionen aus Beton

Im Zeitraum 10. – 14.02.2020 fand der nun schon sechste Lehrgang zum „Qualifizierten Planer für Neubau und Instandsetzung von Dichtkonstruktionen aus Beton“ im BZB Krefeld statt. Nach vier interessanten, aber auch anspruchsvollen Lehrgangstagen legten zwei Damen und 13 Herren ihre Abschlussprüfung mit Erfolg ab. Während des Lehrgangs setzten sich die Teilnehmer mit bau- und wasserrechtlichen Inhalten ebenso wie mit technischen Themen auseinander. Die erworbene Qualifikation ist nach dem Inkrafttreten der AwSV (Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen) im August 2017 unbedingt nachzuweisen, wenn es um die Planung von Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen geht. Der nächste Lehrgang zum selben Thema findet im BZB Krefeld im Zeitraum 28.09. – 02.10.2020 statt. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier oder persönlich bei Ihrer Ansprechpartnerin Dr. Annemarie Gatzka.

Querbeet

Erfolgreich durchgeführt: digitalBAU2020 in Köln

Erstmalig fand die Fachmesse digitalBAU vom 11. – 13. Februar 2020 in Köln statt. Im Zentrum der Messe standen digitale Lösungen in der Baubranche. Auch die Bildungszentren des Baugewerbes e. V. (BZB) waren mit einem Stand vertreten und stellten ihr Angebot vor. Die Digitalisierung ist ein entscheidendes Thema – auch bei den BZB. Ob bei der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung, bei den Angeboten der Fort- und Weiterbildung oder im Rahmen des Projektes Schaufenster Digitales Bauen im Kompetenzzentrum Digitales Handwerk – das digitale Angebot wird immer wichtiger. An allen drei Messetagen war der Stand gut besucht und es fanden viele Gespräche mit interessierten Fachbesuchern statt. Stark nachgefragt war das Weiterbildungsangebot, aber zu einem Highlight der Fachmesse gehörte auch der Baumaschinensimulator. Die Besucher*innen hatten am Gerät die Gelegenheit, an realistischen Baustellensituationen unterschiedliche Baumaschinen auszuprobieren. Ob Straßenbauergeselle, Bauunternehmer, Geschäftsführer oder NRW-Ministerin Ina Scharrenbach: Alle machten mit und zeigten sich begeistert. Der Bausimulator wird in den BZB in der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung und der Berufsorientierung eingesetzt. „Das neue Messe-Konzept digitalBAU ist der richtige Schritt, alle Bereiche der Baubranche bei der Umsetzung der Digitalisierung zusammen zu bringen. Die hohe Besucheranzahl und die gezielten Anfragen am BZB-Stand haben das bewiesen“, so das Fazit von Christoph Lanken vom BZB-Außendienst.

Ausbildung

Ready for take-off: BZB-Berufsorientierung 2020 startet mit vielen Veranstaltungen

Eine Ausbildung ist attraktiv – besonders im Handwerk. Unter dem Motto „Ready for take-off“ starteten die Bildungszentren des Baugewerbes e. V. (BZB) pünktlich vor den Halbjahreszeugnissen ihre Aktivitäten zum Thema Ausbildung, um Jugendliche für eine Lehre im Bauhandwerk zu gewinnen. Neben vielen Direktterminen in 9. und 10. Jahrgangsstufe beteiligten sich die BZB an vier großen Berufsorientierungsbörsen. Mit Unterstützung der Bau-Lehrlinge war eine praktische und theoretische Präsentation der Bauberufe in Kempen, Geldern, Düsseldorf und Wuppertal möglich. Highlight und Eye-Catcher waren dabei die digitalen Baugerätesimulatoren, die im Rahmen der überbetrieblichen Ausbildung in den BZB im Einsatz sind. Der große Zuspruch zeigte sich an den langen Schlangen, denn bei den unterschiedlichen Baumaschinen ist für jeden etwas dabei – ob Bagger, Kran oder Gabelstapler. In enger Zusammenarbeit mit den Auszubildenden, den Ausbildungsbetrieben und den Innungen erhielten die jungen Interessenten eine praxisorientierte Beratung zu den Berufen des Bauhandwerks, Informationen über die Ausbildungsmöglichkeiten und einen Einblick in die Aufstiegsmöglichkeiten nach der Lehre. Die Berufsorientierungsbörsen in Kempen im Carl-Duisberg-Gymnasium, in Geldern im dortigen Berufskolleg, in Düsseldorf in der St. Benedikt-Schule und in Wuppertal in der Gesamtschule Uellendahl-Katernberg gehören zu den größten und informativsten Börsen ihrer Art. Alle Berufe und Berufsbereiche sind vertreten, so dass junge Menschen aus einem großen und interessanten Fundus schöpfen können.

Weiterbildung

Neue Spezialisten für Betontechnologie

Nach vier Wochen harter Arbeit absolvierten 20 Teilnehmende mit Erfolg den Lehrgang "Erweiterte betontechnologische Ausbildung" (E-Schein). Wer den begehrten Schein in den Händen hält, hat einen wichtigen Karrierebaustein geschafft: Mit dem E-Schein erwerben die Teilnehmenden die höchstmögliche, betontechnologische Qualifikation in Deutschland. Unter anderem dürfen die Absolventen eine Betonprüfstelle leiten und haben die Möglichkeit, persönliches Mitglied beim Verband Deutscher Betoningenieure (VDB) zu werden. Um den begehrten Schein zu erlangen, ist intensives Lernen erforderlich – Ein 8-Stunden-Tag reicht zur Erlangung des nötigen Wissens in der Regel nicht aus. Auch in den Abendstunden lernte die Gruppe täglich für die Prüfungen. Der Lehrgang, der sich insgesamt über vier Wochen erstreckt, teilt sich in zwei Blöcke zu je zwei Wochen auf. Abschließend nach jedem Block ist eine schriftliche Prüfung von drei Stunden zu bestehen. Nach der ersten Prüfung im Dezember 2019 fand der Kurs mit dem zweiten Block und anknüpfender Prüfung im Januar 2020 seinen Abschluss. 20 Teilnehmer bestanden das Seminar und erhielten im feierlichen Rahmen am 24. Januar ihre Urkunden durch den PA-Vorsitzenden Dipl.-Ing.- Rolf Kampen überreicht. Der nächste E-Schein-Lehrgang findet vom 30.11. – 11.12.2020 und 11.01. – 22.01.2021 im BZB Krefeld statt. Zur Anmeldung Bei Fragen und für Informationen wenden Sie sich bitte an Dipl.-Ing. (FH) Sebastian Grauten.

Projekte

Women Can Build: Marleen – Von der Zahntechnikerin zur Dachdeckerin

In der Werkhalle der angehenden Dachdeckerinnen und Dachdecker im BZB Wesel beendet Marleen ein Modell zur Simulation einer Deckung mit Faserzementplatten. „Die Aufgabe besteht darin, das Modell so umzubauen, dass eine Schräge entsteht“, erklärt sie. Marleen hat bereits erfolgreich eine erste Lehre als Zahntechnikerin abgeschlossen, sich dann aber beruflich umorientiert. „In der Ausbildung zur Zahntechnikerin habe ich viel Zeit in der Praxis verbracht. Aber eigentlich bin ich lieber draußen an der frischen Luft.“ Dies wurde ihr besonders bewusst, als sie nach ihrer ersten Lehre zur Überbrückung der Zeit bis zur Festanstellung ein Praktikum im Dachdeckerbetrieb ihres Vaters durchführte. „Im Sommer werde ich nun schön braun und meine Freundinnen beneiden mich deswegen“, lacht Marleen. Sie ist froh, dass sie sich beruflich umorientieren konnte. „Ich glaube, dass viele junge Frauen nicht auf den Gedanken kommen, ein Praktikum im Baugewerbe zu machen. Wahrscheinlich hätte ich auch nicht daran gedacht, wenn ich nicht die Möglichkeit im Familienbetrieb gesehen hätte.“ Im Rahmen des EU-Projektes Women Can Build machen die BZB auf die Ausbildungsberufe im Baugewerbe aufmerksam und zeigen, dass Frauen in diesem männerdominierten Feld ebenfalls ihre Berufung und Erfolg finden können. Dachdeckerberuf bietet viel Abwechslung Marleen stellt das Modell fertig und geht in eine andere, kleinere Werkhalle, um mit der zweiten Aufgabe zu starten. „Ich werde für die Schieferdeckung den Anfangort und den Endort anfertigen und den Schiefer selbst passend schlagen.“ Zum besseren Verständnis hat das Ausbilderteam im BZB Wesel für die Lehrlinge eine Art Hinweistafel mit anschaulichen Erklärungen und Beschreibungen erstellt. Bilder und Zeichnungen unterstützen bei der Ausführung der Aufgabe. Besonders gefällt Marleen die Abwechslung: die wechselnden Baustellen, der Kundenkontakt, aber auch die Ruhe auf dem Dach. Nach dem Abschluss von zwei Lehren freut sie sich, bald in ihrem Beruf angekommen zu sein und ihre Arbeit als Gesellin aufnehmen zu können.

Projekte

Jetzt anmelden: Digitalisierungswissen für Ausführende

Das Schaufenster Digitales Bauen im Kompetenzzentrum Digitales Handwerk bietet mit seinem dritten Qualifizierungsangebot Digitalisierungswissen für die Ausführenden. Angesprochen sind Betriebsinhabende, Führungskräfte, Mitarbeitende sowie Auszubildende in kleinen und mittleren Betrieben aus dem Baugewerbe. Neben den bereits etablierten Modulen Innovationspfad Digitales Bauen und Grundlagen für Entscheider in Bau- und Ausbaugewerken beschäftigen sich die neuen Kurse mit konkreten und praktischen Themenbereichen, die in jedem Betrieb zum Tagesablauf gehören. Während die Teilnehmenden im Workshop M3.2.1 | Der digitale Arbeitsplatz – Strategieworkshop methodische Schritte an die Hand bekommen, wie die Digitalisierung strategisch sinnvoll angegangen und umgesetzt werden kann, stellt die Veranstaltung M3.2.2 | Dokumentenmanagement die Weichen für ein zukünftig digitales und vernetztes Arbeiten. Der Workshop M3.3.1 | Digitales Aufmaß ist interessant für die Akquise und Planung. In diesem Workshop werden die verschieden Möglichkeiten der Aufmaß-Erstellung vorgestellt – auch Messverfahren, wie zum Beispiel das Messen aus Bilddateien (Photogrammmetrie). Beim letzten Modul M3.3.2 | Baudokumentation und Mängelmanagement lernen die Teilnehmenden die unterschiedlichen Softwareprogramme kennen und können diese anhand von detaillierten Praxisbeispielen auch selbst ausprobieren. Ein klarer Bezug zur Baupraxis und das selbstständige Üben und Ausprobieren sind neben dem Austausch auf Augenhöhe ein wesentlicher Bestandteil der neuen Praxisworkshops. Die Qualifizierungen sind für die Teilnehmenden kostenfrei. Hier erhalten Sie weitere detaillierte Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung. Titelfoto © Africa Studio / shutterstock   Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben. Zum Abbau von Informationsdefiziten stellt das KDH den Entscheidungsträgern und Fachexperten des Handwerks praxisnahe Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die in fünf sogenannten Schaufenstern entwickelt und illustriert werden. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.       

Qualifizierung Digitales Bauen KDH Digitalisierung Digitale Werkzeuge
Projekte

CODESMA: Online-Kurs zum Umgang mit Bau- und Abbruchabfällen

Bau- und Abbruchabfälle stellen laut des Statistischen Amts der Europäischen Union (eurostat) den größten Abfallstrom in der EU dar. Gleichzeitig bleibt die Menge des Abfallaufkommens relativ stabil und weist eine hohe Wiederverwendungsquote auf, vor allem durch Verfüllvorgänge, so berichtete die Europäische Umweltagentur (EEA) am 16. Januar 2020. Das Verwertungsziel von 70% bis 2020, festgelegt in der Abfallrahmenrichtlinie von 2008, wurde von vielen europäischen Ländern bereits im Jahr 2016 übertroffen. Die BZB und Projektpartner aus Litauen, Griechenland und Polen entwickeln unter der Projektleitung aus Großbritannien aktuell einen Online-Kurs zum Umgang mit Bau- und Abbruchabfällen. Der Kurs beschäftigt sich mit der Planung und dem Management von Baustellenabfällen, noch bevor diese entstehen. Es wird ein Verfahren zur Abfallvermeidung und besseren Organisation von Abfällen mithilfe eines Abfallbewirtschaftungsplanes vorgestellt, der auf dem Site Waste Management Plan (SWMP) aus Großbritannien basiert. Zu den weiteren Inhalten zählen Technologien zur Abfalltrennung, die Vermeidung von Abfällen sowie der Umgang mit Gefahrstoffen. Der Online-Kurs wird zurzeit in die fünf Sprachen der beteiligten Projektpartner-Länder übersetzt und voraussichtlich im April 2020 für Fachkräfte auf der Baustelle sowie Interessierte kostenfrei zur Verfügung stehen. Bei einer erfolgreichen Teilnahme am Online-Kurs erhalten die Lernenden ein Zertifikat. Das Projekt wird vom Erasmus+ Programm der Europäischen Union gefördert. Projektpartner: Universität Coventry (UK), BZB (D), VSRC (LT), PROMEA (GR), PSMB (PL) Ansprechpartner in den BZB: Frank Bertelmann-Angenendt und Angela Friesen. Foto © mmphotographie.de/Fotolia

Querbeet

Ytong Silka Akademie zu Gast im BZB Wesel

Unter dem Motto „Intelligente, wirtschaftliche und praxisorientierte Lösungen für den Rohbau“ starteten die Baupraktikertage der Ytong Silka Akademie erstmals im BZB Wesel. Die Baupraktikertage stellen anhand einzelner Themeninseln Mauerwerksprodukte vor und vermitteln sowohl Techniken als auch theoretisches Grundwissen. Praxis-Vorführungen, bei denen die Teilnehmenden aktiv und praktisch mitarbeiten, zeigen, wie wirtschaftliches weißes Mauerwerk und Dämmsysteme dauerhaft schadenfrei erstellt werden können. Die Ytong Silka Akademie teilt Wissen und Fachkenntnisse rund um die Produkte Silka Kalksandstein und Ytong Porenbeton. Zu weiteren Terminen der Baupraktikertage Sie haben Interesse an einer Raumanmietung für Veranstaltungen oder Weiterbildungen in Krefeld oder Wesel? Gerne unterstützen wir Sie: Informationen zu unseren Räumlichkeiten finden Sie hier.

Weiterbildung

Neue Technische Regel „Instandhaltung von Betonbauteilen“

Das deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) hat die Teile 1 und 2 der neuen „Technischen Regel Instandhaltung von Betonbauwerken (TR Instandhaltung)“ in der Fassung aus November 2019 zur Anhörung gestellt. Die Technische Regel gilt in Verbindung mit der DAfStb-Richtlinie „Schutz und Instandsetzung von Betonbauteilen“ (Instandsetzungsrichtlinie, Ausgabe Oktober 2001, inkl. der Berichtigungen 1 bis 3). Auf den Gelbdruck der Instandhaltungsrichtlinie wird nicht weiter eingegangen. Die TR Instandhaltung steht auf der Website des DIBt als Download bereit. Stellungnahmen sind bis zum 7. Februar 2020 an das DIBt zu richten. Mit unserem renommierten Referententeam wollen wir Sie auf diese und weitere Änderungen, wie die neue ZTV-ING aus April 2019, vorbereiten. Auch in 2020 führen wir wieder zahlreiche Erstlehrgänge und Weiterbildungen für Sachkundige Planer und Qualifizierte Führungskräfte durch. Hier finden Sie alle Termine und weiteren Informationen zu den Lehrgängen im Bereich der Betoninstandhaltung. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Kontaktieren Sie Ihren Ansprechpartner Dipl.-Ing. (FH) Sebastian Grauten. Foto © sdecoret - stock.adobe.com

Weiterbildung

Nächster Karriereschritt: Meister werden!

Die Bundesregierung schaffte 2004 die Meisterpflicht für 53 Berufe ab, nun trat ab dem 1. Januar 2020 die Rückkehr der Meisterpflicht für 12 Gewerke in Kraft – darunter für die Fliesen-, Parkett- und Mosaikleger. Die Wiedereinführung soll dabei unterstützen, Mängel bei Fliesenarbeiten zu verringern und damit für eine größere Qualität im Handwerk sorgen. Auch der Nachwuchskräftesicherung ist gedient, denn nur Meisterbetriebe dürfen ausbilden. Die BZB führen regelmäßig Vorbereitungskurse für die Meisterprüfung im Fliesenleger-Handwerk am Standort Krefeld durch. Teilnehmende lernen in der „Meisterschule“ alles, was sie für eine Karriere als erfolgreiche*r Unternehmer*in oder Führungskraft im Fliesen-, Platten- und Mosaikleger-Handwerk benötigen. Experten aus der Praxis vermitteln fundiertes Know-How an junge Profis. Neben fachspezifischen Aspekten wie Material- und Baustofflehre, Gestaltung und Verlegetechnik wird auch Wissen rund um die Betriebsführung, Marketing und Qualitätsmanagement weitergegeben. Der nächste Vorbereitungskurs startet im Frühjahr 2021 in Kooperation mit der Akademie der Handwerkskammer Düsseldorf, einer der größten Bildungseinrichtungen Deutschlands, am BZB Krefeld. Allgemeine Informationen zur Meisterschule erhalten Sie hier (extern). Bei Fragen und für weitere Informationen wenden Sie sich gerne an Pascal Keusen-Weber. Foto © pf30/fotolia

Projekte

Talents4Construction: Videos zu Nachwuchs- und Fachkräftegewinnung

Im Rahmen der transnationalen Projektzusammenarbeit Talents4Construction entstanden – auf Grundlage der Befragungen von Auszubildenden, Personalberatern, Bildungszentren sowie Mitarbeitern und Vertretern aus bauwirtschaftlichen Unternehmen auf lokaler, regionaler und europäischer Ebene – drei verschiedene YouTube-Videos. Die Videos behandeln die drei Themenfelder 1. Boomerang Hiring (Bumerang Beschäftigung), 2. Employer Branding (Arbeitgeber-Markenbildung) und 3. Network Recruitment (Netzwerk Rekrutierung) und wurden in Zusammenarbeit mit einem Medienunternehmen entwickelt und umgesetzt. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels bestand das Projektziel darin, passende Lösungsansätze zur (Rück-) Gewinnung von Auszubildenden und Fachkräften für die Bauwirtschaft zu finden. Die Ergebnisse stehen im Rahmen der drei YouTube-Videos auf Englisch mit deutschen Untertiteln bereit: Employer Branding Boomerang Hiring Network Recruitment Foto: © Gaj Rudolf - stock.adobe.com

Ausbildung

Azubi-Roadshow Düsseldorf: Neues Jahr – neue Chancen

Ein neues Jahr – ein neues Konzept: Die BZB beteiligen sich ab 2020 an der Azubi-Roadshow Düsseldorf „Next Stop: Deine Ausbildung!“, organisiert vom Düsseldorfer Kompetenzzentrum Übergang Schule/Hochschule/Beruf. Im Rahmen einer Bühnenshow und einer Minimesse stellen sich junge Auszubildende den Schülerinnen und Schülern einer kompletten Jahrgangsstufe vor. Ziel ist es, den jungen Leuten die interessanten und vielfältigen Ausbildungsberufe näher zu bringen – und zwar auf Augenhöhe. In den letzten Wochen erarbeiteten die Beteiligten das Konzept und erprobten es praktisch. Die Bau-Lehrlinge, die im BZB die ÜLU durchlaufen und mit eingebunden sind, meisterten die Generalprobe mit Bravour. So dürfen sich die jungen Menschen, die sich in der Berufsorientierungsphase befinden, auf einen interessanten „To do Talk“ und ein Präsentationsprogramm freuen. Damit steht ihnen eine gute Informationsquelle über potentielle Ausbildungsberufe zur Verfügung. Die Roadshow startet im Januar in der Düsseldorfer Realschule Freiherr vom Stein. Im März folgen die Realschule Golzheim und die Gesamtschule Hulda Pankok. Foto: © Julien Eichinger - stock.adobe.com

Projekte

Winterzeit? Qualifizierungszeit!

Sie wollen die Winterzeit nutzen und sich für die Zukunft wappnen? Das Schaufenster Digitales Bauen im Kompetenzzentrum Digitales Handwerk bietet Ihnen dafür ein breites Angebot. Zu den Themen für die Entscheider im Unternehmen gehören beispielsweise die neuen Techniken der Arbeitswelt – auch unter dem Begriff Digitalisierung bekannt. Sie möchten diese einsetzen, wissen jedoch nicht, wie Sie das Thema strategisch angehen sollen? Hier empfehlen wir Ihnen unser Modul 2 | Grundlagen für Entscheider. Für die Ausführenden sind diese Themen besonders interessant: M3.2.1 | Der digitale Arbeitsplatz – Strategieworkshop M3.2.2 | Dokumentenmanagement M3.3.1 | Digitales Aufmaß M3.3.2 | Baudokumentation und Mängelmanagement Bei Fragen melden Sie sich auch gerne telefonisch bei uns. Dienstags sind wir bis 19 Uhr für Sie unter der 02151 515588 zu erreichen. Wir freuen uns auf Ihr Kommen oder Ihren Anruf! Titelfoto © Sergey Nivens – stock.adobe.com   Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben. Zum Abbau von Informationsdefiziten stellt das KDH den Entscheidungsträgern und Fachexperten des Handwerks praxisnahe Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die in fünf sogenannten Schaufenstern entwickelt und illustriert werden. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.       

Querbeet

BZB setzen Erfolgsmodell „Teilqualifizierung in der Bauwirtschaft“ fort

Die BZB führten im zurückliegenden Jahr vier Mal die „Teilqualifizierung 1 zum Bauhelfer“ mit über 40 Teilnehmer*innen durch. Die Qualifizierung vermittelt grundlegende Kenntnisse – vergleichbar zum 1. Ausbildungsjahr. Darauf aufbauend entstanden nun weitere, von einem unabhängigen Institut AZAV zertifizierte, Stufen des Modells „Teilqualifizierung in der Deutschen Bauwirtschaft“. Die BZB bieten folgende neue Teilqualifizierungen an: Teilqualifizierung Bauwirtschaft TQ 2 Bauwerker/in im Bereich Hochbau Teilqualifizierung Bauwirtschaft TQ 2 Bauwerker/in im Bereich Tiefbau Teilqualifizierung Bauwirtschaft TQ 2 Bauwerker/in im Bereich Ausbau Teilqualifizierung Bauwirtschaft TQ 3 Baufachwerker/in im Tiefbau mit Schwerpunkt Straßenbauarbeiten Teilqualifizierung Bauwirtschaft TQ 3 Baufachwerker/in im Hochbau mit Schwerpunkt Maurerarbeiten Teilqualifizierung Bauwirtschaft TQ 3 Baufachwerker/in im Ausbau mit Schwerpunkt Fliesen-, Platten- und Mosaiklegearbeiten Teilqualifizierung Bauwirtschaft TQ 3 Baufachwerker/in im Ausbau mit Schwerpunkt Trockenbauarbeiten Nach TQ 3 haben Absolventen die Möglichkeit, sich bei der prüfenden Kammer (HWK oder IHK) zur Berufsabschlussprüfung als Externer anzumelden. Bei entsprechender Eignung wird so der Abschluss zum Tiefbaufacharbeiter mit Schwerpunkt Straßenbauarbeiten, zum Hochbaufacharbeiter mit Schwerpunkt Maurerarbeiten, Ausbaufacharbeiter mit Schwerpunkt Fliesen-, Platten- und Mosaiklegearbeiten und zum Ausbaufacharbeiter mit Schwerpunkt Trockenbauarbeiten erlangt. Der Abschluss ist gleichwertig zu einer 2-jährigen Ausbildung der Stufenausbildung Bau. Aufgrund der weiterhin hervorragenden Konjunktur und dem stark spürbaren Fachkräftebedarf haben Absolventen der Teilqualifizierungen beste Chancen auf einen gut bezahlten Job in der Bauwirtschaft. Darüber hinaus können Betriebe auch ihre ungelernten Mitarbeiter über die TQ weiterbilden und bis zum Berufsabschluss führen. Dies wird unter Umständen durch Sonderprogramme der Agentur für Arbeit gefördert. Derzeit befinden sich sieben Teilnehmer in der TQ 2 im BZB Krefeld, die sie voraussichtlich Ende Februar 2020 beenden. Viele streben die Fortsetzung mit einer TQ 3 an, mit der Möglichkeit, als Externer an der Abschlussprüfung im entsprechenden Beruf teilzunehmen. Denn ein anerkannter Berufsabschluss bietet nach wie vor die besten Chancen für eine Beschäftigung mit guter Entlohnung. Interessenten können sich gerne bei Fatma Cömert, Regionalleiterin päd. Maßnahmen im BZB Krefeld melden: 02151 5155-21 / fatma.coemert@bzb.de Bild © Syda Productions/Adobe Stock

Ausbildung

„Berufsstart Bau“ 2020: Betriebe treffen auf Ausbildungssuchende

Seit 2013 besteht das Pilotprojekt „Berufsstart Bau“ der deutschen Bauwirtschaft. Betriebe, die bei SOKA-Bau registriert sind, können im Rahmen einer betreuten Einstiegsqualifizierung erproben, ob Jugendliche bzw. junge Interessenten für eine betriebliche Ausbildung geeignet sind. Dies erfolgt in Kooperation mit den Bildungszentren des Baugewerbes e. V. und läuft mindestens 6 und maximal 12 Monate. Die betreute Einstiegsqualifizierung bietet dem Betrieb so die Möglichkeit, die jungen Menschen nach der Erprobungsphase und bei Eignung in eine geregelte betriebliche Ausbildung ab dem 01.09.2020 zu übernehmen. Für die Jugendlichen bietet eine Einstiegsqualifizierung die Chance, sich zu orientieren und für eine Ausbildungsstelle zu empfehlen. Ziel ist es, über das Praktikum nahtlos in ein reguläres betriebliches Ausbildungsverhältnis überzugehen. Das Projekt steht nicht nur unversorgten Jugendlichen und jungen Erwachsenen sondern auch Menschen mit jüngstem Migrationshintergrund offen. Der Betrieb wird mit Zuschüssen der SOKA-BAU und der Agentur für Arbeit unterstützt – dem Betrieb entstehen nur Kosten für persönliche Schutzkleidung, evtl. Arbeitskleidung und die Praktikumsvergütung. Bei Berufsstart Bau verteilt sich die Einstiegsqualifizierung zeitlich und räumlich auf die einzelnen Bereiche: Praxis im Betrieb (ca. 50 - 60%) Praxisunterweisungen und Förderunterrichten sowie Sprachförderung im BZB (ca. 30 – 40%) Schulpflichtiger Unterricht in der Berufsschule (ca. 10%) In der gesamten Zeit betreuen erfahrene Ausbilder und sozialpädagogische Fachkräfte der BZB sowohl den Betrieb als auch die Praktikanten. Die Erprobungsphase kann am 01.02., spätestens am 01.03.2020, mit einer Laufzeit von 6 bis 12 Monaten und dem Ziel der Übernahme in Ausbildung beginnen. Die Betriebe stellen einen oder mehrere Praktikanten zu diesem Zeitpunkt ein. Da es sich um ein Praktikum im Sinne der Einstiegsqualifizierung (EQ) handelt, wird zu diesem Zweck ein Vertrag zwischen dem Betrieb und dem Praktikanten abgeschlossen. Während des Praktikums entrichtet der Betrieb eine Praktikumsvergütung, die sich an der Vergütung des 1.Abj. orientieren kann. Die Agentur für Arbeit erstattet dem Unternehmen bei entsprechender Voraussetzung auf Nachweis € 231 / Monat zuzüglich des Sozialversicherungsanteils. Sollten Betrieb und Praktikant keine Ausbildung vereinbaren, entstehen dem Betrieb keine Folgekosten, denn es ergibt sich kein rechtlicher Anspruch. Die Qualifizierung, der Stützunterricht und die Betreuung im BZB werden durch die SOKA-BAU gefördert. Sie möchten teilnehmen? Kontaktieren Sie uns, wir unterstützen Sie gerne. Ihre Ansprechpartnerin: Fatma Cömert (BZB Krefeld und Wesel) 02151 5155-21 fatma.coemert@bzb.de ANMELDE-FORMULAR für Betriebe Foto © goodluz/shutterstock

Projekte

Women Can Build: Carolin – Mit dem Abitur in die Ausbildung zur Dachdeckerin

In den großen Werkhallen der Dachdecker*innen am BZB Standort Wesel gehen die Lehrlinge an Dachmodellen fachgerecht und gewissenhaft ihren Aufgaben nach. Zu den Lehrlingen gehören auch sechs weibliche Auszubildende – ein Rekord, auf den Dachdeckermeister und Ausbilder Gunter Siebert und seine Kollegen besonders stolz sind. Carolin ist eine der Auszubildenden im dritten Lehrjahr. „Wenn wir Frauen in den Werkhallen oder in der Berufsschule dabei sind, benehmen sich die Jungs besser“, lacht Carolin. Den positiven Einfluss auf das Arbeitsklima können die anderen Azubis und Meister nur bestätigen. „Momentan fehlen an den Schulen die Berührungspunkte zu weniger bekannten Berufen“ Carolin wollte sich nach ihrem Abitur zunächst für ein duales Studium einschreiben und wurde über die Internetseite der Handwerkskammer Düsseldorf auf das triale Studium aufmerksam. Nach insgesamt 5 Jahren (3 Jahre Ausbildung +2 Jahre Meister) beenden die Absolvent*innen dieses z.B. mit einem Bachelor im Handwerksmanagement, einem Meister sowie dem Gesellenbrief. Nach einem halben Jahr merkte sie allerdings, dass das Studium nichts für sie sei. Das Pendeln empfand sie als besonders belastend. „Stattdessen habe ich mich entschlossen, meine Ausbildung klassisch fortzuführen“, sagt Carolin. Kritik äußert sie gegen das Bildungssystem: „Auf den Schulen wird nach dem Abitur als nächster Schritt nur für das Studium geworben, die Ausbildung nach dem Abitur wird eher negativ angesehen. Dabei kann man auch eine sehr gute Lehre machen. Momentan fehlen an den Schulen die Berührungspunkte zu weniger bekannten Berufen, nicht nur im Handwerk.“ Früher gab es an Realschulen Textil- und Werkunterricht, aber seitdem diese Fächer nicht mehr angeboten werden, gibt es für Schülerinnen und Schüler kaum Kontakt zu handwerklichen Aufgaben. Dabei gefällt Carolin vor allem der Umgang mit verschiedenen Materialien und die abwechslungsreiche Arbeit. „Jeden Tag mache ich etwas anderes und lerne neue Menschen kennen. Außerdem arbeite ich gerne an der frischen Luft.“ Sie selbst kannte die Arbeit als Dachdecker*in von klein auf aus dem Familienbetrieb. Dies trifft auf 5 der 6 weiblichen Auszubildenden zu. Als Dachdeckerin durchstarten „Generell sollte es mehr finanzielle Anreize zur Ausbildung geben. Die Auszubildenden starten ihr eigenes Leben und haben demensprechend viele Ausgaben. Studierende bekommen überall – im Kino, bei Spotify, Amazon und Netflix – Rabatte, und die Auszubildenden müssen den vollen Preis zahlen.“ Die Ausbildungsvergütung für Dachdecker*innen entlohnt die Lehrlinge mit 730 € im ersten Lehrjahr, 880 € im zweiten Lehrjahr und 1.130 € im dritten Lehrjahr. Zusätzlich wurde in Nordrhein-Westfalen im August 2019 das Azubiticket eingeführt, das die Mobilität für das ganze Bundesland verbessert. Ausbildungsbetriebe können einen Teil des Betrages für ihren Lehrling übernehmen und so interessanter bei der Nachwuchsgewinnung werden. Das Aufstiegs-Bafög wird für Gesellen wichtig, denn es fördert die Vorbereitung auf den Meister-Abschluss. Nach ihrer Ausbildung möchte Carolin für ein Jahr in ihrem Beruf arbeiten und danach den Meister machen. Am liebsten würde sie in der Zwischenzeit auch nach Südamerika oder Australien reisen. Die Insel „La Reunión“, eine Überseeregion Frankreichs im indischen Ozean, hatte sie bereits im Rahmen einer „Lehrlings-Mobilität“ besucht. So verbindet sie ihren Spaß am Reisen mit ihrem beruflichen Werdegang.

Projekte

Digitale Helferlein: Das digitale Aufmaß

Am 19.11.2019 lud das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk zum kostenfreien Workshop „M3.3.1 | Digitales Aufmaß“ ins BZB Krefeld ein. Zu den Teilnehmenden gehörten Mitarbeiter*innen, die sich in kleinen und mittleren Unternehmen täglich mit dem Thema Aufmaß beschäftigen. Zu Beginn der Veranstaltung lernten die Teilnehmenden zunächst moderne Werkzeuge für das digitale Aufmaß kennen, wie: Laser Entfernungsmessgerät 3D Laserscanner Kamera für Photogrammmetrie Digitale Dachvermessung per Drohne Im Anschluss nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, die digitalen Werkzeuge in der praktischen Anwendung auszuprobieren und Fragen zu klären. Hierzu gehörte neben dem Aufmaß auch die Verarbeitung der erstellten Daten in der entsprechenden Software. Dies gewährleistete einen kompletten Einblick in die Methodik des digitalen Aufmaßes. In der Abschlussrunde zeigte, dass Teilnehmenden neue Impulse aus dem Workshop mitnehmen konnten. Die Resonanz war durchweg positiv. Weitere Termine und Online-Anmeldung finden Sie hier. Titelfoto © © amenic181 / stock.adobe.com   Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben. Zum Abbau von Informationsdefiziten stellt das KDH den Entscheidungsträgern und Fachexperten des Handwerks praxisnahe Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die in fünf sogenannten Schaufenstern entwickelt und illustriert werden. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.       

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Projekte

EU-Projekt Step into BIM: Online-Kurs in Planung

Immer mehr EU-Mitgliedstaaten setzen verbindliche sowie unverbindliche Richtlinien und Initiativen ein, um die Anwendung der BIM-Methode bei öffentlichen Vergaben zu fördern. Dazu zählen unter anderem Dänemark, Finnland, Deutschland, Litauen, die Niederlande, das Vereinigte Königreich, Polen und Italien. Dies berichtet der Report „European Construction Sector Observartory – Building Information Modeling in the EU construction sector“ der Europäischen Kommission. Mit der BIM-Methode wird der gesamte Lebenszyklus eines Bauwerkes, von der Planung über den Aufbau und die Bewirtschaftung bis zum Abbruch, digital erfasst. Der Vorteil: Materialien können ressourcenbewusster eingesetzt und das Abfallvolumen durch eine bessere Planung reduziert werden. Da die BIM-Methode bereits in größeren Unternehmen Anwendung findet und in naher Zukunft für die öffentlichen Ausschreibungen der meisten EU-Länder verpflichtend gelten könnte, müssen Auszubildende und Fachkräfte auf diese Anforderungen vorbereitet werden. Dafür wird in dem EU-Projekt „Step into BIM – Digitising VET“ (SIBIM) mit insgesamt sechs Ländern, unter der Leitung der Universität Coventry, ein Online-Kurs entwickelt. In diesem Kurs erhalten die Teilnehmenden eine Einführung in die BIM-Methode und erfahren, was diese für ihre Arbeit bedeutet. Zu den Zielgruppen zählen sowohl Auszubildende als auch erfahrene Fachkräfte der Baubranche. Gerade bei berufserfahrenen Menschen kann es Hemmschwellen geben, Kolleginnen und Kollegen nach der BIM-Methode zu fragen, da sie fürchten, als unwissend wahrgenommen zu werden. Der kostenfreie Online-Kurs wird die Lernenden anhand von Präsentationen, Fallstudien, Übungen und Video-Clips unterstützen. Der Lehrgang soll digitale Fertigkeiten im Building Information Modeling sowie Wissen zur Cloud-basierten Datenverarbeitung und die Arbeit mit Virtual Reality und Augmented Reality Technologien vermitteln. Das Projekt wird vom Erasmus+ Programm der Europäischen Union gefördert. Projektpartner: BZB, Universität Coventry / UK, FLC / Spanien, GZS / Slowenien, VSRC / Litauen, IFAPME / Belgien Laufzeit: 1. Oktober 2019 – 30. September 2021 Ansprechpartner in den BZB: Frank Bertelmann-Angenendt und Angela Friesen. Foto: © Wright Studio/shutterstock

Querbeet

BZB feiern 40-jähriges Bestehen

Seit 40 Jahren engagieren sich die BZB für die Aus- und Weiterbildung in der Bauwirtschaft. Unter dem Motto „Tradition und Moderne verbinden“ feierten sie das Jubiläum am 27. November 2019 in Krefeld mit einem Festprogramm. Für rund 130 Mitarbeitende, Bauunternehmer, Verbandsmitglieder und Partner der BZB startete das Jubiläumsprogramm mit dem Parcours „Zeitreise Bau“. An mehreren Stationen präsentierten sich die Gewerke vom Dachdecker bis zum Zimmerer. „Digitale“ Angebote machten 3D-Planung, -Modellierung und -Druck sowie Baumaschinen-Simulationen erlebbar. Rückblick auf 40 Jahre Bau-Bildung BZB-Vorstandsvorsitzender Rolfgeorg Jülich erinnerte in seiner Begrüßungsrede an 40 Jahre BZB-Geschichte. 1979 gründeten 17 Innungen im Kammerbezirk Düsseldorf die „Trägergemeinschaft Bildungszentren Bau e. V.“. Ziel war es, die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung für die Stufenausbildung Bau auszuführen. „Die BZB haben in 40 Jahren Höhen und Tiefen durchlebt, sich aber immer wieder den Herausforderungen gestellt“, fasste Jülich zusammen. Ein multifunktionaler Bildungsdienstleister entsteht Mit Grußworten gratulierten Krefelder Oberbürgermeister Frank Meyer, Dr. Axel Fuhrmann als Hauptgeschäftsführer der Hand-werkskammer Düsseldorf und Hermann Schulte-Hiltrop, Hauptge-schäftsführer der BAUVERBÄNDE.NRW zum Jubiläum. Die Bedeutung einer guten Ausbildung im Baugewerbe stellte Oberbürgermeister Frank Meyer insbesondere in den Vordergrund. „Wenn Straßen und Häuser gebaut werden, dient dies nicht nur dem ausführenden Unternehmen, sondern vor allem der Öffentlichkeit“, stellte er heraus. Beispielsweise investiere die Stadt Krefeld derzeit 170 Millionen Euro in Schulen, hauptsächlich in Bauleistungen. Auf die vielfältigen Tätigkeitsbereiche und die gute Zusammenarbeit mit den BZB gingen die Grußwortredner Fuhrmann und Schulte-Hiltrop ein. Ein breites Portfolio, einschließlich Weiterbildung, Be-rufsorientierung, Qualifizierungen, internationaler Projekte und Aus-landsaufenthalte, sogenannter Lehrlings-Mobilitäten, zeichne die BZB aus. „Die BZB sind im In- und Ausland zu einem Botschafter des deutschen Bauhandwerks geworden“, so das Fazit von Fuhrmann. Und dies ist notwendig, denn 150.000 gewerbliche Mitarbeiter/innen gehen in den nächsten zehn Jahren in Rente – Nachwuchskräfte sind gefragt. „Wir brauchen die engagierten und top-ausgebildeten Fachleute, die das BZB uns liefert und sind dankbar dafür“, ergänzte Schulte-Hiltrop. Von Ausbildung bis zur Künstlichen Intelligenz In einer anschließenden Talkrunde spannte sich der Bogen von der Ausbildung über Innovationen und Digitalisierung bis zu Zukunftsthemen wie Künstlicher Intelligenz. Die vier Talkgäste Professor Dr. Michael Heister vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), Bauunternehmer Kai Buschhaus, Stuckateur-Gesellin und Meisterschülerin Nathalie Nolden und BZB-Geschäftsbereichsleiter Markus Crone berichteten von ihren persönlichen Einblicken in das Thema „Bildung Bau“. Im Rahmen des EU-Projektes „Women Can Build“ führten die BZB bereits ein Interview mit der motivierten Stuckateurin Nathalie Nolden, die andere junge Frauen inspirieren möchte, einen handwerklichen Beruf zu ergreifen (zum Interview). Geballte Kompetenz durch das BZB-Team Im Schlusswort gab BZB-Geschäftsführer Thomas Murauer einen persönlichen Rückblick. „Die BZB haben sich in 40 Jahren immer wieder neu erfunden. Wir sind ein komplexes Konstrukt und das ist auch gut so“, betonte Murauer. Das Entscheidende seien die Mitarbeitenden, die eine große Kompetenz und viel Erfahrung mitbringen – die wichtigste Grundlage für das Bestehen der BZB seit 40 Jahren. Zur Fotopräsentation „40 Jahre BZB“

Projekte

Neue Qualifizierungen: Digitalisierungswissen für die Ausführenden

Zielgruppe sind Betriebsinhabenden, Führungskräfte, Mitarbeitende, Auszubildende aus dem Baugewerbe Das Schaufenster Digitales Bauen im Kompetenzzentrums Digitales Handwerk öffnet für das Baugewerbe seine dritte Qualifizierungssäule Digitalisierungswissen für die Ausführenden. Angesprochen sind alle Mitarbeitenden in kleinen und mittleren Betrieben aus dem Baugewerbe. Ob Führungsebene, Kaufmännischer- und Planungsbereich aber auch Auszubildende. Alle sind angesprochen, sich fundiertes Wissen im Bereich der Digitalisierung anzueignen, so dass dieses Wissen sinnvoll im eigenen Betrieb umgesetzt werden kann. Neben den bereits angebotenen Modulen Innovationspfad Digitales Bauen und Grundlagen für Entscheider in Bau- und Ausbaugewerken werden nun konkret und praktisch Themenbereiche angesprochen, die in jedem Betrieb zum Tagesablauf gehören. Während die Teilnehmenden im Workshop M3.2.1 | Der digitale Arbeitsplatz – Strategieworkshop methodische Schritte an die Hand bekommen, wie die Digitalisierung strategisch sinnvoll angegangen und umgesetzt werden kann, stellt die Veranstaltung M3.2.2 | Dokumentenmanagement die Weichen für ein zukünftig digitales und vernetztes Arbeiten. Der Workshop M3.3.1 | Digitales Aufmaß ist interessant für die Akquise und Planung. In diesem Workshop werden die verschieden Möglichkeiten der Aufmaß-Erstellung vorgestellt – auch Messverfahren, wie zum Beispiel das Messen aus Bilddateien (Photogrammmetrie). Beim letzten Modul M3.3.2 | Baudokumentation und Mängelmanagement lernen die Teilnehmenden die unterschiedlichen Softwareprogramme kennen und können diese anhand von detaillierten Praxisbeispielen auch selbst ausprobieren. Ein klarer Bezug zur Baupraxis und das selbstständige Üben und Ausprobieren sind neben dem Austausch auf Augenhöhe ein wesentlicher Bestandteil der neuen Praxisworkshops. Nutzen Sie die Chance zur Qualifizierung, denn auch Sie sind im Zeitalter der Digitalisierung angekommen. Jetzt gilt es nur noch, diese sinnvoll für Sie und Ihren Betrieb umzusetzen! Die Qualifizierungen sind für die Teilnehmenden kostenfrei. Hier erhalten Sie weitere detaillierte Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung. Titelfoto © Rawpixel.com / shutterstock   Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben. Zum Abbau von Informationsdefiziten stellt das KDH den Entscheidungsträgern und Fachexperten des Handwerks praxisnahe Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die in fünf sogenannten Schaufenstern entwickelt und illustriert werden. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.       

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Berufsorientierung mal anders!

Anfang Oktober waren die BZB in Kooperation mit der Firma GEESE-BAU GmbH aus Oberhausen zu Gast an der Gesamtschule Oberhausen-Osterfeld. Etwa 90 % aller Jugendlichen haben Schwierigkeiten, sich unter einer Berufsbezeichnung oder den Berufsinhalten eine konkrete Beschäftigung vorzustellen. Daher entwickelte das Technikzentrum Minden-Lübbecke einen Berufs-Parcours der „etwas anderen Art“. Dabei stand ein „Minipraktikum“ für die Berufe Zimmerer, Maurer, Beton- und Stahlbetonbauer mit typischen Arbeitsproben bereit, das von ca. 240 Schüler*innen der 9. Jahrgangstufe theoretisch und praktisch durchgeführt wurde. Die beteiligten Unternehmen hatten so die Möglichkeit, Kontakte zu interessierten Jugendlichen aufzubauen, um sie für einen Schnuppertag, ein Praktikum oder sogar für eine Ausbildung zu gewinnen. Alle Beteiligten waren vom Konzept und der hochprofessionellen Durchführung des Berufs-Parcours begeistert. Das BZB bedankt sich beim Team der Firma GEESE-BAU GmbH für die hervorragende Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung. Gerne sehen wir einer Wiederholung des Berufs-Parcours im Jahr 2020 entgegen!

Querbeet

ABI Lehrgang erfolgreich gestartet

Was tun, wenn Wasser in einen U-Bahn-Tunnel läuft? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigte sich der neue Lehrgang „Abdichtung von Bauwerken durch Injektion“. Er fand vom 22. – 24. Oktober 2019 zum ersten Mal im BZB Wesel statt. Die 15 Teilnehmer, alle Fachfrauen und Fachmänner auf der Baustelle, erhielten im Seminar das erforderliche Wissen über Injektionsverfahren, baustellenbedingte Besonderheiten und die Qualitätssicherung im Sinne des ABI Merkblattes – von renommierten Experten vermittelt. Ein Zusatzmodul behandelte die Grundzüge der Planung von Injektionen einschließlich der Ermittlung von Schadensursachen, die Auswahl geeigneter Verfahren, die Festlegung von Zielen sowie bauordnungsrechtliche und wasserrechtliche Aspekte. Diese Verfahren wurden unter anderem in einer Gruppenarbeit erörtert. Als Fallbeispiel galt der Hamburger U-Bahn-Tunnel, in den Wasser eintritt. Was ist notwendig, um das Wasser dauerhaft zu stoppen und was ist bei der Planung zu berücksichtigen? Spannende Fragen, die mit Hilfe des ABI Merkblattes gelöst wurden. Auch praktische Vorführungen der Injektion wurden den Teilnehmer*innen in den drei Lehrgangstagen gezeigt. Die Lehrgangsinhalte sind von der STUVA zertifiziert und in enger Zusammenarbeit mit den Verfassern des ABI Merkblattes erarbeitet. Am Ende des Seminars erhielten die Lehrgangsteilnehmer*innen nach erfolgreich abgelegter Prüfung den ABI – Nachweis für den Baustellenleiter bzw. fachkundigen Ingenieur. Foto © nikkytok/shutterstock

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Von BIM bis Smart Home: digitalBAU 2020 in Köln

Digitale Lösungen in der Baubranche sind das Thema der Fachmesse „digitalBAU“, die erstmals vom 11. – 13. Februar 2020 in Köln stattfindet. Die Bildungszentren des Baugewerbes e. V. und das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk sind mit dabei und freuen sich auf Besucher am Stand 646A und 648A. Smarte Software-Lösungen rund um das digitale Planen, Bauen und Betreiben von Gebäuden: Die Zukunft des Bauens hängt maßgeblich von der Entwicklung der Bausoftwarebranche ab. Mit der digitalBAU hat die Messe München auf die schnellen Innovationszyklen dieser Branche reagiert und veranstaltet zusammen mit dem Bundesverband Bausoftware (BVBS) diese neue Fachmesse für digitale Produkte und Lösungen. Am 13. Februar erwarten die Besucher zudem spannende Beiträge des Schaufensters Digitales Bauen (Kompetenzzentrum Digitales Handwerk) zum Thema digitales Bauhandwerk. In der Domstadt werden sich über 140 Aussteller auf 17.000 Quadratmetern Fläche präsentieren. Rund 12.000 Besucher werden zur Auftaktveranstaltung erwartet. So entsteht mit der digitalBAU eine wichtige Dialogplattform für Planer, Architekten, Ingenieure, Handwerker und die gesamte Bauindustrie. Weitere Informationen und Tickets erhalten Sie unter www.digital-bau.com. Tipp: Einen Rabattcode für vergünstigte Tickets gibt es im kommenden Beitrag! Foto ©Chaay_tee - stock.adobe.com

Querbeet

Jetzt teilnehmen: Wettbewerb „Auf IT gebaut" 2020!

Die Digitalisierung ist auch in der Bauwirtschaft angekommen: in Planungsbüros, Bauunternehmen und im Bauhandwerk. Insbesondere junge Bautalente nutzen die Möglichkeiten neuer Technologien und gestalten mit ihren digitalen Ideen die Zukunft der Branche. Darum sucht das RKW Kompetenzzentrum für den Wettbewerb „Auf IT gebaut“ wieder die besten Bautalente. Studenten, Auszubildende, junge Berufstätige und Gründer sind aufgerufen, ihre innovativen und zugleich praktikablen digitalen Lösungen bis zum 4. November 2019 unter www.aufitgebaut.de anzumelden. Der letzte Abgabetermin für die Arbeiten ist der 18. November 2019. Die RG-Bau im RKW Kompetenzzentrum freut sich auf viele digitale, spannende und kreative Wettbewerbsarbeiten.

Projekte

SoMExNet App unterstützt Mobilitäten im Handwerk

Viele Studierende verbringen mit Erasmus-Programmen Auslandssemester an Partneruniversitäten in Europa und haben so die Möglichkeit, neue Eindrücke und Erfahrungen zu sammeln und ihre Sprachkenntnisse auszubauen. Auch im Baugewerbe findet seit Jahren der Austausch von Auszubildenden zwischen Bildungszentren verschiedener europäischer Länder statt. Eine im Rahmen des EU-Projektes SoMExNet (Network enhancing the SoMEx app) entwickelte App unterstützt die Teilnehmenden sowie die Organisierenden bei den sogenannten Mobilitätsmaßnahmen. Der Vorteil: Alle wichtigen Informationen rund um den Auslandsaufenthalt sind in einer App gebündelt und für alle Nutzerinnen und Nutzer jederzeit über das Smartphone verfügbar. So können u.a. logistische Informationen wie Hin- und Abfahrt, Wegbeschreibungen, Adressen oder auch – Informationen zur Unterkunft und Mobilität vor Ort – in der App individuell hinterlegt werden. Ein Glossar mit Definitionen, das Programm der Maßnahme sowie Lernaufgaben, wie beispielsweise Multiple-Choice Fragen, offene Übungsaufgaben sowie eine Funktion zur Abgabe von Arbeitsaufgaben sind ebenfalls vorhanden. Auch die Kommunikation mit den Teilnehmenden ist mittels eines Chats möglich. Die BZB bieten derzeit die Möglichkeit, die SoMExNet App auszuprobieren. Interessierte können zudem dem SoMEx Netzwerk, zur Erhöhung der Mobilitäten im Handwerk, beitreten. Eine Anmeldung ist über ein Formular zur Interessenerklärung möglich. Anschließend werden alle notwendigen Materialien, wie zum Beispiel ein Leitfaden, zugeschickt. Foto © oneinchpunch/fotolia

Querbeet

Geprüft und für gut befunden!

Alle Jahre wieder: Die BZB haben die jährlichen Überwachungsaudits nach AZAV und LAKDach erfolgreich absolviert. Denn zertifizierte Unternehmen müssen sich sich einer jährlichen Überprüfung unterziehen, um die Einhaltung der gesetzten Qualitätsstandards sicherzustellen. So wurden im Rahmen von sogenannten Überwachungsaudits die Zertifizierungen, durch die sich die BZB seit vielen Jahren als führender Bildungsanbieter für die Aus- und Weiterbildung in der Bauwirtschaft auszeichnen, an allen BZB-Standorten auf den Prüfstand gestellt. Die Norm DIN EN ISO 9001 stellt dabei die Grundlage für das in den BZB eingeführte Qualitätsmanagementsystem dar. Sie wird durch die AZAV (=Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung) ergänzt, die im Wesentlichen Regelungen zur Zulassung von Bildungsträgern bei der Durchführung von Maßnahmen der Arbeitsverwaltung enthält. Zeitgleich fand eine Überprüfung der Qualitätsanforderungen für überbetriebliche Ausbildungsstätten des Dachdeckerhandwerks im BZB Wesel statt. Die sehr gute Ausstattung mit neuen Maschinen, PC's etc. sowie die fachliche und pädagogische Kompetenz der Ausbilder in Zusammenhang mit großem Engagement führten zur weiteren Zertifizierung der BZB bei der LAK (Lohnausgleichskasse für das Dachdeckerhandwerk). Dass die Qualität in den BZB stimmt, konnte in den Audit-Tagen in allen Bereichen erfolgreich bestätigt werden. Foto © n_defender/shutterstock

Projekte

Women Can Build: Esthers Ausbildung zur Maurerin

In der Werkhalle der Maurer baut jeder Lehrling ein freistehendes Mauerstück auf. „Das ist eine klassische Aufgabe in der ÜLU“, sagt Esther. Im Rahmen des europäischen Projektes Women Can Build zeigen die BZB Beispiele von jungen Frauen, die sich für eine Lehre im Baugewerbe entschieden haben. Dieses Mal: Esther, eine Auszubildende zur Maurerin im zweiten Lehrjahr. Sie beginnt mit dem Aufbau eines neuen Mauerwerks und setzt die erste Reihe der Mauer, welche die Form der Konstruktion vorgibt. „Wenn der erste Stein schräg steht, bekommt man nicht so ein schönes gerades Lot hin. Die unterste Schicht gibt das gesamte Maß vor“, erklärt Esther. Sie setzt Ecksteine, misst präzise mit der Wasserwaage aus, ob diese gerade stehen und befestigt eine Schnur an deren Ecken, um die Höhe für die nächsten Steine vorzugeben. „Wenn ich den nächsten Stein setze, sehe ich anhand der Schnur, ob dieser auf einer Höhe mit den anderen liegt. Somit ist dieser automatisch in Waage.“ Das Geschick dafür bringen auch Frauen mit Esther wird von Antonius Kiwall, Maurermeister und Restaurateur der Antonius Kiwall & Söhne GbR, einem Betrieb für handwerkliche Denkmalpflege mit einem Schwerpunkt auf nachhaltigem Bauen, ausgebildet. Die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung findet im BZB Krefeld statt. Sie hatte vorab auch Praktika in einer Zimmerei, in der Flechtwerkgestaltung, Raumausstattung und Landwirtschaft durchgeführt und entschied sich für eine Ausbildung zur Maurerin. „Ich wollte etwas mit den Händen machen“, sagt sie. „Das kann ich dann mein Leben lang und meine Arbeit wird immer gebraucht.“ In ihrer Klasse ist Esther die einzige Frau. Woran könnte das liegen? „Ich glaube, dass das Vorurteil von Männern auf der Baustelle, die Mädels hinterherpfeifen immer noch in den Köpfen vorherrscht. Außerdem fürchten viele Frauen, dass sie schwere Lasten tragen müssen. Dabei gibt es mittlerweile viel Erleichterung durch Technik, wie den Maurerkran oder Winkelschleifer. Bei vielen Aufgaben, die früher per Hand ausgeführt wurden, nutzt man heutzutage Maschinen.“ Nachhaltigkeit: Baumaterialien werden wiederverarbeitet In ihrem Ausbildungsbetrieb lernt sie auch, nachhaltig zu arbeiten. Dort werden Baustoffe eingesetzt, die weniger Abfall produzieren und bereits verwendete Materialien wiederverarbeitet. Im Sinne der Kreislaufwirtschaft nutzt der Betrieb Baumaterialien, die sich auch nach dem Abbruch voneinander trennen lassen, um dann erneut eingesetzt zu werden. Die BZB entwickeln derzeit einen kostenfreien Online-Kurs zum Thema „Umgang mit Bau- und Abbruchabfällen“, gemeinsam mit vier weiteren Partnern im Rahmen des europäischen Projektes „CODESMA“. Der Kurs steht ab April 2020 allen Interessierten, vom Auszubildenden bis zum Bauleitenden, zur Verfügung. Verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen, klimafreundlichere Arbeitsweisen, die Vermeidung von Abfällen: In ihrer Ausbildung zur Maurerin begegnet Esther den Anforderungen des aktuellen Zeitgeistes und gestaltet den nachhaltigen Wandel mit. „Man sollte nie aufhören, mit etwas Neuem anzufangen. Es gibt immer etwas zu entdecken und zu lernen, sonst würde es auch irgendwann langweilig werden“, so ihr Fazit.

Projekte

Digitalisierung im Doppelpack für Handwerker und Multiplikatoren

„Digitalisierung ist jetzt“: Ganz nach diesem Motto folgten über 60 Handwerker*innen und Multiplikatoren einer Einladung des Projektteams Schaufenster Digitales Bauen, im Kompetenzzentrum Digitales Handwerk, um sich mit dem Thema Digitalisierung im Bauhandwerk zu beschäftigen. Neu an der Veranstaltung war diesmal die Kombination aus Informationsveranstaltung und Innovationspfad. Die Multiplikatoren, vertreten aus Kammern, Fachverbänden, Innungen etc., erhielten eine theoretische und praktische Schulung, um ihre Mitglieder und Ansprechpartner auf dem Weg der Digitalisierung begleiten und unterstützen zu können. Die Handwerker*innen erkundeten zeitgleich den Innovationspfad Digitales Bauen. 15 Hersteller stellten hier ihre digitalen Werkzeuge und Produkte dem interessierten Publikum praktisch vor. Auf einem Parcour in kleinen Gruppen bekamen die Interessenten die Gelegenheit, einzelne Werkzeuge für sich zu entdecken, auszuprobieren und Detailfragen zu klären. So gab es viel praktisches Know-how zu entdecken. Der Fokus lag dabei auf Systemen, die einen praktischen Nutzen im Bauhandwerk haben. Ob Drohne, Zeiterfassung, Baustellenmanagement, ERP-Software, intelligentes Einkaufen oder auch der Baustellensimulator – es gibt eine Vielzahl von digitalen Möglichkeiten, den eigenen Betrieb entsprechend voran zu bringen. Das Handwerk ist im Zeitalter der Digitalisierung angekommen – nun gilt es, die Anwendungen sinnvoll ein- und umzusetzen. Weitere Veranstaltungen finden Sie hier: zum Thema „Digitales Bauen“ allgemein zum Thema „Digitales Handwerk“. Titelfoto © Airteam   Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben. Zum Abbau von Informationsdefiziten stellt das KDH den Entscheidungsträgern und Fachexperten des Handwerks praxisnahe Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die in fünf sogenannten Schaufenstern entwickelt und illustriert werden. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.       

Projekte

Digitale Realität erleben: Qualifizierungen Modul 3

Inmitten der digitalen Informationsflut fragen sich viele Handwerksunternehmen, mit welchen Maßnahmen sie den digitalen Wandel beginnen sollten, welche Kompetenzen und Werkzeuge benötigt werden und wie die Anwendung der digitalen Hilfsmittel konkret in der Praxis aussieht. Unsere neuen Qualifizierungen richten sich an alle digitalen Macher*innen aus den Bau- und Ausbaugewerken auf der Suche nach Strategie, Austausch und digitaler Praxis. Unser Ziel ist es, gemeinsam voranzukommen. Das Schaufenster Digitales Bauen im Kompetenzzentrum Digitales Handwerk schafft den kreativen Rahmen, um aus vielen unterschiedlichen Ideen und Ansätzen die erfolgversprechendsten für die eigene Digitalstrategie herauszufiltern und auszuprobieren. Unsere Experten unterstützen digitale Macher*innen dabei, konkrete Maßnahmen schrittweise im täglichen Arbeiten umzusetzen. Unser neues Angebot finden Sie hier. Sie haben noch Fragen? Melden Sie sich gerne bei uns. Dienstags – auch außerhalb der üblichen Arbeitszeiten – bis 19 Uhr unter 02151 51 55 88. Foto © cybrain/shutterstock   Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben. Zum Abbau von Informationsdefiziten stellt das KDH den Entscheidungsträgern und Fachexperten des Handwerks praxisnahe Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die in fünf sogenannten Schaufenstern entwickelt und illustriert werden. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.       

Ausbildung

Schritt in die berufliche Zukunft: Ausbildungsmarkt 2020 in Wesel

Bereits seit vielen Jahren veranstaltet die Gesamtschule „Am Lauerhaas“ in Wesel einen Ausbildungsmarkt, um Schülerinnen und Schülern ab der Jahrgangsstufe 8 berufliche Perspektiven, unter anderem im Handwerk, aufzuzeigen. Auch die BZB sind dem Aufruf gefolgt und boten bei der diesjährigen Veranstaltung „Handwerk zum Anfassen“. Auszubildende des 2. Lehrjahres zeigten interessierten Schüler*innen, wie eine Mauer aus Kalksandsteinen entsteht und wie ein Altstadtpflaster fachgerecht verlegt wird. Der Andrang war groß und viele junge Menschen erhielten Informationen über die vielfältigen Möglichkeiten einer Ausbildung und die Aufstiegsoptionen im Bauhandwerk. Die BZB bedanken sich insbesondere bei den Firmen Bergmann TET aus Gelsenkirchen und der K. Heinrich GmbH aus Duisburg, die uns ihre Azubis Ahmed und Gino als Ausbildungspaten für diesen Tag zur Verfügung stellten. Wir freuen uns, diese gut organisierte und viel besuchte Veranstaltung auch im Jahr 2020 unterstützen zu dürfen.

Projekte

UniVET: Pilotphase zur Potenzialanalyse in Litauen

Was soll ich werden? Welches Studium oder welche Ausbildung passt zu mir? Welche Fähigkeiten habe ich? Diese Fragen stellen sich Jugendliche und junge Erwachsene immer wieder während ihrer Schul- und Studienzeit. Mit dem EU-Projekt „UniVET – University or Vocational Education and Training“ wird die „Potentialanalyse“, ein Testverfahren zur Ermittlung der Interessen und Stärken, an Schüler*innen im Alter von 14-18 Jahren sowie an Studien­abbrechende angepasst und nun nach Litauen, Italien, Polen und Spanien übertragen. Bereits in der achten Klasse haben Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, an der Potenzialanalyse teilzunehmen. Das Verfahren, von der Talentbrücke GmbH entwickelt, wurde seit 2006 bei insgesamt 100.000 Personen durchgeführt, unter anderem auch in den Bildungs­zentren des Baugewerbes e. V. Mit dem EU-Projekt UniVET wird die Potential­analyse nun auch in einige Länder des europäischen Auslands übertragen. Dazu fand vom 17. – 18. September 2019 im Vilnius Builders Training Centre (VSRC) in Litauen eine Pilotphase mit sieben Schülern und einem Studien­abbrecher im Alter von 16-24 Jahren statt. Ihr Browser unterstützt den HTML 5 video tag nicht - bitte aktualisieren Ihren Browser. Eigene Stärken und Fähigkeiten wahrnehmen Die Teilnehmenden erhielten die Aufgaben in ihrer Landes­sprache und auf Englisch. Neben der Konzentrations­fähigkeit und dem räumlichen Vorstellungs­vermögen ermittelte die Analyse die Selbst­wahrnehmung anhand eines Berufs­interessentests und eines Bogens zur Selbst­einschätzung. Bei einer Gruppenübung lösten die Teil­nehmenden in kleinen Teams eine organisatorische Aufgabe und wurden dabei in ihren sozialen Kompetenzen beobachtet, um auch die Fremd­wahrnehmung widerzuspiegeln. Zum Abschluss bereiteten sie eine Selbst­präsentation vor. Die Auswertung der einzelnen Testelemente erfolgte anschließend mit einer eigens dafür entwickelten Software. Ziel der Analyse ist es, die Stärken, Fähigkeiten und Interessen der Test­personen herauszufinden, dabei aber gleichzeitig nicht zu einem bestimmten Beruf zu raten. Stattdessen werden in einer abschließenden Nach­besprechung Tendenzen zu den sechs Interessens­feldern aufgezeigt. Diese sind 1.) das Handwerk, 2.) die Forschung, 3.) kreative Arbeit, 4.) soziale Arbeit, 5.) unternehmerische und gewerbliche Tätigkeiten sowie 6.) der Bereich der Verwaltung. Die Teilnehmenden des Testverfahrens sollen dazu angeregt werden, über ihre individuellen Berufs­möglichkeiten nachzudenken und auch bisher nicht betrachtete Tätigkeits­felder kennen zu lernen. Viele Schüler in Litauen wollten an der Pilotphase teilnehmen Nach der erfolgreichen Erprobung wird das Verfahren im nächsten Monat auch in Spanien, Italien und Polen getestet. Die Rückmeldungen aus der Pilotgruppe fielen durchweg positiv aus. Foto © ©SpeedKingz/shutterstock

Weiterbildung

Neuauflage: Zertifizierter Sachverständiger für Betoninstandhaltung

Der Lehrgang „Zertifizierter Sachverständiger für Betonschäden und Betoninstandhaltung“ findet im November und Dezember erneut statt. In bisher zwölf Lehrgängen schulten die BZB in Zusammenarbeit mit der GUEP e.V. bereits über 150 Sachverständige. Diese erfolgreiche Kooperation setzt sich auch in diesem Jahr fort. Der im November startende Lehrgang richtet sich an Planer, qualifizierte Führungskräfte in ausführenden Unternehmen und Auftraggeber. Lehrgangsvoraussetzung ist der erfolgreiche Prüfungsabschluss zum Sachkundigen Planer (SKP). In drei Modulen vermittelt der Lehrgangsleiter Herr Dr. Fiebrich gemeinsam mit einem renommierten Expertenteam vor allem Wissen über die Erstellung von Gutachten sowie die Kenntnis juristischer Zusammenhänge. Modul I Betonbauwerke mit besonderen Anforderungen an die Dichtheit Schutz- und Instandsetzungsbaustoffe - Kunststoffe für den Betonbau Industrieböden Modul II Einführung in das Sachverständigenwesen, Begriffsbestimmung, besondere Sachkunde Juristische Grundlagen für Sachverständige Modul III Erstellen von Sachverständigengutachten Betonschäden und Schäden an Betonverbundsystemen Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung erhalten Sie hier. Foto © Gilles ARROYO/fotolia

Ausbildung

BZB auf der Ausbildungsmesse „Berufsstart“ in der Mülheimer Stadthalle

Ein gutes Team: Die Dachdecker- und Zimmerer-Innung Mülheim an der Ruhr war gemeinsam mit den BZB auf der diesjährigen Mühlheimer Ausbildungsmesse „Berufsstart“ vertreten. Neben Azubis aus den Bereichen des Dachdecker- und Zimmererhandwerkes, den BZB und der Kreishandwerkerschaft Mülheim und Oberhausen waren viele Jugendliche vor Ort und nutzten die Möglichkeit, sich über die vielfältigen Bauberufe zu informieren. Praktische Mitarbeit war angesagt: Sowohl männliche als auch weibliche Interessenten haben mitgemacht und gemeinsam mit den Dachdecker-Azubis unter anderem Schieferherzen geschlagen. Bei den Zimmerern war präzise Holzarbeit gefragt. Wie bringt man zwei Holzstücke ohne Nägel oder Leim in Verbindung? Eine interessante Übungsaufgabe am Balken, die von den meisten Standbesuchern mit Bravour gelöst wurde. Junge Menschen, die sich in der Berufsorientierungsphase befinden oder konkret nach einem Ausbildungsplatz suchen, erhielten am Stand eine praxisorientierte Beratung zu den Ausbildungsberufen des Bauhandwerks und einen Einblick in die Aufstiegsmöglichkeiten nach der Ausbildung. „Die jährliche Messe „Berufsstart“ in der Mülheimer Stadthalle ist eine wichtige Plattform für alle Aussteller und interessierte Jugendliche, die eine Ausbildung dem Studium vorziehen“, erläutert BZB-Außendienst-Mitarbeiter Christoph Lanken. „Hier haben sie die Möglichkeit, sich praktisch rund um die Ausbildungsberufe zu informieren. Eine wichtige Veranstaltung, die in 2020 eine Wiederholung finden wird!“

Weiterbildung

Sachkundiger Planer in Berlin: Zweiter erfolgreicher Lehrgang

Der zweite Berliner Lehrgang zum Sachkundigen Planer für die Instandhaltung von Betonbauteilen nach dem neuen Konzept war ein voller Erfolg. In Anlehnung an und anerkannt durch den Ausbildungsbeirat Sachkundiger Planer für Instandhaltung von Betonbauteilen beim Deutschen Institut für Prüfung und Überwachung e.V. wurden in zwei Blöcken 12 Teilnehmer geschult. Damit freut sich das BZB über insgesamt rund 600 Absolventen. In den 63 Unterrichtseinheiten vermittelten renommierte Referenten den Teilnehmern die nötige Fachkompetenz, um die Bereiche der Schadensfeststellung, der Instandsetzungsplanung und der Qualitätsüberwachung der Ausführung umfassend durchführen zu können. Dabei kam auch der praktische Teil nicht zu kurz. Positive Rückmeldung der Teilnehmer „Es hat mir sehr gut gefallen, im Rahmen dieses Lehrgangs mein Vorwissen zu vertiefen. Die Prüfung war durchaus anspruchsvoll. Ich kann diese Fortbildung weiter empfehlen. Vielleicht bringt eine zeitnahe Einführung der neuen Instandhaltungsrichtlinie etwas Klärung in den Spagat zwischen neuem und altem Regelwerk.“ (Jan Dubois, shl ingenieure, Teilnehmer Berlin 2019) „Meine Erwartungen wurden weit übertroffen. Das vermittelte Wissen der ausgewählten Fachleute gibt mir eine optimale Grundlage für zukünftige Instandhaltungsplanungen.“ (Martin Schüler, Kiwa GmbH, Teilnehmer Krefeld 2018) Die nächsten Lehrgänge beginnen am 02.03.2020 in Krefeld und am 07.09.2020 in Berlin. Zu weiteren Informationen und zur Anmeldung gelangen Sie hier. Wenden Sie sich bei Fragen gerne auch direkt an Sebastian Grauten.

Ausbildung

3. BZB-Mobilität nach La Réunion stößt auf großes Interesse

Erneut haben zehn Lehrlinge des 2. Ausbildungsjahres die Chance, Auslandserfahrung in der Bauwelt zu sammeln und Land und Leute eines anderen Landes kennenzulernen. Vom 25.11.2019 bis zum 14.12.2019 findet die 3. Mobilität auf die französische Insel La Réunion statt. Zu einer Informationsveranstaltung im September kamen rund 40 interessierte Lehrlinge aus allen BZB-Zentren und nahezu allen Gewerken, um durch den Geschäftsbereichsleiter Markus Crone weitere Informationen zum Auslandsaufenthalt und den Teilnahmebedingungen zu erhalten. „Es ist toll, dass sich die jungen Leute für das europäische Ausland interessieren und die Chance nutzen möchten, im Rahmen ihrer Ausbildung eine Mobilität zu machen. Dazu kommt, dass auch die Betriebe diese Aktivitäten stärker verfolgen und ihre Lehrlinge dabei unterstützen, an solch einer einmaligen Ausbildungsaktivität teilzunehmen“, erläutert Crone. Aufgrund der guten Erfahrungen der letzten Jahre, planen die BZB zukünftig weitere Mobilitäten. So besteht ein Kontakt zu zwei Bauausbildungszentren in Frankreich, um weitere Austausche auszuloten. Besonderes Interesse gilt dabei dem Dachdecker-Bereich. „Unser großes Plus ist die Vielfältigkeit durch die unterschiedlichen Gewerke, die bei uns in den drei Zentren die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung durchlaufen. Und die mittlerweile 20 Jahre Erfahrung mit Lehrlingsaustauschen und –mobilitäten. Das sind zusammen über 50 Aktivitäten mit fast 600 Teilnehmern. Da weiß man, worauf man achten muss und was man macht. Da sind wir Profis!“, so Crone. Foto © A. Karnholz - stock.adobe.com

Ausbildung

Sprachkurse für Lehrlinge des 1. Ausbildungsjahres

Die BZB bieten Lehrlingen des neuen 1. Ausbildungsjahres erneut Sprachförderung an. In der ersten ÜLU-Woche fragten die BZB-Ausbilder in den einzelnen Gruppen den Bedarf ab: Über 30 Lehrlinge, die teilweise erst seit Kurzem in Deutschland leben, zeigten großes Interesse. Die Sprachförderung wird mit vier Unterrichtseinheiten in die ÜLU-Blöcke der BZB integriert und konzentriert sich auf allgemeine und fachliche Sprachförderung. Dabei wird es je eine Gruppe im BZB Düsseldorf und im BZB Krefeld geben. „Wir haben bereits im letzten Jahr von uns aus die Sprachförderung angeboten und damit sehr gute Erfahrungen gemacht“, berichtet Markus Crone, Geschäftsbereichsleiter Ausbildung und pädagogische Maßnahmen. „Das Feedback der Teilnehmer, unserer Ausbilder und der Betriebe ist durchweg positiv. Dieses Jahr haben sich sogar direkt Betriebe gemeldet und angefragt, ob ihr Lehrling teilnehmen kann. Erfahrungsgemäß stellen wir im Laufe der Zeit weiteren Förderbedarf fest. So wird der ein oder andere auch Unterstützung im Bereich Mathematik benötigen. Auch hier haben wir im vergangenen Jahr mit unserem Angebot gute Erfahrungen gemacht.“ Foto © Daniel Ernst/stock.adobe.com

Ausbildung

Projekt IC-H und Baugewerbe-Innung Wuppertal zeigen praktisches Bauhandwerk

Das IC-H-Netzwerk Handwerk startete in die Saison 2019/2020 mit der ersten großen Berufsorientierungsveranstaltung. Die Baugewerbe-Innung Wuppertal als Cluster-Innung und die BZB gestalteten gemeinsam mit dem Wuppertaler Handwerk die jährliche Berufsorientierungsmesse in der historischen Stadthalle Wuppertal. Betreut von den Auszubildenden der Bauinnungsbetriebe, den BZB und der Kreishandwerkerschaft Wuppertal-Solingen informierten sich Jugendliche über die unterschiedlichen und vielfältigen Bauberufe. Praktische Mitarbeit war angesagt, um einen Einblick in die Praxis der Ausbildung zu bekommen, die nicht nur handwerkliches Geschick, sondern auch Kreativität, technisches Verständnis sowie Sinn für Form und Farbe erfordert. Junge Menschen, die sich in der Berufsorientierungsphase befinden oder konkret noch einen Ausbildungsplatz suchen, erhielten am Stand eine praxisorientierte Beratung zu den Ausbildungsberufen des Bauhandwerks, über die Ausbildungsmöglichkeiten und einen Einblick in die Aufstiegsmöglichkeiten nach der Ausbildung. Außerdem hatten alle interessierten Jugendlichen die Gelegenheit, ihre Bewerbungsunterlagen abzugeben. Stammgast am Stand war, wie jedes Jahr, der Wuppertaler Oberbürgermeister Andreas Mucke. Auch diesmal hat er mit „angepackt“ und einen prüfungstauglichen Mauerverband hochgezogen. Die BO-Messe in der historischen Stadthalle Wuppertal ist aus der Berufsorientierungswelt im Bergischen Land nicht mehr wegzudenken und bot vielen jungen Menschen auch in diesem Jahr Informationen und Perspektiven.

Querbeet

BZB beim Tag des Handwerks in Düsseldorf

Ein sonniger Spätsommertag begleitete am 14. September den „Tag des Handwerks“ auf dem Heinrich-Heine-Platz in Düsseldorf. In einer großen Handwerkerstadt schauten sich Besucher die vielfältigen und interessanten Handwerksberufe an. Das Hauptthema der praktischen Mitmachaktionen war in diesem Jahr die Digitalisierung. Auch die BZB waren mit den Projekten Innovationscluster Handwerk (IC-H) und dem Kompetenzzentrum Digitales Handwerk, Schaufenster Digitales Bauen mit einem Stand vor Ort vertreten. Unter dem Motto „Ausbildung im Bauhandwerk und Digitalisierung“ standen den Besuchern zwei Bausimulatoren zur Verfügung: Unterschiedliche Baumaschinen / Baustellensituationen wie zum Beispiel Raupenbagger, Bulldozer, Turmdrehkran und weitere Geräte konnten hier ausprobiert werden. Auch die Zimmerer, Dachdecker und Stuckateure boten interessante Mitmachaktionen. Junge Menschen, die sich für eine Ausbildung im Bauhandwerk interessieren, erhielten am Stand kompetente Hilfestellung – bis hin zum sogennanten „Matching“ in einen Ausbildungsplatz. „Das Handwerk ist spannend, kreativ und digital“, berichtet Christoph Lanken vom BZB-Außendienst. „Viele Besucher haben den Tag des Handwerks in Düsseldorf genutzt, um sich die gesamte Bandbreite des modernen Handwerks anzuschauen. Für uns ist es eine super Plattform, junge Menschen für eine Ausbildung im Bauhandwerk zu begeistern!“

Weiterbildung

Erfolgreicher Abschluss: Qualifizierte Planer für Dichtkonstruktionen aus Beton

Freitag, der 13.: ein glücklicher Tag für alle Teilnehmer des Lehrgangs „Qualifizierter Planer für Neubau und Instandsetzung von Dichtkonstruktionen aus Beton“. Denn alle elf Damen und Herren legten im BZB Krefeld die Abschlussprüfung mit Erfolg ab. In den fünf Lehrgangstagen absolvierten die Teilnehmer ein anspruchsvolles Seminarprogramm und setzten sich mit bau- und wasserrechtlichen Inhalten ebenso wie mit technische Themen auseinander. Die hierbei erworbene Qualifikation ist nach dem Inkrafttreten der AwSV (Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen) im August 2017 unbedingt nachzuweisen, wenn es um die Planung von Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen geht. Der nächste Lehrgang zum selben Thema findet im BZB Krefeld im Zeitraum 10.02. – 14.02.2020 statt. Wir informieren Sie gerne hier oder auch persönlich.

Projekte

Women Can Build: Nathalies Ausbildung zur Stuckateurin

Ein neues Ausbildungsjahr hat begonnen. Im BZB Krefeld ist eine Gruppe von Auszubildenden auf dem Weg zur Werkhalle. Der Stuck auf der Arbeitskleidung verrät leicht, dass es sich um angehende Stuckateure handelt. Es fällt auf, dass es in der Gruppe keine weiblichen Auszubildenden gibt. Und auch in den anderen Gewerken sind nur wenige Frauen vertreten. Die Gründe dafür sind vielfältig, beispielsweise sind sich viele Frauen ihrer handwerklichen Fähigkeiten nicht bewusst, da sie sich in diesen nie ausprobiert haben. So bleiben ihre Talente im Verborgenen. Deswegen macht das EU-Projekt Women Can Build auf Frauen im Baugewerbe aufmerksam, die von ihrer Berufswahl überzeugt sind und andere Frauen ermuntern möchten, eine Ausbildung im Baugewerbe zu erwägen. So auch Nathalie. Sie schloss Anfang dieses Jahres erfolgreich ihre Ausbildung zur Stuckateurin ab. Auf Erfolgskurs im Stuckateur-Handwerk „Am meisten gefällt mir an meinem Beruf, dass ich komplizierte Dinge umsetze, die nicht jeder kann. Ich mag die Kreativität, die Abwechslung und am Ende freue ich mich über das gute Ergebnis.“ Ihren Beruf hatte sie bereits als Kleinkind vor Augen: „ Mein Vater leitet einen Stuckateur-Meisterbetrieb. Mein Großvater, sogar mein Urgroßvater waren schon Stuckateure. In der Grundschule fasste ich bereits den Entschluss, diese Linie weiter zu führen.“ Nathalie ließ sich im Betrieb ihres Vaters, dem Stuckateur-Meisterbetrieb Torsten Nolden GmbH ausbilden. Ergänzend zur Ausbildung im Betrieb absolvierte sie im BZB die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung. Mit ihren 21 Jahren macht Nathalie nun selbst den Meister. Sie hat gelernt, Stuck herzustellen und sorgfältig zu verarbeiten, verschiedene Muster anzufertigen, Außenfassaden zu verschönern, Verzierungen in Stuck zu ziehen und so Wände zu veredeln. „Wenn der Kunde eine Idee hat und kreativ ist, können wir diese ausleben“, so Nathalie. Kürzlich renovierte und gestaltete sie das Büro im väterlichen Betrieb. Handwerkliches Miteinander: „Wir arbeiten im Team“ Viele Schülerinnen und Schüler wissen gar nicht um den Beruf des Stuckateurs und dessen gestalterischen Möglichkeiten. Bei jungen Frauen kommen zudem Bedenken wegen der körperlichen Arbeit hinzu sowie Zweifel, nicht akzeptiert zu werden. In Nathalies Berufsschulklasse gab es nur zwei Frauen und 14 Männer. „Man sollte körperlich schon fit sein, weil auch Säcke getragen und Wände abgezogen werden. Aber es gibt auch Hilfe, falls es dann doch zu schwer wird. Wir arbeiten ja im Team.“ Trockenbaukonstruktionen herstellen, Scheibenputz an Außenfassaden anfertigen, Kästen aus Gipskarton bauen. Nathalie übernimmt dieselben Aufgaben wie die Männer: „Es gibt keine Unterschiede. Ich werde genauso behandelt wie die anderen.“ Es gab aber auch Mitschüler, die zu Beginn ihr gegenüber skeptisch waren. „Mir ist allerdings aufgefallen, dass es diejenigen waren, die es selber nicht besser konnten. Aber auch davor braucht man keine Angst zu haben. Die anderen sind sehr hilfsbereit und fragen auch nach meiner Unterstützung. Wir sind in der Zeit zu einer kleinen Familie geworden.“ Da versteht es sich von selbst, dass der Abschied voneinander zum Ende der Ausbildungszeit schwer fiel. „Alle waren stolz, dass ich die Ausbildungszeit verkürze.“ Den positiven Zuspruch erhielt sie von den Mitschülern, die Kenntnisse wurden ihr im Betrieb und vom Stuckateur-Meister der BZB, Dieter Stempel, vermittelt. Selber ausprobieren, wiederholen, kreativ mitwirken, mitdenken, mitanpacken. Das Erklärte direkt umsetzen. Einfach machen. Und mit jeder sorgfältigen Bewegung werden auch die Auszubildenden selbst zu sachkundigen Fachkräften geformt. Viele Menschen finden im Handwerk nicht nur eine Arbeit, sondern auch ihre Berufung, eine Beschäftigung, die sie mit Sinn erfüllt und der sie mit Freude nachgehen. Die Mitarbeitenden der BZB unterstützen dabei gerne sowohl weibliche als auch männliche Interessierte.

Querbeet

Offensive Gutes Bauen: Sitzung der AG – Transfer

Am 27. August 2019 fand die Sitzung der „AG – Transfer“ der Offensive Gutes Bauen (OGB) in Berlin statt. Die zahlreichen Vertreter aus den unterschiedlichsten Bereichen der Bauwirtschaft tauschten sich unter der Leitung von Achim Sieker aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales über die Herausforderungen für die Unternehmen der Bauwirtschaft aus. Dabei wurde besonders deutlich, dass die OGB und das Schwesternetzwerk „Offensive Mittelstand“ bereits ein umfangreiches Angebot an sogenannten „Checks“ zu den unterschiedlichsten Themen erarbeitet haben. Exemplarisch sind an dieser Stelle der OGB Unternehmenscheck, die Fachkräftebroschüre mit wertvollen Anregungen oder die Potentialanalysen der Offensive Mittelstand zur betrieblichen Bildung zu nennen. Es herrschte unter den Teilnehmern Einigkeit darin, dass die Nutzung der „Checks“ praxisnahe Hilfestellungen gibt, um die Prozesse und Strukturen bei den Bauunternehmen zu verbessern. Damit können die wichtigen Zukunftsthemen „Digitalisierung“ und „Fachkräfte“ besser bewältigt werden.

Projekte

Digitales Bauhandwerk für Multiplikatoren: am 09.10.2019 in Krefeld

Das Thema Digitales Handwerk ist hochaktuell, wird aber von vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen als Gratwanderung zwischen handwerklicher Tradition und Moderne gesehen. Tradition und Moderne müssen sich nicht ausschließen, denn Digitalisierung bietet dem Handwerk viele Möglichkeiten, seine ohnehin schon ausgeprägte Kundenorientierung – die als besonderes Qualitätsmerkmal dient – weiter auszubauen. Sie möchten Ihre Betriebe aktiv dabei unterstützen, Moderne und Tradition optimal miteinander zu verbinden? Das Schaufenster Digitales Bauen im Kompetenzzentrum Digitales Handwerk stellt Kammern, Innungen, Verbänden und weiteren Multiplikatoren hierfür Ansätze und Ideen vor. Unsere in den letzten Monaten entwickelten Qualifizierungen und Informationsveranstaltungen erhalten positives Feedback: Auch Ihnen möchten wir diese vorstellen, um Betriebe gemeinsam zu unterstützen. Wann? Mittwoch, 09. Oktober 2019, ab 09:30 Uhr - 16:30 Uhr Wo? Kompetenzzentrum Digitales Handwerk | Schaufenster Digitales Bauen in den Bildungszentren des Baugewerbes e. V. (BZB) Bökendonk 15-17, 47809 Krefeld 3. Etage, Räume 415-417 Wie? Anmeldung und weitere Informationen Foto © Julien Eichinger/Adobe Stock     Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben. Zum Abbau von Informationsdefiziten stellt das KDH den Entscheidungsträgern und Fachexperten des Handwerks praxisnahe Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die in fünf sogenannten Schaufenstern entwickelt und illustriert werden. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.       

Weiterbildung

Brandschutzleitfaden für Gebäude des Bundes erschienen

In 4. Auflage ist nun die aktuelle Fassung des Brandschutzleitfadens für Gebäude des Bundes im Juli 2019 veröffentlicht worden. Herausgeber ist das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Ziel des Brandschutzleitfadens ist es weiterhin, einheitliche Brandschutzgrundsätze für Planung, Durchführung, Betrieb und Instandhaltung vorzugeben und den am Bau Beteiligten eine Arbeitshilfe an die Hand zu geben. Der Leitfaden wurde seit 1998 über die Grenzen der staatlichen Bauverwaltung bekannt und fand auch bei Kommunen, Architekten und Brandschutzplanern Anwendung und hat dazu beigetragen, dass der Brandschutz bei Gebäuden des Bundes (und nicht nur dort) angemessen berücksichtigt wird. Ein geeignetes Werk für alle Brandschutzplaner, das hier zum Download bereit steht. Foto: © hxdbzxy/shutterstock

Projekte

Voller Erfolg: Innovationspfad Digitales Bauen nach Italien exportiert

Kurz vor der Sommerpause führte der italienische Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister LVH den Innovationspfad Digitales Bauen unter dem Namen techParcour für seine Betriebe aus Handwerk und Dienstleistung durch. Die Veranstaltung fand Ende Juli 2019 in der Südtiroler Landeshauptstadt Bozen statt. Der Innovationspfad Digitales Bauen ist ein Konzept aus dem Schaufenster Digitales Bauen im Kompetenzzentrum Digitales Handwerk. Der begehbare Parcours dient der Information, um digitale Werkzeuge und Tools kennenzulernen und so die Herausforderungen des Betriebsalltags einfacher bewältigen zu können. Auf der ersten Veranstaltung dieser Art in Italien, einem Parcours mit 13 Ausstellern, gab es viel praktisches Know-how zu entdecken. Der Fokus lag dabei auf Systemen, die einen direkten Nutzen im Handwerk haben. Ob Zeiterfassung, Baustellenmanagement, ERP-Software oder intelligentes Einkaufen – es gibt eine Vielzahl von digitalen Möglichkeiten, den eigenen Betrieb entsprechend voran zu bringen. Welche genau, erfahren Sie hier. 80 Teilnehmer nutzten die Chance und verbrachten einen interessanten Tag mit viel Praxiswissen und spannenden Gesprächen. Eine Veranstaltung, die zeigte: Das europäische Handwerk ist im Zeitalter der Digitalisierung angekommen! Eindrücke der Veranstaltung gibt es hier. Die nächsten Innovationspfade Digitales Bauen finden statt am: 09.10.2019 Berufsbildungs- und Technologiezentrum Bau | Kenn bei Trier | Anmeldung 09.10.2019 BZB | Krefeld | Anmeldung 12.11.2019 abc Bau | Rostock | Anmeldung Foto © stockertop/Fotolia   Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben. Zum Abbau von Informationsdefiziten stellt das KDH den Entscheidungsträgern und Fachexperten des Handwerks praxisnahe Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die in fünf sogenannten Schaufenstern entwickelt und illustriert werden. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.       

Projekte

EU-Projekt Step into BIM: Digitalisierung der beruflichen Ausbildung im Baugewerbe

Am 01.10.2019 startet das EU-Projekt „Step into BIM – Digitising VET“ (SIBIM) mit dem Ziel, die digitalen Fähigkeiten von Auszubildenden und Fachkräften im Baugewerbe zu verbessern und auf die Anforderungen von Unternehmen vorzubereiten. Dafür entwickeln die BZB mit Projektpartnern aus insgesamt 6 Ländern unter der Leitung der Universität Coventry (UK) einen kostenfreien Online-Kurs. Anhand von Präsentationen, Fallstudien, Übungen und Video-Clips erhalten Lernende digitale Fertigkeiten im Building Information Modeling sowie Wissen zur Cloud-basierten Datenverarbeitung und der Arbeit mit Virtual Reality und Augmented Reality Technologien. Auch Simulationen zur Zeitplanung und Kostenschätzung stehen auf der Agenda. Die Online-Übungsmaterialien sollen allen Lernenden leicht zugänglich sein und auch ergänzend im Präsenzunterricht genutzt werden. Das Projekt wird vom Erasmus+ Programm der europäischen Union gefördert. Projektpartner: BZB, Universität Coventry / UK, FLC / Spanien, GZS / Slowenien, VSRC / Litauen, IFAPME / Belgien Laufzeit: 1. Oktober 2019 – 30. September 2021 Ansprechpartner in den BZB: Frank Bertelmann-Angenendt und Angela Friesen. Foto: © Wright Studio/shutterstock

Projekte

Women Can Build: Jasmins Ausbildung zur Holz- und Bautenschützerin

In den Bildungszentren des Baugewerbes e. V. bestanden vor Kurzem 14 junge Männer ihre Gesellenprüfung zum Holz- und Bautenschützer. Ausgebildet wurden sie von Jens Burggraf, Meister für Holz- und Bautenschutz im BZB Krefeld. Die Arbeiten in diesem Gewerk sind abwechslungsreich und bieten sowohl Männern als auch Frauen ein interessantes Aufgabengebiet. Allerdings beginnen bislang nur wenige Frauen eine Ausbildung im Bauhandwerk. Mit dem EU-Projekt Women Can Build zeigen die BZB Beispiele von jungen Frauen in der Bauwelt – diesmal einer engagierten Holz- und Bautenschützerin. Jasmin Hein, Auszubildende im dritten Lehrjahr, gibt Einblicke in einen typischen Arbeitstag auf der Baustelle. In einem schönen Wohnort in Menden werden die ruhigen Sommerferien für die Renovierung einer Gesamtschule genutzt. Der Zugang zu der Baustelle liegt etwas versteckt. Von der Straße her sind die Gerüste nicht zu sehen. Jasmin und der Projekt-Bauleiter aus ihrem Ausbildungsbetrieb, dem ISOTEC Fachbetrieb Barowski - Böttcher GmbH, erwarten uns vor dem Eingang und nehmen uns mit ins Gebäude. Die Stühle und Tische sind bereits weggeräumt, die Fußböden mit Folien abgedeckt und die Baumaterialien stehen für ihren Einsatz bereit. Jasmin führt uns zu einem leergeräumten Klassenraum, in dem eine zweite Wand hochgezogen wird, um Wärmebrücken fachgerecht zu beseitigen. Außerdem sorgt die zweite Wand für zusätzlichen Schallschutz. Den Vorgang zur Umsetzung der Aufgabe führt uns Jasmin vor. Gleichmäßig verteilt sie den vorher angerichteten Dünnbettmörtel auf den Dämmbordplatten und bringt diese einzeln an der ersten Wand an, bis Stück für Stück, eine zweite geschlossene Wand entsteht. „Frauenpower“ im Holz- und Bautenschutz Nach ihrem Schulabschluss entschloss sie sich zu einem Fachabitur in Holz- und Bautechnik. Die Wahl dazu war eher ein Zufall: „Ich konnte nicht ahnen, wohin mich mein Weg führen würde, aber ich wollte eine Richtung einschlagen, die nicht so typisch für eine Frau ist.“ Nach dem Fachabitur begann sie ihre Ausbildung zur Holz- und Bautenschützerin und befindet sich nun im dritten Lehrjahr. „Ich fühle mich in meinem Beruf angekommen. Eine andere Ausbildung kam für mich nicht in Frage.“ Zu ihren Hauptaufgaben gehören das Auftragen von Abdichtungslagen und das Einbringen von Mauerwerksinjektionen zur Innen- und Außenabdichtung von Bauwerksteilen, das Verputzen und Spachteln von Wänden sowie Bohrarbeiten. Auch Stemmarbeiten sind für sie kein Hindernis: die Entfernung von nicht mehr benötigten Baumaterialien. Diese werden manuell oder mithilfe von Werkzeugen abgetragen. „Ich übernehme alle Arbeiten gerne. Es gibt keine Aufgabe, die ich ungerne mache.“ Diese positive Haltung kommt auch bei den Kunden gut an. Sie freuen sich, dass endlich auch Frauen auf Baustellen präsent sind. „Frauenpower“ ist der Begriff, der in dem Zusammenhang häufig fällt. „Wenn man an sich glaubt, kann man alles schaffen. Nur Mut!“ Nach der Ausbildung möchte sie ihren Beruf weiter ausüben und selbst den Schein zur Ausbilderin machen. „Ich möchte mich dafür einsetzen, dass Auszubildende mehr gefördert und unterstützt werden. Unternehmen sollten sich die Frage stellen, was sie für ihre Auszubildende tun können, um sie besser in die Arbeitsabläufe einzubinden.“ Auch die Bauleitung möchte sie selbst mal übernehmen. Die Berufe im Baugewerbe bieten vielfältige Tätigkeiten und Raum für Kreativität. Unterschiedliche Arbeiten an verschiedenen Baustellen erlauben es den Handwerker*innen, unterwegs zu sein und ihre Fähig- und Fertigkeiten kontinuierlich zu verbessern. „Ich kann anderen Frauen nur zusichern, dass es genug Menschen gibt, die hinter einem stehen und stolz drauf sind, was man auf die Beine stellt. Wenn man an sich glaubt, kann man alles schaffen. Nur Mut!“ Die überbetriebliche Ausbildung im Holz- und Bautenschutz wird in Nordrhein- Westfalen nur von den Bildungszentren des Baugewerbes e. V. angeboten. Die Mitarbeitenden der BZB unterstützen Ausbildungsinteressierte gerne bei Fragen und der Umsetzung ihres beruflichen Weges.

Projekte

Zukunft Baubranche: Interview mit Dr. Roland Falk - Teil II

Digitalisierung, neue Technologien und das nötige Know-How sind nur einige Herausforderungen, mit denen sich die Bauwirtschaft zunehmend beschäftigt. Im Rahmen des EU-Projektes „Blueprint for Construction“ führten die BZB ein Experten-Interview (Auszug) mit Dr. Roland Falk, Leiter Forschung und Entwicklung am Kompetenzzentrum für Ausbau und Fassade. Im zweiten Teil geht es um den Einfluss von technologischen Faktoren und Innovationen auf das Bauwesen in Deutschland. BZB: Digitalisierung und Automatisierung sind wichtige Trends. Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) der Baubranche müssen sich anpassen, wenn sie am Markt bestehen wollen. Wie kann Digitalisierung und Automatisierung in die Arbeitsprozesse eingebunden werden? Dr. Roland Falk: Die Begriffe „Digitalisierung“ und „Automatisierung“ sind differenziert zu betrachten. Vieles kann im Bauhandwerk digitalisiert werden, aber viel weniger automatisiert. Einige Bespiele: Die Planung kann digital dargestellt werden, aber die Ausführung ist meistens manuell / praktisch. Restaurierungsarbeiten sind oft sehr speziell, daher kann wenig automatisiert werden. Bei neuen Bauweisen liegen meist digitale Daten vor, hier können Arbeitsschritte und Verfahren automatisiert werden. Die Baulogistik kann automatisiert werden Auch innerhalb der Gruppe der KMU gibt es Unterschiede zwischen den größeren (>50 Mitarbeiter) und kleineren (>10 Mitarbeiter) Betrieben. Sie haben unterschiedliche Potentiale beim Umgang mit Digitalisierung / Automatisierung. BZB: Denken Sie, digitale Innovation ist der Schlüssel zu einer wettbewerbsfähigen Baubranche? Wie ist dies für KMUs zu erreichen? Dr. Roland Falk: Digitale Innovation ist nur EIN Faktor. Kundenorientierung ist ein durchaus wichtigerer Punkt, der nicht zwangsläufig durch Digitalisierung verbessert wird. Das bedeutet, dass Digitalisierung nicht die Lösung für alle Probleme ist, stattdessen muss entschieden werden, wo sie sinnvoll sein kann. BZB: Im letzten Jahrzehnt ist die BIM Methodik zunehmend im Einsatz. Als „Werkzeug“, das die Baubranche prägt, wie verändert dessen Nutzung den Alltag auf der Baustelle? Dr. Roland Falk: Bei Arbeiten im Bestand (Sanierung / Renovierung) ist BIM nur schwierig einzusetzen und bisher auch noch nicht auf Baustellen zu finden. Es handelt sich dabei zumeist um wenig standardisierte Arbeiten und kleine Arbeitseinheiten. Im Hinblick auf den Neubau von Gebäuden ist der Aktionsradius eingeschränkt, weil BIM Arbeitsprozesse maximal definiert und keine Improvisation zulässt. BZB: Wie wird sich der Einsatz von BIM auf Bauleiter und deren Mitarbeitenden auswirken? Welche Unterschiede gibt es bei der Umsetzung zwischen großen Unternehmen und KMUs? Dr. Roland Falk: Die Bauleiter werden BIM in die Prozesse integrieren und ihre fachliche Funktion wird sich damit ausweiten. Dabei werden eher große Unternehmen BIM einsetzen, schon allein aufgrund der hohen Investition. Kleine und mittelständische Unternehmen werden BIM innerhalb ihrer Funktion im Bauprozess einsetzen, im Hinblick auf die Investition stehen sie jedoch vor großen Herausforderungen. BZB: Neue Baustoffe (biobasiert, Nanomaterial, etc.) eröffnen viele Möglichkeiten für den Bau. Das Wissen und Know-How um deren Nutzung und Einsatz ist unentbehrlich. Wie beeinflussen neue Stoffe die Baubranche? Dr. Roland Falk: Ja, eine Auseinandersetzung mit neuen Baustoffen ist notwendig! Aber wie wirken sich die neuen Materialien auf Gebäude im Allgemeinen (Lebensdauer) und die Menschen, die in den Gebäuden wohnen (physische Aspekte) aus? Es gibt bislang keine Langzeit-Erfahrung. Das Thema „neue Baustoffe“ sollte bereits in die Berufsausbildung integriert werden. Die Lehrlinge sollten in der Lage sein, die Eigenschaften von neuen Baumaterialien und alternativen Materialien abzuwägen. BZB: Was sind die Schlüssel-Qualifikationen und -Kompetenzen, wenn es um Digitalisierung und Technologien im Bauwesen geht? Dr. Roland Falk: Die methodischen Kompetenzen müssen trainiert werden. Das bedeutet, die selbstständige Auseinandersetzung mit Materialien, Prozessen und Situationen auf der Baustelle – begleitet durch die Ausbilder. Die Auszubildenden sollten in die Lage versetzt werden, informierte Entscheidungen zu treffen. BZB: Wie können digitale Methoden und Werkzeuge „spielerisch“ gelernt werden, um so Berührungsängste zu überwinden? Dr. Roland Falk: Am besten durch Ausprobieren! Es müssen „Räume“ für Simulationen und das Experimentieren geschaffen werden, in denen das Ausprobieren möglich ist – ohne zu befürchten, etwas zu zerstören oder Kosten zu verursachen. Wir bedanken uns herzlich für das Gespräch. Fotos: © Africa Studio/shutterstock; Dr. Roland Falk/privat

Weiterbildung

Nachhaltiges Bauen: vier neue Lehrgänge ab Herbst

Eine nachhaltige Bauweise, nachwachsende Baustoffe und energieeffiziente Gebäude spielen eine zunehmend wichtige Rolle. Denn wenn es um den Klimaschutz geht, kann eine klima- und ressourcenschonende Bauweise einen wichtigen Beitrag leisten. Die BZB in Krefeld greifen die Themen nachwachsende Rohstoffe, energieeffiziente Gebäudesanierung und mehrgeschossiges Bauen mit Holz in vier Lehrgängen auf. Der renommierte Referent Prof. Dr.-Ing. Hans Löfflad vermittelt in Tagesseminaren durch theoretische Ansätze und praxisorientierte Beispiele wichtiges Wissen für die konkrete Umsetzung. Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen Nachwachsende Rohstoffe finden ihre Anwendung in nahezu allen Teilbereichen des Hausbaus. Einer der wichtigsten Werkstoffe ist Holz, aber auch Naturdämmstoffe wie Hanf, Schilf, Stroh, Seegras und Lehm zählen dazu. In dem Seminar erhalten die Teilnehmer eine Übersicht über die vielen Einsatzmöglichkeiten von nachwachsenden Rohstoffen. Praxisnahe Beispiele zeigen Möglichkeiten auf, natürliche Werkstoffe sinnvoll zu verwenden. > Zur Anmeldung Holzbau kann hoch hinaus Mit einem Fokus auf den Baustoff Holz beschäftigt sich das Seminar mit dem mehrgeschossigen Bau. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, schnell und leicht zu verarbeiten, flexibel und stabil. Der Bau von mehrgeschossigen Holzhäusern gewinnt daher immer mehr an Zuspruch. Das Seminar erläutert wichtige Aspekte im „Holz-Hochhausbau“ anhand von Beispielprojekten und Konstruktionsweisen. > Zur Anmeldung Altes Schätzchen zum Tuning bereit? Die Sanierung schützenswerter Gebäude stellt eine Herausforderung dar, denn denkmalgeschützte Fassaden erfordern eine besondere Betrachtung und bedürfen spezieller Konzepte. Eine nicht minder wichtige Aufgabe ist die Auswahl ökologisch und wärmetechnisch geeigneter Materialien. Das Seminar geht durch praxisnahe Beispiele auf unterschiedliche Lösungsansätze ein - unter Berücksichtigung der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEv). > Zur Anmeldung Tatort Altbau – Planungsworkshop Ihrer anstehenden Projekte Eine Umnutzung oder energetische Sanierung an Altbauten bedarf einer guten Planung. Wie lässt sich eine dauerhaft schadenfreie und wirtschaftliche Lösung im Spannungsfeld von Denkmalschutz, Werterhalt und energetischer Optimierung im Altbau umsetzen? Das Seminar vermittelt Grundlagen für eine langfristige Sanierung von Altbauten, darunter Wissen über den richtigen Einsatz der Konstruktion, der geeigneten Materialien und der rechtlichen Rahmenbedingungen. Teilnehmer erarbeiten im Rahmen des Seminars ein Konzept zu einem eigenen, konkreten Sanierungsobjekt. > Zur Anmeldung Gerne beantwortet Ihr Ansprechpartner Pascal Keusen-Weber Fragen zu den Lehrgängen. Titelfoto © ungvar/shutterstock

Projekte

Projekt IC-H bei „Handwerk Digital 2019“ in Dortmund

Das Handwerk blickte in die digitale Zukunft auf der Messe „Handwerk Digital 2019“ in der Handwerkskammer in Dortmund. Auch das Innovationscluster Handwerk (Projekt im BZB) war gemeinsam mit dem Clusterbetrieb Stuck Ottemeier aus Essen und dem Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (Projektleitung des Schaufensters Digitales Bauen im BZB) in Dortmund vertreten. Auf der Handwerk Digital 2019, die im Bildungszentrum Hansemann der Handwerkskammer Dortmund stattfand, erhielten die Besucher wertvolle Experten-Tipps zu den Chancen der Digitalisierung. Gewerbeinseln boten Best-Practice Beispiele aus dem Bau, Ausbau und vielen anderen Bereichen. Der Stuckateurbetrieb Jörg Ottemeier aus Essen, der im Rahmen des IC-H-Projektes die Fachgruppe Stuck als Clusterinnung vertrat, präsentierte den „Einsatz von Drohnen“ im Bauhandwerk. Interessante Workshop-Angebote, inspirierende Keynotes renommierter Digitalisierungsexperten und Informationsinseln zu unterschiedlichen Digitalisierungsthemen rundeten die Veranstaltung ab. Unter anderem begrüßte Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, die Besucher. Eine Veranstaltung, die zeigte - das Handwerk ist bereit für das Zeitalter der Digitalisierung.

Projekte

EU-Projekt Icons – Innovation und Digitalisierung am Bau

Unter Federführung der Bauschule Andrea Palladio (CEAP) in Vicenza / Italien startet ab dem 1. Dezember 2019 das EU-Projekt „Icons – Innovation in Construction Sites“, bei dem die BZB als Projektpartner mitwirken. Das vom Berufsbildungsprogramm der EU – ERASMUS+ – geförderte Projekt wird sich mit dem Thema Digitalisierung beschäftigen. Im Detail geht es darum, Lösungen in der Berufsbildung zur Verringerung von Qualifikationsunterschieden beim Thema Building Information Modeling (BIM) zwischen gelernten und nicht-gelernten Mitarbeitern auf Baustellen zu konzipieren. Spezielles Ziel ist es, die Arbeitsqualität durch eine Verbesserung digitaler Kompetenzen bei Mitarbeitern zu erhöhen, um dadurch schließlich auch Produktivität und Nachhaltigkeit positiv zu beeinflussen. Zielgruppen der zu entwickelnden Berufsbildungsangebote sind einerseits Berufsbildungszentren (wie die BZB), aber auch Endnutzer, wie z.B. Mitarbeiter*innen in Baubetrieben. Es ist geplant, im Rahmen des Projektes mit unterschiedlichen Mitarbeitern aus Unternehmen Vorab-Tests der Produkte durchführen. Am Projektende werden die Resultate u.a. als APP für mobile, digitale Endgeräte zur Verfügung stehen. Weitere Projektpartner: BZB Krefeld, Universität Coventry / UK, FLC / Spanien, CCIS / Slowenien, Universität Valencia / Spanien, Westdeutscher Handwerkskammertag. Laufzeit: 1. Dezember 2019 – 30. November 2021 Fragen zum Projekt beantwortet Frank Bertelmann-Angenendt. Foto: © Panchenko Vladimir/shutterstock

Querbeet

“Auf IT gebaut – Bauberufe mit Zukunft“: Wettbewerb 2020

Der Wettbewerb „Auf IT gebaut – Bauberufe mit Zukunft“ kürt auch in diesem Jahr die besten digitalen Nachwuchstalente. In den Wettbewerbsbereichen Architektur, Baubetriebswirtschaft, Bauingenieurwesen sowie Handwerk und Technik können sich Studierende, Auszubildende und Young Professionals bewerben. Es werden Preisgelder im Gesamtwert von 20.000 Euro vergeben. Auch in diesem Jahr wird der mit 2.000 Euro dotierte Sonderpreis Startup mit ausgelobt. Hier haben junge Gründer die Möglichkeit, ihre digitalen Ideen und Lösungen einzureichen. Zusätzlich vergibt der Premium-Förderer, die Ed. Züblin AG, einen eigenen Sonderpreis. Alle Bewerber haben die Chance, einer breiten Öffentlichkeit zu beweisen, dass die Bauwirtschaft kreativ, technikorientiert und innovativ ist und damit die Baubranche weiter voranbringen. Die Preisverleihung wird in einem festlichen Rahmen am 19. Februar 2020 auf der bautec, der internationalen Fachmesse für Bauen und Gebäudetechnik, in Berlin stattfinden. Der Wettbewerb wird von den Sozialpartnern der Bauwirtschaft, namhaften Bauverbänden, zahlreichen Unternehmen der Bauwirtschaft und auch von den Bildungszentren des Baugewerbes e. V. unterstützt. Die Schirmherrschaft hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie übernommen. Auf der Webseite des Wettbewerbs www.aufitgebaut.de und im Flyer sind alle weiteren Informationen zur Teilnahme und den bisherigen ausgezeichneten Arbeiten zu finden. Die Ideen können noch bis zum 4. November angemeldet werden und sind bis zum 18. November 2019 abzugeben. Die RG-Bau im RKW Kompetenzzentrum als Organisator des Wettbewerbs freut sich auf viele digitale, spannende und kreative Wettbewerbsarbeiten. Titelfoto © paulista/shutterstock

Querbeet

Üben für die WorldSkills: Stuckateur Tobias Schmider im BZB

Am 22. – 27. August ist es soweit: Die Weltmeisterschaft der Berufe – WorldSkills – findet im russischen Kasan statt. In 56 Disziplinen, darunter auch mehreren Bauberufen, treten junge Menschen gegeneinander an, um ihr fachliches Können zu beweisen. So auch Tobias Schmider, Mitglied des Nationalteams der Stuckateure, der für die Weltmeisterschaft unter anderem in den BZB trainiert. Wenn es darum geht, der weltweit Beste im Stuckateurhandwerk zu werden, steht Üben, Üben und nochmals Üben auf der Agenda. „Ich freue mich über die Teilnahme an den WorldSkills, zugleich ist es eine ganz schön große Verantwortung“, erzählt der 21-Jährige. Seit Januar dieses Jahres trainiert Tobias Schmider – zunächst für den Ausscheidungswettbewerb und nun für die Weltmeisterschaft. Auch das BZB in Krefeld durfte als zertifiziertes WorldSkills-Leistungszentrum eine Woche lang das Training des Stuckateur-Gesellen begleiten. „Wir freuen uns, dass Tobias hier trainiert“, so Dieter Stempel, BZB-Ausbilder der Stuckateure. „Die Teilnahme an so einer Meisterschaft bringt das Stuckateurhandwerk voran – und ist zudem unbezahlbare Werbung“, ergänzt Stempel. Denn Fachkräfte werden in der Baubranche nach wie vor gesucht und so ist es umso wichtiger, junge Menschen für die Bauberufe zu begeistern. „Der Stuckateur hat einen der vielfältigsten und abwechslungsreichsten Berufe“, erläutert Jörg Ottemeier, Vorsitzender des Bundesverbandes Ausbau und Fassade im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes sowie BZB-Vorstandsmitglied. „Berufswettbewerbe wie die WorldSkills sind eine gute Plattform für den Nachwuchs, der hier seine Fähigkeiten zeigen kann. Außerdem werden die Bauberufe so auch auf politscher Ebene viel intensiver und positiver wahrgenommen“, ergänzt Ottemeier. Tobias Schmider sieht ebenfalls die Teilnahme an den WorldSkills als eine große Chance, die er nutzt: „So kann ich über den Tellerrand schauen und meine Möglichkeiten ausschöpfen.“ Wir drücken für den Wettbewerb in Kasan fest die Daumen! Weitere Informationen zu den WorldSkills gibt es unter www.worldskillsgermany.com.

Projekte

Zukunft Baubranche: Interview mit Dr. Roland Falk - Teil I

Fachkräftemangel, Nachwuchsgewinnung oder Wissenslücken bei der Ausführung eines Berufes aufgrund steigender Anforderungen: Die Baubranche muss sich mit zunehmenden Herausforderungen auseinandersetzen. Das europäische Projekt „All.Con – Skills Blueprint for the Construction Industry“ hat das Ziel, Lücken zwischen der Ausbildung und den nachgefragten Qualifikationen in den Betrieben zu analysieren und Initiativen zur Behebung dieser zu entwickeln. In diesem Rahmen führten die BZB ein Experten-Interview (Auszug) mit Dr. Roland Falk, Leiter Forschung und Entwicklung am Kompetenzzentrum für Ausbau und Fassade, über den Einfluss von sozialen Faktoren auf das Bauwesen und die Ausbildung in Deutschland. BZB: Wie kann der Fachkräftemangel bewältigt werden? Welche Maßnahmen sollten eingesetzt werden? Dr. Roland Falk: Die Arbeitgeber in Deutschland sollten sich nicht auf die Bewältigung des Fachkräftemangels durch Einwanderung qualifizierter Arbeitskräfte verlassen – auch wenn diese zusätzliches Potential bietet. Die Attraktivität der Baubranche für Arbeitskräfte in Deutschland muss steigen. Dabei sind diese Aspekte relevant: Die Arbeit auf dem Bau ist nicht mehr so körperlich herausfordernd, wie sie in der Vergangenheit war. Insbesondere für das Heben und Bewegen schwerer Gegenstände gibt es Maschinen und Werkzeuge. Die Baubranche muss für die jungen Menschen attraktiver werden: Das Bauhandwerk bietet viele interessante Themen wie Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, Gestaltung oder Digitalisierung der Arbeitsprozesse. BZB: Wie kann die Attraktivität der Baubranche bei weiblichen Fachkräften gesteigert werden? Dr. Roland Falk: Der Fokus auf körperlicher Arbeit ist nicht mehr im Vordergrund – Dies ist ein wichtiger Punkt, wenn es darum geht, Bauberufe unter Frauen und Mädchen zu bewerben. Denn dies war auch ein Hauptargument für Betriebe, keine Frauen zu beschäftigen oder Mädchen auszubilden. Zusätzlich werden in Zukunft andere Themen stärker in den Vordergrund rücken: z.B. Baurobotik, Automatisierung und Digitalisierung. Diese Felder könnten für Frauen besonders interessant sein, da es hier mehr um kognitive und weniger um physische Anforderungen geht. Zudem könnten die Themen der Energieeffizienz – ökologische Themenfelder im weitesten Sinne – sowie Nachhaltigkeit in Bezug auf neue Baumaterialien ein Vorteil bei der Ansprache weiblicher Arbeitskräfte sein. Auch ist das Thema Gestaltung, das Entwickeln von kreativen Lösungen, was von Kundenseite immer mehr gewünscht wird, ist sehr spannend. BZB: Wie können junge Schüler*innen für die Baubranche begeistert werden? Dr. Roland Falk: Heutzutage wollen viele junge Menschen in Deutschland einen Beruf, in dem sie Verantwortung für ihre Arbeit übernehmen können. Die Baubranche bietet diese Möglichkeit. Viele möchten nicht nur ausführend arbeiten, sondern umfangreichere Aufgaben übernehmen, die nicht nur auf einen sehr engen Aufgabenbereich beschränkt sind. Dabei hat jeder seine eigene Lerngeschwindigkeit, auch bedingt durch unterschiedliche Schulabschlüsse und Vorwissen. Davon ist es oft abhängig, wie schnell und gut jemand in der Ausbildung vorankommt. Aber ob ein Lehrling „schneller“ oder „langsamer“ lernt, zeigt NICHT den Wert des Menschen oder die Qualität seiner Arbeit – die Baubranche braucht beides für alle Arbeitsebenen und Aufgaben. BZB: Wie sollte sich die Ausrichtung in der Ausbildung entwickeln? Was sollten Gesetzgeber und Betriebe tun, um den Fokus vom Ausbildungsweg (Inhalte) mehr auf die Ausbildungsergebnisse und individuelle Professionalisierung zu richten? Dr. Roland Falk: Bevor man Überlegungen zur Entwicklung macht, sollte betont werden, dass Basiswissen und -fertigkeiten unbedingt erforderlich sind, um eine qualifizierte Fachkraft in der Baubranche zu sein. Nur wenn diese Grundvoraussetzung erfüllt ist, kann über eine Weiterentwicklung des Systems nachgedacht werden. Aus dem deutschen Blickwinkel heraus ist das duale Ausbildungssystem in seinen Grundzügen gut; daher steht eine radikale bzw. komplette Veränderung des Systems nicht zur Debatte. Man kann Anpassungen am Konzept des arbeitsplatzbasierten Lernens durchführen, aber auch die Digitalisierung wird nicht die Grundlagen des Systems verändern. BZB: Welche Rollen haben Bildungszentren und Betriebe bei der Minimierung von Wissenslücken, um eine qualitativ hochwertige Ausbildung in der Baubranche zu gewährleisten? Dr. Roland Falk: Bildungszentren und Betriebe sind in ständigem Austausch über die Fähig- und Fertigkeiten, die den Auszubildenden abverlangt werden. Der Lehrplan zeigt das Spektrum des Wissens und der Fähigkeiten auf, die für die Ausübung des Berufs erforderlich sind. Nichtsdestotrotz lässt der Lehrplan Interpretationsspielraum, wenn es um regionale Faktoren der Bauweise und/oder Baumaterialien geht. Die Ausbilder der Bildungszentren haben hier die Möglichkeit, im Gespräch mit den Unternehmen diese lokalen und regionalen Unterschiede kennenzulernen und in ihren Unterricht zu integrieren. Der zweite Teil des Interviews folgt in Kürze. Fotos: © Africa Studio/shutterstock; Dr. Roland Falk/privat

Querbeet

BZB auf der Veranstaltung „Teamwork – Ausbildung von A bis Z“

Kurz vor dem Sommerferienbeginn traf sich der Düsseldorfer Ausbilderkreis e. V. in der Industrie- und Handelskammer Düsseldorf zu einem Erfahrungsaustausch unter dem Motto „Teamwork – Ausbildung von A bis Z“. Auch die BZB waren mit dem Projekt Innovationscluster Handwerk (IC-H) vor Ort. Ziel der Veranstaltung war es, Wege aufzuzeigen, wie die Ausbildung von A, wie Anfang, bis Z, wie Ziel, erfolgreich für alle Beteiligten umgesetzt werden kann. Ein wichtiges Thema auch für die BZB und das IC-H-Projekt, dessen Hauptschwerpunkte die Nachwuchsgewinnung und Fachkräftesicherung sind. So lag es nahe, mit dem Vortrag „Schule als Startpunkt der Integrationskette: Wo beginnt der Lernprozess und welche Lernschwerpunkte führen zum Erfolg?“ zur Veranstaltung beizutragen. Hier ging es um die Frage, wie der erfolgreiche Weg in eine Ausbildung im Bauhandwerk aussehen kann, insbesondere für Geflüchtete oder Jugendliche ohne Schulabschluss. Bei Geflüchteten stehen vor allem Sprachkurse, Qualifizierungen wie „BOF“ und das Nachholen eines Schulabschlusses als Maßnahmen auf der Agenda, um in eine Berufsausbildung zu kommen. Weitere Angebote wie Einstiegsqualifizierungen (Berufsstart Bau), das BZB Baujob-Casting oder allgemeine Praktika bieten allen Interessierten die Möglichkeit, in die Baubranche zu schnuppern und einen Ausbildungsbetrieb zu finden. Die BZB geben sowohl Jugendlichen als auch Unternehmen auf Azubi-Suche Informationen und Hilfestellungen.

Ausbildung

Perspektive Ausbildung: Baujob-Casting in den BZB

Die Sommerferien sind da – und in den Bildungszentren des Baugewerbes e.V. (BZB) wird wieder geplant, gehämmert und gebaut. Jugendliche lernten bei dem fünftägigen „Baujob-Casting“ vom 15.-19. Juli einiges über Bauberufe. Die Teilnehmer des Castings, das zweimal jährlich an den BZB-Standorten in Krefeld, Düsseldorf und Wesel stattfindet, können sich hier ausprobieren und herausfinden, ob eine Ausbildung im Baugewerbe das Richtige für sie ist. So setzte beispielsweise das BZB Düsseldorf in diesem Sommer das Teamprojekt „Greenhouse“ um. Das Bauprojekt berücksichtigt ökologische Gesichtspunkte und den wichtigen Aspekt der Nachhaltigkeit bei den Bau-Materialien. In einer Teamaufgabe planten und bauten die Teilnehmer ein Haus vom Fundament bis zum Dachstuhl. Grundlage für den Bau war ein detaillierter Plan, der unter fachmännischer Anleitung der BZB-Ausbilder umgesetzt wurde. Entscheidend hierbei: Verschiedene Bauhandwerke standen an der Tagesordnung, so dass die Jugendlichen in mehrere Tätigkeitsfelder hineinschnuppern konnten. Ob Zimmerer, Dachdecker, Maurer, Straßenbauer oder Beton- und Stahlbetonbauer – viele Berufe des Bauhandwerks waren am Gesamtkonzept beteiligt. Neben den praktischen Erfahrungen erhielten die Teilnehmer am Schluss eine ausführliche Bewertung und ein Zertifikat, mit dem sie bei einem potenziellen Ausbildungsbetrieb punkten können. Mithilfe des Castings sucht das Baugewerbe qualifizierten Nachwuchs, denn der Bau von modernen Häusern, Straßen und Kanälen erfordert hochqualifizierte Spezialisten. Insbesondere im Bestand und der Modernisierung werden Fachkräfte gesucht. Zudem stehen Umweltschutz und der Einsatz regenerativer Energien immer mehr im Fokus. Auch außerhalb des Baujob-Castings sind die BZB im Bereich der Ausbildung und Nachwuchsgewinnung aktiv: Jugendliche, die an einer Ausbildung in einem der 15 Ausbildungsberufe interessiert sind, erhalten eine Rundum-Betreuung. Dazu zählt das „Matching“ zwischen Ausbildungsbetrieben und dem potenziellen Azubi, Hilfestellungen bei den Bewerbungsunterlagen und Tipps und Ratschläge für eine erfolgreiche Ausbildung.

Projekte

Kostenfreie Handwerker-Sprechstunde zum Thema Digitalisierung

Inmitten der digitalen Informationsflut fragen Sie sich, mit welchen Maßnahmen Ihr Unternehmen im digitalen Wandel beginnen sollte? Welche Kompetenzen und Werkzeuge Ihre Mitarbeiter benötigen und wie Ihr Unternehmen sie wirksam schulen kann? Sie suchen nach Lösungsansätzen für konkrete Herausforderungen oder möchten die Prozesse optimieren? Unterstützung bei der Beantwortung dieser Fragen finden Sie in einer wöchentlichen telefonischen Sprechstunde des Schaufensters Digitales Bauen im Kompetenzzentrum Digitales Handwerk an den BZB. Das Team steht Ihnen auch außerhalb der Geschäftszeiten dienstags in der Zeit von 17:00-19:00 Uhr telefonisch unter 02151 5155 88 zur Verfügung. Warum bieten wir eine Sprechstunde an? Im Digitalisierungsprozess gilt es, schnell an brauchbare Informationen zu kommen. In unserer kostenfreien Sprechstunde stehen Ihnen fachkompetente Expert*innen des Kompetenzzentrums in vertraulicher Atmosphäre Rede und Antwort. Sie erhalten angebots- und kostenneutral wertvolle Informationen, die Ihnen helfen, die Chancen und Potenziale der Digitalisierung zu nutzen. Wir freuen uns auf Ihren Anruf – gern auch außerhalb der abendlichen Sprechstunde. Foto © Polonio Video/stock.adobe.com     Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben. Zum Abbau von Informationsdefiziten stellt das KDH den Entscheidungsträgern und Fachexperten des Handwerks praxisnahe Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die in fünf sogenannten Schaufenstern entwickelt und illustriert werden. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.       

Ausbildung

Jobbörse Wesel: BZB informieren über Baujobs

Am 19. Juni 2019 fand die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit und des Jobcenters Kreis Wesel statt. Mehr als 5.000 Besucher fanden den Weg in die Weseler Niederrheinhalle und informierten sich sowohl über offene Ausbildungs- als auch Arbeitsstellen im Kreis Wesel. Die Bildungszentren des Baugewerbes beteiligten sich zum zweiten Mal an dieser Veranstaltung und zeigten die vielfältigen Möglichkeiten einer Ausbildung in den Berufen des Bauhauptgewerbes auf. Bei derzeit etwa 80 offenen Ausbildungsstellen bei Baubetrieben im Kreis Wesel gibt es noch viel Bedarf – aber auch gute Chancen, in ein Ausbildungsverhältnis zu kommen. Viel Beachtung fand ein „Mitmachstand“ – betreut durch den BZB Straßenbau-Ausbilder Marius Steenkamp. Hier konnten Schüler*innen selbst „pflastern“ und Bauhandwerk praktisch erleben. Das BZB bedankt sich herzlich bei der Firma Bergmann TET für die Unterstützung sowie bei Ahmed Ali Khan, Azubi des 1. Lehrjahres, der als Ausbildungsbotschafter für sein Gewerk warb.

Querbeet

Neue Initiative: Stark in die Zukunft als Betoninstandsetzer*in

Fachkräftemangel ist eines der zentralen Themen der Berufswelt. Die Bundesgütegemeinschaft Instandsetzung von Betonbauwerken e. V. hat daher eine neue Initiative zur Gewinnung von Fachkräften in der Betoninstandsetzung ins Leben gerufen. Die Homepage www.betoninstandsetzer.de informiert interessierte Jugendliche und Schüler*innen über die Karrieremöglichkeiten als Betoninstandsetzer*in. Von der Ausbildung als Beton-/Stahlbetonbauer*in, Maurer*in, Maler/Lackierer*in, Bauwerksabdichter*in oder Holz-/Bautenschützer*in, über die Qualifizierung zum Meister oder Polier (mit SIVV Schein), bis zum Hoch- oder Fachschulstudium zum Ingenieur oder Ingenieurin – der Weg zur/zum Betoninstandsetzer*in wird auf der Homepage sehr ausführlich beschrieben. Auch ist eine Datenbank mit Ausbildungsfirmen hinterlegt, die zurzeit sowohl Auszubildende, als auch ausgebildete Betoninstandsetzer*innen suchen. Das BZB bietet als ersten Einstieg in eine Ausbildung im Handwerksbereich das Baujob-Casting in der ersten Sommerferienwoche an. Noch sind freie Plätze vorhanden. Hier geht es zur Anmeldung. Informationen zum SIVV finden Sie hier.

Weiterbildung

Fachforum für Beton: BZB auf der BetonInsta 2019

Am 20. Juni 2019 fand die BetonInsta statt, diesmal in der Hansestadt Hamburg. Die Vortragsveranstaltung richtet sich vorrangig an Behördenvertreter*innen, Auftraggeber*innen, Planer*innen und Betriebe, die in der Betoninstandhaltung tätig sind und ist ein wichtiger Branchentreff. Die Bildungszentren des Baugewerbes waren mit einem Stand vertreten und informierten über fachspezifische Weiterbildungen. Die Programmplanung fokussierte sich jedoch nicht nur auf die Betonerhaltung – auch Vorträge zu aktuellen Themen wie Cyberkriminalität oder dem Vorkommen von Asbest in Betonbauwerken fanden Berücksichtigung und stießen auf das Interesse von Betrieben des Bauhaupt- und Ausbaugewerbes. Ziel der Veranstaltung ist es, durch gütesichernde Maßnahmen bei der Betoninstandsetzung - früher auch als Betonsanierung bezeichnet - für eine langfristige Werthaltigkeit der Bausubstanz zu sorgen und Gefahren aus Mängeln an der Bausubstanz abzuwehren. Diesem Ziel haben das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und das Deutsche Institut für Bautechnik durch Anerkennung der Bundesgütegemeinschaft Instandsetzung von Betonbauwerken bzw. ihrer Prüf- und Überwachungsstelle Rechnung getragen. Informationen über Weiterbildungen rund um das Thema Betoninstandsetzung erhalten Sie hier.

Querbeet

Bau ist digital: BZB beim Tag der Technik in Düsseldorf

Das letzte Juni-Wochenende stand ganz im Zeichen der Digitalisierung. In der Handwerkskammer Düsseldorf gab es unter dem Motto „Digital, alles klar?!“ großen Andrang und Zuspruch beim Tag der Technik. Hunderte von begeisterten jungen Menschen besuchten die Stände der Aussteller, um sich ein Bild über die Digitalisierung in den unterschiedlichsten technischen Berufen zu machen. Die Bildungszentren des Baugewerbes e. V. waren mit dem Projekt Innovationscluster Handwerk (IC-H) vor Ort. Unterschiedliche Geräte wurden am Stand praktisch präsentiert. Darunter auch ein Bausimulator, mit dem diverse Baumaschinen und –fahrzeuge erlebt und ausprobiert werden konnten. Ob Raupenbagger, Bulldozer, Turmdrehkran – der BZB-Stand fand von Beginn an großen Zuspruch. „Unser Angebot ist bei den Jugendlichen gut angekommen“, bestätigt Christoph Lanken, BZB-Außendienstmitarbeiter und Mit-Betreuer des Messestands. „Handwerk, besonders das Bauhandwerk, ist modern in der Umsetzung.“ Die nächste Berufsorientierungs-Veranstaltung findet am Tag der Bildung im Karschhaus in Düsseldorf statt, wo die BZB erneut den Bausimulator zum Ausprobieren bereitstellen.

Projekte

CODESMA: Lerneinheiten zum Umgang mit Bauabfällen

Die BZB und ihre Projektpartner aus Großbritannien, Litauen, Griechenland und Polen erarbeiteten in den vergangenen Wochen die Inhalte eines Online-Kurses zum Umgang mit Bauabfällen. Die Ergebnisse wurden nun vom 18.- 19.06.2019 bei einer Projektkonferenz in Krakau vorgestellt. Im Fokus standen die effektive Nutzung von Baumaterialien sowie die Planung und das Management von Baustellenabfällen, noch bevor diese entstehen. Die vorzeitige Auseinandersetzung mit den anfallenden Abfällen ermöglichen es den Fachkräften, bedenkliche Materialen vorab zu identifizieren und zu ersetzen, Gefahren für Menschen und Umwelt aufzudecken, entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen und eine nachhaltige Wiederverwendung und Entsorgung zu organisieren. Basierend auf EU-Richtlinien entwickelten die Projektbeteiligten Lerninhalte, Multiple Choice-Fragen, FAQs, Übungen und Fallstudien. In diesem Zusammenhang hielten sie nach digitalen Technologien der Kreislaufwirtschaft, auch außerhalb des Baugewerbes, Ausschau und suchten Anregungen zum Umgang mit Abfällen. Die Inhalte werden im nächsten Schritt in ein einheitliches Layout eingefügt, um anschließend die digitale Oberfläche für den Online-Kurs zu gestalten. Dieser soll kostenfrei vom Auszubildenden bis zur Fachkraft auf der Baustelle sowie weiteren Interessierten zur Verfügung stehen. Wenn eine Aus- und Weiterbildungseinrichtung aus den Inhalten des Online-Kurses ein Präsenzseminar entwickeln möchte, kann sie dies mit Hilfe eines Handbuchs für Lehrende umsetzen. Das Handbuch befindet sich derzeit in der Erstellung. Ansprechpartner in den BZB: Frank Bertelmann-Angenendt und Angela Friesen. Foto © mmphotographie.de/Fotolia

Ausbildung

Informieren und Berufe testen: Jobrallye in Düsseldorf

Kurz vor den Sommerferien ist das Netzwerk Bauhandwerk voll aktiv: Gilt es doch, motivierte Bewerber*innen für eine Ausbildung im Bauhandwerk zu gewinnen. Am 19. Juni fand in der Anne-Frank-Realschule in Düsseldorf die Jobrallye 2019 statt. Die Bildungszentren des Baugewerbes e. V. (BZB) waren, wie schon in den Jahren zuvor, mit einem Stand vertreten und präsentierten das Bauhandwerk auch praktisch. Betreut von Auszubildenden hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, sich über die unterschiedlichen und vielfältigen Bauberufe zu informieren. Praktische Mitarbeit war angesagt, um einen Einblick in die Praxis der Ausbildung zu bekommen, die nicht nur handwerkliches Geschick, sondern auch Kreativität, technisches Verständnis und Sinn für Form und Farbe erfordert. Junge Menschen, die sich in der Berufsorientierungsphase befinden oder konkret noch einen Ausbildungsplatz suchen, erhielten am Stand praxisorientierte Informationen zu den Ausbildungsberufen im Bauhandwerk, den Ausbildungsmöglichkeiten und einen Einblick in die Aufstiegsoptionen nach der Ausbildung. Außerdem hatte jeder interessierte Jugendliche die Gelegenheit, seine Bewerbungsunterlagen abzugeben. Eine Veranstaltung, die für Schüler*innen einen großen Mehrwert hatte und aus der Düsseldorfer Berufe- und Ausbildungswelt nicht mehr wegzudenken ist.

Ausbildung

Jaeger Ausbau unterstützt die Unterweisung der angehenden Trockenbaumonteure

Lernen und Anpacken hieß es für Lehrlinge des 2. Ausbildungsjahres: Unter fachlicher Anleitung eines Fachmanns der Firma Jaeger Systemwand, Herrn Hebenstreit, und des BZB-Ausbilders, Herrn Frensch, übten die angehenden Trockenbaumonteure die Montage und Demontage von Systemwänden. Die dafür erforderlichen Tür- und Glaselemente produzierte und lieferte die Firma Jaeger Systemwand in Abstimmung mit dem Fachausbilder für die Unterweisung im BZB Krefeld. Die vormontierten Module sind auf der Baustelle schneller aufzubauen und überzeugen unter anderem durch ein modernes Design und hohen Schallschutz. „Die Unterweisung an einer solch hochwertigen Systemwand ist ein absolutes Highlight und bedient bestens die baustellengerechte Unterweisung unter Berücksichtigung der Ausbildungsverordnung,“ erläutert Markus Crone, Geschäftsbereichsleiter Ausbildung und pädagogische Maßnahmen. Die Wand verbleibt beim BZB und wird ein fester Bestandteil bei der Unterweisung der Trockenbaumonteure.

Ausbildung

Tschüss Deutschland: Willkommen La Réunion

In tropischer Atmosphäre arbeiten und leben – viele träumen davon, für neun BZB-Auszubildende wurde es nun Realität. Drei Wochen im Mai verbrachten Lehrlinge des 2. Ausbildungsjahres gemeinsam mit BZB-Ausbilder Koli Atcha im Rahmen einer Mobilität auf La Réunion, dem französischen Übersee-Département im Indischen Ozean. Bei dem Austausch lernten sie nicht nur die Baustellenarbeit im Ausland, sondern auch Land und Leute kennen. Die angehenden Dachdeckerinnen, Maurer, Fliesenleger, Trockenbauer, Zimmerer und Straßenbauer führten in der ersten Woche ihres Aufenthaltes in einer Partnereinrichtung, dem Berufsgymnasium L’Horizon, in der Hauptstadt Saint-Denis eine Projektarbeit durch: den Bau einer Natursteinmauer. Diese Aufgabe bewältigten sie gemeinsam mit den lokalen Bauschüler*innen, die ihrerseits am Austausch teilnahmen und das BZB vom 26. März bis zum 19. April besuchten. In den zwei folgenden Wochen ging es dann auf die Baustellen. Die Teilnehmer absolvierten Praktika in örtlichen Betrieben und konnten ihre Fähig- und Fertigkeiten gut einsetzen. „Die Erfahrung stärkt sehr mein Bewusstsein für die qualitativ hochwertige Ausbildung in Deutschland und mein Selbstvertrauen in meine Fähigkeiten“, erzählt Trockenbaumonteur-Azubi Sebastian Esser. „Wir konnten einen Einblick in die Arbeitsweise der Inselbewohner erlangen“, berichten auch die zukünftigen Dachdeckerinnen Marleen Solle und Carolin Martin. „Es war für uns eine sehr aufregende und erlebnisreiche Zeit, die wir nicht missen möchten!“ Die Wochenenden und Feiertage nutzten die Lehrlinge für die Erkundung der Insel, die für ihre vulkanischen Berge, dichten Regenwälder und tropischen Strände bekannt ist. Die betreuten Freizeitaktivitäten umfassten Wanderungen, Vulkantouren und Canyoning. Doch nicht nur das: Auch die Kultur und das typisch kreolische Essen konnten die Teilnehmer während der Ausflüge kennenlernen. Warum solche Auslandsaufenthalte so wichtig sind, erläutert Markus Crone, BZB-Geschäftsbereichsleiter Ausbildung und Pädagogische Maßnahmen: „Lehrlingsmobilitäten sind eine tolle Gelegenheit, während seiner Berufsausbildung andere Arbeitsweisen, Kulturen, Menschen und Sprachen kennenzulernen, seinen eigenen fachlichen und vor allem persönlichen Horizont erheblich zu erweitern und zu erfahren, wie einfach es ist, in einem Europa ohne Grenzen zu arbeiten und zu leben! Die teilnehmenden Lehrlinge gewinnen deutlich an Reife.“ Das Projekt wird von "ProTandem", der deutsch-französischen Agentur für den Austausch in der beruflichen Bildung, gefördert.

Ausbildung

„komm auf Tour“: Stärken entdecken, Zukunft gestalten

Welche Stärken und Fähigkeiten habe ich? Welcher Beruf ist der richtige für mich? Um der Beantwortung dieser Fragen näher zu kommen, besuchten rund 500 Schüler*innen der 7. und 8. Klassen die Veranstaltung „komm auf Tour“ in den Mercedes-Benz-Werken in Düsseldorf. An sechs Stationen konnten die Teilnehmer sich erproben und ihre Fähigkeiten und Alltagskompetenzen herausfinden. Die BZB unterstützen das Projekt tatkräftig mit Hilfe zwei Maurer-Lehrlinge im Rahmen des Innovationsclusters Handwerk. „Die Folgen einer falschen Berufswahl sind fatal und das frustet“, erläuterte der Düsseldorfer Stadtdirektor Burkhard Hintzsche bei einem Rundgang von „komm auf Tour“. „Das Besondere an diesem Angebot ist, dass wir bei den Stärken ansetzen, das ist wichtig für die künftige Berufsentscheidung“, so Hintzsche. Über einen handlungsorientierten Stärkenansatz verbindet „komm auf Tour“ geschlechtersensibel die Themen Berufsorientierung und Lebensplanung. In einem Erlebnisparcours erkundeten die Jugendlichen verschiedene Alltagss