Ausbildung und Weiterbildung in Zeiten von Corona – Welche Regeln gelten?

Die Unsicherheit wächst: Kann mein geplanter Kurs / geplantes Seminar stattfinden? Wir informieren über die aktuelle Rechtslage.

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Zusatzlehrgang SPCC-Düsenführer im Dezember

Aufgrund der hohen Nachfrage bietet das BZB Wesel einen Zusatztermin vom 07. – 08.12.2020 an.

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Qualifizierte Führungskraft in Krefeld, Berlin und NEU in Augsburg

Der Fachbauleiter in der Instandhaltung von Betonbauwerken als Bindeglied zwischen sachkundiger Planung und der Baustelle.

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Sie haben die Fragen? Wir haben Antworten!

Immer öfter sind Fragen zum Thema Digitalisierung in den Betrieben ein Thema. Das Schaufenster Digitales Bauen gibt mit seinen Themen-Dialogen Hilfestellung.

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„Pimp your home“ in den Herbstferien

Kostenfreie Ferienkurse in den BZB führen Schüler*innen der 9. und 10. Klassen an das Bauhandwerk ran.

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Digitaler Aufschlag in Mönchengladbach – Beruf Konkret diesmal online

Mit Informationsmaterial, Videos oder LiveChats wurden Schüler*innen diesmal digital über unterschiedliche Berufe informiert.

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Neues EU-Projekt für nachhaltiges Bauen: Green Growth

Das neue europäische Projekt beschäftigt sich mit der Stärkung von Wissen und Kompetenzen im Bereich Kreislaufwirtschaft am Bau.

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Weiterbildung

Ausbildung und Weiterbildung in Zeiten von Corona – Welche Regeln gelten?

Mit steigenden Corona-Infektionszahlen wächst die Unsicherheit – auch in Bezug auf berufliche Reisen und Aktivitäten. Kann mein beruflicher Termin, zum Beispiel ein Seminar in einem Risikogebiet, stattfinden? Muss ich anschließend in Quarantäne? Nur einige der Fragen, die sich Viele stellen. Laut der derzeit aktuellen Rechtslage des Landes NRW, sind Zusammenkünfte aus beruflichen Gründen grundsätzlich zulässig. Reisen in ein Risikogebiet sind erlaubt, sofern diese zum Zwecke der Berufsausübung oder Ausbildung stattfinden und bis maximal fünf Tage dauern, ohne dass eine Quarantäne verpflichtend wird (Coronaschutz- und reiseverordnung NRW). Andere Bundesländer haben ähnliche Ausnahmeregelungen. Alle Dienstleistungen der BZB (Ausbildung, Weiterbildung, päd. Maßnahmen) haben einen beruflichen Kontext, so dass hierbei die Quarantäne-Ausnahme greift. Die Voraussetzung für die Gültigkeit der obigen Regeln sind entsprechende Hygienekonzepte und –schutzmaßnahmen, die Arbeitgeber oder Bildungseinrichtungen treffen müssen. Um die Sicherheit bei der Ausbildung und Weiterbildung zu gewährleisten, erarbeiteten die BZB einen umfassenden Hygieneplan. Dieser deckt nicht nur die umfangreichen ergriffenen Hygienemaßnahmen ab, sondern berücksichtigt auch Themen wie Lüftung der Räume, Pausenregelungen, Ab- und Anreise und die Meldepflichten. In den BZB gilt eine Mund-Nasen-Maskenpflicht und Abstandregelungen sind obligatorisch. Der Hygieneplan steht HIER zum Download bereit. Bei Fragen und Unklarheiten stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung und beraten Sie. Die folgenden Auszüge aus derzeit gültigen Verordnungen geben einen Überblick über die aktuelle Rechtslage. 1. Beherbergungsverbote „Die Verordnungen der Bundesländer sehen unterschiedliche Beherbergungsverbote für Reisende aus sog. Corona-Hotspots vor. Als Corona-Hotspot wird in diesen Verordnungen entsprechend der Definition des RKI ein Gebiet bezeichnet, in dem in den letzten sieben Tagen 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner treffen.“ Quelle: BDA Es besteht in Nordrhein-Westfalen kein Beherbergungsverbot. 2. Reisebeschränkungen Im Regelfall kehren alle Teilnehmer*innen von BZB-Kursen oder Seminaren innerhalb von fünf Tagen an ihren Wohnsitz zurück und die Anreise zu den BZB erfolgt zum Zwecke Ihrer Berufsausübung bzw. Ausbildung. Muster-Verordnung zu Quarantänemaßnahmen für Ein- und Rückreisende zur Bekämpfung des Coronavirus „§ 2 Ausnahmen (2) Von § 1 Absatz 1 Satz 1 nicht erfasst sind, 3. bei Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte Personen, a) die [im Land/im Freistaat/in der Freien Hansestadt Bremen/in der Freien und Hansestadt Hamburg] ihren Wohnsitz haben und die sich zwingend notwendig zum Zweck ihrer Berufsausübung, ihres Studiums oder Ausbildung an ihre Berufsausübungs-, Studien- oder Ausbildungsstätte in einem Risikogebiet nach § 1 Absatz 4 begeben und regelmäßig, mindestens ein Mal wöchentlich, an ihren Wohnsitz zurückkehren (Grenzpendler), oder b) die in einem Risikogebiet nach § 1 Absatz 4 ihren Wohnsitz haben und die sich zwingend notwendig zum Zweck ihrer Berufsausübung, ihres Studiums oder ihrer Ausbildung [in das Land/in den Freistaat/in die Freie Hansestadt Bremen/in die Freie und Hansestadt Hamburg] begeben und regelmäßig, mindestens ein Mal wöchentlich, an ihren Wohnsitz zurückkehren (Grenzgänger); die zwingende Notwendigkeit sowie die Einhaltung angemessener Schutz und Hygienekonzepte sind durch den Arbeitgeber, Auftraggeber oder die Bildungseinrichtung zu bescheinigen.“ Coronareiseverordnung des Landes NRW „Gibt es Ausnahmen von der Quarantäne-Regelung? […] Darüber hinaus gelten folgende Ausnahmeregelungen: Bis zu 5 Tage kann man aus zwingenden beruflichen Gründen bzw. Gründen der Ausbildung oder zur Vornahme einer dringenden medizinischen Behandlung in ein Risikogebiet reisen bzw. nach Nordrhein-Westfalen einreisen, wenn man aus einem Risikogebiet kommt.“ 3. Rechtsgrundlage in NRW Die maßgebliche Rechtsgrundlage bildet die Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronaschutzverordnung – CoronaSchVO) in der gültigen Fassung. Zur aktuellen, vollständigen Version. „§ 1 Verhaltenspflichten im öffentlichen Raum, Personengruppen (1) Jede in die Grundregeln des Infektionsschutzes einsichtsfähige Person ist verpflichtet, sich im öffentlichen Raum so zu verhalten, dass sie sich und andere keinen vermeidbaren Infektionsgefahren aussetzt. […] (3) Andere Ansammlungen und Zusammenkünfte von Personen im öffentlichen Raum sind bis auf weiteres unzulässig; ausgenommen sind: […] 4. zwingende Zusammenkünfte zur Berufsausübung im öffentlichen Raum.“ „§ 2a Rückverfolgbarkeit (1) Die einfache Rückverfolgbarkeit im Sinne dieser Vorschrift ist sichergestellt, wenn die den Begegnungsraum eröffnende Person (Gastgeber, Vermieter, Einrichtungsleitung, Betriebsinhaber, Veranstaltungsleitung usw.) alle anwesenden Personen (Gäste, Mieter, Teilnehmer, Besucher, Kunden, Nutzer usw.) mit deren Einverständnis mit Name, Adresse und Telefonnummer sowie – sofern es sich um wechselnde Personenkreise handelt – Zeitraum des Aufenthalts bzw. Zeitpunkt von An- und Abreise schriftlich erfasst und diese Daten für vier Wochen aufbewahrt. Der gesonderten Erfassung von Adresse und Telefonnummer bedarf es nicht, wenn diese Daten für den Verantwortlichen bereits verfügbar sind. (2) Die besondere Rückverfolgbarkeit im Sinne dieser Vorschrift ist sichergestellt, wenn die nach Absatz 1 verantwortliche Person zusätzlich zur Erhebung der Daten nach Absatz 1 einen Sitzplan erstellt und für vier Wochen aufbewahrt. In dem Sitzplan ist zu erfassen, welche anwesende Person wo gesessen hat.“ In den BZB ist die besondere Rückverfolgbarkeit gegeben, da dokumentiert wird, an welchem Sitzplatz der/die Teilnehmer*in sich während der Maßnahme / Seminar bzw. Lehrgang aufhielt. „§ 4 Berufs- und Dienstausübung, Arbeitgeberverantwortung (1) Versammlungen, Zusammenkünfte und Veranstaltungen aus beruflichen, gewerblichen und dienstlichen Gründen sind innerhalb und außerhalb von Unternehmen, Betrieben und Behörden zulässig; […]“ „§ 7 Weitere außerschulische Bildungsangebote (1) Bei der Durchführung von Bildungsangeboten und Prüfungen von […] privaten außerschulischen Einrichtungen und Organisationen […] sind geeignete Vorkehrungen zur Hygiene und zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen Personen, die nicht zu den in § 1 Absatz 2 genannten Gruppen gehören, zur Begrenzung des Zutritts zu Schulungs- und Prüfungsräumen und zur Rückverfolgbarkeit nach § 2a Absatz 1 sicherzustellen. Ausnahmen des Mindestabstandes bestehen nur beim Betreten und Verlassen des Unterrichtsraums sowie bei kurzzeitigen Bewegungen zwischen den Sitzreihen. In diesen Fällen ist verpflichtend eine Mund-Nase-Bedeckung (§ 2 Absatz 3) zu tragen. […] Bei Ausbildungstätigkeiten, die eine Unterschreitung des Mindestabstands erfordern (bei der Gesundheitsbildung, beim Schwimmunterricht usw.) und bei Prüfungen in körpernah arbeitenden Dienstleistungsberufen ist bei notwendiger Unterschreitung des Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen Personen dringend auf eine möglichst kontaktarme Durchführung, vorheriges Händewaschen/Händedesinfektion, das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung (soweit tätigkeitsabhängig möglich) und gegebenenfalls weitere tätigkeitsbezogene Vorgaben der Anlage zu dieser Verordnung zu achten.“ Das oben erwähnte BZB-Hygienekonzept greift die erforderlichen Hygiene- und Schutzmaßnahmen auf. Foto © Pranch/shutterstock

Projekte

Sie haben die Fragen? Wir haben Antworten!

Immer öfter sind Fragen zum Thema Digitalisierung in den Betrieben ein Thema. Lösungen sind gefragt. Oft fehlt jedoch die Zeit, Informationen zu sichten und zu bearbeiten. Technologien und digitale Lösungen, die bereits heute für die Umsetzung der Digitalisierung zur Verfügung stehen, sind zahlreich und vielfältig. Aber wie finde ich das für mich richtige Werkzeug? Wie kann ich diese Werkzeuge in meinem Betrieb umsetzen? Wie kann ich meinen Dokumentationsaufwand minimieren? Online Themen-Dialoge: Sie fragen – wir antworten! Als Einstieg/Initiallösung bieten wir Ihnen Dialoge zu Schwerpunktthemen an. Diese werden in Kleingruppen von max. 5 Personen umgesetzt. Hier stellen Sie IHRE Fragen! Mit den anderen Teilnehmenden können Sie Erfahrungen und Ansätze austauschen. In Oktober bieten wir Ihnen folgende Themen-Dialoge an: Dokumentenmanagementsysteme | 13.10.2020 | 17:00–18:00 Uhr | Anmeldung Digitales Bauen – Wie soll das gehen?| 27.10.2020 | 17:00–18:00 Uhr | Anmeldung Auch zu anderen Themen der Digitalisierung können Sie uns gerne kontaktieren. Nutzen Sie die für Sie interessante Möglichkeit - starten Sie mit uns gemeinsam in eine digitale Zukunft. Wir unterstützen Sie! Foto © Austin Distel/Unsplash   Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben. Zum Abbau von Informationsdefiziten stellt das KDH den Entscheidungsträgern und Fachexperten des Handwerks praxisnahe Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die in fünf sogenannten Schaufenstern entwickelt und illustriert werden. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.       

Ausbildung

„Pimp your home“ in den Herbstferien

Nach erfolgreichem Start von Ferienkursen im Sommer, führen die BZB die etwas andere Berufsorientierung für Schüler*innen der 9. und 10. Klassen nun auch in den Herbstferien durch. Kurse wie „Bau dein Haus“ oder „Pimp your home“ sind kostenlos und finden vom 12. bis 16. Oktober und vom 19. bis 23. Oktober in den BZB statt. Im Fokus der fünftägigen Ferienkurse stehen Projekte, die Praxis mit begleitender Theorie bzw. planerisch gestalterischer Tätigkeit vereinen. Die Kurse bieten Teilnehmer*innen die Möglichkeit, mehr über bauhandwerkliche Berufe zu erfahren und ihre persönlichen Praxiserfahrungen in einer beruflichen Tätigkeit zu vertiefen. Angesprochen sind Schüler*innen aller Schulformen. Die Ferienkurse der BZB im Überblick Chill-out-Möbel 12. – 16. Oktober 2020, 8:30 – 15:30 Uhr Beschreibung: Entwerfe und baue aus Holz ein cooles Sitz- oder Liegemöbelstück. Pimp your home 12. – 16. Oktober 2020, 8:30 – 15:30 Uhr 19. – 23. Oktober 2020, 8:30 – 15:30 Uhr Beschreibung: Mit Tapete, Farbe, Wandtattoos und Teppich oder Holzfußboden wird ein Raum von euch neu gestaltet. Bau dein Haus 19. – 23. Oktober 2020, 8:30 – 15:30 Uhr Beschreibung: Ihr baut im Team ein Haus – von den Mauern bis zum Dach. Die Teilnehmer*innen erlangen neben fachlichen Fähigkeiten auch soziale Kompetenzen sowie gute Einblicke in das jeweilige Berufsfeld. Alle Materialien und Werkzeuge werden den Schüler*innen gestellt. Die Teilnahme ist freiwillig und mit keinerlei Kosten verbunden. Während der Ferienkurse bekommen die Teilnehmer*innen einen Mittagsimbiss. Jede*r Schüler*in erhält am Ende des Kurses ein Teilnahmezertifikat. Die Ferienkurse finden im Rahmen der NRW-Initiative „Berufliche Orientierung extra“ statt und werden in Zusammenarbeit mit der Kommunalen Koordinierung Krefeld und einigen Schulen umgesetzt. Foto © Air Images / Shutterstock

Ausbildung

Digitaler Aufschlag in Mönchengladbach – Beruf Konkret diesmal online

In Mönchengladbach gab es am letzten Septemberwochenende den ersten digitalen Aufschlag in Sachen Berufsorientierung. Die bekannte Berufsorientierungsmesse Beruf Konkret wurde aufgrund der derzeitigen Pandemiesituation erstmals online durchgeführt. Nach vielen Wochen der Vorbereitung war nun die Premiere. Allen Schülerinnen und Schüler stand die digitale Welt der Berufsorientierung zur Verfügung, so dass sie sich über die vielfältigen Berufsmöglichkeiten informieren konnten. Mittels Filmsessions „5 Fragen und 5 Antworten“, LiveStreams, LiveChats und anderen Informationsquellen hatte jeder die Gelegenheit, sich über verschiedene Berufe detailliert zu informieren. Alle Beiträge sind für die Schülerinnen und Schüler in den kommenden Monaten weiterhin abrufbar unter www.beruf-konkret.de. Auch die Bildungszentren des Baugewerbes e. V. (BZB) waren mit 15 interessanten und vielfältigen Bauberufen vertreten. „Das Bauhandwerk boomt und die neuen Auszubildendenzahlen für das gerade begonnene Ausbildungsjahr sprechen für sich. Die Ausbildungsberufe in diesem Bereich sind stark nachgefragt. Unabhängig vom Schulabschluss kann jeder Interessierte, für den eine Ausbildung im Baubereich in Frage kommt, einen zukunftsfähigen Karriereweg einschlagen“, erläutert Christoph Lanken vom BZB-Außendienst. Die Schülerinnen und Schüler bekommen von den BZB ein Rundum-sorglos-Paket in Sachen Berufsorientierung bis hin zur Vermittlung in einen Ausbildungsbetrieb. Bei allen Fragen zum Thema „Ausbildung am Bau“ steht unser BZB-Außendienst zur Verfügung: Claudia Burggraf: claudia.burggraf@bzb.de oder 0174-1738525 (WhatsApp) Christoph Lanken: christoph.lanken@bzb.de oder 0173-5135028 (WhatsApp) Foto © Anastasiya Gepp / Pexels

Projekte

Neues EU-Projekt für nachhaltiges Bauen: Green Growth

Der Bausektor spielt eine große Rolle für das Erreichen des europäischen Ziels der Klimaneutralität bis 2050. Da 35 % der gesamten Abfallerzeugung in der EU im Bausektor anfallen und 50 % aller abgebauten Ressourcen im Baugewerbe verwendet werden, ist ein Umdenken notwendig. Die EU-Kommission plant, umfassende Maßnahmen für eine nachhaltige bauliche Umwelt zur Berücksichtigung des Kreislaufprinzips zu ergreifen, um das hohe Kreislaufpotenzial des Bausektors auszuschöpfen (Ein neuer Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft - Für ein saubereres und wettbewerbsfähigeres Europa, März 2020). Dies gilt insbesondere für die Wiederverwendung, Rückgewinnung und Entsorgung von Baumaterialien bei der Demontage, Renovierung und dem Abbruch von Bauwerken. Die regulatorischen Änderungen in Bezug auf Materialabfälle und Schadstoffemissionen führen zu neuen Arbeitsweisen und zum Einsatz von innovativen Technologien. Dies bedeutet, dass Arbeitnehmer/innen neue Fähigkeiten im Umgang mit „grünen“ Baustoffen und Techniken erlernen müssen. Das EU-Projekt „Green Growth“ zielt darauf ab, die kreislaufwirtschaftlichen Kompetenzen im Berufsbildungsbereich des Baugewerbes in der EU zu stärken. Dafür wird in dem Projekt auf folgende Hauptziele hingearbeitet: Die Entwicklung von Lehrmaterialien zu den Grundsätzen der Kreislaufwirtschaft sowie praktische Anwendungsbeispiele Schulungen für Ausbilder/innen zu kreislaufwirtschaftlichen Kompetenzen Stärkung des sozialen und ökologischen Bewusstseins von KMU im Bausektor Die Entwicklung einer langfristigen Strategie zur Einbindung der kreislaufwirtschaftlichen Prinzipien in die Ausbildungsinhalte von Berufsbildungszentren Das Projekt wird vom Erasmus+ Programm der europäischen Union gefördert. Laufzeit: 15.11.2020 – 14.05.2023 Projektpartner: Fundación Laboral de la Construcción – FLC (Spanien), Bildungszentren des Baugewerbes – BZB (Deutschland), Gospodarska zbornica Slovenije - GZS (Slowenien), Centre IFAPME Liege Huy Verviers (Belgien), Scuola Costruzioni Vicenza Andrea Palladio (Italien), Sustainum – Institut für zukunftsfähiges Wirtschaften (Deutschland), Amadillo Amarillo (Spanien) Fragen zum Projekt beantwortet gerne BZB-Projektmanagerin Angela Friesen. Foto © TSUNG-LIN WU - stock.abobe.com

Ausbildung

Outdoor-Berufsorientierung in Moers

Handwerk live im Außenbereich – die Bildungszentren des Baugewerbes e. V. (BZB) informierten Schülerinnen und Schüler in Moers über Ausbildungsmöglichkeiten am Bau. Die Wirtschaftsförderung Moers, das Netzwerk Ausbildung und das Berufskolleg Mercator luden am 25. September zur Outdoor-Berufsorientierung ein. Die Freifläche war großzügig gestaltet, um sich sicher und ohne Ansteckungsgefahr auf den Weg der Berufsorientierung zu begeben. Weit über 2.000 Schülerinnen und Schüler, teilweise auch aus dem Duisburger Raum, waren vor Ort. Die unterschiedlichen und vielfältigen Handwerksberufe stießen auf Interesse beim Nachwuchs. Praktische Mitarbeit war angesagt, um einen Einblick in die Praxis der Ausbildung zu bekommen, die nicht nur handwerkliches Geschick, sondern auch Kreativität, technisches Verständnis, Sinn für Form und Farbe erfordert. Junge Menschen, die sich in der Berufsorientierungsphase befinden oder konkret einen Ausbildungsplatz suchen, erhielten am Stand eine praxisorientierte Beratung zu den Ausbildungsberufen des Bauhandwerks, über die Ausbildungsmöglichkeiten und einen Einblick in die Aufstiegsmöglichkeiten nach der Ausbildung. Außerdem hatte jeder interessierte Jugendliche die Gelegenheit, seine Bewerbungsunterlagen abzugeben. Bei allen Fragen zum Thema „Ausbildung am Bau“ steht Ihnen unser BZB-Außendienst zur Verfügung: Claudia Burggraf: claudia.burggraf@bzb.de oder 0174-1738525 (WhatsApp) Christoph Lanken: christoph.lanken@bzb.de oder 0173-5135028 (WhatsApp)

Projekte

Einladung zur Teilnahme: Umfrage zum Thema Geschlechter-Gleichstellung

Das EU-Projekt „Women Can Build“ zielt darauf ab, Frauen auf die Arbeitsgebiete des Baugewerbes aufmerksam zu machen und zur beruflichen Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen beizutragen. Im Rahmen des Projektes wurden zwei online Umfragen erstellt, die den aktuellen Stand der Gleichstellung der Geschlechter in Bauunternehmen ermitteln sollen. Die Beantwortung der Fragen nimmt ca. 10 - 15 Minuten in Anspruch. Der erste Fragebogen richtet sich an Bauunternehmen und soll die beruflichen Positionen von Frauen, den Einstellungs- und Auswahlprozess sowie die Hindernisse, Möglichkeiten und Vorteile der Beschäftigung von Frauen in den Berufen des Bausektors abfragen. Hier teilnehmen: Fragebogen an Unternehmen zur Gleichstellung der Geschlechter in Bauberufen Der zweite Fragebogen richtet sich an Arbeitnehmerinnen und soll die Hindernisse für Frauen bei der Arbeit im Baugewerbe sowie die erforderlichen Fähigkeiten und Qualifikationen untersuchen. In der Umfrage werden die Arbeitsbedingungen erfragt sowie die zu ergreifenden Maßnahmen, um mehr Möglichkeiten für die Gleichstellung der Geschlechter zu schaffen. Hier teilnehmen: Fragebogen an Arbeitnehmerinnen zur Gleichstellung der Geschlechter in Bauberufen Die zwei Umfragen werden in den Ländern der teilnehmenden Partner des EU-Projekts „Women Can Build“ durchgeführt. Sie dienen als Grundlage für die Erarbeitung eines Aktionsplans und für die Entwicklung von Empfehlungen, um die Gleichstellung der Geschlechter in Unternehmen und Ausbildungszentren zu fördern und mehr Frauen für den Bausektor zu gewinnen. Das Projekt wird vom Erasmus+ Programm der europäischen Union gefördert. Projektpartner: Fundación Laboral de la Construcción/Spanien, Agencia para el Empleo de Madrid/Spanien, Fondazione ECIPA/Italien, FORMEDIL/Italien, Bildungszentren des Baugewerbes e. V./Deutschland, Centre IFAPME Liège-Huy-Waremme/Belgien, CCCA-BTP/Frankreich, Cenfic/Portugal Wir freuen uns über Ihre Teilnahme! Fragen zum Projekt beantwortet gerne BZB-Projektmanagerin Angela Friesen. Foto © intararit/shutterstock

Projekte

Neues EU-Projekt: EmBrand – Employer Branding

Für kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) (in der Baubranche) ist es oftmals eine Herausforderung, Auszubildende oder qualifizierte Mitarbeiter zu finden und vertraglich zu binden. Dies liegt zum Teil daran, dass sie möglicherweise nicht bekannt (und renommiert) genug sind, die Profile offener Stellen eventuell nicht klar und überzeugend dargestellt werden oder sie schlichtweg ungeeignete Wege eingeschlagen, um Fachkräfte anzuziehen. Wenn es diesen Unternehmen gelänge, als Arbeitgeber bekannter zu werden und mit einem attraktiven Gesamtpaket aufzuwarten (damit ist nicht nur ein gutes Gehalt gemeint!), wäre viel im Bereich der Mitarbeiterakquise bzw. -bindung gewonnen. Wie sich KMU als Marke entwickeln und platzieren können, darum geht es im neuen EU-Projekt EmBrand. Das Projekt soll KMU Chancen aufzeigen, auch gegenüber Großunternehmen, Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten. Zudem geht es darum, im Allgemeinen eine bessere Bindung an die Baubranche zu forcieren, da viele Fachkräfte nach einiger Zeit der Branche den Rücken zukehren. Das Projekt startete am 1. September 2020 und endet am 30. Juni 2022. Unter Projektleitung der BZB sind folgende Partner beteiligt: Talentbrücke, Bauindustrie NRW, Lux Impuls (alle aus Deutschland) sowie die Bauschule Vicenza / Italien, die Wirtschaftskammer Sloweniens und das International Formation Center in Madrid / Spanien. Weitere Informationen gibt gerne Frank Bertelmann-Angenendt. Foto © Free To Use Sounds / Unsplash

Ausbildung

Neues Ausbildungsjahr startet mit 20 % Plus!

Der Start der überbetrieblichen Unterweisung für neue Lehrlinge des 1. Ausbildungsjahres verlief in den drei Zentren der BZB in Krefeld, Wesel und Düsseldorf überaus positiv. Alle Erwartungen übertreffend und der Corona-Krise zum Trotz lässt sich im Vergleich zum Vorjahr ein deutliches Plus bei den Lehrlingszahlen verzeichnen. Und es kommen weiterhin Lehrlinge dazu. Die Bauwirtschaft hat immer noch reichlich zu tun und braucht dringend Fachkräfte. Dies wirkt sich deutlich auf die Lehrlingszahlen aus. Spitzenreiter sind die Trockenbaumonteure*innen mit einem Plus von 70 %, gefolgt von den Stahlbetonbauer*innen mit 60 % und den Fliesenleger*innen mit 47 %. Keine Überraschung sind die Zahlen bei den Straßenbauer*innen, die im 4. Jahr in Folge mit 23 % einen deutlichen Zuwachs verbuchen. Andere Gewerke schwächeln im Vergleich zum Vorjahr. So stellt sich der „Dachbau“ mit einem deutlichen Minus dar: die Zimmerer*innen mit minus 27 % und die Dachdecker*innen mit minus 22 %. Erfreulich ist, dass die anfänglich schwächelnden Holz- und Bautenschützer*innen kurzfristig noch Lehrlinge meldeten und NRW im bundesweiten Vergleich mit 14 Lehrlingen wieder die stärkste Gruppe stellt. 301 Azubis in den 10 verschiedenen Ausbildungsberufen der Stufenausbildung Bau starteten ihre Unterweisung in den BZB. Davon nur acht weibliche Lehrlinge, die nicht einmal 3 % ausmachen. Dieser Sachverhalt weist im Baugewerbe grundsätzlich Optimierungsbedarf auf. „Der Anstieg der Lehrlingszahlen ist überaus erfreulich! Nach den fast zwei Monaten Corona-Shutdown im März und April und der immer noch bestehenden Corona-Pandemie wussten wir nicht so recht, was uns erwartet. Dass es sich nun so positiv darstellt, ist bemerkenswert“, bewertet Markus Crone, BZB-Geschäftsbereichsleiter Ausbildung die aktuelle Situation. „Wir haben im Augenblick alle Hände voll zu tun, die Lehrlinge unter den Corona-Schutz- und Hygieneauflagen in unseren Werkhallen in angemessenen Gruppengrößen und mit entsprechenden Ausbildern zu versorgen. Die Lehrlingszahlen sind Ende August explodiert und wir hatten nur wenige Tage, um zusätzliche Werkhallen vorzubereiten sowie Materialien und Werkzeuge und vor allem zusätzliches Ausbildungspersonal zu beschaffen. Das haben wir fürs Erste wirklich gut gemeistert, aber dieser Prozess ist immer noch nicht abgeschlossen. Wir müssen die ÜLU des 1.Abj. neu strukturieren und vor allem unsere Infrastruktur in den Zentren überarbeiten, um trotz höherer Lehrlingszahlen eine gute und zielführende Unterweisung gewährleisten zu können!“ Zugleich ist zu betonen, dass die regionalen Betriebe immer noch eine Vielzahl an Lehrstellen anbieten und besetzen wollen. Sehr viele Lehrstellen sind noch unbesetzt und die Betriebe suchen händeringend Nachwuchs. In der Online-Lehrstellenbörse der Handwerkskammer Düsseldorf sind aktuell noch 164 Lehrstellen im Bauhandwerk zu besetzen. Zum einen finden Interessenten Ausbildungsplätze in den typischen Berufen wie Maurer*in, Straßenbauer*in oder Fliesenleger*in. Aber auch bei den Dachdeckern der Region sind noch 79 Stellen für eine Ausbildung oder ein Praktikum unbesetzt. Es ist noch nicht zu spät für den Ausbildungsbeginn in 2020! Eine Ausbildung ist eine zukunftsweisende Entscheidung für nicht versorgte Jugendliche und junge Erwachsene. „Durch die halbjährigen Prüfungstermine ist ein Einstieg im Grunde ganzjährig möglich“, ergänzt Crone. „Bedingt durch die Corona-Pandemie fanden viele Schulabgänger und Ausbildungsbetriebe nicht zueinander, da Ausbildungs- und Berufsorientierungsmessen und Bewerbungstage ausfielen. Wer sich noch für eine Ausbildung interessiert, sollte sich bei uns, der HWK oder natürlich direkt im Ausbildungsbetrieb melden. Es ist noch Vieles möglich und nichts zu spät!“ Neben den Berufen der Stufenausbildung Bau führen die BZB auch die überbetrieblichen Unterweisungen für Dachdecker*innen, Holz- und Bautenschützer*innen und Straßenwärter*innen durch. Dazu kommen praktische Unterweisungen für Bauzeichner*innen und angehende Berufsfeuerwehrleute dazu. Auch bei den Feuerwehrleuten ist im Vergleich zu den Vorjahren die Zahl der Auszubildenden gestiegen. Insgesamt kommen rund 500 Lehrlinge des 1. Lehrjahres aus 15 verschiedenen Ausbildungsgängen in die drei Zentren der BZB. Über das Jahr gesehen sind es über 1.200 Auszubildende aus allen 3 Lehrjahren. Wir wünschen allen Ausbildungsbetrieben und den Lehrlingen und Auszubildenden viel Erfolg!

Projekte

Das Baugewerbe immer besser digitalisiert

Die Digitalisierung nimmt einen immer höheren Stellenwert in unserem Arbeitsleben ein. Jeder muss daher in die Lage versetzt werden, sich sicher, souverän selbstbewusst und selbstbestimmt in der digitalen Welt zu bewegen. Das Schaufenster Digitales Bauen im Kompetenzzentrum Digitales Handwerk hat sich zum Ziel gesetzt, dem Baugewerbe neue Wege in die Digitalisierung zu eröffnen. Dies geschieht mit zielgerichteten Qualifizierungen und Leitbetrieben. In der Vergangenheit wurden vom Schaufenster Digitales Bauen viele Aktionen, Seminare und Veranstaltungen umgesetzt, die KMU fit für die digitale Welt zu machen. Ob der Innovationspfad Digitales Bauen, Qualifizierungen und Weiterbildungen in Form von Webseminaren oder als Präsenzveranstaltungen, Messen und Vieles mehr… Die ersten Erfolge sind sichtbar. Gerade jetzt in Zeiten von Corana. Die Digitalisierung ist in den Köpfen der Unternehmer angekommen. Viele sind schon gut aufgestellt und setzen die Digitalisierung zielgerichtet im eigenen Unternehmen um. Andere steigen nunmehr zielgerichtet ein und lassen sich durch das Schaufenster Digitales Bauen fit machen. Machen Sie sich und Ihren Betrieb fit und sprechen Sie uns an! Das Schaufenster Digitales Bauen hat viel zu bieten: Egal ob kostenfreie Qualifizierungen, 1:1 Coachings, Themen-Dialoge oder aktuelle Tipps und Hilfen. Schauen Sie doch einfach einmal rein, welche Qualifizierung zu Ihnen passt oder vereinbaren Sie einen Termin zum 1:1 Coaching. Foto © Sergey Nivens - stock.adobe.com   Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben. Zum Abbau von Informationsdefiziten stellt das KDH den Entscheidungsträgern und Fachexperten des Handwerks praxisnahe Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die in fünf sogenannten Schaufenstern entwickelt und illustriert werden. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.       

Projekte

Innovationspfad Digitales Bauen weckt reges Interesse

Der Innovationspfad Digitales Bauen, ein Produkt aus dem Kompetenzzentrum Digitales Handwerk, wurde seinerzeit vom Schaufenster Digitales Bauen an den Bildungszentren des Baugewerbes e. V. (BZB) für die Betriebe konzipiert, um die digitalen Hürden spielend zu überwinden. Hinter dem Innovationspfad steht ein ausgereiftes Produkt, was vielfach praktisch umgesetzt wurde. Und dies nicht nur in Deutschland, sondern auch in Italien. Die Multiplikatoren aus Kammern, Verbänden etc. haben nunmehr die Möglichkeit, das Konzept eigenständig zu nutzen und umzusetzen. Ziel des Innovationspfades ist die Sensibilisierung der KMU für die Möglichkeiten und die Inspiration zur Umsetzung der eigenen Digitalisierungsstrategie. Viele Anfragen zur Umsetzung liegen uns schon vor, von Multiplikatoren, die den Pfad auch bei sich im Hause anbieten wollen. Springen auch Sie mit auf! Auf einem Parcours mit unterschiedlichsten Herstellern gibt es für die KMU die Möglichkeit, viel digitales praktisches Know-how zu entdecken. Alle digitalen Werkzeuge, die vorgestellt werden, haben einen praktischen Nutzen im Handwerk. Ob Zeiterfassung, Baustellenmanagement, ERP-Software oder intelligentes Einkaufen – es gibt eine Vielzahl von digitalen Möglichkeiten, den eigenen Betrieb entsprechend voranzubringen. Nutzen Sie die Möglichkeit, Ihren Betrieb auf die digitale Welt vorzubereiten. Der Innovationspfad ist ein erster Schritt! Wir geben Ihnen die Hilfestellung, so dass Sie ihn vor Ort erfolgreich umsetzen können. Sprechen Sie uns an: Christoph Lanken, Fachliche Umsetzung: 0173 5135028, christoph.lanken@bzb.de Der Innovationspfad ist nur ein Baustein – das Schaufenster Digitales Bauen hat noch mehr zu bieten: Egal ob kostenfreie Qualifizierungen, 1:1 Coachings, Themen-Dialoge für KMU oder aktuelle Tipps und Hilfen. Schauen Sie einfach unter www.bzb.de/digitales-bauen-kmu rein. Foto © stockertop/Fotolia   Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben. Zum Abbau von Informationsdefiziten stellt das KDH den Entscheidungsträgern und Fachexperten des Handwerks praxisnahe Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die in fünf sogenannten Schaufenstern entwickelt und illustriert werden. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.       

Projekte

EU-Projekt BUNG: Energieeffizientes Bauen spielerisch erlernen

BUNG: Developing nearly zero energy building skills through game based learning Gebäude gelten mit Anteilen von ca. 40 % am Gesamtenergieverbrauch bzw. 36 % aller CO² Emissionen zu den größten Energienachfragern in der EU. Dementsprechend ist das Einsparpotenzial sehr groß, zumal ca. 35 % aller Gebäude mindestens 50 Jahre alt sind bzw. ca. 75 % als nicht energieeffizient gelten. Die EU hat diesen Sachverhalt im Blick und beabsichtigt, gerade dort eine Verbrauchsreduzierung zu erreichen. Dies soll u.a. auch durch Berufsbildungsprojekte wie BUNG unterstützt werden, mit dem Baubeschäftigte möglichst frühzeitig – daher der Ansatz eines Lernspiels – entsprechend sensibilisiert und geschult werden. Das EU-Projekt BUNG zielt darauf ab, Kenntnisse und praktische Fertigkeiten im Zusammenhang mit Nullenergiegebäuden sowie das Bewusstsein energiebewussten Verhaltens von Nutzern der Gebäude zu fördern. Dazu entwickelt BUNG ein Lernspiel, das entsprechende Lerneffekte in der beruflichen Bildung steigern soll wie auch innovative pädagogische Ansätze präsentiert. Zu den Arbeitspaketen gehören: Best Practice Beispiele Nullenergiegebäude Inhaltliche Entwicklung des Lernspiels Technische Entwicklung des Lernspiels Tests, Erprobung und Einführung BUNG läuft von Oktober 2020 bis November 2022 mit folgenden Partnern: BZB Krefeld und Technische Hochschule Köln, weitere Partner aus Griechenland (2), Italien, Slowenien und Frankreich (Projektleitung). Weitere Informationen gibt gerne Frank Bertelmann-Angenendt. Foto © Tamara - stock.adobe.com

Ausbildung

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Beruf konkret 2020 findet digital statt

Die Berufsorientierungsmesse „Berufe konkret 2020“, die alle zwei Jahre im Berufskolleg am Platz der Republik in Mönchengladbach stattfindet, wird in diesem Jahr erstmals als große Digitalveranstaltung umgesetzt. Hintergrund ist die derzeitige Pandemiesituation, die das alte Messeformat momentan nicht zulässt. Die digitale Berufsorientierung setzt sich in heutigen Zeiten immer mehr durch. Für viele Schülerinnen und Schüler war es schon lange ein Weg, sich mittels digitaler Medien über Berufe zu informieren. Jetzt muss dieser Weg noch mehr genutzt werden, denn aufgrund der Corona-Pandemie fallen in diesem Jahr zahlreiche Messen aus. Viele Veranstalter von Berufsorientierungsbörsen, zum Beispiel Wirtschaftsförderungsgesellschaften der Städte und Kreise, sind nunmehr dazu übergangen, die Börsen digitalisiert anzubieten. Hierzu wurden Profis engagiert, um die Inhalte zu produzieren. So auch bei der Beruf konkret 2020: Alle Aussteller, so auch die BZB, waren in den letzten Tagen aktiv tätig. Ein Filmteam in einem Filmstudio in Niederkrüchten unterstütze dabei, eine Online-Präsentation zu filmen. Ausbilder und Auszubildende aus unterschiedlichen Gewerken erstellten Kurzvideos, um die vielfältigen Bauberufe vorzustellen. LiveStreams, Chats, Talkrunden und digitale Azubi-Speed-Datings sind weitere Bestandteile der digitalen Berufe konkret. Ein großer Vorteil des neuen Konzeptes: Es kann in Zukunft von den Schülerinnen und Schülern genutzt werden. Als Vorbereitung, auch wenn die Berufe konkret wieder als normale Messe umgesetzt werde kann. „Das ist ein neuer und spannender Weg, Schülerinnen und Schüler über die Ausbildungsmöglichkeiten am Bau zu informieren“, lobt Christoph Lanken vom BZB-Außendienst das neue Format. Bei allen Fragen zum Thema „Ausbildung am Bau“ steht Ihnen unser BZB-Außendienst zur Verfügung: Claudia Burggraf: claudia.burggraf@bzb.de oder 0174-1738525 (WhatsApp) Christoph Lanken: christoph.lanken@bzb.de oder 0173-5135028 (WhatsApp) Fotos © Laura Lee Moreau - Unsplash / BZB

Weiterbildung

Finanzspritze für die Weiterbildung: Bildungscheck und Bildungsprämie

Fortbildung ist wichtig: Sie fördert die fachliche sowie auch persönliche Weiterentwicklung und ist oftmals die Vorbedingung, um auf der Karriereleiter höher zu klettern. Doch wenn die Kosten nicht vom Arbeitgeber gedeckt werden stellt sich vor allem vielen Geringverdienern die Frage nach der Finanzierung der Lehrgangskosten. Finanzielle Unterstützung gibt es vom Land und vom Bund – unter anderem in Form von Bildungscheck (NRW) und Bildungsprämie. Bildungscheck (NRW) - Weiterbildung zum halben Preis Die Landesregierung NRW unterstützt berufliche Weiterbildung. Das Land übernimmt unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 50 % (max. € 500) der Lehrgangsgebühren. Bildungsschecks sind erhältlich bei Beratungsstellen in Ihrer Region. Die Telefonhotline 0211/ 8371929 von „NordrheinWestfalen direkt“ informiert zum Beratungsangebot und ist von Montag bis Freitag von 8.00 bis 18.00 Uhr erreichbar. Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter www.bildungsscheck.nrw.de. Bildungsprämie Mit dem Bundesprogramm Bildungsprämie verbessert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Möglichkeiten zur Beteiligung an Weiterbildung. Mit der Bildungsprämie wird Eigeninitiative belohnt: Wer in seine Weiterbildung investiert, wird dabei mit einem staatlichen Zuschuss und Finanzierungsmöglichkeiten unterstützt. Erwerbstätige können Prämiengutscheine der Bildungsprämie noch bis Ende 2021 erhalten und bei Weiterbildungsanbietern bis zum 30. Juni 2022 einsetzen. Weitere Informationen zur Bildungsprämie gibt es hier. Foto © smolaw11 - stock.adobe.com

Projekte

Viel los im September: Digitalisierung im Handwerk erfolgreich gestalten

Wer sich bereits seit langem für Digitalisierungsmöglichkeiten im eigenen Betrieb interessiert, hat im September beste Chancen: Vom 1. September bis 1. Oktober 2020 präsentiert das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk – zusammen mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Kommunikation, der Handwerkskammer Hamburg sowie dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Hamburg – in einem Aktionsmonat spannende virtuelle Veranstaltungen rund um digitale Themen für Handwerksbetriebe. Thematisiert werden Fragen wie: Welche Chancen bringt die Digitalisierung für meinen Handwerksbetrieb? Wie lassen sich die Her-ausforderungen meistern? Wie kann ich meine Mitarbeiter im Zuge der neuen Technologien einbinden und motivieren? In fünf Themenwochen informieren die Partner Handwerker*innen und Multiplikatoren in Fachbeiträgen, Praxisbeispielen aus Betrieben und Gesprächen mit anderen Betriebsinhabern des Handwerks über Umsetzungsmöglichkeiten und Chancen der Digitalisierung im eigenen Betrieb. Dabei steht im Aktionsmonat jede Woche ein an-deres Thema im Vordergrund: WOCHE 1 | 01. - 04.09.2020 | Digitale Zeiterfassung WOCHE 2 | 07. - 11.09.2020 | Dokumentenmanagement WOCHE 3 | 14. - 18.09.2020 | Softwaresysteme / ERP WOCHE 4 | 21. - 25.09.2020 | Mitarbeiter einbinden WOCHE 5 | 28.09.- 01.10.2020 | IT-Sicherheit Verschiedene virtuelle Formate erwarten die Besucher – von Online-Seminaren, Erfahrungsaustausch, Speed-Datings bis zu fachlichen Dialogen, bei denen Interessierte Experten, Anbietern und Anwendern auf den Zahn fühlen können. Ein kleiner Ausblick in das Programm: Digitale Zeiterfassung | Online Dialog am 3. September 2020 von 15:00 bis 16:00 Uhr Dokumentenmanagement - Aktuelle Hard- und Software-lösungen | Webinar am 9. September 2020 von 10:00 bis 12:00 Uhr Baudokumentation - Wie den Einstieg meistern? | Webinar am 10. September 2020 von 12:00 bis 14:00 Uhr Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere virtuelle Veranstaltungen zu den Themenschwerpunkten Wichtig bei allen Angeboten des Aktionsmonats ist der praktische Bezug zum Handwerk. Die digitalen Möglichkeiten passen immer zu den Betrieben und sind sehr vielfältig. Denn das Angebot reicht von der Vorstellung digitaler Tools zu den Themenschwerpunkten, über die Einbindung der Mitarbeiter bei der Einführung z. B. einer digitalen Zeiterfassung bis hin zu Tipps, wie erfahrene Handwerker die Implementierung neuer Software meistern. Profitieren Sie vom Erfahrungsaustausch mit anderen Betriebsinhabern und nehmen Sie neue Impulse für die Weiterentwicklung Ihrer digitalen Lösungen mit. So wird die Digitalisierung auch zu Ihrer Erfolgsgeschichte! Programm und Anmeldung: Das ausführliche Programm mit allen Referenten, Betrieben und Ausstellern steht auf handwerkdigital.de zur Verfügung. Foto © skynesher/Getty Images   Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben. Zum Abbau von Informationsdefiziten stellt das KDH den Entscheidungsträgern und Fachexperten des Handwerks praxisnahe Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die in fünf sogenannten Schaufenstern entwickelt und illustriert werden. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.       

Projekte

Women Can Build: Umfragen zur Gleichstellung der Geschlechter am Bau

Das EU-Projekt „Women Can Build“ zielt darauf ab, das Interesse von Frauen für die Berufe des Bausektors zu erhöhen und die Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern durch die Überwindung kultureller Barrieren und innerer Hindernisse zu fördern. Im Rahmen des Projektes wurden zwei anonyme Fragebögen entwickelt. Der erste Fragebogen richtet sich an Bauunternehmen, der zweite an Arbeitnehmerinnen im Baugewerbe. Das Ziel der Umfrage ist es, den aktuellen Stand der Gleichstellung der Geschlechter in Bauunternehmen zu ermitteln. Der an Unternehmen gerichtete Fragebogen soll dazu beitragen, die beruflichen Positionen von Frauen, den Einstellungs- und Auswahlprozess sowie die Hindernisse, Möglichkeiten und Vorteile der Beschäftigung von Frauen in den Berufen des Bausektors abzufragen. Der Fragebogen für Arbeitnehmerinnen soll die Hindernisse für Frauen bei der Arbeit im Bausektor sowie die erforderlichen Fähigkeiten und Qualifikationen ermitteln. In der Umfrage werden die Arbeitsbedingungen erfragt sowie die zu ergreifenden Maßnahmen, um mehr Möglichkeiten für die Gleichstellung der Geschlechter zu schaffen. Diese zwei Umfragen werden in den Ländern der teilnehmenden Partner des EU-Projekts „Women Can Build“ durchgeführt und dienen als Grundlage für die Erarbeitung eines Aktionsplans und für die Entwicklung von Empfehlungen zur Förderung der Gleichstellung der Geschlechter in Unternehmen und Ausbildungszentren und sollen dazu beitragen, mehr Frauen für den Bausektor zu gewinnen. Beide Online-Umfragen werden zeitnah an Betriebe und Arbeitnehmerinnen im Bausektor versendet. Fragen zum Projekt beantwortet gerne BZB-Projektmanagerin Angela Friesen. Das Projekt wird vom Erasmus+ Programm der europäischen Union gefördert. Projektpartner: Fundación Laboral de la Construcción/Spanien, Agencia para el Empleo de Madrid/Spanien, Fondazione ECIPA/Italien, FORMEDIL/Italien, Bildungszentren des Baugewerbes/Deutschland, Centre IFAPME Liège-Huy-Waremme/Belgien, CCCA-BTP/Frankreich, Cenfic/Portugal Foto © intararit/shutterstock

Ausbildung

Pfiffige Lösungen sind gefragt: Azubi-Drive-In in Düsseldorf

Um trotz der COVID-19-Pandemie den unversorgten Schülerinnen und Schülern Informationen über eine Ausbildung im Handwerk geben zu können, hat sich die Handwerkskammer Düsseldorf etwas Besonderes einfallen lassen: den ersten Azubi-Drive-In seiner Art. Am 15. August fand die Veranstaltung Open-Air auf dem Parkplatz und Parkdeck der Handwerkskammer Düsseldorf statt. Viele Unternehmen sind mit ihren Firmenfahrzeugen vorgefahren, um mit den interessierten Bewerberinnen und Bewerbern ins Gespräch zu kommen. Ähnlich wie beim Azubi-Speed-Dating, das sonst in den Räumen der Kammer abläuft, wurden direkt am Fahrzeug Bewerbungsgespräche geführt. Unter Einhaltung aller vorgegebenen Hygienevorschriften und genügendem Sicherheitsabstand erhielten die Interessenten wichtige Informationen zu Chancen und Möglichkeiten einer handwerklichen Ausbildung. Über 90 junge Menschen waren vor Ort, um sich noch einen offen Ausbildungsplatz zu sichern. Auch die BZB waren mit von der Partie und gaben nicht nur wertvolle Tipps und Informationen, sondern konnten einige junge Menschen direkt an anwesende Firmen weiter leiten. So startet der eine oder die andere direkt in die Ausbildung in den kommenden Wochen. „Die Veranstaltung ist eine pfiffige Lösung der passgenauen Besetzung, die auch unabhängig von COVID-19 wiederholt werden sollte“, so Christoph Lanken vom BZB-Außendienst. Foto © Handwerkskammer Düsseldorf

Ausbildung

Karriere-Chancen im Handwerk: Das BerufsAbitur

Mit dem Bildungsgang „BerufsAbitur“ hat das Handwerk einen chancenreichen Bildungs- und Karriereweg im Handwerk geschaffen und ist ein attraktives Angebot für Jugendliche mit dem Bildungsziel Fachabitur bzw. Abitur. Das „BerufsAbitur“ ist ein doppelqualifizierender Abschluss, bei dem parallel zu einer dualen Berufsausbildung die Hochschulzugangsberechtigung erworben wird. So sind Gesellenabschluss und Fachabitur in drei Jahren und Gesellenabschluss und Abitur in 4 Jahren erreichbar – schneller als nacheinander gemacht. Im Rahmen der Ausbildung zum Gesellen wird der Lehrling nicht nur durch den Ausbildungsbetrieb und in der überbetrieblichen Ausbildungsstätte praktisch und fachtheoretisch ausgebildet, er besucht auch ein staatliches Berufskolleg, um neben fachlichem Wissen auch aufbauendes Allgemeinwissen zu erlangen. War mit dem Gesellenbrief schon immer ein Schulabschluss, z.B. die Fachoberschulreife möglich, wenn noch kein Abschluss vorhanden, können die Lernenden nun mit zusätzlichen Unterrichtseinheiten in Deutsch, Englisch, Mathematik und Naturwissenschaften sogar die Fachhochschulreife, also das Fachabitur, erlangen. Damit können sie an einer Fachhochschule oder Hochschule studieren. Wem das noch nicht genug ist, kann die allgemeine Hochschulreife, also das Abitur, anstreben. Dazu besucht er oder sie nach der Ausbildung entweder ein Jahr die Fachoberschule in Vollzeit an einem staatlichen Berufskolleg oder berufsbegleitend in zwei Jahren Teilzeit. Und dann ist ein Studium an einer Universität oder technischen Hochschule möglich. Wie ist der aktuelle Stand beim Thema BerufsAbitur? BerufsAbitur-Angebote gibt es in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen. Wie das BerufsAbitur im Detail abläuft, ist in den einzelnen Bundesländern leicht unterschiedlich. Welche Vorteile ergeben sich für Schülerinnen und Schüler mit mittlerem Schulabschluss? Für Jugendliche bedeutet der doppelqualifizierende Bildungsgang „BerufsAbitur“, dass sie sich nicht schon vorzeitig auf einen bestimmten Bildungsweg festlegen müssen. Auf den Abschlüssen Gesellenbrief und allgemeine Hochschulreife (Abitur) kann eine vielfältige berufliche Zukunft aufgebaut werden. Durch den Bildungsgang wird eine hervorragende Basis geschaffen, um im Rahmen des Konzepts „Höhere Berufsbildung“ weiterführende Karrierewege im Handwerk, wie z. B. Meister/-in, Geprüfter Fachwirt/Geprüfte Fachwirtin und Betriebswirt/-in (HwO) zu beschreiten. Das „BerufsAbitur“ bringt einen Zeitgewinn von einem Jahr bis zu anderthalb Jahren. In der Ausbildung wird vom ersten Tag bis zur Prüfung mit der Ausbildungsvergütung eigenes Geld verdient. Welche Vorteile ergeben sich für den Ausbildungsbetrieb? Betriebe bekommen mit dem „BerufsAbitur“ ein Instrument an die Hand, mit dem sie jungen Menschen mit dem Bildungsziel (Fach-)Abitur ein attraktives Angebot machen können. Das erhöht die Chance, offene Ausbildungsstellen zu besetzen und besonders motivierte Nachwuchskräfte fürs Handwerk zu gewinnen. Die erlangte Berufsfähigkeit in Verbindung mit einer hohen betrieblichen Passung und Bindung erleichtert die betriebliche Fachkräftesicherung. Betriebe erhalten so die Möglichkeit, die Jugendlichen während der Dauer ihrer Ausbildung für die verschiedenen Karrieremöglichkeiten zu begeistern, die ihnen das Handwerk bieten kann. Und letztendlich können sie die jungen Leute nach der Ausbildung nachhaltig binden und diese z.B. als Bachelor oder Master später wieder einstellen. Wie geht’s? Ausbildungsbetriebe, die sich dieses Ausbildungsmodell vorstellen können, melden sich bei der Handwerkskammer und/oder den BZB und teilen ihr Ausbildungsangebot mit. Die HWK bzw. die BZB stellen dann den Kontakt zum jeweiligen Berufskolleg passend zu dem Ausbildungsberuf her und unterstützen bei der Bindung eines geeigneten Jugendlichen bzw. Schulabgänger*in. Finden Handwerksbetrieb und Jugendlicher zusammen, wird ein Ausbildungsvertrag geschlossen und die Ausbildung inklusive Schule mit Ziel „BerufsAbitur“ kann beginnen. Quellen: www.zdh.de und hwk-duesseldorf.de Foto © Billion Photos - shutterstock

Querbeet

Webtalk – Crashkurs Nutzererfahrung

Nachdem es im letzten Beitrag um die Strukturierung und Klarheit von Inhalten ging, stellen wir uns heute die Frage: Wie kann ich meine Nutzer davon überzeugen, auf meiner Website zu bleiben? Hierfür stehen Ihnen durchschnittlich 10 Sekunden zur Verfügung inklusive Ladezeit. Wir sprechen also von Nutzer-Erlebnis, auch UX-Design genannt. Um in das Thema einzusteigen, stellen Sie sich folgende Frage: Welche Kriterien sind entscheidend, ob Sie auf einer Website bleiben oder diese verlassen? Mögliche Antworten sind z.B.: Die Seite lädt schnell, zeigt mir was ich gesucht habe, gefällt mir optisch, ist einfach zu verstehen, stellt mich zufrieden… oder auf der anderen Seite: zeigt nichts an, wirkt unseriös, Inhalte sind veraltet, nicht das Gesuchte gefunden, unklare Navigation, lange Ladezeit, ist nicht hilfreich usw. Halten wir kurz fest: Es kann sehr viele Gründe geben, wieso Nutzer auf einer Website bleiben oder diese verlassen. Beim ersten Eindruck kommt es in erster Linie darauf an: Seite lädt schnell, zeigt mir an, wo ich bin, zeigt mir ihren Nutzen, zeigt mir, was ich tun soll. Überprüfen Sie doch Ihre eigene Website, Desktop und Mobilansicht auf diese Kriterien. Wahrnehmung und Ihre Tücken Um in das Thema einzusteigen und zu veranschaulichen, möchte ich eine Geschichte erzählen von einem Flughafen, der massive Probleme mit Passagierbeschwerden hatten, die lange auf ihr Gepäck warten mussten. In der Ausgangslange brauchten die Passagiere etwa eine Minute zur Gepäckausgabe und mussten dort sechs Minuten warten, bis ihr Gepäck kam. Die Lösung: Flugzeuge wurden weiter weg geparkt, so dass die Passagiere fünf Minuten bis zur Gepäckausgabe brauchen und dort noch zwei Minuten warten, bis ihr Gepäck kommt. Seitdem gibt es keine Beschwerden mehr. Festhalten lässt sich: Die Dauer blieb unverändert, in beiden Fällen sieben Minuten. Nur die Wahrnehmung veränderte sich. Lassen Sie uns die Wahrnehmung Ihrer Homepage verändern. Ladezeit Einführend stelle ich Ihnen verschiedene Möglichkeiten vor, wie Sie bei gleichbleibender Ladezeit die Wahrnehmung der Nutzer verändern können. Skeleton-Screens Dies sind vorgeladene Elemente, die die Struktur der Website anzeigen, während die eigentliche Website noch lädt. Ganz ähnlich zu Platzhalter-Bildern, allerdings für die gesamte Website. Dies führt dazu, dass der Nutzer keinen weißen Bildschirm sieht. Ebenso kann er sich bereits in diesem Schritt ein Bild vom Layout, der Platzierung von Inhalten und der Navigation machen. So orientiert er sich auf der Website und ist nach Abschluss der Ladezeit „ready to go“. Navigation Menütiefe: Überprüfen Sie, ob Ihre aktuelle Menütiefe notwendig ist oder ob man eine Ebene einsparen kann. Für jede Ebene, die ich erst öffnen muss, muss ich einmal mehr klicken und dies gibt ein Gefühl von Langsamkeit. Navigations-Platzierung: Ist die Platzierung ideal, oder, muss ich ggf. erst scrollen? Alles was mich dabei hindert oder mehr Handbewegungen erfordert (mobil), fühlt sich langsamer an. Schauen Sie, inwiefern sich hier Prozesse optimieren lassen. Platzierung von Inhalten Die Inhalte der Seite müssen auf den ersten Blick und ohne Scrollen erkennbar sein. Sind die Inhalte nicht direkt ersichtlich, verlassen User oft direkt die Seite. Deshalb: Stellen Sie auf jeder Seite und unbedingt auf Ihrer Startseite klar, worum es bei Ihnen geht. Diese Punkte helfen dabei, dass Ihre Seite als schneller und komfortabler wahrgenommen wird. Denn der Nutzer findet schnell und einfach die Informationen, die er sucht. Stichwort: User Behaviour Prediction, falls Sie dazu mehr lesen wollen. Wie orientieren sich User auf der Website Hierbei geht es um Orientierung, dazu gehören die Bereiche: Bei wem? Stellen Sie sicher, dass Nutzer auf jeder Seite erkennt, dass er auf IHRER Website ist. Ein paar Beispiel-Fragen dazu: Ist Ihr Logo oder Name sichtbar? Identifizieren Farben und Stil mich als Anbieter, wenn der Name nicht sichtbar ist? Erkennen meine Kunden aus dem „Offline-Leben“ mein Unternehmen? Reicht der Name aus, oder muss ich einen Ort hinzufügen, um mich weiter abzugrenzen? Wo innerhalb der Website? Es ist durchaus üblich, dass ein Nutzer nicht auf der Startseite auf Ihrer Website einsteigt, sondern auf einer Unterseite, die passend zu seiner Suchanfrage war. Ist auf Ihrer Website sichergestellt, dass der User bei jeder möglichen Einstiegsseite weiß, wo er ist und wie er von dort wegkommt? Gibt es einen „Start“ Button, Logo oder Sonstiges, das mich zur Homepage bringt? Gibt es Breadcrumbs, die dem Nutzer anzeigen, wo er sich gerade befindet? Gibt es Seiten- und Meta-Titel, die aufzeigen wo ich bin? Was interessiert die User auf der Website Der Punkt geht einher mit der Platzierung von Inhalten weiter oben, zusätzlich dazu gibt es noch weitere Punkte, die Sie beachten sollten: Wird ersichtlich was mich vom Markt abgrenzt? >> Hervorheben der UPS (Unique-Selling-Points) über z.B. Störer Ist mein aktuelles Sonderangebot sichtbar? Habe ich weitere Vorzüge / vertrauensbildende Maßnahmen, die ersichtlich sind? z.B. Auszeichnungen, Bewertungen Was können User auf der Website tun Der Punkt greift zum einen die Haupt-Navigation wieder auf, aber auch Alternativ-Navigationen und Call-To-Action Störer. Stellen Sie sich folgende Frage auf jeder Seite: Ist dem Nutzer ersichtlich, was er als Nächstes tun soll? Achten Sie auch insbesondere auf Sackgassen im Prozess-Fluss (Verlauf der Nutzer-Bewegung auf der Seite) und eliminieren Sie diese. Das Ziel muss sein, dass ein Nutzer, unabhängig von seinem „Weg“ auf der Seite, zu der gewünschten Zielseite kommt, z.B. Kontakt-Aufnahme oder Produktkauf. Zusammenfassung Heute ging es darum, wie wir die Wahrnehmung von Ladezeit, Ort, Grund und Verhalten verbessern und zu unseren Gunsten beeinflussen können. Nun überprüfen Sie noch einmal Ihre eigene Startseite anhand dieser Kriterien: Wird die Seite gefühlt genauso schnell angezeigt, wie Seiten, die ich ansonsten besuche? Ist die Navigation erkenn- und benutzbar? >> Ist sie schnell? >> Hat sie keine überflüssigen Ebenen? Sind wir als Anbieter einwandfrei identifizierbar? >> Erkennt der Nutzer, wo er sich befindet und wie er zurückkommt? Ist auf den ersten Blick ersichtlich, was wir anbieten? >> Werden unsere Stärken und Vorzüge aufgezeigt? (USPs, Angebote) >> Werden vertrauensbildende Maßnahmen aufgezeigt? (Bewertungen, Qualifizierungen etc.) Ist mir als Besucher sofort klar, wo ich als nächstes hinsoll? >> Z.B. Kontakt aufnehmen, Gesprächstermin vereinbaren, Artikel in den Warenkorb legen etc. Schreiben Sie mir gerne eine E-Mail mit Ihren Erkenntnissen zu Ihrer Website oder falls Sie Wünsche zu Themen oder Fragen haben an webtalk@dheinke.de. Bis zum nächsten Mal und bleiben Sie gesund.

Projekte

Wissen für Lau! Webinare im Mittelstand 4.0

Kostenfrei, aber nicht umsonst: Nicht nur wir im Schaufenster Digitales Bauen im Kompetenzzentrum Digitales Handwerk bieten Ihnen ein kostenfreies Angebot an Qualifizierungen. Die anderen unter Mittelstand 4.0 geförderten Kompetenzzentren erweitern dieses Angebot. Hier ein kleiner Auszug. Qualifizieren Sie sich, nutzen Sie das „Wissen für Lau“: 05.08.2020 I 10:00-11:15 Uhr I Digitale Werkzeuge in der Produktion 06.08.2020 I 13:00-14:00 Uhr I Online-Technologieführung 11.08.2020 I 14:00-15:00 Uhr I Einsatzmöglichkeiten von Augmented und Virtual Reality 12.08.2020 I 10:00-11:15 Uhr I Cloud- und IoT-Plattformen in der Produktion 13.08.2020 I 09:00-10:30 Uhr I Social Media – Erste Schritte zur Kundenkommunikation 13.08.2020 I 10:45-12:15 Uhr I ERP trifft Praxis – kompakt & digital 18.08.2020 I 10:45-12:20 Uhr I ERP trifft Praxis – kompakt & digital 18.08.2020 I 15:30-17:00 Uhr I Den Kunden in den Blick nehmen! 19.08.2020 I 10:00-11:30 Uhr I Cloud Computing für KMU 19.08.2020 I 14:00-15:00 Uhr I Förderprogramme für Digitalisierungsprojekte im Unternehmen 20.08.2020 I 14:00-15:30 Uhr I ERP trifft Praxis – kompakt & digital 25.08.2020 I 14:00-15:30 Uhr I ERP trifft Praxis – kompakt & digital 02.09.2020 I 10:00-11:30 Uhr I Digitale Produktdaten effizient und durchgängig nutzen 09.09.2020 I 10:00-11:00 Uhr I Smartphones im Geschäftsalltag nutzen- aber sicher! Weitere Qualifizierungen aus den Mittelstand 4.0-Zentren finden Sie hier. Titelfoto © John Schnobrich – Unsplash   Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben. Zum Abbau von Informationsdefiziten stellt das KDH den Entscheidungsträgern und Fachexperten des Handwerks praxisnahe Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die in fünf sogenannten Schaufenstern entwickelt und illustriert werden. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.       

Projekte

DITA – Nein, nicht Dieter

DITA steht für Digital Industy Training Atlas und ist angesiedelt am Forschungszentrum Allgäu der Hochschule Kempten, die sich in ihren Forschungsschwerpunkten mit den Themen der Digitalisierung beschäftigt. Der Atlas soll Trainings- und Schulungsprogramme europaweit sichtbar machen, Arbeitnehmer*innen von heute und morgen den Zugang dazu erleichtern und gleichzeitig Weiterbildungen miteinander verknüpfen. Dies geschieht auf nationaler und auf europäischer Ebene, um kompetenz- und grenzüberschreitende Zusammenarbeit anzuregen. Die Bildungszentren des Baugewerbes e.V. unterstützen das Projekt, damit Mitarbeitende von Unternehmen die bestmöglichen Qualifizierungen finden. Deutschland ist mit der produzierenden Industrie stark vom digitalen Wandel betroffen. Beschäftigungsverhältnisse hängen immer mehr von Zukunftstechnologien ab, so dass Weiterbildung an Relevanz gewinnt. Die Umstellung in der Technik erfordert, dass Mitarbeiter*innen mitgenommen werden. Eine Vielzahl von Veranstaltungen, Schulungen oder Workshops zeigen Wege auf, wie betriebliche Prozesse durch digitale Techniken unterstützt werden können und ergänzen die fachlichen Kompetenzen und Spezialisierungen der Mitarbeiter*innen. Hier kommt der „Digital Industry Training Atlas (DITA)“ ins Spiel. Das Erasmus-Kooperationsprojekt, an dem die Hochschule Kempten beteiligt ist, entwickelt eine Plattform mit dem Ziel, durch mehr Transparenz im Bereich von Aus- und Weiterbildung kleine und mittlere Unternehmen für die Herausforderungen der Digitalisierung zu stärken und zu unterstützen. Die für alle Beteiligten kostenfreie Plattform, auf der nach Aus- und Weiterbildungen recherchiert werden kann, dient als Brücke zu Weiterbildungsanbietern. Recherchiert werden kann nach Technologiebereichen ebenso wie nach Land, Sprache und Ausbildungsdauer. Von Workshop-Angeboten bis zu mehrmonatigen Zertifikatskursen sind unterschiedlichste Qualifizierungen vertreten. Sie haben ein Schulungsangebot im Bereich Industrie 4.0 und Interesse daran mehr dazu zu erfahren? Wenden Sie sich gern an Projektmitarbeiterin Maike Breitfeld unter: maike.breitfeld@hs-kempten.de. Titelfoto © MichaelGaida – Pixabay

Projekte

DigiCast | Jetzt gibt’s was auf die Ohren!

Hören Sie mal rein, was Sie im Modul M2 | Grundlagen für Entscheider bei der Umsetzung neuer digitaler Techniken im Betrieb erwartet und was es dabei zu berücksichtigen gibt. FOLGE 2: Changemanagement für Baubetriebe | 23 Min. DigiCast - der Podcast vom Kompetenzzentrum Digitales Handwerk. Er setzt sich mit verschiedenen Bereichen der Digitalisierung auseinander und zeigt Ihnen interessante Möglichkeiten der Digitalisierung auf. Ganz neu in der DigiCast-Reihe aus dem Schaufenster Digitales Bauen: FOLGE 7: Integration von Software in die Geschäftsprozesse | 21. Min. Seien Sie gespannt! Natürlich haben auch die anderen Schaufenster für Sie etwas im Angebot. Vielleicht ist das nachfolgende Thema auch für Sie interessant? Hier finden Sie alle Folgen. Bei Fragen oder Anregungen sprechen Sie uns an! Foto © Matt Botsford/Unsplash   Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben. Zum Abbau von Informationsdefiziten stellt das KDH den Entscheidungsträgern und Fachexperten des Handwerks praxisnahe Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die in fünf sogenannten Schaufenstern entwickelt und illustriert werden. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.       

Projekte

„Digital jetzt“: Neue Investitionsförderung für Unternehmen ab September

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat ein neues Förderprogramm aufgelegt, das kleine und mittelständische Unternehmen bei der Investition in digitale Technologien sowie bei der Qualifizierung von Mitarbeitenden im Bereich Digitalisierung unterstützt. Die Höhe der Förderung ist grundsätzlich von der Größe des Betriebes abhängig und liegt z. B. bei 50 % (bis 50 Mitarbeiter) und 40 % (bis 499 Mitarbeiter). Die Höhe der Förderung kann um bis um 20 % gesteigert werden, wenn 1. der Betrieb in einer strukturschwachen Region z.B. in Krefeld, Wesel, Mönchengladbach liegt (+10 %), 2. das Investitionsvorhaben die eigene IT-Sicherheit/Datenschutz betrifft (+5 %) oder 3. innerhalb bestehender Wertschöpfungsnetzwerke neue Geschäftsmodelle erschlossen werden (+5 %). Weitere strukturschwache Regionen finden Sie gelb eingezeichnet. Die maximale Fördersumme beträgt 50.000 € und die Untergrenze liegt bei 17.000 € für digitale Technologien (Hard- und Software) bzw. 3.000 € für die Qualifizierungen der Mitarbeitenden. Zwei Punkte sind für die Beantragung besonders wichtig: 1. Das Vorhaben darf zum Zeitpunkt der Bewilligung noch nicht begonnen haben. 2. Sie müssen einen Digitalisierungsplan vorlegen. Bei der Erstellung eines Digitalisierungsplans unterstützen wir Sie. Seien Sie schnell dabei, denn ab Ende Juli 2021 wird der Förderprozentsatz um 10 % reduziert. Packen Sie es an! Weitere Informationen finden Sie auf der Website „Gemeinsam digital“ und auf der Seite des BMWi „Digital jetzt“. Der Antrag ist ab dem 7. September 2020 möglich. Wenn Sie sich noch unsicher sind, was und wie Sie digitalisieren sollen, können Ihnen die kostenfreien Qualifizierungen im Schaufenster Digitales Bauen in den Bildungszentren des Baugewerbes e. V. weiter helfen. Hier finden Sie unsere aktuellen Angebote. Bei Fragen können Sie uns unter 02151-5155 88 erreichen. Oder schreiben Sie uns eine E-Mail mit Ihren Kontaktdaten an kdh@bzb.de, wir melden uns schnellstens bei Ihnen zurück. Titelfoto © Steve Buissinne – Pixabay   Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben. Zum Abbau von Informationsdefiziten stellt das KDH den Entscheidungsträgern und Fachexperten des Handwerks praxisnahe Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die in fünf sogenannten Schaufenstern entwickelt und illustriert werden. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.       

Projekte

UniVET: Leitfaden zur Berufsorientierung

Das EU-Projekt UniVET „University or Vocational Education and Training“ zielt darauf ab, die Berufsorientierung junger Menschen in Europa zu verbessern und sie beim Entdecken ihrer Fähigkeiten und Interessen und der Wahl ihres beruflichen Werdegangs zu unterstützen. Ausschlaggebend sind Faktoren, die Schülerinnen und Schüler dazu bewegen, einen Beruf auszuwählen und sich für ein Studium oder eine Ausbildung zu entscheiden. Das UniVET Projekt ermittelt diese Entscheidungs- und Einflussfaktoren. In einem weiteren Schritt werden Charaktereigenschaften und persönliche Stärken identifiziert, die sich auf die Berufswahl auswirken. Auf der Grundlage dieser Stärken wurde zwischen März und Oktober ein Messinstrument für das Potenzial und die Interessen junger Menschen entwickelt, um die Berufsorientierung zu verbessern. Mit dem Aufdecken der wichtigsten Einflussfaktoren und anschließenden Testverfahren können Schülerinnen und Schüler individueller beraten werden. Federführend begleitete die Talentbücke GmbH bereits zahlreiche junge Menschen durch die Potenzialanalyse des UniVET Projektes in Polen, Spanien, Italien, Deutschland und Litauen. Die Ergebnisse dieser Potenzialanalysen spiegeln sich in einem Leitfaden zur Berufsorientierung wieder. Die Publikation sowie eine Bewertung zum Leitfaden stehen in den Sprachen aller Partnerländer zur Verfügung. Leitfaden (deutsch) und Evaluation Leitfaden (englisch) und Evaluation Leitfaden (polnisch) und Evaluation Leitfaden (italienisch) und Evaluation Leitfaden (litauisch) und Evaluation Das Projekt wird vom Erasmus+ Programm der europäischen Union gefördert. Projektpartner: Talentbrücke/ Deutschland, Bildungszentren des Baugewerbes/ Deutschland, Berufsförderungswerk der Bauindustrie NRW/ Deutschland, Vilnius Builders Training Centre/ Litauen, Scuola Costruzioni Vicenza Andrea Palladio/ Italien, International Formation Center/ Spanien, Educational Research Institute (IBE)/ Polen Foto © Gerd Altmann - Pixabay

Weiterbildung

Gefahrstoff Asbest: Der richtige Umgang bei Abbruch, Sanierung und Instandhaltung

Asbest gehört nach wie vor zu den gesundheitsgefährdenden Stoffen auf der Baustelle. Denn Asbest befindet sich nach Schätzungen des Bundesarbeitsministeriums in etwa einem Viertel der vor 1993 erbauten Gebäude. Die Freisetzung der krankheitsverursachenden Stäube droht insbesondere bei Abriss- oder Umbauarbeiten. Rund 1.600 Menschen starben allein in 2017 an asbestbedingten Erkrankungen, so die Zahlen der 2. Auflage des Nationalen Asbest Profils (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)). Ausschließlich sachkundige Experten dürfen Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten mit Asbest durchführen. Entsprechende Lehrgänge (gem. der Technischen Regel für Gefahrstoffe TRGS 519, Anlage 3) bieten die Bildungszentren des Baugewerbes e. V. (BZB) in Krefeld an. Asbest ist ein Naturprodukt, das seit über 100 Jahren Verwendung in Industrie und Bau findet. Wenn es um Isolierung, Dauerhaftigkeit und Brandschutz ging, wurden Asbestprodukte in allen Bereichen eines Gebäudes genutzt. Nicht nur in Dämmmaterial und Rohren, sondern auch in Zement, Klebern, Spachtelmasse oder Bodenbelägen ist der beliebte Baustoff zu finden. Laut BAuA sind schätzungsweise immer noch über 37 Millionen Tonnen asbesthaltiges Material verbaut, meist in Form von Asbestzement. Erst seit 1993 ist die Herstellung und Verwendung asbesthaltiger Produkte in Deutschland verboten, denn sie verursachen lebensgefährdende Krankheiten wie Krebs oder Asbestose. Ein sachgemäßer Umgang mit Asbestprodukten ist daher in der Gefahrstoffverordnung verankert. Bei den Arbeiten muss mindestens eine weisungsbefugte Person mit entsprechendem Sachkundenachweis vor Ort sein. Das Seminar „Asbest: Abbruch, Sanierung und Instandsetzung“ vermittelt die Kenntnisse, Fähigkeiten sowie den gesetzlich geforderten Sachkundenachweis, den Abbruch und die Sanierungsarbeiten an allen Asbestprodukten durchführen zu dürfen. Zu den inhaltlichen Schwerpunkten des fünftägigen Lehrgangs gehören die Eigenschaften von Asbest und Gesundheitsgefahren, die Verwendung des Baustoffs, Vorschriften und Regelungen für den Umgang, personelle Anforderungen und sicherheitstechnische Maßnahmen. Der vereinfachte Sachkundenachweis (gem. TRGS 519, Anlage 4), der ausschließlich für Tätigkeiten an Asbestzementprodukten benötigt wird, ist mit dem Seminar bereits abgedeckt. Die schriftliche Abschlussprüfung findet vor einem anerkannten Prüfungsausschuss nach TRGS 519 unter Vorsitz der Bezirksregierung Düsseldorf statt und bescheinigt das erworbene Wissen mit einem Sachkundezeugnis. Kurzentschlossene haben die Gelegenheit, den Lehrgang vom 17. – 21. August 2020 in Krefeld wahrzunehmen oder alternativ vom 9. – 13. November 2020. Weitere Termine finden in 2021 statt. Die Anmeldung erfolgt HIER oder direkt bei der Ansprechpartnerin Dr. Annemarie Gatzka unter 02151 5155-33 oder annemarie.gatzka@bzb.de. Foto © LianeM - stock.adobe.com

Querbeet

BZB als „Exzellenzbetrieb Deutscher Mittelstand“ ausgezeichnet

Das Portal DDW „Die Deutsche Wirtschaft“ verleiht ausgewählten mittelständischen Unternehmen das Exzellenzsiegel, als signifikantes Zeichen für unternehmerische Qualität und Verlässlichkeit. Auch die Bildungszentren des Baugewerbes e. V. (BZB) erhielten nun das Siegel und befinden sich zugleich im DDW-Ranking der wichtigsten Mittelständer Deutschlands im Bereich Bildung. „Wir freuen uns über die Auszeichnung, die unsere Qualitätsansprüche bestätigt und uns als vertrauenswürdigen und zuverlässigen Geschäftspartner ausweist“, so Thomas Murauer, Geschäftsführer der BZB. Für das Ranking ermittelt die DDW auf Basis von 19 Kriterien die wichtigsten Unternehmen Deutschlands. In die Bewertung fließen betriebswirtschaftliche Grunddaten, Patente, innovative Produkte, Kooperationen sowie Aspekte wie der Betrieb von Social-Media-Accounts ein. Seit 2019 gibt es zusätzlich das Siegel „Exzellenzbetrieb“, das jene Unternehmen kennzeichnet, die aus der Reihe signifikanter Qualitäts- und Leistungsfaktoren die erforderliche Anzahl zutreffender Eigenschaften in sich vereinen – und zwar unabhängig quantitativer Faktoren, die ansonsten über die Rangfolge in den Rankings entscheiden. Als Wegweiser und Hilfsinstrument soll das Siegel die Wahl von Geschäftspartnern und Arbeitgebern erleichtern. Weitere Informationen über „Exzellenzbetrieb Deutscher Mittelstand“. Foto © Shutter2U - stock.adobe.com

Ausbildung

Berufsorientierung digital: Videodreh auf Schloss Neersen

Für viele Schülerinnen und Schüler ist die praktische Berufsorientierung aufgrund der Corana-Pandemie in diesem Jahr auf der Strecke geblieben. Viele hätten gerne eine Ausbildung begonnen, gehen jedoch aufgrund der derzeitigen Lage zunächst weiterhin zur Schule. So auch in Willich, wo die Berufsorientierung einen hohen Stellenwert einnimmt. Um die Ausbildungsinteressierten zu erreichen und über die Möglichkeiten der Berufsausbildung zu informieren, gab es in den letzten Tagen auf Schloss Neersen eine Premiere. Das Schloss verwandelte sich in ein Filmstudio! Unter der Schirmherrschaft der Stadt Willich entstehen kurze Informationsfilme vielfältiger Berufe, die speziell die junge Zielgruppe der Ausbildungsplatzsuchenden ansprechen sollen. Die filmische Umsetzung ist die digitale Alternative des „Berufsinformationstags“, der diesjährig zum 13. Mal stattgefunden hätte. Auch die BZB waren mit dabei, denn eine Ausbildung im Bauhandwerk bietet Vielfalt, Chancen und Zukunfts­perspektiven. Der filmische Kurzbeitrag greift Informationen zu einer Aus­bildung in der Baubranche auf und weist auf die Hilfe­stellungen hin, welche die BZB Interessierten bieten. Darunter eine praxis­orientierte Beratung über die Ausbildungs­berufe des Bauhandwerks, die Ausbildungs­möglichkeiten sowie einen Einblick in die Aufstiegs­optionen nach der Ausbildung. Der kurze Statementfilm wird in naher Zukunft veröffentlicht und steht dann allen Interessierten zur Verfügung. Wir sind schon jetzt bereit – sprechen Sie uns an: Claudia Burggraf: claudia.burggraf@bzb.de oder 0174-1738525 (WhatsApp) Christoph Lanken: christoph.lanken@bzb.de oder 0173-5135028 (WhatsApp) Fotos © Laura Lee Moreau - Unsplash / BZB

Projekte

Fragen über Fragen? Lassen Sie uns Ihre Fragen klären!

Die Digitalisierung des eigenen Betriebes ist ein komplexes Vorhaben, das eine große Chance für die Zukunftsfähigkeit Ihres Unternehmens darstellt – bei dem es aber auch einiges zu berücksichtigen gibt. Die Technologien und digitalen Lösungen, die Ihnen im Zuge der Digitalisierung zur Verfügung stehen, sind zahlreich und vielfältig. Wie finden Sie das richtige Werkzeug? Wie setzen Sie neue Werkzeuge ein? Wie können Sie Ihren Dokumentationsaufwand minimieren? Wie….? Hier bieten wir Ihnen zwei Möglichkeiten: 1:1 Coaching „Digitalisierung im Baugewerbe“ Lassen Sie uns IHRE Fragen klären. Hierzu bieten wir Ihnen individuelle Expertengespräche an, in denen es nur um IHRE Fragen und Belange geht. Wir begleiten Sie bei der Digitalisierung Ihrer Betriebsprozesse, der Entwicklung Ihrer Strategie und deren Umsetzung. Gehen Sie den ersten Schritt und sprechen Sie mit uns über IHRE Fragen. Das 1:1 Coaching ist für Sie kostenfrei. Es hat einen zeitlichen Umfang von 60 Minuten und wird online per Videokonferenz durchgeführt. Melden Sie sich jetzt für ein 1:1 Coaching an und suchen Sie sich Ihren Wunschtermin aus. Themen-Dialoge – Sie fragen, wir antworten! Zur Inspiration bieten wir Ihnen auch Dialoge zu Schwerpunktthemen in Kleingruppen von max. 5 Personen an. Hier können Sie IHRE Fragen stellen und sich mit anderen Teilnehmenden über deren Erfahrungen und Ansätze austauschen. Wir bieten Ihnen folgende Themen-Dialoge: Der digitale Büroarbeitsplatz | 11.08.2020 | 17:00–17:45 Uhr | Anmeldung Cloud oder Server? Was passt zu mir? | 25.08.2020 | 17:00–17:45 Uhr | Anmeldung Digitale Zeiterfassung | 03.09.2020 | 15:00-16:00 Uhr | Anmeldung Baudokumentation / Mängelmanagement | 10.09.2020 | 15:00-16:00 Uhr | Anmeldung Starten Sie mit uns in eine digitale Zukunft. Foto © Austin Distel/Unsplash   Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben. Zum Abbau von Informationsdefiziten stellt das KDH den Entscheidungsträgern und Fachexperten des Handwerks praxisnahe Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die in fünf sogenannten Schaufenstern entwickelt und illustriert werden. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.       

Ausbildung

DigiT_Campus: Kostenfreie Qualifizierungen für Azubis und KMU im Bergischen Städtedreieck

Mit digitalen Lösungen Zeit und Geld sparen? Nachhaltig wirtschaften? Konkurrenzfähig bleiben? Aus- und weiterbilden für die Zukunft? Das JOBSTARTER plus-Projekt »DigIT_Campus – das Bauhandwerk der Zukunft« macht Bau-Azubis und Unternehmen fit für die Wirtschaft 4.0 – und das kostenlos. Maximal 20 Auszubildende und 40 Unternehmen profitieren von zwei Zusatzqualifizierungsmaßnahmen, die ab Oktober dieses Jahres erstmalig kostenlos im Bergischen Städtedreieck angeboten werden. DigIT_Campus für KMU richtet sich dabei an Unternehmer*innen und ihre Ausbilder*innen, DigIT_Campus für Azubis an die Auszubildenden im 2. Lehrjahr. Schwerpunktthemen sind: Digitalisierung, Nachhaltigkeit sowie persönliche und soziale Kompetenzen für die Baubranche. Infoflyer „DigIT_Campus für Azubis“ Infoflyer „DigIT_Campus für KMU“ Melden Sie sich noch heute an! Weitere Infos und Anmeldung auf www.digitcampus.de. Für Rückfragen zum Projekt wenden Sie sich gern an Frau Miriam Venn. DigIT_Campus ist ein Projekt von der Bergischen Universität Wuppertal, Neue Effizienz GmbH und UTOPIASTADT gGmbH in Kooperation mit den Bildungszentren des Baugewerbes e.V. und wird gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Europäischen Sozialfonds. Foto © Negative Space / Pexels

Projekte

Ein neuer Weg: Innovationspfad Digitales Bauen erstmals virtuell

Am ersten Wochenende im Juli 2020 gab es eine Premiere in Deutschland: Die Bergische Universität Wuppertal, die Neue Effizienz GmbH und die Utopiastadt gGmbH veranstalteten den virtuellen Innovationspfad Digitales Bauen – in enger Kooperation und Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Digitales Handwerk, Schaufenster Digitales Bauen an den BZB. Auf der ersten Veranstaltung dieser Art hatten Betriebe aus dem Handwerk, Multiplikatoren aus Forschung und Wirtschaft sowie Studentinnen und Studenten die Möglichkeit, sich in die digitale Zukunft zu begeben. Auf einem virtuellen Parcours mit acht Ausstellern, viele davon aus dem Innovationspfad Digitales Bauen, gab es viel praktisches Know-how zu entdecken. Der Fokus lag auf Systemen mit einem praktischen Nutzen im Handwerk. Ob Zeiterfassung, Baustellenmanagement, ERP-Software oder intelligentes Einkaufen – es gibt eine Vielzahl von digitalen Möglichkeiten, den eigenen Betrieb voranzubringen. Der Innovationspfad Digitales Bauen ist ein Produkt aus dem Projekt Kompetenzzentrum Digitales Handwerk, Schaufenster Digitales Bauen. Er wurde dafür konzipiert, die digitalen Hürden spielend zu überwinden. Im Zeichen der derzeitigen Situation fand der ursprünglich als Präsenzveranstaltung geplante Innovationspfad als Videokonferenz statt. Eine Premiere, die sehr gut funktionierte und positiv angenommen wurde. Viele Teilnehmer nutzen diese Chance und verbrachten einen interessanten, virtuellen Tag mit praktischen Tipps und interessanten Gesprächen. Die Veranstaltung zeigte: Das Bauhandwerk bringt auch in Zeiten der Pandemie das Thema Digitalisierung voran – denn es wird immer wichtiger. Der Innovationpfad ist nur ein Baustein – das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk hat noch mehr zu bieten! Egal ob kostenfreie Qualifizierungen, Handwerker-Sprechstunden oder aktuelle Tipps und Hilfen. Schauen Sie einfach auf unserer Webseite vorbei. Vielleicht ist etwas für Sie dabei! Foto © Petr Macháček/Unsplash   Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben. Zum Abbau von Informationsdefiziten stellt das KDH den Entscheidungsträgern und Fachexperten des Handwerks praxisnahe Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die in fünf sogenannten Schaufenstern entwickelt und illustriert werden. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.       

Ausbildung

Ferienkurse – Berufsorientierung mal anders

Berufsorientierung in den Ferien? Wo gibt es denn sowas? Bei den Bildungszentren des Baugewerbes e. V. (BZB) und anderen Bildungsträgern in NRW, die sich an dem kurzfristig ins Leben gerufenen NRW-Programm „Berufsorientierung extra“ beteiligen. Die BZB bieten somit in den Ferien „berufliche Orientierung extra“ als ein zusätzliches, freiwilliges Angebot für Schülerinnen und Schüler. Im Fokus der fünftägigen Ferienkurse stehen Projekte, die Praxis mit begleitender Theorie bzw. planerisch gestalterischer Tätigkeit vereinen. Zum einen können Schüler*innen einen Teil ihrer beruflichen Orientierung und Vorbereitung auf die Zeit nach der Schule nachholen, die sie aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Auflagen nicht wahrnehmen konnten. Zum anderen bieten die Kurse Teilnehmer*innen die Möglichkeit, ihre persönlichen Praxiserfahrungen in einer beruflichen Tätigkeit zu vertiefen. Angesprochen sind Schüler*innen aller Schulformen, die nach den Sommerferien in die 9. bzw. 10. Klasse wechseln. Durch ihre langjährige Erfahrung mit dem Thema Berufsorientierung haben die BZB schnell reagiert, mehrere Kursangebote entworfen und diese an die Kommunalen Koordinierungsstellen und Schulen der Kommunen Krefeld, Düsseldorf, Rhein-Kreis Neuss, Kreis Viersen und Kreis Wesel verteilt. In den drei BZB-Zentren in Krefeld, Düsseldorf und Wesel sind 3-4 Kurse in den Bereichen Bau, Farbgestaltung, Holzbau und Architektur vorgesehen. Diese kommen gut an – bereits über 70 Anmeldungen sind eingegangen (Stand 7.7.2020). Aktuell wird der Ferienkurs „Pimp your room – Ich mach mir mein Zimmer schön“ mit 10 Schüler*innen im BZB Düsseldorf durchgeführt. Die Teilnehmer*innen haben die Aufgabe, einen Raum mit verschiedenen Oberflächen zu gestalten. So planen und arbeiten sie mit Tapeten, Farben, Wandtattoos und Bodenbelägen. In der Woche ab dem 13. Juli findet das Projekt „Challenge Bauprojekt – Baut im Team als Unternehmer ein Tiny House aus Holz“. In diesem Projekt bilden die Teilnehmer*innen Teams und agieren als Unternehmer. Sie gestalten eine Homepage, ermitteln alle notwenigen Informationen für „ihren Start up“ und setzen den ersten Kundenauftrag um – den Bau eines nachhaltigen Tiny House. Mit Tablets wird geplant, kalkuliert, gezeichnet, am 3D-Drucker gedruckt und anschließend handwerklich aus Holz, Dämmung und weiteren Materialien das Haus gebaut. Der Kurs erfreut sich großer Beliebtheit und findet mit den maximal möglichen 15 Schüler*innen statt. Einen weiteren Kurs bildet das Projekt „Bau dir dein Haus – aus Steinen, Putz, Holz und Fliesen“. Hier dreht sich alles um die handwerklichen Tätigkeiten im Bauhandwerk und die Teilnehmer*innen „bauen“ aus verschiedenen Materialien und mit verschiedenen Werkzeugen ein Haus. Die Teilnehmer*innen erlangen neben fachlichen Fähigkeiten auch soziale Kompetenzen sowie gute Einblicke in das jeweilige Berufsfeld. Alle Materialien und Werkzeuge werden den Schüler*innen gestellt. Die Teilnahme ist freiwillig und mit keinerlei Kosten verbunden. Während der Ferienkurse bekommen die Teilnehmer*innen einen Mittagsimbiss. Jede*r Schüler*in erhält am Ende des Kurses ein Teilnahmezertifikat. Die Ferienkurse der BZB im Überblick BZB Düsseldorf Pimp your room / Farbe: 06.07.-10.07.20 Challenge Bauprojekt / Bau: 13.07. – 17.07.20 ausgebucht BZB Krefeld Pimp your room / Farbe: 13.07. - 17.07.20 ausgebucht Home gardening / GaLa: 20.07. - 24.07.20 noch Plätze vorhanden Bau dein Haus / Bau: 03.08. - 07.08.20 noch Plätze vorhanden Pimp your room / Farbe: 03.08. - 07.08.20 Zusatzkurs: noch Plätze vorhanden BZB Wesel Bau dein Haus / Bau: 20.07. – 24.07.20 noch Plätze vorhanden Bau dein Haus / Bau: 03.08. – 07.08.20 noch Plätze vorhanden Interessenten sind weiterhin herzlich willkommen und können sich gerne bei Markus Crone anmelden. Foto © Air Images / Shutterstock

Weiterbildung

BZB-Weiterbildungsprogramm: Neuauflage 2021/22

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit unserer Weiterbildungsbroschüre: Die jährliche Publikation gibt Ihnen einen kompakten Überblick über alle Seminare und Termine aus insgesamt zehn Fachbereichen. Bedingt durch die Corona-Pandemie verschiebt sich die Veröffentlichung der neuen Auflage auf Ende 2020 und hat erstmals eine Laufzeit von insgesamt zwei Jahren. Mit Seminarterminen für 2021 und 2022 ist Ihre Weiterbildung lange im Voraus planbar. Über 70 Lehrgänge aus den Bereichen Management und Recht, Betoninstandhaltung und Abdichtung, Kanalbau und Kanalinstandhaltung, Brandschutz, Nachhaltiges Bauen, Umwelttechnik und Arbeitssicherheit, Dach und Fassade, Digitales Bauen sowie Meisterschulen und Polierlehrgänge unterstützen die Teilnehmenden auf ihrem Karriereweg. Alle Seminare und aktuellen Termine ab Sommer 2020 finden Sie HIER. Präsentieren Sie sich bei Ihren Kunden durch eine Anzeige Mit einer jährlichen Druckauflage von 10.500 Exemplaren ist das BZB-Weiterbildungsprogramm ein starker Werbeträger. Anzeigenkunden erhalten inklusive zu jeder gebuchten Anzeige einen einmaligen „Sponsored Post“ im monatlichen Newsletter (9.000 Abonnenten) gratis dazu. So kommt die Werbebotschaft ohne Streuverluste und mit hoher Wirksamkeit gleich auf zwei Wegen zur Zielgruppe – klassisch gedruckt sowie online. Profitieren Sie von diesem Kombi-Paket und buchen Sie eine Anzeige in unserer bewährten Weiterbildungsbroschüre. Alle Details auf einen Blick: Druckauflage: 10.500 Exemplare Längere Laufzeit: 2021 + 2022 (24 Monate) Diese Formate stehen Ihnen zur Auswahl: 1/1 Seite – 895,00 € (zzgl. MwSt.) 1/2 Seite – 695,00 € (zzgl. MwSt.) Sichern Sie sich Ihren Rabatt in Höhe von 50,00 €, wenn Sie bis zum 14.08.2020 eine Anzeige schalten. Anzeigenschluss ist am 31.08.2020. Informationen zu den Formaten finden Sie in den Mediadaten. Bei Fragen und Anzeigenbuchung hilft Frau Grünendahl gerne weiter unter 02151 5155-30 und akademie@bzb.de. Foto © Morsa Images / iStock

Querbeet

Webtalk – Gestaltungsgrundlagen

Unabhängig von der Branche, Tätigkeit oder Ihrem Corporate Design gibt es einige Gestaltungsgrundlagen, die Allgemeingültigkeit besitzen und die ich Ihnen in drei Schritten vorstellen möchte. Im Übrigen lassen sich diese Schritte auf alles Gestalterische anwenden, nicht nur auf Websites. 1. Text 2. Relevanz 3. Klarheit Dabei geht es darum, den Kern Ihrer Website zu definieren und zu gestalten, unabhängig von der äußeren Form, die sie später annehmen wird. Sozusagen das Skelett, um das der Rest geformt wird. Schritt 1: Text Das Wichtigste vorweg: Nutzer lesen nicht. Ob sie nun zu faul, zu ungeduldig sind, keine Lust oder Zeit haben – Jeder Nutzer hat seine eigenen Gründe. Es bleibt nur eines gemeinsam: Sie lesen im Schnitt realistisch 20 % Ihres Inhalts bei normal langen Seiten. Bei Seiten mit unter 100 Wörtern wird etwa die Hälfte gelesen. Dies bedeutet, dass Ihre Besucher auf den ersten Blick alle Informationen bekommen müssen, nach denen sie suchen. Der Inhalt muss also leicht lesbar und verständlich sein. Eine gute Regel hierbei ist: Schreiben Sie Texte natürlich. Texte, mit denen Sie nicht zufrieden sind, wird wohl auch Ihr Besucher nicht mögen. Wenn Sie einmal nicht sicher sind welchen Ausdruck sie benutzen sollen, so ist Google Trends eine gute Anlaufstelle für bevorzugte Termini Begriffe. Für welche Bezeichnung Sie sich letztlich entscheiden, wichtig dabei ist die Konsistenz. Nutzen Sie für den gleichen Sachverhalt immer den gleichen Begriff. Bennen Sie nicht einen Button „weiter“ und einen anderen „vorwärts“. Mit anderen Worten: Vermeiden Sie alles, was Verwirrung schaffen kann. Schritt 2: Relevanz Sie kennen das: Sie sitzen in einem Meeting und fragen: Was brauchen wir? Die Antwort ist Alles. Aber was ist damit gemeint? Alles klingt erst einmal verlockend. Es schadet uns letztendlich aber mehr, als es uns nützt. Die Aufmerksamkeit unserer Nutzer ist kostbar und vor allem begrenzt. Alles Visuelle verkompliziert die Ansicht, erschwert unter Umständen die Nutzung und steigert damit die Ungeduld des Users. Erreicht diese kognitive Belastung das Limit des Nutzers, verlässt dieser zumeist frustriert die Seite. Einen guten Einstieg in die Thematik bietet dieser Satz: „Perfektion ist erreicht, wenn nichts mehr zum Wegnehmen vorhanden ist.“ Antoine de Saint-Exapéry (original in englisch) Der Fokus liegt auf dem „Wegnehmen“, nicht Hinzufügen. Das ist der entscheidende Punkt hierbei. Wie wir zuvor gelernt haben, liest unser Nutzer wenig, entsprechend sollten wir ihm auch wirklich nur das zeigen, was er für seine jetzige Situation braucht, um die nächste Aktion auszuführen. Unser bester Freund hierbei ist der Weißraum. Da vermutlich nicht jeder den Begriff bisher gehört hat: Weißraum ist allgemeinhin der „negative Raum“ zwischen Inhalten – also die Zwischenräume und Abstände zwischen Elementen. Anders als der Name vermuten lässt, muss dieser nichts zwangsweise weiß sein. Eine gute Richtlinie hierbei ist: lieber zehn aufgeräumte Seiten als eine überfrachtete. Schritt 3: Klarheit Moment mal, ist Klarheit nicht das Gleiche wie Relevanz? Nein ist es nicht. Im Gegensatz zur Relevanz, bei der wir alles entfernen was nicht unbedingt notwendig ist, sorgen wir in diesem Schritt dafür, dass die übrigen Informationen leicht verständlich sind. Nur weil man alles Überflüssige gestrichen hat, heißt das nicht, dass der Rest automatisch gut nutzbar ist. Klarheit bedeutet in diesem Fall, dass wir nicht nur inhaltlich alles Überflüssige streichen, sondern uns auch auf eine bestimmte Nachricht oder Ziel fokussieren. Das heißt, dass wir auch mögliche Handlungen auf das Nötigste reduzieren. Was bringt ein klarer Inhalt mit 42 unterschiedlichen Handlungsmöglichkeiten? Um dieses zu gewährleisten stehen uns visuelle Richtlinien wie Farben, Formen, Schriftformate, Icons etc. zur Verfügung. Auch hier ist es essenziell, Konsistenz zu bewahren, wodurch Vertrauen aufgebaut wird. Wir fügen also teilweise wieder Dinge hinzu, um die Nutzererfahrung zu verbessern. Ein Praxis-Tipp hierbei ist: Gestalten Sie Bedienung, Abläufe und Hinweise so, wie Sie diese selbst gerne hätten, wenn sie täglich damit arbeiten würden. Ein weiterer Tipp: Bauen Sie nichts, was den Nutzer verwirrt oder falsche Informationen vermittelt. Ein extremes Beispiel: einen Button mit der Information „speichern“, der stattdessen das Formular löscht. Wenn Sie sich an diese drei einfachen Schritte halten, werden Sie unabhängig von Form und Design Ihren Nutzern Vergnügen mit Ihrer Gestaltung bereiten. Letztlich ist es das Ziel, Erfahrungen zu schaffen, welche gerne genutzt werden. In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal, bei dem es sich dann um Form und Design drehen wird. Sie können mir weiterhin gerne Fragen und Anregungen zu Themen an die E-Mail-Adresse webtalk@dheinke.de zusenden. Ich freue mich auf Ihre Nachricht!

Projekte

Erster bundesweiter Digitaltag 2020: Wir waren mit dabei!

Am 19. Juni 2020 fand in Deutschland der erste Digitaltag 2020 statt. Mit zahlreichen Aktionen zu den unterschiedlichsten Themenbereichen der Digitalisierung wurde an diesem Tag der digitale Wandel mit allen Beteiligten, angefangen vom Handwerker bis hin zu Schülern, aktiv gestaltet. Ob beruflich oder privat: Die Digitalisierung nimmt einen immer höheren Stellenwert in unserem täglichen Leben ein. Jeder muss daher in die Lage versetzt werden, sich sicher, souverän selbstbewusst und selbstbestimmt in der digitalen Welt zu bewegen. Der Digitaltag 2020 war eine gute Plattform, diese Ziele umzusetzen. Das Schaufenster Digitales Bauen im Kompetenzzentrum Digitales Handwerk war mit Themenangeboten in Form von Videokonferenzen und LiveStreams auf Instagram präsent, um seiner Zielgruppe aktiv Hilfestellung und Informationen zu geben. Sei es zum Thema „Einführung in Prozesse“, „Das papierlose Büro – Wie den Einstieg meistern?“ oder die Vorstellung der interessanten und vielfältigen Berufe im Bauhandwerk. Es war für jeden etwas dabei und die virtuellen Veranstaltungen waren gut besucht. Der Digitaltag bot eine schöne Möglichkeit, einen Auszug aus dem breiten Angebot im Kompetenzzentrum Digitales Handwerk zu präsentieren. Wir haben aber noch mehr zu bieten: egal ob kostenfreie Qualifizierungen, Handwerker-Sprechstunden oder aktuelle Tipps und Tricks. HIER finden Sie unser umfangreiches Angebot. Vielleicht ist etwas für Sie dabei! Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme. Foto © Sergey Nivens - stock.adobe.com

Projekte

EU-Projekt SIBIM: Online-Kurs BIM-Grundlagen und die Herausforderungen für das Baugewerbe

In dem EU Projekt „ Step into BIM - Digitising VET“ (SIBIM) entwickeln die Projektpartner aus sechs Ländern einen Einführungskurs in die BIM-Methode für Fachkräfte auf der Baustelle. Building Information Modeling ist eine Methode zur digitalen Erfassung aller Lebensphasen eines Gebäudes von der Planung, Bewirtschaftung und Renovierung bis hin zum Abbruch. Die zahlreichen Vorteile der BIM-Methode werden im Online-Kurs vorgestellt. In insgesamt drei Lektionen erhalten die Lernenden einen Grundlagenkurs zum Building Information Modeling, der auf die aktuellen und künftigen Herausforderungen für das Baugewerbe eingeht und diese in Bezug zum vorgestellten European Green Deal und die damit in Kürze eintretenden verbindlichen Richtlinien der EU-Wirtschaft für eine nachhaltige Zukunft behandelt. Diese Beschlüsse betreffen auch das Bauwesen und treiben die Digitalisierung, Energieeffizienz und Kreislaufwirtschaft im Bausektor weiter voran. Der Online-Selbstlernkurs wird die BIM-Methode und ihre Vorteile u.a. auch hinsichtlich der Aspekte der Nachhaltigkeit, des Gesundheits- und Arbeitsschutzes, der Materialbeschaffung und -verwaltung sowie der Gebäudeautomation vorstellen. Auszubildende, Fachkräfte und weitere interessierte Lernende können anhand von drei Lektionen mit Fallstudien, Übungen und Video-Clips grundlegende Kompetenzen für diese Themen im Bezug zur BIM-Methode erhalten. Die Fertigstellung des Kurses ist für Ende 2021 geplant. Projektpartner: BZB, Universität Coventry / UK, FLC / Spanien, GZS / Slowenien, VSRC / Litauen, IFAPME / Belgien Laufzeit: 1. Oktober 2019 – 30. September 2021 Ansprechpartner in den BZB: Frank Bertelmann-Angenendt und Angela Friesen. Foto © Roman Didkivskyi - Getty Images/Canva

Ausbildung

Ausbilden lohnt sich - Jetzt mit Prämie

Ausbilden lohnt sich - und ist wichtiger denn je. Qualifizierte Fachkräfte sind im Baugewerbe nach wie vor gefragt und benötigt. Das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ setzt hier an, damit auch während der Corona-Pandemie Ausbildungsplätze erhalten bleiben und neue entstehen: Prämien sollen Anreize schaffen und kleine und mittlere Ausbildungsbetriebe finanziell entlasten. Prämien für neue Ausbildungsverträge Die berufliche Zukunft junger Menschen soll auch in der Pandemie nicht gefährdet werden. Kleine und mittelständische Unternehmen, die ihr Ausbildungsplatzangebot 2020 im Vergleich zu den drei Vorjahren nicht verringern, erhalten für jeden neu geschlossenen Ausbildungsvertrag eine einmalige Prämie in Höhe von 2.000 Euro, die nach Ende der Probezeit ausgezahlt wird. Solche Unternehmen, die das Angebot sogar erhöhen, erhalten für die zusätzlichen Ausbildungsverträge 3.000 Euro. Antragsberechtigt sind kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), die durch die COVID-19-Krise in erheblichem Umfang betroffen sind. KMU, die ihre Ausbildungsaktivität trotz Corona-Belastungen fortsetzen und Ausbilder sowie Auszubildende nicht in Kurzarbeit bringen, können eine Förderung erhalten. KMU, die die Ausbildung im Betrieb nicht fortsetzen können, sollen die Möglichkeit einer vorübergehenden geförderten betrieblichen Verbund oder Auftragsausbildung erhalten. Betriebe, die zusätzlich Auszubildende übernehmen, die wegen Insolvenz ihres Ausbildungsbetriebs ihre Ausbildung nicht fortsetzen können, erhalten entsprechend der gemeinsamen Erklärung der Allianz für Aus- und Weiterbildung vom 26.5. eine Übernahmeprämie. Mit Ausnahme der Förderung von Auftrags- und Verbundausbildung sollen die Maßnahmen durch die Bundesagentur für Arbeit (BA) administriert werden. Anträge auf Förderung sind bei der für das jeweilige Unternehmen örtlich zuständigen Agentur für Arbeit zu stellen. Weitere Informationen gibt es hier (Bundesregierung) und hier (IHK Mittlerer Niederrhein). Quellen: Bundesregierung / ZDB Foto © bildlove - stock.adobe.com

Projekte

Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Kostenfreie Qualifizierungen

Sie haben nicht die Möglichkeit, vor Ort an einer unserer Schulungen teilzunehmen? Wir haben für Sie unser kostenfreies Angebot um digitale und web-gestützte Formate ausgeweitet. So können Sie sich stressfrei digital qualifizieren! Steigen Sie ein in die digitale Welt Ganz unterschiedliche Formate bieten Ihnen vielfältige Möglichkeiten. Mittels interaktiver Präsentationen erhalten Sie Grundlagenwissen zu ausgewählten Themen. Dies in Wort, Bild und Ton. Sie bestimmen Ihr eigenes Tempo bei der Erarbeitung von Inhalten, können jederzeit pausieren und problemlos wieder einsteigen. So können Sie Ihre Lernphasen individuell gestalten. Wollen Sie tiefer in das Thema einsteigen, so stehen Ihnen unsere Webseminare zur Verfügung. Hier können Sie Ihr Wissen aktiv durch Übungen erweitern und lernen im Learning by Doing, wie es in der betrieblichen Praxis umgesetzt werden kann. Hierfür benötigen Sie lediglich einen PC oder Laptop/Tablet und einem Headset (Lautsprecher und Mikrofon). Dokumentenmanagementsysteme | Teil 1: Wie den Einstieg meistern? Inhalte: Organisatorische und rechtliche Voraussetzungen für die Einführung einer Dokumentenmanagement-Software. 13.07.2020 | 11:00–13:00 Uhr | Anmeldung 10.08.2020 | 15:00–17:00 Uhr | Anmeldung Dokumentenmanagementsysteme | Teil 2: Hard- & Softwarelösungen Inhalte: Ansätze für die eigene Anforderungsformulierung, Vorbereitung und Kontaktaufnahme mit Softwareherstellern. 14.07.2020 | 13:00–15:00 Uhr | Anmeldung 11.08.2020 | 15:00–17:00 Uhr | Anmeldung Natürlich haben wir noch mehr für Sie: Schauen Sie auf unserer Webseite vorbei. Wer wir sind und was unsere Partner aus den anderen Schaufenstern im Kompetenzzentrum Digitales Handwerk machen, erfahren Sie hier! Foto © Monoar Rahman/Pexels   Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben. Zum Abbau von Informationsdefiziten stellt das KDH den Entscheidungsträgern und Fachexperten des Handwerks praxisnahe Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die in fünf sogenannten Schaufenstern entwickelt und illustriert werden. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.       

Projekte

NETconVET: Erfolgreicher Abschluss

Am 29. Februar 2020 endete das europäische Projekt „Network for future innovation of major competences in vocational education and training in construction“. Es wurde durch die Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung mit 87 von möglichen 100 Punkten bewertet. Informationen zum Projekt finden Sie HIER. Die zentralen Ergebnisse liegen in Form von kurzen Berichten vor, die in diesem Projekt zum Austausch von Erfahrungen erarbeitet wurden. Die Hauptaugenmerke lagen auf: 1. BIM, 2. Arbeitsplatzbasiertem Lehren und Lernen, 3. Digitalisierung sowie 4. Karrierewege in der Berufsbildung der Bauwirtschaft. Die Partner aus Spanien, Litauen, den Niederlanden, Finnland, Polen und Belgien (2) stellten die Rollen von Unternehmen, Trägern der bauwirtschaftlichen Erstausbildung sowie der Weiterbildung zusammen. Außerdem sammelten sie bestehende Curricula, Inhalte und Methoden zu den o.g. vier Punkten und analysierten die Rolle der bauwirtschaftlichen Berufsbildungszentren in diesem Zusammenhang. Die Berichte stehen in englischer Sprache hier bereit: Rolle von Unternehmen Rolle in der Erstausbildung Rolle in der Weiterbildung Curricula, Inhalte, Methoden Rolle von Berufsbildungszentren Ihr Ansprechpartner: Frank Bertelmann-Angenendt Foto © Denys Rudyi - stock.adobe.com

Querbeet

WebTalk – das kleine Web 1x1

In der letzten Ausgabe behandelten wir die Sichtbarkeit im Internet, diesmal geht es um die verschiedenen Möglichkeiten und Anbieter für die Erstellung Ihrer eigenen Website. Eines vorweg: Um für Sie die passende Option zu finden, ist es wichtig, dass Sie realistisch sind. Ein typischer Wunsch von Kunden ist es oftmals, dass sie die Website selbst bearbeiten können. In der Realität haben Unternehmer in der Regel zu wenig Zeit dafür. Da entsprechendes Fachwissen erforderlich ist, übergeben sie es letztlich an Dritte. Entsprechend ist es wichtig, dass Sie sich genau im Klaren darüber sind, was Sie benötigen, was Sie selbst leisten können und was Sie abgeben wollen. Mit diesen Informationen finden Sie sich dann in einer der drei folgenden Kategorien wieder. Die Ausgangslage Grundsätzlich lässt sich jedes Website-Projekt in mindestens eine von drei Kategorien zuordnen: Selbstbaukasten/-Shop Selbstverwaltung CMS / Shop Individuelle Lösungen Schauen wir uns einmal für alle drei Varianten die Vor- und Nachteile an. Website-Baukästen Schnell-Überblick: Eignet sich vor allem für Präsentationswebsites von Unternehmen/Privatpersonen und deren Dienstleistungen / Produkten. Vorteile Auch als Laie zumeist gut verständlich Wenig CSS/HTML Kenntnisse notwendig Keine manuellen Updates nötig Vorlagen zumeist von Haus aus mobil-optimiert Page-Optimierung* von Seiten des Anbieters Nachteile Individuelle Designs nur mit Programmierkenntnissen möglich Sehr eingeschränkte Möglichkeiten der Page-Optimierung* Vergleichsweise teuer im Unterhalt *Unter Page-Optimierung versteht man u.a. die Optimierung in den Bereichen Leistung, Barrierefreiheit, SEO sowie Umsetzungsempfehlungen. Website-Baukästen sind etwas Magisches. Man klickt sich durch einige Vorlagen, fügt Texte und Bilder hinzu und hat eine ganz ansehnliche Website! Es war noch nie einfacher :-) Die Einschränkungen beginnen, wenn man mehr Funktionen integrieren möchte, als das Baukasten-Prinzip hergibt. So ermöglicht der Baukasten, dass auch Laien sich eine Website erstellen können, allerdings mit limitierten Funktionalitäten. Solange Sie mit den gebotenen Möglichkeiten auskommen, kein/wenig Budget für professionelle Dienstleister haben oder es selbst machen wollen, ist das aber der ideale Start-Punkt, um Ihre Website umzusetzen. Praxis-Tipp: Planen Sie genau alle Funktionen, die Ihre Website haben soll und schauen Sie, ob dies mit dem Anbieter Ihrer Wahl möglich ist, bevor Sie starten oder Verträge abschließen. Normalerweise sind alle Bedien- und Feature-Funktionen auch in den kostenlosen Varianten verfügbar. Nehmen Sie dabei nichts als selbstverständlich hin. Beispiel: Mehrsprachige Seiten oder tiefer verschachtelte Menüs lassen schon über 50% der Anbieter durchfallen. Beispiel-Anbieter: Squarespace – Markführer, aus Entwickler- & Designsicht auch zu Recht. War lange Zeit nicht in Deutsch erhältlich, was sich nun geändert hat. Insgesamt allerdings teurer als andere Anbieter und relativ langsam im Page-Speed Test (Template abhängig) sowie ein für Laien komplizierter Editor. Jimdo (Zum Anbieter) – deutsches Unternehmen, mit sehr gutem Support und eingängigem Bedienkonzept. Meine klare Empfehlung für alle, die sich mit Baukästen auseinandersetzen möchten. Die Templates mögen auf den ersten Blick nicht so schick wie bei anderen Anbietern aussehen, sind dafür aber sehr solide und lassen sich gut auf die eigenen Bedürfnisse anpassen. Kostenorientierung Für persönliche Hilfe und/oder das Einrichten Ihrer Seite ohne Programmieraufwand rechnen Sie ab 400€. Für eine komplette Umsetzung inkl. Veränderung nach Ihren Wünschen können Sie ab 2.000€ rechnen. Selbstverwaltung CMS/Shopsystem Schnell-Überblick: Für Websites, die mehr können müssen als die reine Präsentation. Z.B. User-Logins, dynamische Seiteninhalte, Warenverkauf oder wenn mehrere Mitarbeiter die Website bedienen sollen. Vorteile Vergleichsweise günstig im Unterhalt individuelle Ideen und Umsetzungen möglich Komplette Freiheit Kontrolle über den Quellcode Kann sehr genau optimiert werden viele Plugins/Erweiterungen für zusätzliche Funktionen Nachteile Ohne Fachkenntnisse oft mühsam Plugins/Erweiterungen oft schlecht programmiert Einhaltung von Gesetzes-Richtlinien (z.B. DSVGO) obliegt einem selbst, schwierig gerade bei Einsatz von Fremd-Plugins Diese Kategorie bildet den Großteil aller Websites im Netz. Welches Content Management- oder Shop-System Sie letztlich verwenden, die Vor- und Nachteile sind überall recht gleich. Wie bei den Baukästen empfiehlt es sich hier ebenso, sich genau über die Funktionen vor Beginn Klarheit zu verschaffen und das Grundsystem anhand dessen auszuwählen. Gehen Sie dabei mit offenen Augen auf alle Möglichkeiten zu und bestehen sie nicht auf ein spezifisches CMS, Ihr Entwickler wird Sie da sicherlich gern zu beraten. (Falls Sie auf keinen Entwickler zurückgreifen können, gibt es durchaus Systemvergleiche, die für einen Marktüberblick dienen können. Ich empfehle Ihnen dabei allerdings mindestens zwei zu lesen, da diese je nach Autor stark voneinander abweichen können). Praxis-Tipp: Auf diese Variante zurückzugreifen kann lohnend sein, vor allem wenn Sie ohnehin planen, Ihre Seite fremd warten zu lassen. Oft lässt sich bei der Entwicklung auf typische Anwendungsfälle Rücksicht nehmen, wodurch sich die Bedienbarkeit vereinfachen oder effizient gestalten lässt. Allerdings rechnen Sie mit höherem Aufwand bei der Erst-Entwicklung Ihrer Seite, egal ob durch Sie selbst oder einen Fachdienstleister. Wenn Sie diesen nicht aufbringen können, empfehle ich, sich mit der ersten Kategorie auseinander zu setzen. Vieles, das die Mehrkosten bei einem CMS verursacht, ist in einem Baukasten von Haus aus vorkonfiguriert, was gerade im Low-Budget Bereich ~ 2.000/3.000€ einen großen Unterschied ausmachen kann. Beispiel-Anbieter: Für ein selbstverwaltetes System benötigen Sie zunächst einen Webspace, auf den Sie das System Ihrer Wahl installieren. Der Anbieter meines Vertrauens hierbei ist all-inkl. (Zum Anbieter) Ich bin selbst seit fast 20 Jahren dort Kunde, habe nie Probleme gehabt, immer kompetente zuverlässige Ansprechpartner und transparente Vertragsgestaltungen erlebt. Ebenfalls erwähnenswert ist die Firma Hetzner, diese richtet sich aber im Wesentlichen an professionelle Anwender. Kostenorientierung Gute Fach-Bücher: 40-80€ pro StückPersönliche Beratung u./o. Problemlösung auf Stundenbasis. Für eine Umsetzung nach Ihren Vorgaben können Sie mit 4.000€ Grundkosten rechnen. Individuelle Funktionen und Merkmale extra. Individuelle Lösungen Korrekt wäre an der Stelle Framework-Lösung zu sagen, da allerdings auch die anderen Kategorien letztlich auf Frameworks basieren, nehme ich lieber individuelle Lösungen als Begriff. Damit ist gemeint: Die Website auf ein Framework aufzubauen, welches sich für den geplanten Zweck am besten eignet. Diese Kategorie kommt z.B. dann zum Einsatz, wenn Sie eine Plattform aufbauen wollen, die nur mäßig bis gar nichts mit den Verwendungszwecken von CM Systemen zu tun hat, z.B. eine Auktions-, Vergleichs- oder Social Media-Plattform. Die Grundfunktionalitäten dieser Seiten sind so anders, dass die klassischen Vertreter von CMS und Shopsystemen nicht sinnvoll sind. Frameworks sind prinzipiell Baukästen für Entwickler, entsprechend lässt sich damit fast alles umsetzen, mit wenigen Unterschieden. Für welches man sich letztlich entscheidet, hängt von einer ganzen Reihe von Faktoren ab, die Sie am besten mit Ihrem Entwickler bei Bedarf durchgehen. Genereller Praxis-Tipp: Von Firmen-eigenen Lösungen (egal ob Framework oder CMS) würde ich Ihnen abraten. Bestehen Sie darauf, dass ein Open-Source-Projekt zu Grunde liegt, so dass die Weiterentwicklung und Pflege später auch unabhängig vom Ersteller durchgeführt werden kann und sie keine unnötigen Lizenzkosten zahlen müssen. Diese Projekte werden typischerweise von hunderttausenden Usern genutzt, getestet und überprüft, was sie wesentlich sicherer und stabiler macht. Ganz nebenbei stehen sie kostenfrei zur Verfügung. Kostenorientierung Die Grundkosten sind ähnlich wie bei CMS oder Shopsystemen, der Anteil von Eigenentwicklungen naturgemäß allerdings wesentlich höher. So können CMS- wie auch Framework-Lösungen auch sechsstellige Beträge kosten – alles nur eine Frage der gewünschten Features. Realistisch betrachtet liegen die meisten Präsentationsseiten aber im vierstelligen Bereich, Verkaufsseiten im fünfstelligen und Portale im sechsstelligen.   Bei Fragen, Kritik oder Anregungen schreiben Sie gern an webtalk@dheinke.de. Ich freue mich auf Ihre Nachricht!

Ausbildung

Rein in die Ausbildung: Berufsstart Bau

Ein Gewinn sowohl für Betriebe, als auch für Ausbildungssuchende: Das Pilotprojekt „Berufsstart Bau“. Seit 2013 bietet es die Gelegenheit, im Rahmen einer 6 – 12-monatigen Einstiegsqualifizierung einen Bauberuf bzw. den potenziellen Lehrling kennenzulernen. Im besten Fall mündet die Qualifizierung in einem Ausbildungsvertrag – ein Vorteil für beide Seiten, da sie sich bereits kennen. Das Projekt erfolgt in Zusammenarbeit mit den BZB und startete nach einer zweiwöchigen Orientierungs- und Erprobungshase im Februar 2020. Acht Teilnehmer erproben dabei verschiedene Gewerke: vom Mauern, über Straßenbau und Fliesenlegen bis zu Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierung. Mit guter Bilanz: Bereits nach wenigen Monaten erhielt die Hälfte der Teilnehmenden eine Ausbildungszusage mit Start zum 1. August 2020. Neben der Praxis in den Baufirmen findet in regelmäßigem Wechsel überbetriebliche Qualifizierung mit Stütz- und Förderunterricht, Sprachkursen und sozialpädagogischer Betreuung in den BZB statt. Corona-bedingt musste ein „Lernblock“ ausfallen, doch nun wird erneut überbetriebliche Unterweisung durchgeführt. Auch während der Corona-Schließung standen die BZB sowohl den Betrieben als auch den Teilnehmenden beratend zur Seite. Denn die Nachwuchsgewinnung ist und bleibt ein wichtiges Thema. Foto © goodluz/shutterstock

Projekte

ICONS: Vor-Analyse zur Entwicklung einer BIM-App

Im Rahmen des EU-Projektes ICONS (Innovation in Construction Sites) führten die Projektpartner aus dem Vereinigten Königreich, Italien, Deutschland, Slowenien und Spanien eine Recherche durch. Diese veranschaulicht wie BIM – Building Information Modeling – in den jeweiligen Ländern genutzt wird, welche Berufsgruppen BIM nutzen und an wen sich ein BIM-Training hauptsächlich richtet. Diese Recherche soll als Grundlage für die Entwicklung einer BIM-App genutzt werden. Diese richtet sich, anders als bei den meisten Kursen und BIM-Anwendungen, nicht an Personen auf der Planungsebene, sondern an die ausführenden Fachkräfte auf der Baustelle. Informationen, die mit BIM-Technologien entwickelt wurden, sollen mithilfe der App gelesen und praktisch umgesetzt werden können. Vereinigtes Königreich Die notwendigen Maßnahmen erschweren den Fortschritt bei den zeitlich begrenzten Projekten, die einem bestimmten Zeitplan folgen. Zugleich ergeben sich Chancen für die Weiterentwicklung und Nutzung digitaler Kommunikationswege, die eine weitere Zusammenarbeit mit den Projektpartnern und Bearbeitung der Projekte ermöglichen. Im Vereinigten Königreich wird BIM bereits von 81 % der großen Unternehmen für gewerbliche und öffentliche Projekte genutzt. Bei mittleren Unternehmen beträgt der Anteil 80 % und bei kleinen 56 % (National BIM-Report 2019 NBS). Seit April 2016 gilt das BIM Level 2 als Voraussetzung für alle staatlichen Bauprojekte. Die Stufe 2 umfasst die Entwicklung von Gebäudeinformationen in einer kollaborativen 3D-Umgebung mit angehängten Daten, die jedoch in separaten Fachmodellen erstellt werden. Die meisten Fortbildungen und Seminare richten sich an das Fachpersonal der Städteverwaltungen und werden an Universitäten als Zusatzmodule unterrichtet. Auch in der Berufsbildung werden Kurse z.B. von Berufsgenossenschaften angeboten. Italien Auch in Italien ist BIM für größere Projekte verpflichtend. Mit einem seit 2019 geltenden Mehrjahresplan müssen z.B. im Jahr 2020 alle komplexen Bauprojekte mit einem Volumen von mehr als 50 Millionen Euro mit BIM realisiert werden. Im Jahr 2021 wird dies alle komplexen Arbeiten mit einem Volumen von über 15 Millionen Euro betreffen. In Italien wird BIM von Mitarbeitern aus der Architektur, dem Ingenieurwesen und Design verwendet. Die angebotenen Grundlagenkurse, die Aufbaukurse zur Erstellung und Export von BIM-Daten sowie das Kursangebot zum BIM-Spezialisten oder BIM-Manager richten sich ebenfalls nur an die Mitarbeiter aus der Bauprojektplanung. Deutschland In Deutschland ergab die Befragung von 302 Mitarbeitenden aus Planung und Verarbeitung, dass 28 % der befragten Firmen mit BIM arbeiten (BIM-Monitor 2019 BauInfoConsult). Im Jahr 2015 beschloss eine neugebildete Reformkommission des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur den Bau von Pilotprojekten unter Einbeziehung der BIM-Methode. Seit Mitte 2017 wurden mit einem 3-Stufen-Plan Verkehrsinfrastrukturprojekte mit BIM umgesetzt. Ab 2020 sollen alle neu geplanten Projekte im Verkehrsinfrastrukturbau dem Vorbild dieses Plans folgen (Stufenplan Digitales Planen und Bauen). Zur Unterstützung wurden vom VDI Richtlinien entwickelt (VDI 2552), die ein einheitliches Verständnis der Begriffe, Abläufe und strukturierenden Bestimmungen schaffen sollen. Die Berufsgruppen, die im Bereich BIM geschult werden, sind Mitarbeiter im Bereich der Bauplanung und dem Management, Elektroniker/innen für Energie- und Gebäudetechnik sowie Anlagenmechaniker/innen für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Die angebotenen Weiterbildungen umfassen Grundlagenschulungen, Qualifikationen zum BIM-Koordinator oder -Manager sowie Kenntnisse zur BIM-Gesetzgebung. Auch praktische Seminare werden angeboten. In den BZB bietet das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk drei BIM-Webseminare sowie die Qualifizierung: „BIM – Eine Chance für Bau- und Ausbaugewerke“ an. Slowenien In Slowenien ist der Einsatz von BIM nicht gesetzlich vorgeschrieben. Bauprojekte in der Verkehrsinfrastruktur werden mit der BIM-Methode umgesetzt. Beispielhaft dafür sind der Neubau der zweiten Tunnelröhre des Karawankentunnels (Grenztunnel zwischen Österreich und Slowenien) und der Ausbau des Schienenweges zwischen Maribor und Sentilj zu nennen. Im Hochbau kann beispielhaft der Bau des Eles Beričevo Technology Center genannt werden. Der Einsatz von BIM wird hauptsächlich von großen Unternehmen durchgeführt. Der Erwerb von BIM-Software stellt für kleine Unternehmen ein finanzielles Hindernis dar. Ende 2019 versuchte die Slowenische Architektenkammer (ZAPS) dieser Herausforderung mit dem Kauf von tausenden BIM-Softwarelizenzen für ihre Mitglieder entgegenzuwirken. In Slowenien wird BIM hauptsächlich im Bereich Design und Supervision eingesetzt. In einigen Aus- und Weiterbildungszentren wird BIM für EQF 4-5 angeboten. Spanien In der spanischen Region Katalonien ist die Planung von Bauprojekten mit BIM seit März 2019 gesetzlich geregelt: Alle öffentlichen Projekte und damit 5.548 Millionen aktuell ausgeführter Projekte sowie 221.000 Projekte in der Angebotsphase werden mit der BIM-Methode realisiert. Auch bei öffentlichen Ausschreibungen des Ministeriums für Verkehr, Mobilität und Stadtentwicklung (MITMA) wird der Einsatz von BIM gefordert. Die meisten BIM-Kurse werden an Universitäten und von Privatunternehmen in Kooperation mit Hochschulen angeboten und richten sich an Ingenieurinnen/Ingenieure und Architektinnen/Architekten. In Aus- und Weiterbildungszentren wird BIM mit dem Schwerpunkt Management und Praxis in Lehrpläne eingebaut. Die Recherche der Projektpartner der fünf Staaten ergibt, dass BIM in einigen EU-Ländern oder regional bereits gesetzlich verpflichtend ist. Im Bereich des Verkehrsinfrastrukturbaus legen immer mehr Pilotprojekte den Grundstein für die Einführung einer möglichen zukünftigen Norm. BIM-Kurse richten sich hauptsächlich an Architektinnen/Architekten, Designer/innen und Ingenieurinnen/Ingenieure. Die Digitalisierung im Baugewerbe schreitet voran und erfordert ein Grundverständnis im Bereich BIM sowie Kenntnisse, BIM-Daten lesen und umsetzen zu können. Das ICONS Projekt wird Fachkräfte im Bauwesen mit der Entwicklung einer App dabei unterstützen, sich kostenfrei und zeitlich flexibel auf die Anforderungen im Bereich BIM vorzubereiten. Das Projekt wird vom Erasmus+ Programm der Europäischen Union gefördert. Projektpartner: Scuola Costruzioni Vicenza Andrea Palladio (Italien), Bildungszentren des Baugewerbes (Deutschland), Gospodarska Zbornica Slovenije - GZS (Slowenien), Westdeutscher Handwerkskammertag (Deutschland), Coventry University (UK), Fundación Laboral de la Construcción – FLC (Spanien), Universitat de Valencia (Spanien) Fragen zum Projekt beantworten Frank Bertelmann-Angenendt und Angela Friesen. Foto © Francesco Scatena - Getty Images/Canva

Projekte

Kostenfreie Webseminare: Jetzt teilnehmen!

Wer mehr zum Thema Organisation der Betriebsabläufe erfahren möchte, muss den gewohnten Schreibtisch nicht mehr verlassen: Das Schaufenster Digitales Bauen im Kompetenzzentrum Digitales Handwerk bietet nun auch kostenfreie Webseminare an. Zusätzlich zu den Vorträgen unterstützen interaktive Präsentationen den Lernprozess, um das Gelernte anwendungsorientiert in die Praxis umzusetzen. Die nächsten Online-Schulungen zu den folgenden Themen finden im Mai und Juni statt (Termine auf der Website): BIM in drei Themenbereichen: Grundlagen, Umgang mit BIM-Modellen und digitale, einfache und kostenfreie Werkzeuge Wie die Digitalisierung im Bauunternehmen meistern? | Veränderungsmanagement: Schritte und Elemente auf dem Weg zur eigenen Digitalisierungsstrategie Prozesse – Arbeitsabläufe strukturieren und visualisieren: Transparente Arbeitsabläufe und die Visualisierung der Aufgaben sind das A und O auf dem Weg zum Einsatz neuer Technologien Dokumentenmanagement – Wie den Einstieg meistern? Was benötige ich an Hard- & Software um das Dokumentenmanagement zu digitalisieren? Baudokumentation – Wie den Einstieg meistern? Was benötige ich an Hard- & Software um die Baudokumentation effizient und einfach zu organisieren? Nutzen Sie unsere Website und schauen Sie sich die aktuellen Webseminar-Angebote an. Sie können sich dort auch direkt anmelden. So haben Sie einen Platz sicher! Auch die anderen Schaufenster im Kompetenzzentrum Digitales Handwerk bieten Webseminare und Schulungen an, die für die Bau- und Ausbaugewerke von Interesse sind. Beispielsweise zum Thema Datenschutz und Datensicherheit. Online-Veranstaltungen aller Schaufenster finden Sie hier: handwerkdigital.de/Online-Angebote Sollten Sie Fragen haben oder weitere Informationen wünschen, nutzen Sie gern unseren Service unter KDH@bzb.de. Wir kümmern uns! Foto © bongkarn thanyakij von Pexels   Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben. Zum Abbau von Informationsdefiziten stellt das KDH den Entscheidungsträgern und Fachexperten des Handwerks praxisnahe Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die in fünf sogenannten Schaufenstern entwickelt und illustriert werden. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.       

Weiterbildung

Meisterschule: Prüfungen im Sommer und Herbst

Die Teilnehmenden der vorbereitenden Meisterkurse kommen unter Berücksichtigung besonderer Hygienemaßnahmen seit dem 06. Mai wieder zu uns in die BZB. Auf die geforderten Auflagen reagierten wir unter anderem mit größeren Seminarräumen, um auch während des Unterrichts den Mindestabstand einhalten zu können. Des Weiteren wurden umfangreiche Hygienemaßnahmen getroffen, um allen Beteiligten den größtmöglichen Schutz zu bieten. Trotz der besonderen Situation ist es uns gelungen, die ursprünglich angedachten Prüfungstermine zu halten. Dies war nur unter besonderen Anstrengungen realisierbar und daher geht ein besonderer Dank an dieser Stelle an alle Referenten und Teilnehmenden, die sich vorbildlich verhalten und auch zusätzliche Unterrichtstermine wahrnehmen. Die Meister-Prüfungen der Fliesenleger*innen finden ab dem 22. Juni 2020 statt, gefolgt von den Maurer*innen sowie geprüften Polieren im September. Wir wünschen allen Prüflingen viel Erfolg! Foto © Billion Photos/shutterstock

Weiterbildung

Weiterbildung: Präsenzseminare finden statt

Die BZB öffneten im Mai unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln ihre Pforten an den Standorten Krefeld und Wesel für Seminare. Für viele entfallene Lehrgänge gibt es bereits Ersatztermine. Auch das reguläre Angebot aus den Fachbereichen Management und Recht, Betoninstandhaltung, Kanalbau, Brandschutz, Nachhaltiges Bauen und Umwelttechnik sowie vorbereitende Meisterkurse finden wieder statt. Die Gesundheit und Sicherheit aller Teilnehmer*innen und Dozierenden steht dabei an erster Stelle: So ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auf den Fluren und während der Pausen verpflichtend. An den Einzeltischen in den Seminarräumen, die mit einem Mindestabstand von 1,5 Meter zueinander stehen, darf die Schutzmaske abgenommen werden. Neben regelmäßigem Desinfizieren wird außerdem auf die Abstandsregeln und Hygieneetikette hingewiesen. Die Teilnahme am Lehrgang soll zudem so planbar und unkompliziert wie möglich sein: Etwa drei Wochen vor Lehrgangsbeginn erhalten die Teilnehmenden eine feste Zu- oder Absage für den Termin. Bis dahin ist eine Abmeldung problemlos und ohne Kostenaufwand möglich. Im Juni finden diese Seminare statt – viele bereits mit Durchführungsgarantie: SPCC-Düsenführerschein 03.06. - 04.06.2020 im BZB Wesel Weiterbildung für Sachkundige Planer (SKP) 08.06. - 09.06.2020 im ABZ Augsburg Herstellung und Einbau von Asphalt im Straßenbau nach aktuellem Stand der Technik 16.06.2020 im BZB Krefeld Integrierter Lehrgang für ASI-Arbeiten 16.06. - 18.06.2020 im BZB Krefeld Nachträge bzw. Mehrvergütungsansprüche erfolgreich geltend machen 23.06.2020 im BZB Krefeld Arbeiten in kontaminierten Bereichen – Sachkunde nach DGUV 101-004, Anlage 6 A 23.06. - 26.06.2020 im BZB Wesel Fortbildungslehrgang zum Erhalt der Sachkunde für die Zustands- und Funktionsprüfung privater Abwasserleitungen 25.06. - 26.06.2020 im BZB Krefeld SIVV-Weiterbildung 04.06. - 05.06.2020 und 25.06. - 26.06.2020 im BZB Krefeld Sanierung von Gebäudeschadstoffen – Sachkunde nach DGUV 101-004, Anlage 6 B 30.06. - 01.07.2020 im BZB Krefeld Eine Übersicht aller Seminare gibt es HIER. Bei Fragen steht Ihnen das Team der Akademie jederzeit zur Verfügung. Foto © Iakov Filimonov - stock.adobe.com

Ausbildung

„Wir sind sicher, dass wir ein sehr hohes Maß an Sicherheit gewährleisten“

Ausbildung in Zeiten von Corona: In den kommenden Wochen und Monaten muss jeder Einzelne mit dem „neuen Corona-Alltag“ zurechtkommen. Auch die Bildungszentren des Baugewerbes e.V. waren mit der Frage konfrontiert, wie sich Aus- und Weiterbildung unter den neuen Bedingungen durchführen lässt und welche Maßnahmen zu ergreifen sind, um Hygiene- und Infektionsschutzstandards einzuhalten. Denn die Sicherheit und Gesundheit aller Besucher*innen und Mitarbeitenden steht an erster Stelle. Markus Crone, Geschäftsbereichsleiter Ausbildung und pädagogische Maßnahmen, gibt einen Überblick über die Maßnahmen und die Herausforderungen. Herr Crone, welche Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen sind in den BZB Zentren im Rahmen der Ausbildung und pädagogischen Maßnahmen implementiert? Crone: Wir haben uns bereits früh mit den bekannten und über die verschiedenen Fachstellen veröffentlichten Hinweisen und Maßgaben auseinandergesetzt. So wurden die vom RKI, von Kultusministerien für Schulen und von der BauBG benannten Empfehlungen in unsere Sicherheits- und Hygienemaßnahmen eingearbeitet und in die Tat umgesetzt. Natürlich stehen die mittlerweile sehr ausführlich kommunizierten Regeln im Fokus: Abstand halten, Kontakte vermeiden, Hygieneetiketten einhalten. Daraus entwickelten und setzten wir ein Sicherheits- und Hygienekonzept um. Beispielsweise teilten wir in unseren Werkhallen die Arbeitsbereiche für die Lehrlinge unter Berücksichtigung der Abstandregeln detailliert ein. Um allen Lehrlingen die Teilnahme anbieten zu können, erstellten wir in einigen Werkhallen sogar zwei Meter hohe Schutzwände zwischen den Arbeitsbereichen. Reichte dieses nicht aus, wurde auf weitere Hallenkapazitäten ausgewichen oder Gruppen auf Standorte aufgeteilt. So haben wir nun die Zimmererlehrlinge auf Krefeld und Düsseldorf verteilt. Generell sind durch Zugangs- und Pausenregelungen Begegnungen zwischen den Teilnehmer*innen im Haus auf ein geringmögliches Maß reduziert. Hinweis-, Gebots- und Verbotsschilder hängen an den relevanten Stellen, um einfach aber deutlich an die Vorgaben zu erinnern. Alle Ausbilder und Mitarbeiter*innen der BZB Zentren wurden im Vorfeld der Wiederaufnahme des Betriebs in das Sicherheits- und Hygienekonzept eingewiesen und mit entsprechender persönlicher Schutzausrüstung wie Mund-Nase-Bedeckung, Gesichtsvisieren und Handschuhen ausgestattet. Wir sind sicher, dass wir ein sehr hohes Maß an Sicherheit gewährleisten. Um für die erste Zeit ganz sicher zu gehen, gibt es außerhalb der festen und zugewiesenen Arbeitsbereiche eine Masken-Tragepflicht für alle in den BZB. Besondere Vorsicht lassen wir beim Sicherheits- und Hygienekonzept für die Unterbringung der Lehrlinge im BZB-eigenen Internat in Krefeld walten. Neben den bereits benannten kommen weitergehende Maßnahmen, wie regelmäßiges Desinfizieren und der Bau von Schutzwänden, hier zum Einsatz. Ich bin mir sicher, dass wir auch hier das Bestmögliche realisieren. Alles in allem wurde uns im Abgleich mit Informationen durch den Zentralverband des Handwerks und der für uns zuständigen Berufsgenossenschaft unser Sicherheits- und Hygienekonzept vollumfänglich bestätigt. Und besonderes Lob haben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verdient, die mit viel Engagement an der Umsetzung der Sicherheitsregeln mitgearbeitet haben und nun u.a. als Ausbilder in erster Reihe die Lehrlinge in den Werkhallen unterweisen. Ohne dieses große Engagement und die Ideen wären wir nicht so schnell wieder betriebsbereit gewesen! Was waren die größten Herausforderungen bei der Umsetzung des Konzeptes? Crone: Alle mitzunehmen, damit sie verstehen, warum welche Maßnahme wichtig ist. Aktuell muss man immer wieder erinnern, dass die Corona-Pandemie nicht vorbei ist und die guten und positiven Entwicklungen in Deutschland gerade den sehr guten Präventionsmaßnahmen des „shut downs“ geschuldet sind. Wenn es zu „locker“ wird, erhöht sich das Rückfallrisiko. Ich bin jedoch guter Dinge, dass wir uns sehr gut aufgestellt haben. Wichtig ist bei allem, dass das Bewusstsein für eine Sicherheitskultur erzeugt wird. Wir müssen alle mitnehmen, die Regeln erklären, Fragen und Anregungen aufnehmen und dann gemeinsam befolgen. Und immer wieder nachjustieren, motivieren und erinnern, damit die Anweisungen auch noch nach mehreren Tagen und Wochen eingehalten werden. Wie nehmen die Teilnehmenden die Maßnahmen an? Wie gut funktioniert ein „Ausbildungs-Alltag“ im Einklang mit den Sicherheitsvorkehrungen? Crone: Es funktionierte von Anfang an sehr gut. Hilfreich war die Präsenz der Corona-Regeln durch den „shut down“ in den Medien, im Internet, im Fernsehen und im Radio. Daher kamen alle sensibilisiert in die BZB Zentren, so dass die Tragepflicht der Mund-Nase-Bedeckung, das Abstandhalten und auch das regelmäßige Händewaschen nicht zu Widerwillen oder Erstaunen führten. Dennoch ist es wichtig, weiter aufmerksam zu sein und der nachlassenden Einhaltung der Sicherheitsvorkehrungen entgegenzuwirken. Immer wieder die Teilnehmer*innen daran erinnern, dass es wichtig ist, die Regeln zu befolgen, um einen Infektionsfall zu vermeiden. Denn was wäre die Folge für die Lehrlinge? Dass ihnen notwendige fachliche Kompetenzen und Fähigkeiten nicht mehr vermittelt werden können bis hin zur Nichtteilnahme an der Abschlussprüfung im Sommer 2020. An dieser Stelle bedanke ich mich auch bei den Ausbildungsbetrieben, die uns mit viel Verständnis begegnen und ihren Lehrling auch trotz kurzfristig geänderter Zeitpläne zur ÜLU in die BZB schicken. Dieses Verständnis und die weiterhin hohe Akzeptanz für die Lehrlingsunterweisung sind für uns sehr wichtig. Wir bedanken uns herzlich für das Gespräch. Fotos: © ThirtyPlus/shutterstock; BZB

Projekte

Handwerker Sprechstunden | Steigen Sie mit uns ein!

Die Digitalisierung hat in diesen Wochen an Fahrt aufgenommen. Verpassen Sie nicht den Zug, sondern steigen Sie mit uns ein! Wie? Nehmen Sie an einer unserer Themensprechstunden teil: Dialog | Digitales Aufmaß | 16.06.2020 | 17:00–17:45 Uhr | Anmeldung Dialog | Digitale Zeiterfassung | 30.06.2020 | 17:00–17:45 Uhr | Anmeldung Des Weiteren stehen wir Ihnen gern mit Rat und Tat auch zu allen anderen Fragen zur Verfügung. Wie? Da gibt es zwei Wege: Wir sind telefonisch oder auch per Mail für Sie erreichbar. Schreiben Sie uns eine Mail an KDH@bzb.de oder rufen Sie uns unter 02151 5155 88 an. Für ein Gespräch vor 8 Uhr und nach 17 Uhr schicken Sie uns Ihren Wunschtermin bitte per E-Mail an KDH@bzb.de mit dem Betreff Termin Handwerker-Sprechstunde. Und ganz wichtig, vergessen Sie bitte nicht Ihre Kontaktdaten. Gern melden wir uns bei Ihnen zurück. Wir freuen uns auf Ihre Anfragen. Noch ein paar Tipps Qualifizierungen aus dem Kompetenzzentrum Digitales Handwerk finden Sie hier. Weitere Qualifizierungen aus anderen Mittelstand 4.0-Zentren finden Sie hier. Eine schnelle Orientierungshilfe für Fragen rund um das Corona-Virus und den Betriebsalltag von Handwerkern und Handwerkerinnen gibt die aktuelle Themen- und Informationsübersicht des ZDH. Foto © Polonio Video/stock.adobe.com   Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben. Zum Abbau von Informationsdefiziten stellt das KDH den Entscheidungsträgern und Fachexperten des Handwerks praxisnahe Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die in fünf sogenannten Schaufenstern entwickelt und illustriert werden. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.       

Ausbildung

Ausbildung: Aktualisierte Zeitpläne für 2020 und 2021

Seit Mai dürfen die BZB unter Einhaltung der erforderlichen Infektionsschutzmaßnahmen erneut überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU) durchführen. Einen Start machte das 3. Lehrjahr der Dachdecker*innen, gefolgt von der Stufenausbildung Bau – denn die Gesellenanwärter*innen bereiten sich derzeit intensiv auf ihre Prüfungen vor. Nach einem positiven Beginn der ÜLU unter Beachtung aller notwendigen Sicherheitsregularien ging die Planung für alle Gewerke weiter. So wird unter anderem die ausgefallene Lehrlingsunterweisung des 1. Ausbildungsjahres (Stufenausbildung Bau und Trockenbau) von Juli bis September nachgeholt. Die Unterweisung der Holz- und Bautenschützer*innen findet im Juni und Juli statt. Ebenfalls werden Straßenwärter-Lehrgänge nachgeholt, Bauzeichner*innen-Praktika laufen bereits weiter. Unverändert setzen sich zudem die Dachdecker*innen-Kurse fort. Der aktualisierte Gesamt-Zeitplan 2019/2020 steht HIER zum Download bereit. Den aktualisierten Zeitplan 2020/2021 (Stufenausbildung Bau) gibt es HIER. HIER geht es zu den Zeitplänen für Dachdecker*innen (unter Wichtige Infos). Den aktualisierten Zeitplan 2020/2021 für Bauzeicher-Praktika gibt es HIER. Für alle Zeitpläne gilt: Änderungen vorbehalten. Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Projekte

EU-Projekt Blueprint auf LinkedIn

Im Projekt „Contruction Blueprint“ sind die BZB einer von 24 (!) Projektpartnern. In der inhaltlichen Arbeit auf deutscher Seite stimmen sie sich mit dem Zentralverband des Deutschen Baugewerbes sowie dem Berufsförderungswerk der Bauindustrie Nordrhein-Westfalen, die auch aktive Projektpartner sind, ab. Ziel dieses Projektes ist die Entwicklung eines neuen strategischen europäischen Ansatzes, der eine bessere Abstimmung notwendiger Qualifikationen und Kompetenzen von Beschäftigten und zukünftigen fachlichen Anforderungen der Bauunternehmen hervorbringt. Diese Blaupause wird durch den Ansatz einer sogenannten „Sektoralen Kompetenzstrategie“ mit Leben gefüllt. Sie bringt Ergebnisse und Erfahrungen aus bereits absolvierten Initiativen unter einem ganzheitlichen Blickwinkel zusammen. Dabei spielen politische, wirtschaftliche, soziale, technologische, rechtliche und ökologische Faktoren die zentralen Rollen. Aus dieser Betrachtung heraus werden u.a. neue Kompetenzprofile und Bildungsangebote hervorgehen. Folgen Sie den Entwicklungen im Projekt und tauschen Sie sich mit anderen Interessierten aus. Dies funktioniert optimal über die Netzwerk-Plattform LinkedIn, wenn Sie der Gruppe „Construction Blueprint“ beitreten. Zurzeit sind dort bereits etwa 100 Berufsbildungsfachleute aus europäischen Ländern aktiv. Ihre Ansprechpartner: Frank Bertelmann-Angenendt und Angela Friesen. Foto © Africa Studio/shutterstock

Querbeet

WebTalk: Online-Präsenz in der Krise

Die Corona-Krise ist in aller Munde und betrifft jeden auf unterschiedliche Art und Weise. Alle Bürger sind zum „Physical Distancing“ aufgerufen, das zwar die persönlichen Begegnungen einschränkt, die digitale Kommunikation und die Nutzung von sozialen Netzwerken jedoch umso mehr fördert. Plattformen wie Facebook, Xing, Instagram oder Pinterest florieren, da viele Menschen auch in ihrer Freizeit verstärkt nach Inspirationen, Informationen und Tipps für „ihr nächstes Projekt“ suchen. Wie können Sie als Unternehmen die Lage sinnvoll für sich nutzen? Für die Darstellung und Präsentation Ihres Betriebes im Web können sich Vorteile ergeben. Webmaster Daniel Heinke stellt Ihnen einige (kostenfreie) Tools vor. Ihre Sichtbarkeit im Web Das beste Angebot, die schönste Präsentation oder das meisterhafteste Handwerk bringt nichts, wenn es niemand findet. Um das Ganze einmal in Zahlen zu fassen: 96 % aller Smartphone-Nutzer verlassen sich auf ihr Smartphone bei der Suche nach Informationen. Sie nutzen Suchmaschinen doppelt so häufig wie andere Online- und Offlinequellen. Dazu kommt, dass die Online-Suche nicht nur die am häufigsten genutzte, sondern bei 87 % auch die erste Informationsquelle ist. Das setzt sich beim Kaufverhalten fort: 70 % der Nutzer, die in einem Geschäft einkaufen, informierten sich zuvor per Smartphone über das Produkt. Bei langfristigen Projekten ist dieses Verhalten noch deutlicher: Mittlerweile informieren sich 68 % der Nutzer auch über Dinge, die sie erst zu späteren Zeitpunkt benötigen. (Stand 2016, Quelle: thinkwithgoogle) Klickverhalten in Suchmaschinen Rund 60 % aller Nutzer klicken auf den ersten Eintrag in den Suchergebnissen, nur noch 15 % auf den zweiten und etwa 0,17 % auf den ersten Eintrag auf Seite 2. Im Umkehrschluss bedeutet dies, wenn Sie erst auf Seite 3, 4, 5 oder 10 zu finden sind, ist ein Klick auf Ihre Website ebenso wahrscheinlich, wie dass Sie zum Mars fliegen. :-) Anm.: Die Prozentsätze in den unterschiedlichen Positionen variieren leicht je nach Land und demographischen Merkmalen. (Stand 2015, Quelle: Sistrix) Nimmt man diese beiden Analysen zur Hand, stellt sich heraus, dass fast alle Nutzer im Netz suchen und – fast alle auf Ergebnisse der ersten Seite klicken. Für uns bedeutet dies, dass wir auf Seite 1 präsent sein müssen, um gefunden zu werden – Wie stellen wir das an? 1. Google My Business – die erste Anlaufstelle für jedes Unternehmen Google My Business ist sozusagen Ihre hinterlegte Visitenkarte bei Google. Sie wird im Zusammenhang mit Suchanfragen passend oder direkt zu Ihrem Unternehmen seitlich angezeigt. Es gibt Nutzern direkte Informationen über Öffnungs- und Geschäftszeiten, Adresse, Telefon- und E-Mail-Kontaktdaten sowie einen Link zu Ihrer Website zusammen mit einigen Fotos und Kundenrezensionen (sofern vorhanden). Zudem wird Ihre Firmenadresse automatisch über Google Maps verortet. Die Einrichtung dauert im Regelfall keine Stunde und ist kostenfrei. Zur Einrichtung können Sie diesen Link nutzen. Oder einfach Google My Business bei Google eingeben. 2. Netzwerk-Plattformen / Social Media Wenn Google My Business Ihre Visitenkarte im Web ist, so sind Ihre Social Media-Kanäle mit Flyern in einer Auslage bei relevanten Geschäften vergleichbar. Der Vorteil von sozialen Plattformen ist, dass diese die entsprechende Reichweite, Nutzerzahlen, Kapital und Teams haben, um bei Suchmaschinen sehr hoch im Ranking zu sein und somit meistens auf der ersten Seite der Suchergebnisse auftauchen – also genau da, wo die Nutzer sich aufhalten und klicken. Wenn wir mit unserer eigenen Website nicht auf Seite 1 sind, so können wir hierdrüber für Auffindbarkeit sorgen. Allerdings müssen Sie auf die Relevanz achten. So wie Sie keinen Flyer mitnehmen, der Ihnen nicht zusagt, so verlassen Sie auch eine Seite in einem Netzwerk schnell wieder, wenn es nicht das ist, was sie suchen. Um dem entgegenzuwirken, ist es wichtig zu wissen, welche Zielgruppen die Plattformen ansprechen. Also die Inhalte der Plattform und Nutzergruppen, die diese benutzen, zu kennen. Zahlen und Daten: Rund 90 % der Bevölkerung in Deutschland nutzt das Internet, die überwiegende Mehrheit sogar täglich. Die Grafik zeigt die Nutzung verteilt auf die verschiedenen Apps und Plattformen. Wenn Sie sich für die genaue Aufschlüsselung von Altersgruppen und Geschlechtern interessieren, empfehle ich Ihnen, sich die Studien genauer anzusehen. (Stand 2018/2019 Quelle: ARD/ZDF – Onlinestudien zur Medialer Internetnutzung) WhatsApp Die wohl meistgenutzte App weltweit bietet zwar kein Profil in dem Sinne, funktioniert trotzdem hervorragend als Kommunikationskanal zwischen Ihnen und Ihren Kunden. Beispielsweise können Sie den Support und Anfragen über WhatsApp Business anbieten. Ebenso nicht zu unterschätzen ist die Sharing-Reichweite von WhatsApp. Wenn ein Nutzer Inhalte teilen will, passiert das zum größten Teil über WhatsApp, sei es in Gruppen oder Einzelkontakten. Prüfen Sie daher, ob Ihre Inhalte bei der Sharing-Funktion entsprechend richtig dargestellt werden. YouTube Die Anlaufstelle für Videos. Sie verstehen eine Anleitung nicht oder wollen schnell nachschauen, welcher Draht bei der Deckenlampe wofür steht? YouTube ist dann die richtige Plattform. Ein Kanal mit guten Tutorials (Anleitungen/Hilfestellungen), Erklärvideos, Produktpräsentationen etc. kann Ihre Reichweite enorm erhöhen. Allerdings, so hoch die Nutzerzahlen sind, so hoch ist auch der Konkurrenzkampf auf YouTube. Tendenziell zählt Qualität über Quantität. Facebook Bei Jüngeren mittlerweile nicht mehr die beliebteste Plattform, kann Facebook dennoch als eine Art zweite Homepage für B2C Unternehmen dienen, mit direktem Kommunikations-Kanal zu den Nutzern. Events, aktuelle Projekte und Angebote, Pressemitteilungen sowie die Pflege von Kundenkontakten sind hier gut aufgehoben. Instagram „Das YouTube für Bilder“, vor allem bei jüngeren Nutzern sehr beliebt. Wenn Sie eine sehr visuelle Marke / Tätigkeit haben, kann dieser Kanal interessant für Sie sein. Ebenso wenn Sie mit jungen Menschen, z.B. für die Suche nach Auszubildenden, in Kontakt treten wollen. Grundsätzlich gilt auch hier Qualität vor Quantität. Pinterest Wenn Instagram das „YouTube für Bilder“ ist, so ist Pinterest das „Google der Bilder“. Die Nutzergruppe ist überwiegend weiblich, die Nutzung ähnlich der Google Bildersuche. Gerne genutzt, um schriftliche Do It Yourself-Tutorials zu suchen, Inspirationen für verschiedene Themen oder ganz allgemein Ideen zu finden. Es unterscheidet sich zu Instagram zum einen in den Nutzern, zum anderen in der Art der Inhalte. Werden bei Instagram z.B. oft emotionale Dinge, Momentaufnahmen von Orten und Tätigkeiten gepostet, stellt Pinterest mehr fertige Objekte/Produkte dar. Snapchat, TikTok Zwar sind die beiden Apps verschieden, zu Grunde liegen beiden allerdings Videos und vornehmlich sehr junge Nutzer (bei TikTok noch wesentlich mehr als bei Snapchat). Um hier erfolgreich zu sein, heißt es vor allem kreativ zu sein. Sei es bei eigenen Inhalten oder Werbeanzeigen. Twitch Livestreaming-Plattform vor allem für Gamer mit einer vornehmlich jüngeren und männlichen Zielgruppe. Werbung ist im Video-Format oder als Sponsoring verschiedener Streamer möglich. Bei großen Live-Events, wie E-Sports Weltmeisterschaften, können mehrere Millionen Zuschauer gleichzeitig angesprochen werden. Xing, LinkedIn Social-Media Plattformen vergleichbar mit Facebook, allerdings für den B2B Sektor. Xing fokussiert sich vor allem auf den DACH-Raum, während LinkedIn international die Anlaufstelle Nr. 1 für Business-Netzwerke ist. Twitter Kurznachrichtendienst oder auch Microblogging-Dienst, der sich z.B. ideal für Status-Nachrichten eignet. Also Updates zu bestimmten Ereignissen. Haben Sie eine aktuelle Neuigkeit über Ihren Betrieb? Twitter ist die erste Anlaufstelle, neben der Veröffentlichung auf Ihrer Website. Firmen nutzen Twitter häufig dafür, um auf unvorhergesehene Krisen oder Zwischenfälle hinzuweisen, z.B. Server-Ausfälle, Wasserschäden, welche die gesamte Inhouse-IT lahmlegte, etc. Ebenso dient Twitter als Plattform, um Spannung für neue Kampagnen oder größere Ankündigungen zu verbreiten. So kann man Twitter nutzen, um neue Geräte und/oder neue Dienstleitungen anzukündigen, noch nicht veröffentlichte Produkte zu „leaken“ oder Einblicke hinter die Kulissen zu geben. Reddit In der Studie nicht berücksichtigt, meiner Meinung nach aber erwähnungswert ist Reddit. Es ist mit über einer halben Milliarde Nutzungen pro Monat die 6. meist genutzte App der Welt, in Deutschland allerdings mit lediglich 5 % des Traffic-Aufkommens noch relativ unbekannt – Tendenz stark steigend. Was ist Reddit? Reddit ist ein community-basierter Aggregator für Inhalte. Stellen Sie sich Reddit als das größte Forum der Welt mit unzählbar vielen Unterforen für alle nur erdenklichen Themen – so genannte Subreddits – vor. Und hier liegt auch das Potential von Reddit. Sie brauchen ein Forum, um sich mit Ihren Nutzern auszutauschen? Reddit. Sie suchen spezifische Zielgruppen? Reddit. Dadurch, dass es zu jedem Thema Subreddits gibt und jeder solche erstellen kann, lässt sich Reddit zum einen wie ein Forum für die eigene Kommunikation nutzen. Zum anderen kann man Anzeigen an die eigenen Zielkunden schalten bzw. in Kontakt mit diesen treten – im Übrigen sind Anzeigen im Vergleich z.B. zu Facebook aktuell noch sehr günstig (das wird sich aber tendenziell mit wachsendem Interesse ändern). Für welche Kanäle und Plattformen Sie sich auch entscheiden, das Ziel bleibt, im Web gefunden zu werden und mit den Kunden sowie Interessenten zu interagieren. Wichtig ist vor allem, dass Sie nicht zwangsläufig auf allen Plattformen präsent sind, sondern auf denen, die Ihre Zielgruppe ansprechen. Die Pflege jedes zusätzlichen Kanals ist auch hoher Zeitaufwand, der zu berücksichtigen ist. Die Vorteile liegen dennoch auf der Hand: Gefällt einem Besucher Ihrer Kanäle Ihr Inhalt, so klickt er wahrscheinlich auf den Link zu Ihrer Website, da er sich für Ihre Produkte/Dienstleistungen interessiert, er ruft Sie an oder schreibt Ihnen eine E-Mail. So steigern Sie Ihre Chance, trotz möglicher hinterer Platzierungen in den Suchmaschinen, Nutzer auf Ihre Website zu bringen und damit potenzielle neue Kunden anzusprechen. 3. Online-Anzeigen Die dritte Möglichkeit, im Web gefunden zu werden, sind Online-Werbeanzeigen. Ob nun auf Google selbst, auf Zielgruppen-relevanten Websites in Text- oder Bannerform oder in den oben dargestellten Apps und Plattformen. Der Vorteil von Anzeigen ist, dass sie bei der Erstellung und Pflege wenig Zeit beanspruchen. Der Nachteil ist, dass sie Geld kosten und Vorbereitung benötigen, um relevant zu sein. Online-Werbeanzeigen und deren Vorbereitung behandeln wir in einem späteren Artikel noch ausführlich. Hier sei nur erwähnt, dass diese je nach Produkt/Dienstleitung und Qualität der Kampagne ab dem ersten Monat rentabel sein können. Ausblick In diesem Artikel ging es darum, wie Ihr Unternehmen durch den Einsatz größtenteils kostenfreier Tools und Plattformen im Web gefunden werden kann. Im nächsten Beitrag stelle ich Ihnen das kleine Website-1x1 vor: Hosts, Anbieter von Do It Yourself-Baukästen, verschiedene CMS-Systeme sowie die Vor- und Nachteile der jeweiligen Optionen. Bleiben Sie gesund! Bei Fragen, Kritik oder Anregungen schreiben Sie gern an webtalk@dheinke.de. Ich freue mich auf Ihre Nachricht!

Ausbildung

Info an Betriebe: Umstellung der ÜLU-Zeitpläne

Sehr geehrte Damen und Herren, im Namen von Vorstand und Geschäftsführung teilen wir Ihnen mit, dass die ursprünglichen und lange veröffentlichten Zeitpläne ihre Gültigkeit verloren haben. Daher haben wir diese zu Beginn der CORONA – Pandemie sofort deaktiviert. Als Basis dafür galt der Erlass des NRW-Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) vom 15.03.2020. Damit einhergehend gab es ein generelles „Durchführungsverbot" für sämtliche Aktivitäten außerschulischer Bildungsanbieter, also auch für die BZB bis zum 03.05.2020. Am 28. April wurde dann befristet bis 03.05.2020 eine Ausnahmegenehmigung zur Durchführung von überbetrieblichen Lehrgängen in der Form erteilt, dass die Lehrgänge unter verschärften Hygienebedingungen stattfinden dürfen, sofern noch in diesem Jahr die Abschlussprüfungen stattfinden und die Lehrgänge hierfür relevant sind. Im Zuge dessen haben wir mit der Handwerkskammer Düsseldorf zunächst die neuen Prüfungstermine für die Facharbeiter- und Gesellenprüfungen festgelegt. Erst danach war es uns möglich, die Blöcke für das 2. und 3. Ausbildungsjahr festzulegen. Da wir davon ausgehen, dass der „letzte“ ÜLU-Block zur Prüfungsvorbereitung besonders wichtig ist und vor allem im Interesse der Auszubildenden ist, mussten wir kurzfristig die Pläne ändern. Aufgrund der äußerst kurzen Vorbereitungszeit und nicht vorhersehbarer Entwicklungen im Rahmen offizieller Erlasse und Verordnungen war es uns schlicht nicht möglich, im Vorfeld alle Betriebe und Verbände zu beteiligen, so dass wir auf Basis eines einstimmigen Vorstandsbeschlusses die Änderungen kurzfristig umgesetzt haben. Uns ist natürlich bewusst, dass die kurzfristige Änderung Ihre betrieblichen Einsatzplanungen der Auszubildenden oftmals stark behindert, wir hier allerding im Sinne der Auszubildenden so verfahren mussten, um noch „ÜLU-Blöcke“ zur Prüfungsvorbereitung umzusetzen. Es war uns leider nicht eher möglich, dies mit den Ausbildungsbetrieben im Vorfeld abzustimmen, da wir de facto selbst keinerlei Planungssicherheit oder Vorbereitungszeit hatten und die rechtliche Basis nicht vorhanden bzw. absehbar war. Wir hoffen dennoch auf Ihr Verständnis, Ihre Kooperationsbereitschaft und versuchen alles, die Auszubildenden bestmöglich unter den erschwerten Hygienebedingungen zu unterweisen. Auch wir wissen erst seit dem 02.05.2020, dass wir ab dem 04.05.2020 wieder unsere Einrichtungen öffnen dürfen. Diese Situation ist auch für uns nicht einfach, dennoch sind wir davon überzeugt, im Sinne der Auszubildenden das Bestmögliche im Hinblick auf die Prüfungen zu erreichen. Die aktuellen Zeitpläne finden sie HIER bzw. im Reiter Ausbildung unter dem jeweiligen Gewerk. Selbstverständlich stehen wir Ihnen für Fragen gerne zur Verfügung und bitten nochmals um Nachsicht und Verständnis für die sehr kurzfristigen Einladungen. Mit freundlichen Grüßen Thomas Murauer BZB-Geschäftsführer

Querbeet

UPDATE: BZB öffnen schrittweise für Lehrgänge

Der aktuellste Erlass in Verbindung mit der Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) des NRW-Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales erlaubt unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln die Wiedereröffnung von Bildungseinrichtungen ab dem 04.05.2020. Somit öffnen auch die Bildungszentren des Baugewerbes e. V. eingeschränkt für Lehrgänge und Seminare, vorerst bis zum 10.05.2020. Die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung beginnt ab dem 04.05.2020 für Dachdecker*innen des 3. Ausbildungsjahres am Standort Wesel, gefolgt von der Stufenausbildung Bau ab dem 11.05.2020 an allen drei BZB-Standorten – vorausgesetzt einer Verlängerung der derzeitigen, offiziellen Beschlüsse. Ebenso ist eine Öffnung des Internats / Gästehauses am BZB-Krefeld ab dem 11.05.2020 in Planung. Der vorläufige Zeitplan der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung im Bereich Ausbildung für Mai und Juni ist HIER einsehbar. Im Bereich der Weiterbildung finden die vorbereitenden Meisterkurse und die Lehrgänge für den Werkpolier / geprüften Polier planmäßig statt. Einen Überblick über alle weiteren Lehrgänge und Seminare finden Sie HIER. Bei der Wiederaufnahme des Lehrgangsangebots steht die Beachtung von Hygiene- und Abstandsregeln an erster Stelle. Um die erforderlichen Vorsorgemaßnahmen einzuhalten, entwickelten die BZB einen umfassenden Hygieneplan, der regelmäßige Desinfektionen, Abstandsmarkierungen, eine Maskenpflicht sowie Hygiene-Unterweisungen von Mitarbeiter*innen und Teilnehmer*innen beinhaltet. Wir arbeiten daran, Ihnen zeitnah unser vollständiges Angebot zur Verfügung zu stellen. Dies gilt auch für den Bereich der pädagogischen Maßnahmen. Bitte kontaktieren Sie für weitere Informationen die Ihnen bekannten Ansprechpartner*innen. Wir freuen uns darauf, Sie erneut in unseren Zentren begrüßen zu dürfen. Foto © Pranch/shutterstock

Querbeet

„Die Menschen gehen in dieser schwierigen Zeit besser miteinander um“

Die „Corona-Krise“ ist eine große Herausforderung für alle. Auch Betriebe müssen sich auf die aktuelle Lage einstellen und teilweise umdenken. Wir sprachen mit Frank Novender, Geschäftsführer von Isoliertechnik Fritz Hartmann Nachf. GmbH, über die derzeitige Situation. Die insgesamt 48 Mitarbeiter*innen des Unternehmens aus Mönchengladbach, darunter 6 Auszubildende, befassen sich schwerpunktmäßig mit Wärme-, Kälte- und Schallisolierung sowie dem vorbeugenden baulichen Brandschutz. BZB: Herr Novender, wie ist derzeit die Lage auf Ihren Baustellen? Hat sich der Alltag sehr verändert? Gibt es Änderungen in Ihrer Auftragslage? Frank Novender: Im gesamten Segment des öffentlichen sowie privaten Hochbaus haben wir keine Baustellenstilllegungen. Im Bereich der Industrie, wie z.B. bei den Herstellern von Herzklappen, in Laboren sowie auch bei Lebensmittelproduzenten, ist es deutlich kritischer. Diese Kunden, mit festem Betriebssitz, achten sehr auf ihre eigenen Mitarbeiter*innen sowie die Möglichkeit einer Infektion durch betriebsfremde Dritte. Aufgrund dessen gab es für unser Unternehmen vier Arbeitsniederlegungen. Bei einer Anzahl von mehr als 100 Aufträgen im Klein- und Großsegment hat dies glücklicherweise bis heute keinerlei Auswirkungen auf uns. Die allgemeine Auftragslage ist nach wie vor als gut zu bezeichnen und neben dieser nicht zu unterschätzenden Pandemie COVID 19 haben wir meines Erachtens, hier auch in Rücksprache mit einigen Mitarbeitern, tatsächlich etwas Positives feststellen können: Die Menschen gehen in dieser für alle schwierigen Zeit besser miteinander um und im Unternehmen ist ein neuer Teamgeist entstanden. Man ist näher zusammengerückt – und damit ist natürlich nicht die Abstandsregel gemeint! BZB: Wie klappt die Umsetzung der Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen auf den Baustellen? Frank Novender: Wir haben als Unternehmen bereits sehr früh agiert und sind natürlich auch in Bezug auf die Pflichterfüllung und Aufsichtspflicht des Unternehmens gegenüber den Arbeitnehmern an die Berufsgenossenschaft der BG Bau herangetreten. Diese hat uns in allen Belangen sehr gut begleitet. Durch Brandbriefe an alle Mitarbeiter*innen haben wir so sämtliche Vorkehrungen getroffen bzw. umgesetzt. Hierbei haben digitale Hilfsmittel, welche wir schon seit langem nutzen, ihre absoluten Vorteile. Zeitnah lassen sich Informationen und Betriebsanweisungen transportieren und die schnelle Umsetzung ist spürbar. Mittlerweile sind wir beim 14. COVID-Brandbrief, der ausschließlich dem Schutz des eigenen Personals sowie den Kolleginnen und Kollegen auf den Baustellen dient. Es ist selbstredend, dass wir Desinfektions- und Schutzmittel zur Verfügung stellen. Ebenso simulierten wir alle möglichen Situationen, die unser Unternehmen treffen könnten, darunter beispielsweise die Bereiche Lieferketten, Erlass von Quarantäne oder Betriebsstillstand. Heute nach mehr als sechs Wochen Pandemie können wir mit Fug und Recht sagen, dass wir alles richtig gemacht haben. Aus der anfänglichen Angst um die Sicherung der Arbeitsplätze und um das Unternehmen wurde gesunder Respekt. Die Handlungsmöglichkeiten durch unsere Simulationen im eigenen Unternehmen waren zukunftsorientiert und richtig, auch wenn wir diese nach heutigem Kenntnisstand nicht benötigen. BZB: Die Corona-Krise ist eine Herausforderung für die Gesamtwirtschaft. Sehen Sie, insbesondere für Ihr Unternehmen, dennoch auch neue Chancen? Frank Novender: Als ein Unternehmen mit einer mehr als 90- jährigen Tradition sind wir sind bestens ausgerichtet. Sollte man Potenzial für Neuerungen sehen, stellt sich die begründete Frage, warum man diese erst jetzt in dieser schwierigen Zeit sieht. Eine Neuausrichtung oder Änderung der firmeninternen Prozesse oder Ähnlichem sollte dann erfolgen, wenn man Muße und Zeit hat. Es ist kaum vorstellbar, dass die heutigen von der Pandemie verursachten Alltagssorgen Neuausrichtungen oder Änderungen zulassen. Das Hauptaugenmerk sollte nun für jeden Unternehmer drauf gerichtet sein, sein „Schiff“ durch ruhiges Fahrwasser zu navigieren, um das Ziel möglichst schadenfrei zu erreichen, nicht mehr und auch nicht weniger! Aber dies bleibt ja letztendlich jedem selbst überlassen. BZB: Wie werden Ihre Auszubildenden derzeit sinnvoll eingesetzt? Frank Novender: Die Berufsschule unterrichtet interaktiv und die Auszubildenden sind zwecks Lehrmaßnahmen dafür selbstverständlich freigestellt. Es erfolgt sogar eine Kontrolle der Lehrorgane zur Teilnahme, also auch dies ist gut durchdacht und fördert so die Erreichung des Lehrziels. Der Entfall des Lehrplans im Berufsbildungszentrum ist mehr als nachvollziehbar, hier werden inhaltliche und praktische Stoffe nachgeholt und auch die Möglichkeit der betriebsinternen Schulung besteht. Von unserer Seite bestehen diesbezüglich keinerlei Bedenken. Das System ist gut und durchdacht aufgestellt. BZB: Haben Sie Tipps für andere Baubetriebe? Frank Novender: Es kann keine Tipps oder gar Ratschläge in diesem Sinne geben, denn hinter jedem guten Unternehmen steht mindestens ein guter Unternehmer mit seinem bestenfalls tollen Personal. Einige Merkmale sollte sich aber jeder Unternehmer zu Herzen nehmen: ein stets gutes Miteinander verbunden mit hohem sozialen Denken, unternehmerisch frühzeitig agieren und nicht reagieren, eine gesunde Kapitaldecke durch Bildung von Rücklagen, denn dies lässt einen ruhigen Schlaf zu. Bleiben sie alle gesund! Wir bedanken uns herzlich für das Gespräch. Fotos: © Christian Lagerek/shutterstock; Frank Novender/copyright by birds-view

Weiterbildung

Jetzt für die Zukunft planen: Seminare finden wieder statt

Ihre Weiterbildung ist uns wichtig: Für entfallene Seminare in der „Corona-Zeit“ bieten wir Ersatztermine an. Wir arbeiten daran, Ihnen baldmöglichst unser vollständiges Weiterbildungsprogramm zur Verfügung zu stellen und veranstalten erstmals ausgewählte Webseminare. Einen Überblick über die derzeit geplanten Lehrgänge erhalten Sie HIER. Buchen Sie Ihr gewünschtes Seminar ganz unkompliziert online. An die Zukunft denken und Ihre Weiterbildung planen Ab sofort dürfen die BZB unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln erneut Lehrgänge anbieten. Für viele entfallene Seminare gibt es bereits Ersatztermine – diese sind in der Online-Seminarübersicht mit dem Banner „Neuer Termin“ versehen. Unsere Angabe zur Durchführungsgarantie gibt Ihnen zudem Planungssicherheit. Ganz NEU: Ausgewählte Lehrgänge bieten wir erstmals als Webseminar an. Die Teilnahme am Lehrgang soll für Sie auch in der aktuellen Situation so einfach und planbar wie möglich sein: 2 – 3 Wochen vor Lehrgangsbeginn erhalten Sie eine feste Zu- oder Absage für den Termin. Bis dahin ist auch für Sie eine Abmeldung problemlos und ohne Kostenaufwand möglich. Erst danach erfolgt die Rechnungsstellung. Falls ein bereits bestätigter Lehrgang unsererseits wider Erwarten aufgrund der aktuellen Lage abgesagt werden muss, buchen wir Sie kostenfrei auf einen zeitnahen Ersatztermin um. Alternativ können Sie kostenfrei stornieren. Bei Fragen steht Ihnen das Team der Akademie jederzeit zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme. Foto © Iakov Filimonov - stock.adobe.com

Projekte

CODESMA: Start des Online-Kurses zum Umgang mit Bau- und Abbruchabfällen

Das EU-Projekt CODESMA veröffentlichte einen kostenfreien Online-Selbstlernkurs zum Umgang mit Bau-und Abbruchabfällen. In drei Lektionen befasst sich der VOOC (vocational open online course) mit unterschiedlichen Themen, die von der Zusammensetzung von Baustellenabfällen, über den Abfallbewirtschaftungsplan (Site Waste Management Plan nach britischem Vorbild) bis hin zu Technologien und Methoden zur Wiederverwendung, dem Recycling und der Reduzierung von Abfällen im Bausektor reichen. Bau-und Abbruchabfälle machen ein Drittel der Gesamtmenge des Abfalls in der EU aus (Eurostat 2016). Initiativen der Europäischen Kommission, wie das EU-Protokoll über die Bewirtschaftung von Bau- und Abbruchabfällen (2016) und das EU-Kreislaufwirtschaftspaket (2015), sollen das Bewusstsein in der europäischen Bauwirtschaft hinsichtlich des Umgangs und der Reduzierung von Bau-und Abbruchabfällen vertiefen. Die darin enthaltenen Richtlinien werden in den Lerneinheiten des CODESMA Online-Kurses anschaulich vorgestellt und können mithilfe von Multiple Choice Fragen, FAQs, Übungen und Fallstudien verinnerlicht werden. Der Onlinekurs soll auf europäischer Ebene ein Bewusstsein für den ressourcenschonenden Einsatz von Baustoffen schaffen und Überlegungen zum Abfallmanagement anregen, noch bevor dieser entsteht. So können die Schritte zur Wiederverwendung oder zur bestmöglichen Entsorgung rechtzeitig organisiert, Gefahren hinsichtlich der Arbeitssicherheit und des Umweltschutzes identifiziert und entsprechende Schutzmaßnahmen ergriffen werden. HIER GEHT ES ZUM ONLINEKURS Entwickelt wurde der VOOC unter der Projektleitung der Coventry Universität (UK) mit Projektpartnern aus Griechenland, Litauen, Deutschland wie auch Polen und steht den Lernenden, vom Auszubildenden, über die Fachkraft bis hin zu weiteren Interessierten, in den jeweiligen Sprachen kostenfrei zur Verfügung. Ein Zertifikat kann nach einer erfolgreichen Teilnahme erhalten werden. Der Online-Kurs ist in vier weiteren Sprachen verfügbar: Englisch Polnisch Litauisch Griechisch Ihr Browser unterstützt den HTML 5 video tag nicht - bitte aktualisieren Ihren Browser. Das Projekt wurde vom Erasmus+ Programm der Europäischen Union gefördert. Projektpartner: Universität Coventry (UK), BZB (D), VSRC (LT), PROMEA (GR), PSMB (PL) Ansprechpartner in den BZB: Frank Bertelmann-Angenendt und Angela Friesen. Imagefilm Musik: Point of View von Frametraxx Foto © ESB Professional/shutterstock

Projekte

ERASMUS+ Projektanträge 2020

Bedingt durch die aktuelle Krise hat sich die Abgabefrist für Projektanträge im europäischen Programm ERASMUS+ um einen Monat, auf den 23. April 2020, verschoben. Die Bildungszentren des Baugewerbes engagieren sich mit drei eigenen Projektanträgen im EU-Programm und beteiligen sich darüber hinaus an sechs weiteren Anträgen als potenzieller Projektpartner in Zusammenarbeit mit anderen europäischen Bildungsinstitutionen der Baubranche. Die Projektanträge der BZB befassen sich 1. mit der Entwicklung und Etablierung eines Europäischen Kompetenzzentrums für Digitales Lernen sowie der beispielhaften Konzeption von weiteren digitalen Lehr- und Lerninhalten. Der Vorschlag beinhaltet auch ein Konzept, wie Ausbilder*innen in überbetrieblichen Ausbildungsstätten und Betrieben Lerninhalte nutzen, in den Lehralltag einbinden und digitale Inhalte eigenständig produzieren können. Dieser Antrag ist eine so genannte „Strategische Partnerschaft mit Innovationsentwicklung“. 2. mit dem Austausch von Erfahrungen zum Thema Employer Branding. Mittlerweile finden gerade kleine und mittelgroße Betriebe nur schwierig fachlich versierte Mitarbeitende und Auszubildende. Eine Möglichkeit, wie sich Unternehmen besser am Arbeitsmarkt positionieren können, ist das so genannte Employer Branding. Hierbei tauschen sich Projektpartner über bestehende Maßnahmen aus und entwickeln neue Ansätze, die Unternehmen bei der Akquise und dem Binden von Mitarbeitern und Auszubildenden unterstützen. Dieser Antrag ist eine „Strategische Partnerschaft zum Erfahrungsaustausch“. 3. mit der Förderung von jungen Frauen in einer Berufsausbildung in der Bauwirtschaft sowie der Integration von mehr Frauen in bauwirtschaftlichen Berufen. Dabei spielt die Digitalisierung eine fördernde Rolle. Dieser Antrag ist eine so genannte „Strategische Partnerschaft mit Innovationsentwicklung“. Die Förderentscheidungen durch die Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung werden für Juli 2020 erwartet. Die Projektstarts sind für den 1. September bzw. 1. Oktober 2020 angedacht. Ansprechpartner für Projekte Nr. 1 und 2: Frank Bertelmann-Angenendt Ansprechpartnerin für Projekt Nr. 3: Angela Friesen Foto © Denys Rudyi - stock.adobe.com

Projekte

Moderne Meisterausbildung PLUS: Demo-Seite online

Unter dem Dach der Initiative Neue Qualität der Arbeit ist im Rahmen des Netzwerks Offensive Gutes Bauen das Projekt MoMa plus – Moderne Aus- und Weiterbildung entstanden. Das Ziel des Projektes ist es, Dozenten und Dozentinnen, Ausbilder*innen, Bildungsplaner*innen und Unternehmer*innen bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Dafür wurden online-basierte Module für eine moderne, handlungsorientierte methodisch-didaktische Unterrichtsplanung für Dozierende sowie attraktive Info-Module für interessierte Unternehmer*innen entwickelt. Eine hohe Flexibilität bietet hierbei der Einsatz eines Lernmanagementsystems (ILIAS). Hiermit durchlaufen die Teilnehmer*innen selbstbestimmt und in eigenem Tempo die Lerninhalte. Das Projektteam unterstützt zudem mit Webseminaren und weiteren Austauschmöglichkeiten. Auch eine Praxiseinheit ist vorgesehen. Eine Übersicht, was die Teilnehmer erwartet, gibt diese Demo-Seite. Dank Projektförderung ist die Teilnahme an den Kursen kostenfrei. Ihr Browser unterstützt den HTML 5 video tag nicht - bitte aktualisieren Ihren Browser. Ansprechpartner: Für die Lehre: Handwerksbildungszentrum Brackwede, Fachbereich Bau e.V. Herr Ortwin Brunwinkel (Bereichsleiter Fort- und Weiterbildung) Fon: 0521–94284-23 Mail: ortwin.brunwinkel@hbz.de Für die Unternehmen: Institut für Zukunftsorientierte Arbeitsgestaltung gGmbH Herr Ralph Angerstein Fon: 01512-4144027 Mail: r.angerstein@izag-gmbh.eu Foto © Julia M Cameron / pexels.com

Querbeet

„Ich sehe die derzeitige Situation als Chance“

Die Auswirkungen des Corona-Virus auf die wirtschaftliche Situation sind immens. Viele Unternehmen kämpfen ums Überleben. Die Arbeit auf den Baustellen geht weiter, doch auch Baubetriebe müssen sich an aktuelle Gegebenheiten anpassen. Wir sprachen mit Antonius Kiwall, Maurermeister und Restaurator im Maurerhandwerk, über den Stand der Dinge für seine Baufirma Antonius Kiwall & Söhne GbR. Mit seinen fünf Mitarbeitenden und einer Auszubildenden kümmert er sich um die Restauration von denkmalgeschützten Gebäuden, Sanierungen im Bestand und ökologische Bauprojekte. BZB: Herr Kiwall, wie ist derzeit die Lage auf Ihren Baustellen? Hat sich der Alltag verändert? Antonius Kiwall: Die Lage ist derzeit weitestgehend normal. Außer den strikteren Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen hat sich am Alltag nicht viel geändert. BZB: Gibt es eventuell Lieferengpässe? Antonius Kiwall: Bei einem Lieferanten kann man nur noch nach telefonischer Vorbestellung Material abholen. Ein anderer hat für bestimmte Produkte längere Lieferzeiten angekündigt. Darauf kann man sich aber einstellen. BZB: Welche Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen setzen Sie auf der Baustelle um? Antonius Kiwall: Wir halten uns, soweit es uns möglich ist, an die empfohlenen Maßnahmen. Unsere Baustellen-Teams haben wir so eingeteilt, dass sie in der nächsten Zeit so bleiben und sich nicht mischen. Auf allen unseren größeren Baustellen stehen uns Toiletten und fließend warmes Wasser zu Verfügung, die nur für uns zugängig sind. In allen unseren Fahrzeugen ist Desinfektionsmittel vorhanden. Des Weiteren plane ich gerade mit unserem Heizungsbauer eine kleine mobile Warmwasser-Aufbereitungs-Anlage, die man an Steckdose und Wasserhahn anschließen kann für den Einsatz auf Kleinbaustellen. Mit anderen Firmen sprechen wir uns ab, sodass immer nur ein Betrieb auf der Baustelle ist. Ausnahmen sind nur möglich, wenn ein entsprechender räumlicher Abstand gegeben ist, also die einen z.B. im Keller arbeiten und die anderen auf dem Dach. BZB: Wirkt sich die Corona-Krise bereits jetzt auf die Auftragslage aus? Blicken Sie mit Sorge in die Zukunft? Antonius Kiwall: Bisher gibt es keine Auswirkungen. Unsere Auftragslage reicht derzeit für ca. 18 bis 20 Monate und wir erwarten keine Stornierungen. Wir glauben nicht, dass sich für uns viel ändern wird. Die aktuelle Situation sehe ich als Chance für unsere Gesellschaft. Wir könnten darüber nachdenken, was sich in Zukunft verändern sollte. Beispielsweise, ob wir die Nordseekrabben morgens zum Puhlen nach Marokko fliegen müssen und abends wieder zurück, weil es dort 50 Cent günstiger ist, oder es unbedingt der billigere Granit aus Indien sein muss. BZB: Sie haben eine Auszubildende, die derzeit keine Berufsschule und überbetriebliche Lehrlingsunterweisung hat. Wie wird sie eingesetzt? Antonius Kiwall: Unsere Auszubildende Esther ist ein großer Gewinn für uns und die aktuelle Situation sehen wir auch hier als Chance. Sie hat nun die Zeit und Möglichkeit, im Tagesgeschehen besondere Fertigkeiten zu lernen und einzusetzen. Beispielsweise fertigte sie für eine Museumsrestauration Stuckrosetten an. BZB: Haben Sie Tipps für andere Baubetriebe? Antonius Kiwall: Einen Tipp habe ich für alle Firmen, nicht nur Baubetriebe: Wir sollten die Zeit nutzen, um uns über Lösungen Gedanken zu machen. Viele Unternehmen werden zweifellos trotz aller Anstrengungen in große Schwierigkeiten geraten. Hier ist jeder einzelne gefragt und kann mit Kreativität und etwas Mut zur Verbesserung der Situation beitragen. Wir bedanken uns herzlich für das Gespräch. Fotos: © Christian Lagerek/shutterstock; Antonius Kiwall/privat

Querbeet

WebTalk – Wir beantworten Ihre Fragen rund ums Web!

Sie wollten schon immer wissen, was es mit „diese Seite ist nicht sicher“ auf sich hat? Warum Ihre Website nicht bei Google gefunden oder nicht richtig angezeigt wird? Aus welchen Gründen sie sehr lange lädt oder Besucher nach wenigen Sekunden abspringen? In unserer neuen, monatlichen Kolumne vermittelt Webmaster Daniel Heinke Basiswissen und wichtige Tipps rund um die Erstellung und Gestaltung einer Website, nützliche Tools, Suchmaschinenoptimierung oder Datenschutz. Dabei greifen wir Ihre Fragen auf und geben Ihnen genau die Informationen, die Sie benötigen! Ganz unkompliziert und selbstverständlich kostenlos. Schicken Sie Ihre Fragen einfach an webtalk@dheinke.de. Wir freuen uns darauf!

Projekte

Das Schaufenster Digitales Bauen ist weiterhin für Sie da!

Auch wenn bei uns gilt #WirbleibenZuhause, arbeiten wir aus dem Homeoffice – mit digitaler Unterstützung – gemeinsam an Hilfestellungen für Betriebe weiter. So bringen wir aktiv die Umsetzung von zwei Leitbetrieben und Informations- und Unterstützungsangeboten voran. Damit können Sie die Digitalisierung Ihres Unternehmens erfolgreich meistern und gestärkt aus der Krise herausgehen. Wir bieten Ihnen nun digitale Angebote, wie beispielsweise Webseminare, Videos oder interaktive Tools, um Sie bei der Bewältigung der Herausforderungen zu unterstützen, da vorerst keine Präsenzveranstaltungen stattfinden dürfen. Wir sind weiterhin telefonisch, per Mail oder auch per Videokonferenz für Sie erreichbar. Schreiben Sie uns eine Mail oder rufen Sie uns gern unter 02151 5155 88 an. Für ein Gespräch vor 8 Uhr und nach 17 Uhr schicken Sie uns bitte Ihren Wunschtermin mit dem Betreff „Termin Handwerker-Sprechstunde“ per E-Mail an: KDH@BZB.de Ganz wichtig hierbei ist die Angabe Ihrer Kontaktdaten. Gern melden wir uns dann bei Ihnen zurück. Wir freuen uns auf Ihre Anfragen. Noch ein paar Tipps Weitere Qualifizierungen aus anderen Mittelstand 4.0-Zentren finden Sie hier. Eine schnelle Orientierungshilfe für Fragen rund um das Corona-Virus und den Betriebsalltag von Handwerkern und Handwerkerinnen gibt die aktuelle Themen- und Informationsübersicht des ZDH. Titelfoto © Foxy burrow – shutterstock   Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben. Zum Abbau von Informationsdefiziten stellt das KDH den Entscheidungsträgern und Fachexperten des Handwerks praxisnahe Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die in fünf sogenannten Schaufenstern entwickelt und illustriert werden. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.       

Ausbildung

„Handwerk ist wesentlich komplexer als es sich die meisten vorstellen.“

Seinen Werdegang kann man als Erfolgsstory bezeichnen: Bester seines Jahrgangs, Medaillenträger der Deutschen Meisterschaften der Fliesenleger und Stipendiat der Lüttgen Pawlik Stiftung – der Fliesen-, Platten- und Mosaikleger Sascha Cuppenbender hat schon viel erreicht. Erst 22 Jahre jung, absolvierte er 2019 nach Abitur und Ausbildung im väterlichen Betrieb die Gesellenprüfung und nahm anschließend an Berufswettbewerben statt. Mit der Bronzemedaille im Bundeleistungswettbewerb 2019 zeigte er sein überragendes handwerkliches Können auch im deutschlandweiten Vergleich. Nun geht es für den Weseler weiter: Mit seinen Topnoten hat er sich für eine Bestenförderung der Lüttgen Pawlik Stiftung qualifiziert und strebt den Meistertitel an. Die Stiftung unterstützt mit einem Förderbetrag besonders motivierte Gesellen*innen bei ihrer Aufstiegsfortbildung. Die BZB führten ein Interview mit Sascha Cuppenbender – über seine Motivation, die Ausbildung, Zukunftspläne und warum „das Handwerk“ als Berufswahl nach wie vor interessant ist. BZB: Herr Cuppenbender, was hat sie während Ihrer Ausbildungszeit motiviert? Sascha Cuppenbender: Zum einen hat mich die Möglichkeit motiviert, als Bester meines Jahrgangs in der HwK Düsseldorf am NRW-Landeswettbewerb 2019 teilnehmen zu können. Aber es war auch mein eigener Ehrgeiz, eine möglichst gute Ausbildung zu absolvieren. BZB: Welche Fähigkeiten sind Ihrer Meinung nach wichtig, wenn man den Beruf des Fliesen-, Platten- und Mosaiklegers ergreifen möchte? Sascha Cuppenbender: Es ist auf jeden Fall von Vorteil, wenn man generell handwerklich versiert ist. Außerdem sollte man ein gutes Vorstellungsvermögen für fertige Räume haben und kreativ sein, um Kunden ein möglichst speziell auf sie abgestimmtes Produkt (Badezimmer, Terrasse, Flur…) bieten zu können. BZB: Wie hat die überbetriebliche Ausbildungszeit im BZB Düsseldorf Sie bei Ihrem Werdegang unterstützt? Sascha Cuppenbender: Ich denke am besten kann ich diese Frage mit einem Satz von meinem ehemaligen Ausbilder im BZB, Herrn Keweloh, beantworten: „Ich kann nur ein fahrendes Auto lenken.“ Also im übertragenden Sinn: Man muss selbst motiviert sein und etwas lernen wollen, damit die überbetriebliche Ausbildungszeit erfolgreich wird. Darüber hinaus hatten einige wichtige „Lenkimpulse“ seitens des Ausbilders einen entscheidenden Anteil an meiner erfolgreichen Ausbildung. BZB: Nach Ihrer Gesellenprüfung haben Sie den NRW-Landeswettbewerb der Fliesenleger gewonnen und holten anschließend die Bronzemedaille bei den Deutschen Meisterschaften. Eine tolle Leistung! Was waren die größten Herausforderungen in dieser Wettbewerbszeit? Würden Sie zukünftig an weiteren Berufs-Wettbewerben teilnehmen? Sascha Cuppenbender: Eine der größten Herausforderungen war es, stets motiviert zu sein, um in der Freizeit für die Wettbewerbe zu trainieren. Vor der Deutschen Meisterschaft zum Beispiel hatten die Teilnehmer ganz unterschiedliche Vorbereitungsmöglichkeiten. Einige konnten zweiwöchige Schnittkurse absolvieren, andere, wie ich zum Beispiel, hatten diese Möglichkeit in diesem Umfang nicht. Mein ehemaliger Ausbilder hat mir dann von sich aus das Angebot gemacht, mich an einem Wochenende zu trainieren. Das habe ich dankend angenommen. Die restliche Zeit habe ich allein geübt. Im Vergleich zu anderen Bundesländern, hinken meiner Meinung nach, im Punkt Vorbereitungsmaßnahmen die Verantwortlichen bei uns etwas hinterher, daher hatten Teilnehmer anderer Bundesländer einen größeren Umfang an Vorbereitung. Aufgrund dessen war eine Platzierung in den Top 5 sehr unwahrscheinlich, aber schlussendlich konnte ich mich immer wieder aufraffen und am Ende hat es sich mit einem überraschenden dritten Platz und einer Einladung in die deutsche Fliesenleger-Nationalmannschaft, auf jeden Fall gelohnt. An zukünftigen Berufs-Wettbewerben werde ich nicht teilnehmen, da meine Priorität aktuell der Meisterausbildung gilt. Deshalb habe ich auch die Einladung der Fliesenleger-Nationalmannschaft nicht angenommen. BZB: Das Thema Digitalisierung wird in allen Branchen und so auch für das Handwerk immer wichtiger. Welche Veränderungen oder auch Vorteile sehen Sie dadurch für das Fliesenleger-Handwerk? Sascha Cuppenbender: Im Fliesenleger-Handwerk ist es heute wichtiger denn je, alles gut zu dokumentieren, um sich rechtlich abzusichern. In der Digitalisierung sehe ich gerade in diesem Aspekt einen großen Vorteil, da man solche Dokumentationen mit entsprechender Software einfach umsetzten kann. Außerdem verbessert eine zunehmende Digitalisierung die Kommunikation in der Firma – ein einfaches Beispiel ist eine Situation auf der Baustelle. Ich habe auf der Baustelle eine Frage und kann direkt meinem Chef ein Foto schicken, sodass wir auf Grundlage des Fotos in einem Telefonat die Frage besprechen können. So weiß jeder was gemeint ist und es kommen keine Missverständnisse auf. BZB: Sie absolvieren gerade die Meisterschule in Vollzeit und möchten damit den Meistertitel erlangen. Warum haben Sie sich dafür entschieden und welche Ziele verfolgen Sie für die Zukunft? Sascha Cuppenbender: Ich habe mich entschieden den Meister zu machen, um mein Wissen in meinem Berufsfeld zu erweitern und auch die kaufmännischen Fertigkeiten zu erlernen, die man benötigt, um sich selbstständig zu machen. Da ich in der Zukunft den Betrieb meines Vaters, „Fliesen Cuppenbender“, übernehmen möchte und Anfang des Jahres die Meisterpflicht endlich wieder eingeführt wurde, ist der Meister natürlich auch Voraussetzung dafür. BZB: Warum sollten junge Menschen, Ihrer Meinung nach, ins Handwerk bzw. Bauhandwerk gehen? Was bieten die handwerklichen Berufe und welche Zukunft haben sie? Sascha Cuppenbender: Das Handwerk ist eine sehr vielfältige und große Berufsgruppe. Leider gibt es Vorurteile, dass man als Handwerker nichts können muss, was vielen Jugendlichen heute meiner Meinung nach vermittelt wird, nach dem Motto: „Wenn es mit dem Abitur nichts wird, kannst du ja noch ins Handwerk gehen“. Im Gegenteil: Das Handwerk ist wesentlich komplexer als es sich die meisten vorstellen können. Spätestens in der Meisterschule lernt man die Komplexität des eigenen Handwerks richtig kennen und ist teilweise selbst erstaunt, wie umfangreich es tatsächlich ist. In der Zukunft werden gerade durch den „Handwerker-Mangel“ unsere Berufe wieder in den Vordergrund rücken und ich hoffe, dass dadurch auch unser Image wieder besser wird. BZB: Haben Sie Tipps für Jugendliche, die sich für einen handwerklichen Beruf interessieren? Sascha Cuppenbender: Man sollte sich nicht von irgendwelchen alten oder erfundenen Klischees beeinflussen lassen und einfach das ausprobieren, woran man wirklich Interesse hat. Wir bedanken uns herzlich für das Gespräch. Fotos: © Sascha Cuppenbender/privat

Querbeet

„CORONA gefährdet auch die Bildung“

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Geschäftspartner, normalerweise informieren wir Sie auf unserer Website und in unserem Newsletter über die zahlreichen Aktivitäten des BZB-Teams auf den unterschiedlichsten Ebenen und in diversen Bereichen. Leider überlagert seit mehreren Wochen nur noch ein Thema die mediale Berichterstattung, sodass ich Ihnen unsere Situation mit der notwendigen Transparenz und Sachlichkeit darlegen möchte. Wir hoffen, bald erneut über unsere Aktivitäten berichten zu können, denn irgendwann wird auch diese Krise vorbei sein und „Bildung“, egal ob Aus-, Fort- oder Weiterbildung, gebraucht werden. Mutmaßlich haben wir uns alle noch vor wenigen Wochen nicht vorstellen können, dass wir jemals so starke Einschränkungen in unserem Alltag, in der persönlichen Freiheit und in unserer Lebensgestaltung akzeptieren würden. Die nunmehr globalen Ausgangssperren oder -beschränkungen sind aber ein Beleg dafür, dass wir als Menschheit wohl vor der größten Herausforderung seit dem 2. Weltkrieg stehen und wir nun lernen müssen, mit den Auswirkungen zu leben. Uns, als außerschulische Bildungseinrichtung, traf der Erlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW hart, denn es wurde verordnet, dass wir ab dem 17.03.2020 keine Teilnehmer mehr in unseren Einrichtungen bis mindestens zum 19.04.2020 betreuen dürfen. Unser gesamtes operatives Geschäft im Rahmen der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung, der pädagogischen Maßnahmen (Berufsorientierung, Qualifizierungsmaßnahmen) und der Weiterbildung wurde quasi „über Nacht auf Null“ gesetzt. Bislang haben wir noch nicht die Möglichkeit, praktische Tätigkeiten per Videokonferenz zu unterweisen oder „Bildung to Go“ anzubieten. Unser Ziel bleibt daher, für die ausgefallenen Bildungsangebote Ersatztermine zu organisieren, sofern und sobald die Situation es zulässt. Die derzeitige Situation stellt uns auch vor große finanzielle Herausforderungen, denn unsere Einnahmen sind weggebrochen, während die meisten Kosten geblieben sind. Leider hat uns dies dazu gezwungen, mit Zustimmung des Betriebsrates für unsere Mitarbeitenden „Kurzarbeitergeld“ zu beantragen. Diesen Weg gehen wir nicht gerne, doch das gemeinsame Überwinden der Krise steht im Vordergrund und kein*e einzelne*r Mitarbeitende soll zurückgelassen werden. An dieser Stelle möchte ich mich ausdrücklich bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz, ihre Solidarität und Flexibilität bedanken! Zum gesundheitlichen Schutz unserer Mitarbeiter*innen haben wir verstärkt Home Office eingeführt. Auch in den Büroräumlichkeiten und Werkhallen beachten wir alle erforderlichen Sicherheits- und Schutzmaßnahmen. Die Arbeitszeit der Mitarbeiter*innen nutzen wir unter anderem auch dafür, unser operatives Lehrangebot zu modernisieren und die Digitalisierung zu forcieren. Die Entwicklung des Online-Unterrichts zwischen dem Lehrpersonal der Schulen und den Schülern*innen zeigt eindeutig, dass die derzeit getätigten Investitionen in die Digitalisierung an unseren Standorten richtig und zukunftsweisend sind. Wie ist Ihre Einschätzung zum Thema „digitales Lernen“? Teilen Sie uns Ihre Meinung gerne mit! Mir ist durchaus bewusst, dass auf die oben geschilderte Problematik schon oft hingewiesen wurde, dennoch bitten wir Sie, dass Sie alle im Rahmen Ihrer persönlichen Kontakte auf die wirtschaftlichen Besonderheiten der Bildungseinrichtungen hinweisen, dies gilt nicht nur für uns, sondern für zahlreiche Kolleginnen und Kollegen in der gesamten Bundesrepublik. Das Gros der außerschulischen und nicht-akademischen beruflichen Bildung in Deutschland wird privat institutionell umgesetzt und hier, anders als bei staatlichen Einrichtungen, greifen überwiegend marktübliche Mechanismen. Das Wichtigste zum Schluss: Bleiben Sie gesund und nehmen Sie die Hygienehinweise ernst. Dadurch schützen Sie sich und andere. Lassen Sie uns gemeinsam alles dafür tun, dass unser Leben möglichst schnell wieder in geregelten Bahnen verläuft. Wir wünschen Ihnen, dass Sie gut durch diese äußerst schwierige Zeit kommen. Wir freuen uns auf jeden Fall, Sie zukünftig auch wieder „persönlich“ in unseren Einrichtungen begrüßen zu dürfen. Herzliche Grüße Thomas Murauer

Projekte

Status-Update: Europäische Projekte in Zeiten der Pandemie

Die Corona-Pandemie stellt derzeit global alle Branchen, Geschäftsbereiche und Betriebe vor enorme Herausforderungen. Auch die europäischen Projekte sind von den Auswirkungen maßgeblich betroffen. Um die Vorsichts- und Sicherheitsmaßnahmen zu wahren, fanden in den letzten Wochen sowohl im Inland als auch im Ausland keine Projekttreffen statt. EU-Projekte laufen weiter Die notwendigen Maßnahmen erschweren den Fortschritt bei den zeitlich begrenzten Projekten, die einem bestimmten Zeitplan folgen. Zugleich ergeben sich Chancen für die Weiterentwicklung und Nutzung digitaler Kommunikationswege, die eine weitere Zusammenarbeit mit den Projektpartnern und Bearbeitung der Projekte ermöglichen. Status-Update zum europäischen Projektbereich: Projektanträge können auf EU-Portalen weiterhin ohne wesentliche Einschränkungen beantragt werden (die Einreichungsfrist für ERASMUS+ wurde um einen Monat auf Mitte April verschoben) Projektmitarbeitende erarbeiten und konzipieren aus dem Home Office weiterhin Projektinhalte Projekttreffen können online umgesetzt werden. Dies ist fallweise möglich und dient in der aktuellen Situation als vorübergehende Lösung. Mittel- bis langfristig können Online-Konferenzen die Präsenz-Treffen jedoch nicht ersetzen, da z.B. die Kommunikationsnetze häufig überlastet sind. Die Wichtigkeit digitaler Kompetenzen steht derzeit besonders im Vordergrund. Zusammen mit soft skills wie Flexibilität, Motivation, Kommunikationsfähigkeit, Geduld u.a. ermöglichen sie das Arbeiten in (verschiedenartigen) digitalen Räumen im Projektbereich und gehören aktuell zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren in der europäischen Projektzusammenarbeit. Ansprechpartner für europäische Projekte: Frank Bertelmann-Angenendt und Angela Friesen. Foto © Denys Rudyi - stock.adobe.com

Ausbildung

Wir sind für Sie da! BZB-Außendienst betreut Sie weiter

In der aktuellen Ausnahmesituation liegt uns vor allem eines am Herzen – die Gesundheit und Sicherheit unserer Teilnehmer*innen, Kundinnen und Kunden, Partner und Mitarbeitenden. Die Teams der BZB vereint in dieser Zeit ein Ziel: Wir sind für Sie da und weiterhin ein zuverlässiger Partner. Die Bildungszentren des Baugewerbes e. V. ergriffen umfassende Vorsorge- und Schutzmaßnahmen, um einen Beitrag zur Eindämmung des Corona-Virus zu leisten. So bietet Ihnen der BZB-Außendienst den gewohnten Service aus dem Home Office. Sie als Betriebe erhalten von uns wie bislang Bewerbungsunterlagen von Interessenten zur Verfügung gestellt, die eine Ausbildung in einem relevanten Bauberuf anstreben. Die Unterlagen schicken wir Ihnen unkompliziert per E-Mail zu. Zu unseren Services gehören zudem einige weitere Leistungen. Wir unterstützen Betriebe bei: Nachwuchsgewinnung & Fachkräftesicherung Veränderten Kundenbedürfnissen Fragen zur Digitalisierung Wir unterstützen junge Menschen in der Berufsorientierung und auf Ausbildungsplatzsuche: Informationen zu Berufen im Baugewerbe Check der Bewerbungsunterlagen Hilfestellung bei der Suche nach Ausbildungsplätzen und Praktika Sie haben Fragen oder benötigen Unterstützung in den genannten Themen? Sprechen Sie uns an: Den oder die für Sie richtige*n Ansprechpartner*in finden Sie HIER unter Eingabe Ihrer Postleitzahl oder kontaktieren Sie uns direkt über die folgenden Kontaktdaten: Ansprechpartner des BZB-Außendienstes: Claudia Burggraf 0174 1738525* claudia.burggraf@bzb.de Christoph Lanken 0173 5135028* christoph.lanken@bzb.de *Falls wir uns gerade im Gespräch befinden sollten, bitten wir Sie, uns Ihren Namen und die Telefonnummer auf der Mailbox zu hinterlassen. Wir melden uns schnellstmöglich bei Ihnen zurück! Die nächsten Wochen werden für uns alle eine besondere Herausforderung. Umso wichtiger ist es, auf verlässliche Partner setzen zu können. Das sind wir für Sie auch weiterhin! Foto © I'm friday / shutterstock

Querbeet

BZB-Zentren: Erreichbarkeit in den nächsten Wochen

Aufgrund des Erlasses des NRW-Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales haben die BZB das komplette Bildungsangebot bis zum 19. April 2020 eingestellt. Die Situation stellt uns alle vor große Herausforderungen, doch wir hoffen, diese gemeinsam zu bewältigen. Der Schutz und die Gesundheit unserer Teilnehmer*innen, Kundinnen und Kunden, Mitarbeitenden und deren Familien hat die höchste Priorität. Auch in dieser schwierigen Situation möchten wir für Sie da sein. Ihre BZB-Ansprechpartner*innen arbeiten unter allen gebotenen Vorsichtsmaßnahmen (zum Teil im Home Office) weiter, denn wir möchten Sie weiterhin bei allen Fragen und Anliegen kompetent betreuen. Sie erreichen uns per Telefon und E-Mail. Die Sekretariate der Geschäftsführung und der BZB-Akademie stehen Ihnen zu gewohnten Zeiten unter folgenden Kontaktdaten zur Verfügung: Sekretariat der Geschäftsführung: info@bzb.de I 02151-5155-10 Sekretariat der Akademie: akademie@bzb.de I 02151-5155-30 Die Sekretariate im Bereich Ausbildung in den drei BZB-Zentren Krefeld, Wesel und Düsseldorf sind eingeschränkt besetzt und kümmern sich schnellstmöglich um Ihre Anfragen. Sekretariat Krefeld: krefeld@bzb.de I 02151-5155-20 Sekretariat Wesel: wesel@bzb.de I 0281-9545-0 Sekretariat Düsseldorf: duesseldorf@bzb.de I 0211-91287-0 Information für Lieferanten am Standort Krefeld: Der Empfang ist von 8:30 bis 11:15 Uhr besetzt. Auch außerhalb dieser Zeiten sind wir natürlich für Sie da – bitte rufen Sie uns in diesem Fall an und wir kommen zu Ihnen (Hinweisschild mit Telefonnummern ist am Eingang angebracht). Ankündigung: BZB-Betriebsferien Bedingt durch die aktuelle Lage schließen die drei Zentren der Bildungszentren des Baugewerbes e. V. in Krefeld, Wesel und Düsseldorf in der Woche vor Ostern, vom 06. – 09. April 2020, für Betriebsferien. Gerne sind wir im Anschluss erneut für Sie da. Vielen Dank für Ihr Verständnis und bleiben Sie gesund. Ihr BZB Team Foto © maxsim - stock.adobe.com

Querbeet

UPDATE zur Situation in Zusammenhang mit dem Corona-Virus

Liebe Lehrlinge, Betriebe, Seminarteilnehmer*innen und Besucher*innen, das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen beschloss weitere Maßnahmen zu Eindämmung der Coronavirus-Pandemie. Per Erlass sind alle Angebote von Bildungseinrichtungen vom 17. März bis 19. April 2020 einzustellen. Dies betrifft auch die Bildungszentren des Baugewerbes e. V. Dem Erlass folgend finden in dem oben genannten Zeitraum keine überbetriebliche Lehrlingsunterweisung, Präsenz-Seminare, Workshops, pädagogische Angebote oder Raumvermietungen statt. Wir informieren alle Beteiligten über Ersatztermine, sobald die Situation es zulässt und eine Aussage darüber möglich ist. Nachfragen zum Thema Meisterschulen bitten wir direkt an die Handwerkskammer Düsseldorf zu richten. UPDATE 17. März 2020 Leider sehen wir uns gezwungen, die BZB Zentren in Düsseldorf und Wesel bis voraussichtlich zum 19. April gänzlich zu schließen. Alle Anrufe werden nach Krefeld umgeleitet. Wir hoffen auf Ihr Verständnis, dass die Erreichbarkeit des BZB-Teams derzeit stark eingeschränkt ist. Bitte richten Sie im Bedarf Ihre Anfragen schriftlich an info@bzb.de. Über etwaige Änderungen halten wir Sie über unsere Website und die sozialen Medien auf dem Laufenden. Wir danken für Ihr Verständnis und wünschen Ihnen eine gesunde Zeit. Mit freundlichen Grüßen Ihr BZB Team Foto © Pranch/shutterstock

Ausbildung

Ausbildungs-Sprechstunde für Betriebe in den BZB

Die Bildungszentren des Baugewerbes e. V. bieten Ausbildungsbetrieben die Gelegenheit, an gemeinsamen offenen Sprechstunden in den drei BZB Zentren teilzunehmen. Neben allgemeinen Informationen zu aktuellen Themen in der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung stehen zusätzlich die Fachausbilder für Gespräche zur Verfügung. So geben wir den Betrieben die Möglichkeit, ihre Eindrücke über die ÜLU zu äußern, Anregungen zu geben oder Fragen zu klären. Zudem können Betriebsvertreter gemeinsam mit den Fachausbildern spezielle Inhalte der Fachausbildung besprechen. 2. Ausbildungsjahr 16.06.2020 Ausbilder*innen-Sprechtag im BZB Krefeld 17.06.2020 Ausbilder*innen-Sprechtag im BZB Wesel 18.06.2020 Ausbilder*innen-Sprechtag im BZB Düsseldorf 1. Ausbildungsjahr 07.07.2020 Ausbilder*innen-Sprechtag im BZB Krefeld 08.07.2020 Ausbilder*innen-Sprechtag im BZB Wesel 09.07.2020 Ausbilder*innen-Sprechtag im BZB Düsseldorf Alle Termine beginnen um 14.30 Uhr. Die BZB informieren die Betriebe zusätzlich mit einem Einladungsschreiben und freuen sich auf den Austausch. Bei Fragen steht gerne Dipl.-Ing. Markus Crone, BZB Geschäftsbereichsleiter Ausbildung & pädagogische Maßnahmen, zur Verfügung. Foto © Brian A Jackson/shutterstock

Projekte

Schaufenster Digitales Bauen: Handwerker-Sprechstunde

Inmitten der digitalen Informationsflut fragen Sie sich: Mit welchen Maßnahmen Ihr Unternehmen den digitalen Wandel beginnen sollte? Welche Kompetenzen und Werkzeuge Ihre Mitarbeiter*innen benötigen? Wie Ihr Unternehmen die Mitarbeitenden wirksam schulen kann? Sie suchen nach Lösungsansätzen für konkrete Herausforderungen und zur Optimierung Ihrer Arbeitsabläufe? Eines haben diese Fragen und Ansätze gemeinsam – sie behandeln Themen, bei denen wir Sie unterstützen möchten. Rufen Sie uns gern unter 02151 5155 88 an – wir freuen uns auf Ihren Anruf. Für ein Gespräch vor 8 Uhr und nach 17 Uhr schicken Sie uns Ihren Wunschtermin bitte per E-Mail an KDH@bzb.de mit dem Betreff Termin Handwerker-Sprechstunde unter Angabe Ihrer Telefonnummer. Gern melden wir uns bei Ihnen zurück. Warum bieten wir eine Sprechstunde an? Im Digitalisierungsprozess gilt es, schnell an brauchbare Informationen zu kommen. In unserer kostenfreien Sprechstunde stehen Ihnen fachkompetente Expert*innen des Kompetenzzentrums Digitales Bauen in vertraulicher Atmosphäre Rede und Antwort. Sie erhalten angebots- und kostenneutral wertvolle Informationen, die Ihnen helfen, die Chancen und Potenziale der Digitalisierung zu nutzen. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme! Foto © Polonio Video/stock.adobe.com   Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben. Zum Abbau von Informationsdefiziten stellt das KDH den Entscheidungsträgern und Fachexperten des Handwerks praxisnahe Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die in fünf sogenannten Schaufenstern entwickelt und illustriert werden. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.       

Ausbildung

BZB goes Instagram: Neuer Kanal ist live

Fotos, Videos, Infos und Einblicke aus erster Hand zum Thema Aus- und Weiterbildung sowie Berufsorientierung in den Bauberufen gibt es ab sofort auf dem neuen Instagram-Account der Bildungszentren des Baugewerbes e. V. unter dem Profilnamen bzb.de. Der neue Kanal richtet sich an eine junge Zielgruppe und will authentisch und persönlich die Bauberufe und die Menschen dahinter vorstellen. Zusätzlich stehen praktische Infos zur Ausbildung, handwerkliche Tipps & Tricks und alles, was die Bau-Lehrlinge von heute bewegt im Vordergrund. Themen wie Mobilitäten und der zunehmend digitaler werdende Alltag sollen zeigen, dass das Baugewerbe modern und für den jungen Nachwuchs attraktiv ist. Folgen Sie uns auf www.instagram.com/bzb.de

Ausbildung

BZB im Dialog – Wie geht es weiter nach dem Abitur?

Rund 20 Schülerinnen und Schüler der Q1 (Klasse 12) diskutierten an der Bertha-von-Suttner Gesamtschule in Dormagen über das Thema: „Wie geht es weiter nach dem Abitur?“ oder auch „Mache deinen Weg im Handwerk nach dem Abitur!“. Die Jugendlichen hatten die Möglichkeit, sich zu Workshops unterschiedlicher Themenschwerpunkte anzumelden. Nach der Vorstellung der Ausbildungsmöglichkeiten im Bauhandwerk kam es schnell zu einer regen Diskussion über einen beruflichen Werdegang im Baugewerbe. Es entwickelte sich ein konstruktiver Dialog, bei dem die beteiligten Schülerinnen und Schüler viele neue Impulse im Bezug auf ihre Berufs- und Studienwahl mitnehmen konnten. Einige Teilnehmer*innen nahmen bereits am „Challenge Bauprojekt – potentielle Führungskraft von Morgen“ in den BZB teil und sind durch die Erfahrung darin bestärkt, eine Karriere im Handwerk anzustreben. Großes Interesse zeigten die Jugendlichen zudem an der seit dem 01.01.2020 geltenden Anerkennung des Handwerksmeisters als „Bachelor Professional“, die ohne Studium erreicht werden kann. Auch die Optionen eines dualen und sogar trialen Studiums fanden Anklang. Die Gesprächsrunde fand auf Einladung der zuständigen Stufenberatung statt. Wir bedanken uns bei den Verantwortlichen der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule für die Einladung und bei den beteiligten Schülerinnen und Schülern für das konstruktive Gespräch! Foto © ©Stockwerk-Fotodesign - stock.adobe.com

Projekte

Kostenfreie Angebote im Schaufenster Digitales Bauen

Die Digitalisierung wirkt sich erheblich auf kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland aus. Der gesellschaftliche und wirtschaftliche Wandel kann als Chance genutzt werden: Sie als Unternehmer*in können sich für die Zukunft rüsten, sich stabil und breit aufstellen und die Wertschöpfung in Ihrem Unternehmen erfolgreich, innovativ und nachhaltig ausrichten. Das Schaufenster Digitales Bauen unterstützt Sie dabei! Unsere Angebote richten sich einerseits an Multiplikatoren aus Verbänden, Innungen und Kammern. So können Sie unsere Konzepte und Angebote gern adaptieren und an Betriebe und Unternehmen in Ihrem Einzugsbereich weitergeben. Vor allem wollen wir direkt Sie (als Unternehmender, Angestellter oder Mitarbeitender eines kleinen und mittelständischen Betriebes) an diesem kostenfreien Angebot teilhaben lassen, damit Sie die wertvollen Informationen für sich und Ihr Unternehmen nutzen können. Für Betriebe bieten wir: Den Innovationspfad: Der Innovationspfad ist ein tatsächlich begehbarer Parcours, auf dem die Teilnahmenden die Möglichkeit haben, nützliche Anwendungen und Werkzeuge für das Baugewerbe hautnah zu erleben. An verschiedenen Stationen spiegeln sich die typischen betrieblichen Abläufe wider. Wie bei einem Zirkeltraining erfahren Sie mehr über Themen wie Auftragsvergabe, Bauvorbereitung und -durchführung bis zur Abnahme und modernen Kundenservice. Sie lernen die innovativen Möglichkeiten kennen und können diese praktisch testen. Denn das Motto lautet: Sehen. Anfassen. Ausprobieren. Qualifizierungen zur Umsetzung der eigenen Digitalisierungsstrategie: Diese Grundlagenmodule vermitteln wesentliches Wissen für die Entwicklung eigener Digitalisierungsstrategien. Gerade in Verbund mit dem ersten Erleben nützlicher digitaler Werkzeuge für die Bau- und Ausbaugewerke aus o.g. Innovationspfad können hier die Teilnehmenden Ideen und Strategien entwickeln, um die Digitalisierung in die Tat umzusetzen. Starker Bezug zur Baupraxis und das selbstständige Üben und Ausprobieren sind auch hier die wesentlichen Elemente in den Modulen: M 2.1 | Das digitale Bauunternehmen – Strategieworkshop M2.2 | Prozessmanagement – Arbeitsabläufe strukturieren und visualisiert M2.3 | Projekte digital abwickeln – Hard- und Softwareauswahl M2.4 | BIM – eine Chance für Bau- und Ausbaugewerke Qualifizierungen zu digitalen Lösungen in verschiedenen Handlungsfeldern des Betriebes: Diese Qualifizierungen vertiefen nun konkrete Anwendungsbeispiele und Handlungsfelder. Nicht nur Betriebsführer, sondern auch Angestellte und tatkräftige Mitarbeiter*innen erleben praxisnahe Schulungen in digitalen Methoden, um diese ideenreich in den Betrieb einzubringen, den eigenen Kenntnisstand zu erweitern und somit auch den ganzen Betrieb in der vollen Breite des digitalen Transformationsprozesses zu stärken. Hier geht es um die Themen: Going Digital | Strategie Organisation der Abläufe - digitales Arbeitsumfeld Dokumentenmanagement Digitales Aufmaß Baudokumentation und Mängelmanagement Das digitalisierte Lager Kundengewinnung, -kommunikation und -betreuung Kundenbindung durch neue Geschäftsmodelle Leitbetriebe, welche als Leitlinie dienen können: laut Duden handelt es sich um einen Betrieb, der innerhalb eines Produktionsbereichs die besten Voraussetzungen hat [und als Leitbild fungiert]. In unserem Fall handelt es sich um virtuelle Leitbetriebe in den Bereichen Glaser, Dachdecker und Hochbau. Wir zeigen Fallbeispiele der virtuellen Betriebe. Möchten Sie noch aktiv am Hochbau mitwirken, dann melden Sie sich gern bei uns. Alle Angebote sind kostenlos für Sie! Nutzen Sie unsere Schulungen und Qualifizierungen, um ein fundamentales Verständnis und konkrete Ideen für die Umsetzung der digitalen Transformation zu entwickeln! Zu den Qualifizierungen mit Terminübersicht Bei Rückfragen wenden Sie sich gern an Dr.-Ing. Martina Schneller. Titelfoto © Sergey Nivens – stock.adobe.com   Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben. Zum Abbau von Informationsdefiziten stellt das KDH den Entscheidungsträgern und Fachexperten des Handwerks praxisnahe Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die in fünf sogenannten Schaufenstern entwickelt und illustriert werden. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.       

Projekte

Dachdecker aufgepasst: Auf der Suche nach der richtigen Software-Lösung?

Das Schaufenster Digitales Bauen im Kompetenzzentrum Digitales Handwerk möchte Sie hierbei unterstützen. Dafür benötigen wir zunächst Ihr Feedback zu den unterschiedlichen Software-Lösungen, die bereits bei Ihnen im Einsatz sind. Wir freuen uns, wenn Sie sich fünf Minuten Zeit nehmen und die wichtigsten Fragen über Software-Lösungen für unterschiedliche Handlungsfelder beantworten könnten. Vielleicht lernen Sie so auch einige Software-Lösungen kennen. ZUR UMFRAGE Die Befragung ist anonym. Sollten Sie Interesse an den Ergebnissen haben oder weitere Informationen benötigen, dann schicken Sie uns eine E-Mail an KDH@BZB.de mit dem Betreff: Software im Baugewerbe. Bei Rückfragen wenden Sie sich gern an Dr.-Ing. Martina Schneller. Foto © cybrain/shutterstock   Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben. Zum Abbau von Informationsdefiziten stellt das KDH den Entscheidungsträgern und Fachexperten des Handwerks praxisnahe Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die in fünf sogenannten Schaufenstern entwickelt und illustriert werden. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.       

Ausbildung

BZB informieren über Bauberufe

Die Bildungszentren des Baugewerbes unterstützen interessierte Jugendliche bei der Ausbildungsplatzsuche und stellen auch in den kommenden Wochen und Monaten die vielfältigen Ausbildungsberufe im Bauhandwerk auf Messen und Veranstaltungen in der Region vor. 04.03.2020 – Berufsinformationstag der Freien Christlichen Gesamtschule Mesa des Gymnasiums, Buchenstr. 1, 40599 Düsseldorf, 14.30-16.30 Uhr 11.03.2020 – Klever Job- und Ausbildungsbörse Stadthalle Kleve, Lohstätte 7, 47533 Kleve, 10.00-15.00 Uhr 20.03.2020 – Berufsorientierungsmesse Hauptschule Korschenbroich, Von-Stauffenberg-Str. 47, 41352 Korschenbroich, 8.00-15.00 Uhr 27.03.2019 – #LustaufHandwerk, Alfred-Herrhausen-Schule, Vennhauser Allee 167, 40627 Düsseldorf, 8.00-17.00 Uhr 02.04.2020 – Ausbildungsbörse/Tag der Logistik, Rheinhausenhalle, Beethovenstr. 20, 47226 Duisburg, 10.00-16.00 Uhr 28.04.2020 – Jobmesse, Bertha-von-Suttner-Gesamtschule, Schlei-Str. 6, 41542 Dormagen, 9.30-12.30 Uhr 09.05.2020 – 9. Hildener Ausbildungs- und Studienbörse, Evangelisches Schulzentrum, Gerresheimer Str. 74, 40721 Hilden, 9.00-14.30 Uhr 10.06.2020 – Jobralley, Anne-Frank-Realschule Düsseldorf, Ackerstr. 174, 40233 Düsseldorf, 8.00-13.00 Uhr Foto © Cevahir/fotolia

Projekte

ICONS: BIM-App in der Planungsphase

Im Vordergrund des EU-Projektes ICONS, „Innovation in Construction Sites“, steht die Entwicklung einer App, die Fachkräfte auf der Baustelle dabei unterstützen soll, Informationen, die mit BIM-Technologien entwickelt wurden, zu verstehen und in täglichen Betriebsabläufen einzusetzen. Dazu erarbeiten die Projektpartner aus fünf Ländern, federführend unter der italienischen Leitung der Scuola Costruzioni Vicenza Andrea Palladio, die Bedarfe auf der Planungs- und Umsetzungsebene. Expertinnen und Experten der Bildungseinrichtungen im Baugewerbe geben aktuell in einer Umfrage Einblicke in die Sichtweise der Unternehmer*innen und der Mitarbeitenden auf der Baustelle zu der Umsetzbarkeit von BIM, den Vorteilen aber auch den Schwierigkeiten. Die Erkenntnisse dienen anschließend der inhaltlichen Entwicklung der App. Diese soll bis zum Herbst 2020 programmiert werden. Das Projekt wird vom Erasmus+ Programm der europäischen Union gefördert. Projektpartner: Scuola Costruzioni Vicenza Andrea Palladio (Italien), BZB (Deutschland), Gospodarska zbornica Slovenije - GZS (Slovenien), Westdeutscher Handwerkskammertag (Deutschland), Coventry University (UK), Fundación Laboral de la Construcción – FLC (Spanien), Universitat de Valencia (Spanien) Foto: © Panchenko Vladimir/shutterstock

Weiterbildung

Neues SIVV Handbuch – kostenloser Download

Absolventen des SIVV Scheins müssen sich im Bereich der Betoninstandhaltung immer auf dem Laufenden halten. Die Bildungszentren des Baugewerbes e. V. wollen sie hierbei unterstützen. Wissenswert ist die Aktualisierung des vom Deutschen Beton- und Bautechnik-Verein e. V. herausgegebenen „SIVV-Handbuchs – Schützen, Instandsetzen, Verbinden und Verstärken von Betonbauteilen“ aus dem Jahr 2008. Grundlegend überarbeitet wurde Kapitel D, das sich ausführlich mit dem Thema „Schutzmaßnahmen“ befasst. Schwerpunkte dieses Kapitels sind die Beschreibung der Gefahrstoffe, die Gefährdungsbeurteilung und die Erläuterungen zu den erforderlichen Schutzmaßnahmen. Des Weiteren beschäftigt es sich mit den Themen Lagerung, Transport und Umweltschutz. Zusätzliche Informationen zum aktualisierten Handbuch und die Möglichkeit eines kostenlosen Downloads finden Sie auf der Webseite der Deutschen Bauchemie. Wie in jedem Jahr führen wir auch in 2020 wieder zahlreiche Erstlehrgänge und Weiterbildungen im Bereich Schützen, Instandsetzen, Verbinden und Verstärken von Betonbauteilen durch. Sowohl für Ausführende (SIVV), Qualifizierte Führungskräfte/Fachbauleiter, als auch für Planer (SKP). Hier finden Sie alle Termine und weiteren Informationen zu unseren Lehrgängen im Bereich der Betoninstandhaltung. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Kontaktieren Sie Ihre Ansprechpartner: SIVV Schein in Wesel Franziska Schmidt Tel. 0281 9545-30 E-Mail: franziska.schmidt@bzb.de SIVV Weiterbildung in Krefeld Dipl.-Ing. (FH) Sebastian Grauten Tel. 02151 5155-39 E-Mail: sebastian.grauten@bzb.de Foto © Michael Fritzen - stock.adobe.com/

Projekte

Tyco(o)nstructor: TYCON-Projekt mit erstem Demobaustein

Seit Oktober 2018 läuft das EU-Projekt „Tyco(o)nstructor: Mini-Games that Foster Entrepreneurial Competence for the Construction Sector” unter Leitung der Open University Heerlen mit den Bildungszentren des Baugewerbes e. V. als einem der Projektpartner. Die Projektaktivitäten fokussieren sich auf die Entwicklung von Video-Modulen zur Erweiterung beruflicher Kompetenzen wie: Initiative ergreifen Lernen durch Erfahrungen Aktivieren Dritter (z.B. Mitarbeitender) Ethisches und nachhaltiges Denken und Handeln Motivation und Durchhaltevermögen Der Rahmen für die Vermittlung der Inhalte ist die spielerische Entwicklung einer Bauunternehmung – vom Start-up bis zum Großunternehmen in 5 Stufen. Das Mini-Game eignet sich daher besonders für Lehrlinge in der beruflichen Erstausbildung in der Bauwirtschaft. Einen ersten, kurzen Einblick ins Spiel gibt es hier. Am 07. Mai 2020 wird in Köln-Ehrenfeld unter der Leitung der Bildungszentren des Baugewerbes e. V. sowie des Westdeutschen Handwerkskammertages eine Projektveranstaltung zum Thema “Serious Gaming in der Berufsbildung – Spielend Lernen im digitalen Zeitalter” stattfinden. Weitere Informationen gibt es hier. Foto © tycon-project.eu

Weiterbildung

Erfolgreicher Abschluss: Qualifizierte Planer für Dichtkonstruktionen aus Beton

Im Zeitraum 10. – 14.02.2020 fand der nun schon sechste Lehrgang zum „Qualifizierten Planer für Neubau und Instandsetzung von Dichtkonstruktionen aus Beton“ im BZB Krefeld statt. Nach vier interessanten, aber auch anspruchsvollen Lehrgangstagen legten zwei Damen und 13 Herren ihre Abschlussprüfung mit Erfolg ab. Während des Lehrgangs setzten sich die Teilnehmer mit bau- und wasserrechtlichen Inhalten ebenso wie mit technischen Themen auseinander. Die erworbene Qualifikation ist nach dem Inkrafttreten der AwSV (Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen) im August 2017 unbedingt nachzuweisen, wenn es um die Planung von Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen geht. Der nächste Lehrgang zum selben Thema findet im BZB Krefeld im Zeitraum 28.09. – 02.10.2020 statt. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier oder persönlich bei Ihrer Ansprechpartnerin Dr. Annemarie Gatzka.

Querbeet

Erfolgreich durchgeführt: digitalBAU2020 in Köln

Erstmalig fand die Fachmesse digitalBAU vom 11. – 13. Februar 2020 in Köln statt. Im Zentrum der Messe standen digitale Lösungen in der Baubranche. Auch die Bildungszentren des Baugewerbes e. V. (BZB) waren mit einem Stand vertreten und stellten ihr Angebot vor. Die Digitalisierung ist ein entscheidendes Thema – auch bei den BZB. Ob bei der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung, bei den Angeboten der Fort- und Weiterbildung oder im Rahmen des Projektes Schaufenster Digitales Bauen im Kompetenzzentrum Digitales Handwerk – das digitale Angebot wird immer wichtiger. An allen drei Messetagen war der Stand gut besucht und es fanden viele Gespräche mit interessierten Fachbesuchern statt. Stark nachgefragt war das Weiterbildungsangebot, aber zu einem Highlight der Fachmesse gehörte auch der Baumaschinensimulator. Die Besucher*innen hatten am Gerät die Gelegenheit, an realistischen Baustellensituationen unterschiedliche Baumaschinen auszuprobieren. Ob Straßenbauergeselle, Bauunternehmer, Geschäftsführer oder NRW-Ministerin Ina Scharrenbach: Alle machten mit und zeigten sich begeistert. Der Bausimulator wird in den BZB in der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung und der Berufsorientierung eingesetzt. „Das neue Messe-Konzept digitalBAU ist der richtige Schritt, alle Bereiche der Baubranche bei der Umsetzung der Digitalisierung zusammen zu bringen. Die hohe Besucheranzahl und die gezielten Anfragen am BZB-Stand haben das bewiesen“, so das Fazit von Christoph Lanken vom BZB-Außendienst.

Ausbildung

Ready for take-off: BZB-Berufsorientierung 2020 startet mit vielen Veranstaltungen

Eine Ausbildung ist attraktiv – besonders im Handwerk. Unter dem Motto „Ready for take-off“ starteten die Bildungszentren des Baugewerbes e. V. (BZB) pünktlich vor den Halbjahreszeugnissen ihre Aktivitäten zum Thema Ausbildung, um Jugendliche für eine Lehre im Bauhandwerk zu gewinnen. Neben vielen Direktterminen in 9. und 10. Jahrgangsstufe beteiligten sich die BZB an vier großen Berufsorientierungsbörsen. Mit Unterstützung der Bau-Lehrlinge war eine praktische und theoretische Präsentation der Bauberufe in Kempen, Geldern, Düsseldorf und Wuppertal möglich. Highlight und Eye-Catcher waren dabei die digitalen Baugerätesimulatoren, die im Rahmen der überbetrieblichen Ausbildung in den BZB im Einsatz sind. Der große Zuspruch zeigte sich an den langen Schlangen, denn bei den unterschiedlichen Baumaschinen ist für jeden etwas dabei – ob Bagger, Kran oder Gabelstapler. In enger Zusammenarbeit mit den Auszubildenden, den Ausbildungsbetrieben und den Innungen erhielten die jungen Interessenten eine praxisorientierte Beratung zu den Berufen des Bauhandwerks, Informationen über die Ausbildungsmöglichkeiten und einen Einblick in die Aufstiegsmöglichkeiten nach der Lehre. Die Berufsorientierungsbörsen in Kempen im Carl-Duisberg-Gymnasium, in Geldern im dortigen Berufskolleg, in Düsseldorf in der St. Benedikt-Schule und in Wuppertal in der Gesamtschule Uellendahl-Katernberg gehören zu den größten und informativsten Börsen ihrer Art. Alle Berufe und Berufsbereiche sind vertreten, so dass junge Menschen aus einem großen und interessanten Fundus schöpfen können.

Weiterbildung

Neue Spezialisten für Betontechnologie

Nach vier Wochen harter Arbeit absolvierten 20 Teilnehmende mit Erfolg den Lehrgang "Erweiterte betontechnologische Ausbildung" (E-Schein). Wer den begehrten Schein in den Händen hält, hat einen wichtigen Karrierebaustein geschafft: Mit dem E-Schein erwerben die Teilnehmenden die höchstmögliche, betontechnologische Qualifikation in Deutschland. Unter anderem dürfen die Absolventen eine Betonprüfstelle leiten und haben die Möglichkeit, persönliches Mitglied beim Verband Deutscher Betoningenieure (VDB) zu werden. Um den begehrten Schein zu erlangen, ist intensives Lernen erforderlich – Ein 8-Stunden-Tag reicht zur Erlangung des nötigen Wissens in der Regel nicht aus. Auch in den Abendstunden lernte die Gruppe täglich für die Prüfungen. Der Lehrgang, der sich insgesamt über vier Wochen erstreckt, teilt sich in zwei Blöcke zu je zwei Wochen auf. Abschließend nach jedem Block ist eine schriftliche Prüfung von drei Stunden zu bestehen. Nach der ersten Prüfung im Dezember 2019 fand der Kurs mit dem zweiten Block und anknüpfender Prüfung im Januar 2020 seinen Abschluss. 20 Teilnehmer bestanden das Seminar und erhielten im feierlichen Rahmen am 24. Januar ihre Urkunden durch den PA-Vorsitzenden Dipl.-Ing.- Rolf Kampen überreicht. Der nächste E-Schein-Lehrgang findet vom 30.11. – 11.12.2020 und 11.01. – 22.01.2021 im BZB Krefeld statt. Zur Anmeldung Bei Fragen und für Informationen wenden Sie sich bitte an Dipl.-Ing. (FH) Sebastian Grauten.

Projekte

Women Can Build: Marleen – Von der Zahntechnikerin zur Dachdeckerin

In der Werkhalle der angehenden Dachdeckerinnen und Dachdecker im BZB Wesel beendet Marleen ein Modell zur Simulation einer Deckung mit Faserzementplatten. „Die Aufgabe besteht darin, das Modell so umzubauen, dass eine Schräge entsteht“, erklärt sie. Marleen hat bereits erfolgreich eine erste Lehre als Zahntechnikerin abgeschlossen, sich dann aber beruflich umorientiert. „In der Ausbildung zur Zahntechnikerin habe ich viel Zeit in der Praxis verbracht. Aber eigentlich bin ich lieber draußen an der frischen Luft.“ Dies wurde ihr besonders bewusst, als sie nach ihrer ersten Lehre zur Überbrückung der Zeit bis zur Festanstellung ein Praktikum im Dachdeckerbetrieb ihres Vaters durchführte. „Im Sommer werde ich nun schön braun und meine Freundinnen beneiden mich deswegen“, lacht Marleen. Sie ist froh, dass sie sich beruflich umorientieren konnte. „Ich glaube, dass viele junge Frauen nicht auf den Gedanken kommen, ein Praktikum im Baugewerbe zu machen. Wahrscheinlich hätte ich auch nicht daran gedacht, wenn ich nicht die Möglichkeit im Familienbetrieb gesehen hätte.“ Im Rahmen des EU-Projektes Women Can Build machen die BZB auf die Ausbildungsberufe im Baugewerbe aufmerksam und zeigen, dass Frauen in diesem männerdominierten Feld ebenfalls ihre Berufung und Erfolg finden können. Dachdeckerberuf bietet viel Abwechslung Marleen stellt das Modell fertig und geht in eine andere, kleinere Werkhalle, um mit der zweiten Aufgabe zu starten. „Ich werde für die Schieferdeckung den Anfangort und den Endort anfertigen und den Schiefer selbst passend schlagen.“ Zum besseren Verständnis hat das Ausbilderteam im BZB Wesel für die Lehrlinge eine Art Hinweistafel mit anschaulichen Erklärungen und Beschreibungen erstellt. Bilder und Zeichnungen unterstützen bei der Ausführung der Aufgabe. Besonders gefällt Marleen die Abwechslung: die wechselnden Baustellen, der Kundenkontakt, aber auch die Ruhe auf dem Dach. Nach dem Abschluss von zwei Lehren freut sie sich, bald in ihrem Beruf angekommen zu sein und ihre Arbeit als Gesellin aufnehmen zu können.

Projekte

Jetzt anmelden: Digitalisierungswissen für Ausführende

Das Schaufenster Digitales Bauen im Kompetenzzentrum Digitales Handwerk bietet mit seinem dritten Qualifizierungsangebot Digitalisierungswissen für die Ausführenden. Angesprochen sind Betriebsinhabende, Führungskräfte, Mitarbeitende sowie Auszubildende in kleinen und mittleren Betrieben aus dem Baugewerbe. Neben den bereits etablierten Modulen Innovationspfad Digitales Bauen und Grundlagen für Entscheider in Bau- und Ausbaugewerken beschäftigen sich die neuen Kurse mit konkreten und praktischen Themenbereichen, die in jedem Betrieb zum Tagesablauf gehören. Während die Teilnehmenden im Workshop M3.2.1 | Der digitale Arbeitsplatz – Strategieworkshop methodische Schritte an die Hand bekommen, wie die Digitalisierung strategisch sinnvoll angegangen und umgesetzt werden kann, stellt die Veranstaltung M3.2.2 | Dokumentenmanagement die Weichen für ein zukünftig digitales und vernetztes Arbeiten. Der Workshop M3.3.1 | Digitales Aufmaß ist interessant für die Akquise und Planung. In diesem Workshop werden die verschieden Möglichkeiten der Aufmaß-Erstellung vorgestellt – auch Messverfahren, wie zum Beispiel das Messen aus Bilddateien (Photogrammmetrie). Beim letzten Modul M3.3.2 | Baudokumentation und Mängelmanagement lernen die Teilnehmenden die unterschiedlichen Softwareprogramme kennen und können diese anhand von detaillierten Praxisbeispielen auch selbst ausprobieren. Ein klarer Bezug zur Baupraxis und das selbstständige Üben und Ausprobieren sind neben dem Austausch auf Augenhöhe ein wesentlicher Bestandteil der neuen Praxisworkshops. Die Qualifizierungen sind für die Teilnehmenden kostenfrei. Hier erhalten Sie weitere detaillierte Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung. Titelfoto © Africa Studio / shutterstock   Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben. Zum Abbau von Informationsdefiziten stellt das KDH den Entscheidungsträgern und Fachexperten des Handwerks praxisnahe Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die in fünf sogenannten Schaufenstern entwickelt und illustriert werden. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.       

Qualifizierung Digitales Bauen KDH Digitalisierung Digitale Werkzeuge
Projekte

CODESMA: Online-Kurs zum Umgang mit Bau- und Abbruchabfällen

Bau- und Abbruchabfälle stellen laut des Statistischen Amts der Europäischen Union (eurostat) den größten Abfallstrom in der EU dar. Gleichzeitig bleibt die Menge des Abfallaufkommens relativ stabil und weist eine hohe Wiederverwendungsquote auf, vor allem durch Verfüllvorgänge, so berichtete die Europäische Umweltagentur (EEA) am 16. Januar 2020. Das Verwertungsziel von 70% bis 2020, festgelegt in der Abfallrahmenrichtlinie von 2008, wurde von vielen europäischen Ländern bereits im Jahr 2016 übertroffen. Die BZB und Projektpartner aus Litauen, Griechenland und Polen entwickeln unter der Projektleitung aus Großbritannien aktuell einen Online-Kurs zum Umgang mit Bau- und Abbruchabfällen. Der Kurs beschäftigt sich mit der Planung und dem Management von Baustellenabfällen, noch bevor diese entstehen. Es wird ein Verfahren zur Abfallvermeidung und besseren Organisation von Abfällen mithilfe eines Abfallbewirtschaftungsplanes vorgestellt, der auf dem Site Waste Management Plan (SWMP) aus Großbritannien basiert. Zu den weiteren Inhalten zählen Technologien zur Abfalltrennung, die Vermeidung von Abfällen sowie der Umgang mit Gefahrstoffen. Der Online-Kurs wird zurzeit in die fünf Sprachen der beteiligten Projektpartner-Länder übersetzt und voraussichtlich im April 2020 für Fachkräfte auf der Baustelle sowie Interessierte kostenfrei zur Verfügung stehen. Bei einer erfolgreichen Teilnahme am Online-Kurs erhalten die Lernenden ein Zertifikat. Das Projekt wird vom Erasmus+ Programm der Europäischen Union gefördert. Projektpartner: Universität Coventry (UK), BZB (D), VSRC (LT), PROMEA (GR), PSMB (PL) Ansprechpartner in den BZB: Frank Bertelmann-Angenendt und Angela Friesen. Foto © mmphotographie.de/Fotolia

Querbeet

Ytong Silka Akademie zu Gast im BZB Wesel

Unter dem Motto „Intelligente, wirtschaftliche und praxisorientierte Lösungen für den Rohbau“ starteten die Baupraktikertage der Ytong Silka Akademie erstmals im BZB Wesel. Die Baupraktikertage stellen anhand einzelner Themeninseln Mauerwerksprodukte vor und vermitteln sowohl Techniken als auch theoretisches Grundwissen. Praxis-Vorführungen, bei denen die Teilnehmenden aktiv und praktisch mitarbeiten, zeigen, wie wirtschaftliches weißes Mauerwerk und Dämmsysteme dauerhaft schadenfrei erstellt werden können. Die Ytong Silka Akademie teilt Wissen und Fachkenntnisse rund um die Produkte Silka Kalksandstein und Ytong Porenbeton. Zu weiteren Terminen der Baupraktikertage Sie haben Interesse an einer Raumanmietung für Veranstaltungen oder Weiterbildungen in Krefeld oder Wesel? Gerne unterstützen wir Sie: Informationen zu unseren Räumlichkeiten finden Sie hier.

Weiterbildung

Neue Technische Regel „Instandhaltung von Betonbauteilen“

Das deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) hat die Teile 1 und 2 der neuen „Technischen Regel Instandhaltung von Betonbauwerken (TR Instandhaltung)“ in der Fassung aus November 2019 zur Anhörung gestellt. Die Technische Regel gilt in Verbindung mit der DAfStb-Richtlinie „Schutz und Instandsetzung von Betonbauteilen“ (Instandsetzungsrichtlinie, Ausgabe Oktober 2001, inkl. der Berichtigungen 1 bis 3). Auf den Gelbdruck der Instandhaltungsrichtlinie wird nicht weiter eingegangen. Die TR Instandhaltung steht auf der Website des DIBt als Download bereit. Stellungnahmen sind bis zum 7. Februar 2020 an das DIBt zu richten. Mit unserem renommierten Referententeam wollen wir Sie auf diese und weitere Änderungen, wie die neue ZTV-ING aus April 2019, vorbereiten. Auch in 2020 führen wir wieder zahlreiche Erstlehrgänge und Weiterbildungen für Sachkundige Planer und Qualifizierte Führungskräfte durch. Hier finden Sie alle Termine und weiteren Informationen zu den Lehrgängen im Bereich der Betoninstandhaltung. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Kontaktieren Sie Ihren Ansprechpartner Dipl.-Ing. (FH) Sebastian Grauten. Foto © sdecoret - stock.adobe.com

Weiterbildung

Nächster Karriereschritt: Meister werden!

Die Bundesregierung schaffte 2004 die Meisterpflicht für 53 Berufe ab, nun trat ab dem 1. Januar 2020 die Rückkehr der Meisterpflicht für 12 Gewerke in Kraft – darunter für die Fliesen-, Parkett- und Mosaikleger. Die Wiedereinführung soll dabei unterstützen, Mängel bei Fliesenarbeiten zu verringern und damit für eine größere Qualität im Handwerk sorgen. Auch der Nachwuchskräftesicherung ist gedient, denn nur Meisterbetriebe dürfen ausbilden. Die BZB führen regelmäßig Vorbereitungskurse für die Meisterprüfung im Fliesenleger-Handwerk am Standort Krefeld durch. Teilnehmende lernen in der „Meisterschule“ alles, was sie für eine Karriere als erfolgreiche*r Unternehmer*in oder Führungskraft im Fliesen-, Platten- und Mosaikleger-Handwerk benötigen. Experten aus der Praxis vermitteln fundiertes Know-How an junge Profis. Neben fachspezifischen Aspekten wie Material- und Baustofflehre, Gestaltung und Verlegetechnik wird auch Wissen rund um die Betriebsführung, Marketing und Qualitätsmanagement weitergegeben. Der nächste Vorbereitungskurs startet im Frühjahr 2021 in Kooperation mit der Akademie der Handwerkskammer Düsseldorf, einer der größten Bildungseinrichtungen Deutschlands, am BZB Krefeld. Allgemeine Informationen zur Meisterschule erhalten Sie hier (extern). Bei Fragen und für weitere Informationen wenden Sie sich gerne an Pascal Keusen-Weber. Foto © pf30/fotolia

Projekte

Talents4Construction: Videos zu Nachwuchs- und Fachkräftegewinnung

Im Rahmen der transnationalen Projektzusammenarbeit Talents4Construction entstanden – auf Grundlage der Befragungen von Auszubildenden, Personalberatern, Bildungszentren sowie Mitarbeitern und Vertretern aus bauwirtschaftlichen Unternehmen auf lokaler, regionaler und europäischer Ebene – drei verschiedene YouTube-Videos. Die Videos behandeln die drei Themenfelder 1. Boomerang Hiring (Bumerang Beschäftigung), 2. Employer Branding (Arbeitgeber-Markenbildung) und 3. Network Recruitment (Netzwerk Rekrutierung) und wurden in Zusammenarbeit mit einem Medienunternehmen entwickelt und umgesetzt. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels bestand das Projektziel darin, passende Lösungsansätze zur (Rück-) Gewinnung von Auszubildenden und Fachkräften für die Bauwirtschaft zu finden. Die Ergebnisse stehen im Rahmen der drei YouTube-Videos auf Englisch mit deutschen Untertiteln bereit: Employer Branding Boomerang Hiring Network Recruitment Foto: © Gaj Rudolf - stock.adobe.com

Ausbildung

Azubi-Roadshow Düsseldorf: Neues Jahr – neue Chancen

Ein neues Jahr – ein neues Konzept: Die BZB beteiligen sich ab 2020 an der Azubi-Roadshow Düsseldorf „Next Stop: Deine Ausbildung!“, organisiert vom Düsseldorfer Kompetenzzentrum Übergang Schule/Hochschule/Beruf. Im Rahmen einer Bühnenshow und einer Minimesse stellen sich junge Auszubildende den Schülerinnen und Schülern einer kompletten Jahrgangsstufe vor. Ziel ist es, den jungen Leuten die interessanten und vielfältigen Ausbildungsberufe näher zu bringen – und zwar auf Augenhöhe. In den letzten Wochen erarbeiteten die Beteiligten das Konzept und erprobten es praktisch. Die Bau-Lehrlinge, die im BZB die ÜLU durchlaufen und mit eingebunden sind, meisterten die Generalprobe mit Bravour. So dürfen sich die jungen Menschen, die sich in der Berufsorientierungsphase befinden, auf einen interessanten „To do Talk“ und ein Präsentationsprogramm freuen. Damit steht ihnen eine gute Informationsquelle über potentielle Ausbildungsberufe zur Verfügung. Die Roadshow startet im Januar in der Düsseldorfer Realschule Freiherr vom Stein. Im März folgen die Realschule Golzheim und die Gesamtschule Hulda Pankok. Foto: © Julien Eichinger - stock.adobe.com

Projekte

Winterzeit? Qualifizierungszeit!

Sie wollen die Winterzeit nutzen und sich für die Zukunft wappnen? Das Schaufenster Digitales Bauen im Kompetenzzentrum Digitales Handwerk bietet Ihnen dafür ein breites Angebot. Zu den Themen für die Entscheider im Unternehmen gehören beispielsweise die neuen Techniken der Arbeitswelt – auch unter dem Begriff Digitalisierung bekannt. Sie möchten diese einsetzen, wissen jedoch nicht, wie Sie das Thema strategisch angehen sollen? Hier empfehlen wir Ihnen unser Modul 2 | Grundlagen für Entscheider. Für die Ausführenden sind diese Themen besonders interessant: M3.2.1 | Der digitale Arbeitsplatz – Strategieworkshop M3.2.2 | Dokumentenmanagement M3.3.1 | Digitales Aufmaß M3.3.2 | Baudokumentation und Mängelmanagement Bei Fragen melden Sie sich auch gerne telefonisch bei uns. Dienstags sind wir bis 19 Uhr für Sie unter der 02151 515588 zu erreichen. Wir freuen uns auf Ihr Kommen oder Ihren Anruf! Titelfoto © Sergey Nivens – stock.adobe.com   Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben. Zum Abbau von Informationsdefiziten stellt das KDH den Entscheidungsträgern und Fachexperten des Handwerks praxisnahe Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die in fünf sogenannten Schaufenstern entwickelt und illustriert werden. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.       

Querbeet

BZB setzen Erfolgsmodell „Teilqualifizierung in der Bauwirtschaft“ fort

Die BZB führten im zurückliegenden Jahr vier Mal die „Teilqualifizierung 1 zum Bauhelfer“ mit über 40 Teilnehmer*innen durch. Die Qualifizierung vermittelt grundlegende Kenntnisse – vergleichbar zum 1. Ausbildungsjahr. Darauf aufbauend entstanden nun weitere, von einem unabhängigen Institut AZAV zertifizierte, Stufen des Modells „Teilqualifizierung in der Deutschen Bauwirtschaft“. Die BZB bieten folgende neue Teilqualifizierungen an: Teilqualifizierung Bauwirtschaft TQ 2 Bauwerker/in im Bereich Hochbau Teilqualifizierung Bauwirtschaft TQ 2 Bauwerker/in im Bereich Tiefbau Teilqualifizierung Bauwirtschaft TQ 2 Bauwerker/in im Bereich Ausbau Teilqualifizierung Bauwirtschaft TQ 3 Baufachwerker/in im Tiefbau mit Schwerpunkt Straßenbauarbeiten Teilqualifizierung Bauwirtschaft TQ 3 Baufachwerker/in im Hochbau mit Schwerpunkt Maurerarbeiten Teilqualifizierung Bauwirtschaft TQ 3 Baufachwerker/in im Ausbau mit Schwerpunkt Fliesen-, Platten- und Mosaiklegearbeiten Teilqualifizierung Bauwirtschaft TQ 3 Baufachwerker/in im Ausbau mit Schwerpunkt Trockenbauarbeiten Nach TQ 3 haben Absolventen die Möglichkeit, sich bei der prüfenden Kammer (HWK oder IHK) zur Berufsabschlussprüfung als Externer anzumelden. Bei entsprechender Eignung wird so der Abschluss zum Tiefbaufacharbeiter mit Schwerpunkt Straßenbauarbeiten, zum Hochbaufacharbeiter mit Schwerpunkt Maurerarbeiten, Ausbaufacharbeiter mit Schwerpunkt Fliesen-, Platten- und Mosaiklegearbeiten und zum Ausbaufacharbeiter mit Schwerpunkt Trockenbauarbeiten erlangt. Der Abschluss ist gleichwertig zu einer 2-jährigen Ausbildung der Stufenausbildung Bau. Aufgrund der weiterhin hervorragenden Konjunktur und dem stark spürbaren Fachkräftebedarf haben Absolventen der Teilqualifizierungen beste Chancen auf einen gut bezahlten Job in der Bauwirtschaft. Darüber hinaus können Betriebe auch ihre ungelernten Mitarbeiter über die TQ weiterbilden und bis zum Berufsabschluss führen. Dies wird unter Umständen durch Sonderprogramme der Agentur für Arbeit gefördert. Derzeit befinden sich sieben Teilnehmer in der TQ 2 im BZB Krefeld, die sie voraussichtlich Ende Februar 2020 beenden. Viele streben die Fortsetzung mit einer TQ 3 an, mit der Möglichkeit, als Externer an der Abschlussprüfung im entsprechenden Beruf teilzunehmen. Denn ein anerkannter Berufsabschluss bietet nach wie vor die besten Chancen für eine Beschäftigung mit guter Entlohnung. Interessenten können sich gerne bei Fatma Cömert, Regionalleiterin päd. Maßnahmen im BZB Krefeld melden: 02151 5155-21 / fatma.coemert@bzb.de Bild © Syda Productions/Adobe Stock

Ausbildung

„Berufsstart Bau“ 2020: Betriebe treffen auf Ausbildungssuchende

Seit 2013 besteht das Pilotprojekt „Berufsstart Bau“ der deutschen Bauwirtschaft. Betriebe, die bei SOKA-Bau registriert sind, können im Rahmen einer betreuten Einstiegsqualifizierung erproben, ob Jugendliche bzw. junge Interessenten für eine betriebliche Ausbildung geeignet sind. Dies erfolgt in Kooperation mit den Bildungszentren des Baugewerbes e. V. und läuft mindestens 6 und maximal 12 Monate. Die betreute Einstiegsqualifizierung bietet dem Betrieb so die Möglichkeit, die jungen Menschen nach der Erprobungsphase und bei Eignung in eine geregelte betriebliche Ausbildung ab dem 01.09.2020 zu übernehmen. Für die Jugendlichen bietet eine Einstiegsqualifizierung die Chance, sich zu orientieren und für eine Ausbildungsstelle zu empfehlen. Ziel ist es, über das Praktikum nahtlos in ein reguläres betriebliches Ausbildungsverhältnis überzugehen. Das Projekt steht nicht nur unversorgten Jugendlichen und jungen Erwachsenen sondern auch Menschen mit jüngstem Migrationshintergrund offen. Der Betrieb wird mit Zuschüssen der SOKA-BAU und der Agentur für Arbeit unterstützt – dem Betrieb entstehen nur Kosten für persönliche Schutzkleidung, evtl. Arbeitskleidung und die Praktikumsvergütung. Bei Berufsstart Bau verteilt sich die Einstiegsqualifizierung zeitlich und räumlich auf die einzelnen Bereiche: Praxis im Betrieb (ca. 50 - 60%) Praxisunterweisungen und Förderunterrichten sowie Sprachförderung im BZB (ca. 30 – 40%) Schulpflichtiger Unterricht in der Berufsschule (ca. 10%) In der gesamten Zeit betreuen erfahrene Ausbilder und sozialpädagogische Fachkräfte der BZB sowohl den Betrieb als auch die Praktikanten. Die Erprobungsphase kann am 01.02., spätestens am 01.03.2020, mit einer Laufzeit von 6 bis 12 Monaten und dem Ziel der Übernahme in Ausbildung beginnen. Die Betriebe stellen einen oder mehrere Praktikanten zu diesem Zeitpunkt ein. Da es sich um ein Praktikum im Sinne der Einstiegsqualifizierung (EQ) handelt, wird zu diesem Zweck ein Vertrag zwischen dem Betrieb und dem Praktikanten abgeschlossen. Während des Praktikums entrichtet der Betrieb eine Praktikumsvergütung, die sich an der Vergütung des 1.Abj. orientieren kann. Die Agentur für Arbeit erstattet dem Unternehmen bei entsprechender Voraussetzung auf Nachweis € 231 / Monat zuzüglich des Sozialversicherungsanteils. Sollten Betrieb und Praktikant keine Ausbildung vereinbaren, entstehen dem Betrieb keine Folgekosten, denn es ergibt sich kein rechtlicher Anspruch. Die Qualifizierung, der Stützunterricht und die Betreuung im BZB werden durch die SOKA-BAU gefördert. Sie möchten teilnehmen? Kontaktieren Sie uns, wir unterstützen Sie gerne. Ihre Ansprechpartnerin: Fatma Cömert (BZB Krefeld und Wesel) 02151 5155-21 fatma.coemert@bzb.de ANMELDE-FORMULAR für Betriebe Foto © goodluz/shutterstock

Projekte

Women Can Build: Carolin – Mit dem Abitur in die Ausbildung zur Dachdeckerin

In den großen Werkhallen der Dachdecker*innen am BZB Standort Wesel gehen die Lehrlinge an Dachmodellen fachgerecht und gewissenhaft ihren Aufgaben nach. Zu den Lehrlingen gehören auch sechs weibliche Auszubildende – ein Rekord, auf den Dachdeckermeister und Ausbilder Gunter Siebert und seine Kollegen besonders stolz sind. Carolin ist eine der Auszubildenden im dritten Lehrjahr. „Wenn wir Frauen in den Werkhallen oder in der Berufsschule dabei sind, benehmen sich die Jungs besser“, lacht Carolin. Den positiven Einfluss auf das Arbeitsklima können die anderen Azubis und Meister nur bestätigen. „Momentan fehlen an den Schulen die Berührungspunkte zu weniger bekannten Berufen“ Carolin wollte sich nach ihrem Abitur zunächst für ein duales Studium einschreiben und wurde über die Internetseite der Handwerkskammer Düsseldorf auf das triale Studium aufmerksam. Nach insgesamt 5 Jahren (3 Jahre Ausbildung +2 Jahre Meister) beenden die Absolvent*innen dieses z.B. mit einem Bachelor im Handwerksmanagement, einem Meister sowie dem Gesellenbrief. Nach einem halben Jahr merkte sie allerdings, dass das Studium nichts für sie sei. Das Pendeln empfand sie als besonders belastend. „Stattdessen habe ich mich entschlossen, meine Ausbildung klassisch fortzuführen“, sagt Carolin. Kritik äußert sie gegen das Bildungssystem: „Auf den Schulen wird nach dem Abitur als nächster Schritt nur für das Studium geworben, die Ausbildung nach dem Abitur wird eher negativ angesehen. Dabei kann man auch eine sehr gute Lehre machen. Momentan fehlen an den Schulen die Berührungspunkte zu weniger bekannten Berufen, nicht nur im Handwerk.“ Früher gab es an Realschulen Textil- und Werkunterricht, aber seitdem diese Fächer nicht mehr angeboten werden, gibt es für Schülerinnen und Schüler kaum Kontakt zu handwerklichen Aufgaben. Dabei gefällt Carolin vor allem der Umgang mit verschiedenen Materialien und die abwechslungsreiche Arbeit. „Jeden Tag mache ich etwas anderes und lerne neue Menschen kennen. Außerdem arbeite ich gerne an der frischen Luft.“ Sie selbst kannte die Arbeit als Dachdecker*in von klein auf aus dem Familienbetrieb. Dies trifft auf 5 der 6 weiblichen Auszubildenden zu. Als Dachdeckerin durchstarten „Generell sollte es mehr finanzielle Anreize zur Ausbildung geben. Die Auszubildenden starten ihr eigenes Leben und haben demensprechend viele Ausgaben. Studierende bekommen überall – im Kino, bei Spotify, Amazon und Netflix – Rabatte, und die Auszubildenden müssen den vollen Preis zahlen.“ Die Ausbildungsvergütung für Dachdecker*innen entlohnt die Lehrlinge mit 730 € im ersten Lehrjahr, 880 € im zweiten Lehrjahr und 1.130 € im dritten Lehrjahr. Zusätzlich wurde in Nordrhein-Westfalen im August 2019 das Azubiticket eingeführt, das die Mobilität für das ganze Bundesland verbessert. Ausbildungsbetriebe können einen Teil des Betrages für ihren Lehrling übernehmen und so interessanter bei der Nachwuchsgewinnung werden. Das Aufstiegs-Bafög wird für Gesellen wichtig, denn es fördert die Vorbereitung auf den Meister-Abschluss. Nach ihrer Ausbildung möchte Carolin für ein Jahr in ihrem Beruf arbeiten und danach den Meister machen. Am liebsten würde sie in der Zwischenzeit auch nach Südamerika oder Australien reisen. Die Insel „La Reunión“, eine Überseeregion Frankreichs im indischen Ozean, hatte sie bereits im Rahmen einer „Lehrlings-Mobilität“ besucht. So verbindet sie ihren Spaß am Reisen mit ihrem beruflichen Werdegang.

Projekte

Digitale Helferlein: Das digitale Aufmaß

Am 19.11.2019 lud das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk zum kostenfreien Workshop „M3.3.1 | Digitales Aufmaß“ ins BZB Krefeld ein. Zu den Teilnehmenden gehörten Mitarbeiter*innen, die sich in kleinen und mittleren Unternehmen täglich mit dem Thema Aufmaß beschäftigen. Zu Beginn der Veranstaltung lernten die Teilnehmenden zunächst moderne Werkzeuge für das digitale Aufmaß kennen, wie: Laser Entfernungsmessgerät 3D Laserscanner Kamera für Photogrammmetrie Digitale Dachvermessung per Drohne Im Anschluss nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, die digitalen Werkzeuge in der praktischen Anwendung auszuprobieren und Fragen zu klären. Hierzu gehörte neben dem Aufmaß auch die Verarbeitung der erstellten Daten in der entsprechenden Software. Dies gewährleistete einen kompletten Einblick in die Methodik des digitalen Aufmaßes. In der Abschlussrunde zeigte, dass Teilnehmenden neue Impulse aus dem Workshop mitnehmen konnten. Die Resonanz war durchweg positiv. Weitere Termine und Online-Anmeldung finden Sie hier. Titelfoto © © amenic181 / stock.adobe.com   Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben. Zum Abbau von Informationsdefiziten stellt das KDH den Entscheidungsträgern und Fachexperten des Handwerks praxisnahe Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die in fünf sogenannten Schaufenstern entwickelt und illustriert werden. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.       

Qualifizierung Digitales Bauen KDH Digitalisierung Digitale Werkzeuge
Projekte

EU-Projekt Step into BIM: Online-Kurs in Planung

Immer mehr EU-Mitgliedstaaten setzen verbindliche sowie unverbindliche Richtlinien und Initiativen ein, um die Anwendung der BIM-Methode bei öffentlichen Vergaben zu fördern. Dazu zählen unter anderem Dänemark, Finnland, Deutschland, Litauen, die Niederlande, das Vereinigte Königreich, Polen und Italien. Dies berichtet der Report „European Construction Sector Observartory – Building Information Modeling in the EU construction sector“ der Europäischen Kommission. Mit der BIM-Methode wird der gesamte Lebenszyklus eines Bauwerkes, von der Planung über den Aufbau und die Bewirtschaftung bis zum Abbruch, digital erfasst. Der Vorteil: Materialien können ressourcenbewusster eingesetzt und das Abfallvolumen durch eine bessere Planung reduziert werden. Da die BIM-Methode bereits in größeren Unternehmen Anwendung findet und in naher Zukunft für die öffentlichen Ausschreibungen der meisten EU-Länder verpflichtend gelten könnte, müssen Auszubildende und Fachkräfte auf diese Anforderungen vorbereitet werden. Dafür wird in dem EU-Projekt „Step into BIM – Digitising VET“ (SIBIM) mit insgesamt sechs Ländern, unter der Leitung der Universität Coventry, ein Online-Kurs entwickelt. In diesem Kurs erhalten die Teilnehmenden eine Einführung in die BIM-Methode und erfahren, was diese für ihre Arbeit bedeutet. Zu den Zielgruppen zählen sowohl Auszubildende als auch erfahrene Fachkräfte der Baubranche. Gerade bei berufserfahrenen Menschen kann es Hemmschwellen geben, Kolleginnen und Kollegen nach der BIM-Methode zu fragen, da sie fürchten, als unwissend wahrgenommen zu werden. Der kostenfreie Online-Kurs wird die Lernenden anhand von Präsentationen, Fallstudien, Übungen und Video-Clips unterstützen. Der Lehrgang soll digitale Fertigkeiten im Building Information Modeling sowie Wissen zur Cloud-basierten Datenverarbeitung und die Arbeit mit Virtual Reality und Augmented Reality Technologien vermitteln. Das Projekt wird vom Erasmus+ Programm der Europäischen Union gefördert. Projektpartner: BZB, Universität Coventry / UK, FLC / Spanien, GZS / Slowenien, VSRC / Litauen, IFAPME / Belgien Laufzeit: 1. Oktober 2019 – 30. September 2021 Ansprechpartner in den BZB: Frank Bertelmann-Angenendt und Angela Friesen. Foto: © Wright Studio/shutterstock

Querbeet

BZB feiern 40-jähriges Bestehen

Seit 40 Jahren engagieren sich die BZB für die Aus- und Weiterbildung in der Bauwirtschaft. Unter dem Motto „Tradition und Moderne verbinden“ feierten sie das Jubiläum am 27. November 2019 in Krefeld mit einem Festprogramm. Für rund 130 Mitarbeitende, Bauunternehmer, Verbandsmitglieder und Partner der BZB startete das Jubiläumsprogramm mit dem Parcours „Zeitreise Bau“. An mehreren Stationen präsentierten sich die Gewerke vom Dachdecker bis zum Zimmerer. „Digitale“ Angebote machten 3D-Planung, -Modellierung und -Druck sowie Baumaschinen-Simulationen erlebbar. Rückblick auf 40 Jahre Bau-Bildung BZB-Vorstandsvorsitzender Rolfgeorg Jülich erinnerte in seiner Begrüßungsrede an 40 Jahre BZB-Geschichte. 1979 gründeten 17 Innungen im Kammerbezirk Düsseldorf die „Trägergemeinschaft Bildungszentren Bau e. V.“. Ziel war es, die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung für die Stufenausbildung Bau auszuführen. „Die BZB haben in 40 Jahren Höhen und Tiefen durchlebt, sich aber immer wieder den Herausforderungen gestellt“, fasste Jülich zusammen. Ein multifunktionaler Bildungsdienstleister entsteht Mit Grußworten gratulierten Krefelder Oberbürgermeister Frank Meyer, Dr. Axel Fuhrmann als Hauptgeschäftsführer der Hand-werkskammer Düsseldorf und Hermann Schulte-Hiltrop, Hauptge-schäftsführer der BAUVERBÄNDE.NRW zum Jubiläum. Die Bedeutung einer guten Ausbildung im Baugewerbe stellte Oberbürgermeister Frank Meyer insbesondere in den Vordergrund. „Wenn Straßen und Häuser gebaut werden, dient dies nicht nur dem ausführenden Unternehmen, sondern vor allem der Öffentlichkeit“, stellte er heraus. Beispielsweise investiere die Stadt Krefeld derzeit 170 Millionen Euro in Schulen, hauptsächlich in Bauleistungen. Auf die vielfältigen Tätigkeitsbereiche und die gute Zusammenarbeit mit den BZB gingen die Grußwortredner Fuhrmann und Schulte-Hiltrop ein. Ein breites Portfolio, einschließlich Weiterbildung, Be-rufsorientierung, Qualifizierungen, internationaler Projekte und Aus-landsaufenthalte, sogenannter Lehrlings-Mobilitäten, zeichne die BZB aus. „Die BZB sind im In- und Ausland zu einem Botschafter des deutschen Bauhandwerks geworden“, so das Fazit von Fuhrmann. Und dies ist notwendig, denn 150.000 gewerbliche Mitarbeiter/innen gehen in den nächsten zehn Jahren in Rente – Nachwuchskräfte sind gefragt. „Wir brauchen die engagierten und top-ausgebildeten Fachleute, die das BZB uns liefert und sind dankbar dafür“, ergänzte Schulte-Hiltrop. Von Ausbildung bis zur Künstlichen Intelligenz In einer anschließenden Talkrunde spannte sich der Bogen von der Ausbildung über Innovationen und Digitalisierung bis zu Zukunftsthemen wie Künstlicher Intelligenz. Die vier Talkgäste Professor Dr. Michael Heister vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), Bauunternehmer Kai Buschhaus, Stuckateur-Gesellin und Meisterschülerin Nathalie Nolden und BZB-Geschäftsbereichsleiter Markus Crone berichteten von ihren persönlichen Einblicken in das Thema „Bildung Bau“. Im Rahmen des EU-Projektes „Women Can Build“ führten die BZB bereits ein Interview mit der motivierten Stuckateurin Nathalie Nolden, die andere junge Frauen inspirieren möchte, einen handwerklichen Beruf zu ergreifen (zum Interview). Geballte Kompetenz durch das BZB-Team Im Schlusswort gab BZB-Geschäftsführer Thomas Murauer einen persönlichen Rückblick. „Die BZB haben sich in 40 Jahren immer wieder neu erfunden. Wir sind ein komplexes Konstrukt und das ist auch gut so“, betonte Murauer. Das Entscheidende seien die Mitarbeitenden, die eine große Kompetenz und viel Erfahrung mitbringen – die wichtigste Grundlage für das Bestehen der BZB seit 40 Jahren. Zur Fotopräsentation „40 Jahre BZB“

Projekte

Neue Qualifizierungen: Digitalisierungswissen für die Ausführenden

Zielgruppe sind Betriebsinhabenden, Führungskräfte, Mitarbeitende, Auszubildende aus dem Baugewerbe Das Schaufenster Digitales Bauen im Kompetenzzentrums Digitales Handwerk öffnet für das Baugewerbe seine dritte Qualifizierungssäule Digitalisierungswissen für die Ausführenden. Angesprochen sind alle Mitarbeitenden in kleinen und mittleren Betrieben aus dem Baugewerbe. Ob Führungsebene, Kaufmännischer- und Planungsbereich aber auch Auszubildende. Alle sind angesprochen, sich fundiertes Wissen im Bereich der Digitalisierung anzueignen, so dass dieses Wissen sinnvoll im eigenen Betrieb umgesetzt werden kann. Neben den bereits angebotenen Modulen Innovationspfad Digitales Bauen und Grundlagen für Entscheider in Bau- und Ausbaugewerken werden nun konkret und praktisch Themenbereiche angesprochen, die in jedem Betrieb zum Tagesablauf gehören. Während die Teilnehmenden im Workshop M3.2.1 | Der digitale Arbeitsplatz – Strategieworkshop methodische Schritte an die Hand bekommen, wie die Digitalisierung strategisch sinnvoll angegangen und umgesetzt werden kann, stellt die Veranstaltung M3.2.2 | Dokumentenmanagement die Weichen für ein zukünftig digitales und vernetztes Arbeiten. Der Workshop M3.3.1 | Digitales Aufmaß ist interessant für die Akquise und Planung. In diesem Workshop werden die verschieden Möglichkeiten der Aufmaß-Erstellung vorgestellt – auch Messverfahren, wie zum Beispiel das Messen aus Bilddateien (Photogrammmetrie). Beim letzten Modul M3.3.2 | Baudokumentation und Mängelmanagement lernen die Teilnehmenden die unterschiedlichen Softwareprogramme kennen und können diese anhand von detaillierten Praxisbeispielen auch selbst ausprobieren. Ein klarer Bezug zur Baupraxis und das selbstständige Üben und Ausprobieren sind neben dem Austausch auf Augenhöhe ein wesentlicher Bestandteil der neuen Praxisworkshops. Nutzen Sie die Chance zur Qualifizierung, denn auch Sie sind im Zeitalter der Digitalisierung angekommen. Jetzt gilt es nur noch, diese sinnvoll für Sie und Ihren Betrieb umzusetzen! Die Qualifizierungen sind für die Teilnehmenden kostenfrei. Hier erhalten Sie weitere detaillierte Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung. Titelfoto © Rawpixel.com / shutterstock   Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben. Zum Abbau von Informationsdefiziten stellt das KDH den Entscheidungsträgern und Fachexperten des Handwerks praxisnahe Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die in fünf sogenannten Schaufenstern entwickelt und illustriert werden. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.       

Qualifizierung Digitales Bauen KDH Digitalisierung Digitale Werkzeuge
Ausbildung

Berufsorientierung mal anders!

Anfang Oktober waren die BZB in Kooperation mit der Firma GEESE-BAU GmbH aus Oberhausen zu Gast an der Gesamtschule Oberhausen-Osterfeld. Etwa 90 % aller Jugendlichen haben Schwierigkeiten, sich unter einer Berufsbezeichnung oder den Berufsinhalten eine konkrete Beschäftigung vorzustellen. Daher entwickelte das Technikzentrum Minden-Lübbecke einen Berufs-Parcours der „etwas anderen Art“. Dabei stand ein „Minipraktikum“ für die Berufe Zimmerer, Maurer, Beton- und Stahlbetonbauer mit typischen Arbeitsproben bereit, das von ca. 240 Schüler*innen der 9. Jahrgangstufe theoretisch und praktisch durchgeführt wurde. Die beteiligten Unternehmen hatten so die Möglichkeit, Kontakte zu interessierten Jugendlichen aufzubauen, um sie für einen Schnuppertag, ein Praktikum oder sogar für eine Ausbildung zu gewinnen. Alle Beteiligten waren vom Konzept und der hochprofessionellen Durchführung des Berufs-Parcours begeistert. Das BZB bedankt sich beim Team der Firma GEESE-BAU GmbH für die hervorragende Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung. Gerne sehen wir einer Wiederholung des Berufs-Parcours im Jahr 2020 entgegen!

Querbeet

ABI Lehrgang erfolgreich gestartet

Was tun, wenn Wasser in einen U-Bahn-Tunnel läuft? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigte sich der neue Lehrgang „Abdichtung von Bauwerken durch Injektion“. Er fand vom 22. – 24. Oktober 2019 zum ersten Mal im BZB Wesel statt. Die 15 Teilnehmer, alle Fachfrauen und Fachmänner auf der Baustelle, erhielten im Seminar das erforderliche Wissen über Injektionsverfahren, baustellenbedingte Besonderheiten und die Qualitätssicherung im Sinne des ABI Merkblattes – von renommierten Experten vermittelt. Ein Zusatzmodul behandelte die Grundzüge der Planung von Injektionen einschließlich der Ermittlung von Schadensursachen, die Auswahl geeigneter Verfahren, die Festlegung von Zielen sowie bauordnungsrechtliche und wasserrechtliche Aspekte. Diese Verfahren wurden unter anderem in einer Gruppenarbeit erörtert. Als Fallbeispiel galt der Hamburger U-Bahn-Tunnel, in den Wasser eintritt. Was ist notwendig, um das Wasser dauerhaft zu stoppen und was ist bei der Planung zu berücksichtigen? Spannende Fragen, die mit Hilfe des ABI Merkblattes gelöst wurden. Auch praktische Vorführungen der Injektion wurden den Teilnehmer*innen in den drei Lehrgangstagen gezeigt. Die Lehrgangsinhalte sind von der STUVA zertifiziert und in enger Zusammenarbeit mit den Verfassern des ABI Merkblattes erarbeitet. Am Ende des Seminars erhielten die Lehrgangsteilnehmer*innen nach erfolgreich abgelegter Prüfung den ABI – Nachweis für den Baustellenleiter bzw. fachkundigen Ingenieur. Foto © nikkytok/shutterstock

Querbeet

Von BIM bis Smart Home: digitalBAU 2020 in Köln

Digitale Lösungen in der Baubranche sind das Thema der Fachmesse „digitalBAU“, die erstmals vom 11. – 13. Februar 2020 in Köln stattfindet. Die Bildungszentren des Baugewerbes e. V. und das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk sind mit dabei und freuen sich auf Besucher am Stand 646A und 648A. Smarte Software-Lösungen rund um das digitale Planen, Bauen und Betreiben von Gebäuden: Die Zukunft des Bauens hängt maßgeblich von der Entwicklung der Bausoftwarebranche ab. Mit der digitalBAU hat die Messe München auf die schnellen Innovationszyklen dieser Branche reagiert und veranstaltet zusammen mit dem Bundesverband Bausoftware (BVBS) diese neue Fachmesse für digitale Produkte und Lösungen. Am 13. Februar erwarten die Besucher zudem spannende Beiträge des Schaufensters Digitales Bauen (Kompetenzzentrum Digitales Handwerk) zum Thema digitales Bauhandwerk. In der Domstadt werden sich über 140 Aussteller auf 17.000 Quadratmetern Fläche präsentieren. Rund 12.000 Besucher werden zur Auftaktveranstaltung erwartet. So entsteht mit der digitalBAU eine wichtige Dialogplattform für Planer, Architekten, Ingenieure, Handwerker und die gesamte Bauindustrie. Weitere Informationen und Tickets erhalten Sie unter www.digital-bau.com. Tipp: Einen Rabattcode für vergünstigte Tickets gibt es im kommenden Beitrag! Foto ©Chaay_tee - stock.adobe.com

Querbeet

Jetzt teilnehmen: Wettbewerb „Auf IT gebaut" 2020!

Die Digitalisierung ist auch in der Bauwirtschaft angekommen: in Planungsbüros, Bauunternehmen und im Bauhandwerk. Insbesondere junge Bautalente nutzen die Möglichkeiten neuer Technologien und gestalten mit ihren digitalen Ideen die Zukunft der Branche. Darum sucht das RKW Kompetenzzentrum für den Wettbewerb „Auf IT gebaut“ wieder die besten Bautalente. Studenten, Auszubildende, junge Berufstätige und Gründer sind aufgerufen, ihre innovativen und zugleich praktikablen digitalen Lösungen bis zum 4. November 2019 unter www.aufitgebaut.de anzumelden. Der letzte Abgabetermin für die Arbeiten ist der 18. November 2019. Die RG-Bau im RKW Kompetenzzentrum freut sich auf viele digitale, spannende und kreative Wettbewerbsarbeiten.

Projekte

SoMExNet App unterstützt Mobilitäten im Handwerk

Viele Studierende verbringen mit Erasmus-Programmen Auslandssemester an Partneruniversitäten in Europa und haben so die Möglichkeit, neue Eindrücke und Erfahrungen zu sammeln und ihre Sprachkenntnisse auszubauen. Auch im Baugewerbe findet seit Jahren der Austausch von Auszubildenden zwischen Bildungszentren verschiedener europäischer Länder statt. Eine im Rahmen des EU-Projektes SoMExNet (Network enhancing the SoMEx app) entwickelte App unterstützt die Teilnehmenden sowie die Organisierenden bei den sogenannten Mobilitätsmaßnahmen. Der Vorteil: Alle wichtigen Informationen rund um den Auslandsaufenthalt sind in einer App gebündelt und für alle Nutzerinnen und Nutzer jederzeit über das Smartphone verfügbar. So können u.a. logistische Informationen wie Hin- und Abfahrt, Wegbeschreibungen, Adressen oder auch – Informationen zur Unterkunft und Mobilität vor Ort – in der App individuell hinterlegt werden. Ein Glossar mit Definitionen, das Programm der Maßnahme sowie Lernaufgaben, wie beispielsweise Multiple-Choice Fragen, offene Übungsaufgaben sowie eine Funktion zur Abgabe von Arbeitsaufgaben sind ebenfalls vorhanden. Auch die Kommunikation mit den Teilnehmenden ist mittels eines Chats möglich. Die BZB bieten derzeit die Möglichkeit, die SoMExNet App auszuprobieren. Interessierte können zudem dem SoMEx Netzwerk, zur Erhöhung der Mobilitäten im Handwerk, beitreten. Eine Anmeldung ist über ein Formular zur Interessenerklärung möglich. Anschließend werden alle notwendigen Materialien, wie zum Beispiel ein Leitfaden, zugeschickt. Foto © oneinchpunch/fotolia

Querbeet

Geprüft und für gut befunden!

Alle Jahre wieder: Die BZB haben die jährlichen Überwachungsaudits nach AZAV und LAKDach erfolgreich absolviert. Denn zertifizierte Unternehmen müssen sich sich einer jährlichen Überprüfung unterziehen, um die Einhaltung der gesetzten Qualitätsstandards sicherzustellen. So wurden im Rahmen von sogenannten Überwachungsaudits die Zertifizierungen, durch die sich die BZB seit vielen Jahren als führender Bildungsanbieter für die Aus- und Weiterbildung in der Bauwirtschaft auszeichnen, an allen BZB-Standorten auf den Prüfstand gestellt. Die Norm DIN EN ISO 9001 stellt dabei die Grundlage für das in den BZB eingeführte Qualitätsmanagementsystem dar. Sie wird durch die AZAV (=Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung) ergänzt, die im Wesentlichen Regelungen zur Zulassung von Bildungsträgern bei der Durchführung von Maßnahmen der Arbeitsverwaltung enthält. Zeitgleich fand eine Überprüfung der Qualitätsanforderungen für überbetriebliche Ausbildungsstätten des Dachdeckerhandwerks im BZB Wesel statt. Die sehr gute Ausstattung mit neuen Maschinen, PC's etc. sowie die fachliche und pädagogische Kompetenz der Ausbilder in Zusammenhang mit großem Engagement führten zur weiteren Zertifizierung der BZB bei der LAK (Lohnausgleichskasse für das Dachdeckerhandwerk). Dass die Qualität in den BZB stimmt, konnte in den Audit-Tagen in allen Bereichen erfolgreich bestätigt werden. Foto © n_defender/shutterstock

Projekte

Women Can Build: Esthers Ausbildung zur Maurerin

In der Werkhalle der Maurer baut jeder Lehrling ein freistehendes Mauerstück auf. „Das ist eine klassische Aufgabe in der ÜLU“, sagt Esther. Im Rahmen des europäischen Projektes Women Can Build zeigen die BZB Beispiele von jungen Frauen, die sich für eine Lehre im Baugewerbe entschieden haben. Dieses Mal: Esther, eine Auszubildende zur Maurerin im zweiten Lehrjahr. Sie beginnt mit dem Aufbau eines neuen Mauerwerks und setzt die erste Reihe der Mauer, welche die Form der Konstruktion vorgibt. „Wenn der erste Stein schräg steht, bekommt man nicht so ein schönes gerades Lot hin. Die unterste Schicht gibt das gesamte Maß vor“, erklärt Esther. Sie setzt Ecksteine, misst präzise mit der Wasserwaage aus, ob diese gerade stehen und befestigt eine Schnur an deren Ecken, um die Höhe für die nächsten Steine vorzugeben. „Wenn ich den nächsten Stein setze, sehe ich anhand der Schnur, ob dieser auf einer Höhe mit den anderen liegt. Somit ist dieser automatisch in Waage.“ Das Geschick dafür bringen auch Frauen mit Esther wird von Antonius Kiwall, Maurermeister und Restaurateur der Antonius Kiwall & Söhne GbR, einem Betrieb für handwerkliche Denkmalpflege mit einem Schwerpunkt auf nachhaltigem Bauen, ausgebildet. Die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung findet im BZB Krefeld statt. Sie hatte vorab auch Praktika in einer Zimmerei, in der Flechtwerkgestaltung, Raumausstattung und Landwirtschaft durchgeführt und entschied sich für eine Ausbildung zur Maurerin. „Ich wollte etwas mit den Händen machen“, sagt sie. „Das kann ich dann mein Leben lang und meine Arbeit wird immer gebraucht.“ In ihrer Klasse ist Esther die einzige Frau. Woran könnte das liegen? „Ich glaube, dass das Vorurteil von Männern auf der Baustelle, die Mädels hinterherpfeifen immer noch in den Köpfen vorherrscht. Außerdem fürchten viele Frauen, dass sie schwere Lasten tragen müssen. Dabei gibt es mittlerweile viel Erleichterung durch Technik, wie den Maurerkran oder Winkelschleifer. Bei vielen Aufgaben, die früher per Hand ausgeführt wurden, nutzt man heutzutage Maschinen.“ Nachhaltigkeit: Baumaterialien werden wiederverarbeitet In ihrem Ausbildungsbetrieb lernt sie auch, nachhaltig zu arbeiten. Dort werden Baustoffe eingesetzt, die weniger Abfall produzieren und bereits verwendete Materialien wiederverarbeitet. Im Sinne der Kreislaufwirtschaft nutzt der Betrieb Baumaterialien, die sich auch nach dem Abbruch voneinander trennen lassen, um dann erneut eingesetzt zu werden. Die BZB entwickeln derzeit einen kostenfreien Online-Kurs zum Thema „Umgang mit Bau- und Abbruchabfällen“, gemeinsam mit vier weiteren Partnern im Rahmen des europäischen Projektes „CODESMA“. Der Kurs steht ab April 2020 allen Interessierten, vom Auszubildenden bis zum Bauleitenden, zur Verfügung. Verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen, klimafreundlichere Arbeitsweisen, die Vermeidung von Abfällen: In ihrer Ausbildung zur Maurerin begegnet Esther den Anforderungen des aktuellen Zeitgeistes und gestaltet den nachhaltigen Wandel mit. „Man sollte nie aufhören, mit etwas Neuem anzufangen. Es gibt immer etwas zu entdecken und zu lernen, sonst würde es auch irgendwann langweilig werden“, so ihr Fazit.

Projekte

Digitalisierung im Doppelpack für Handwerker und Multiplikatoren

„Digitalisierung ist jetzt“: Ganz nach diesem Motto folgten über 60 Handwerker*innen und Multiplikatoren einer Einladung des Projektteams Schaufenster Digitales Bauen, im Kompetenzzentrum Digitales Handwerk, um sich mit dem Thema Digitalisierung im Bauhandwerk zu beschäftigen. Neu an der Veranstaltung war diesmal die Kombination aus Informationsveranstaltung und Innovationspfad. Die Multiplikatoren, vertreten aus Kammern, Fachverbänden, Innungen etc., erhielten eine theoretische und praktische Schulung, um ihre Mitglieder und Ansprechpartner auf dem Weg der Digitalisierung begleiten und unterstützen zu können. Die Handwerker*innen erkundeten zeitgleich den Innovationspfad Digitales Bauen. 15 Hersteller stellten hier ihre digitalen Werkzeuge und Produkte dem interessierten Publikum praktisch vor. Auf einem Parcour in kleinen Gruppen bekamen die Interessenten die Gelegenheit, einzelne Werkzeuge für sich zu entdecken, auszuprobieren und Detailfragen zu klären. So gab es viel praktisches Know-how zu entdecken. Der Fokus lag dabei auf Systemen, die einen praktischen Nutzen im Bauhandwerk haben. Ob Drohne, Zeiterfassung, Baustellenmanagement, ERP-Software, intelligentes Einkaufen oder auch der Baustellensimulator – es gibt eine Vielzahl von digitalen Möglichkeiten, den eigenen Betrieb entsprechend voran zu bringen. Das Handwerk ist im Zeitalter der Digitalisierung angekommen – nun gilt es, die Anwendungen sinnvoll ein- und umzusetzen. Weitere Veranstaltungen finden Sie hier: zum Thema „Digitales Bauen“ allgemein zum Thema „Digitales Handwerk“. Titelfoto © Airteam   Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben. Zum Abbau von Informationsdefiziten stellt das KDH den Entscheidungsträgern und Fachexperten des Handwerks praxisnahe Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die in fünf sogenannten Schaufenstern entwickelt und illustriert werden. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.       

Projekte

Digitale Realität erleben: Qualifizierungen Modul 3

Inmitten der digitalen Informationsflut fragen sich viele Handwerksunternehmen, mit welchen Maßnahmen sie den digitalen Wandel beginnen sollten, welche Kompetenzen und Werkzeuge benötigt werden und wie die Anwendung der digitalen Hilfsmittel konkret in der Praxis aussieht. Unsere neuen Qualifizierungen richten sich an alle digitalen Macher*innen aus den Bau- und Ausbaugewerken auf der Suche nach Strategie, Austausch und digitaler Praxis. Unser Ziel ist es, gemeinsam voranzukommen. Das Schaufenster Digitales Bauen im Kompetenzzentrum Digitales Handwerk schafft den kreativen Rahmen, um aus vielen unterschiedlichen Ideen und Ansätzen die erfolgversprechendsten für die eigene Digitalstrategie herauszufiltern und auszuprobieren. Unsere Experten unterstützen digitale Macher*innen dabei, konkrete Maßnahmen schrittweise im täglichen Arbeiten umzusetzen. Unser neues Angebot finden Sie hier. Sie haben noch Fragen? Melden Sie sich gerne bei uns. Dienstags – auch außerhalb der üblichen Arbeitszeiten – bis 19 Uhr unter 02151 51 55 88. Foto © cybrain/shutterstock   Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potenziale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben. Zum Abbau von Informationsdefiziten stellt das KDH den Entscheidungsträgern und Fachexperten des Handwerks praxisnahe Informations-, Qualifikations- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die in fünf sogenannten Schaufenstern entwickelt und illustriert werden. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.       

Ausbildung

Schritt in die berufliche Zukunft: Ausbildungsmarkt 2020 in Wesel

Bereits seit vielen Jahren veranstaltet die Gesamtschule „Am Lauerhaas“ in Wesel einen Ausbildungsmarkt, um Schülerinnen und Schülern ab der Jahrgangsstufe 8 berufliche Perspektiven, unter anderem im Handwerk, aufzuzeigen. Auch die BZB sind dem Aufruf gefolgt und boten bei der diesjährigen Veranstaltung „Handwerk zum Anfassen“. Auszubildende des 2. Lehrjahres zeigten interessierten Schüler*innen, wie eine Mauer aus Kalksandsteinen entsteht und wie ein Altstadtpflaster fachgerecht verlegt wird. Der Andrang war groß und viele junge Menschen erhielten Informationen über die vielfältigen Möglichkeiten einer Ausbildung und die Aufstiegsoptionen im Bauhandwerk. Die BZB bedanken sich insbesondere bei den Firmen Bergmann TET aus Gelsenkirchen und der K. Heinrich GmbH aus Duisburg, die uns ihre Azubis Ahmed und Gino als Ausbildungspaten für diesen Tag zur Verfügung stellten. Wir freuen uns, diese gut organisierte und viel besuchte Veranstaltung auch im Jahr 2020 unterstützen zu dürfen.

Projekte

UniVET: Pilotphase zur Potenzialanalyse in Litauen

Was soll ich werden? Welches Studium oder welche Ausbildung passt zu mir? Welche Fähigkeiten habe ich? Diese Fragen stellen sich Jugendliche und junge Erwachsene immer wieder während ihrer Schul- und Studienzeit. Mit dem EU-Projekt „UniVET – University or Vocational Education and Training“ wird die „Potentialanalyse“, ein Testverfahren zur Ermittlung der Interessen und Stärken, an Schüler*innen im Alter von 14-18 Jahren sowie an Studien­abbrechende angepasst und nun nach Litauen, Italien, Polen und Spanien übertragen. Bereits in der achten Klasse haben Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, an der Potenzialanalyse teilzunehmen. Das Verfahren, von der Talentbrücke GmbH entwickelt, wurde seit 2006 bei insgesamt 100.000 Personen durchgeführt, unter anderem auch in den Bildungs­zentren des Baugewerbes e. V. Mit dem EU-Projekt UniVET wird die Potential­analyse nun auch in einige Länder des europäischen Auslands übertragen. Dazu fand vom 17. – 18. September 2019 im Vilnius Builders Training Centre (VSRC) in Litauen eine Pilotphase mit sieben Schülern und einem Studien­abbrecher im Alter von 16-24 Jahren statt. Ihr Browser unterstützt den HTML 5 video tag nicht - bitte aktualisieren Ihren Browser. Eigene Stärken und Fähigkeiten wahrnehmen Die Teilnehmenden erhielten die Aufgaben in ihrer Landes­sprache und auf Englisch. Neben der Konzentrations­fähigkeit und dem räumlichen Vorstellungs­vermögen ermittelte die Analyse die Selbst­wahrnehmung anhand eines Berufs­interessentests und eines Bogens zur Selbst­einschätzung. Bei einer Gruppenübung lösten die Teil­nehmenden in kleinen Teams eine organisatorische Aufgabe und wurden dabei in ihren sozialen Kompetenzen beobachtet, um auch die Fremd­wahrnehmung widerzuspiegeln. Zum Abschluss bereiteten sie eine Selbst­präsentation vor. Die Auswertung der einzelnen Testelemente erfolgte anschließend mit einer eigens dafür entwickelten Software. Ziel der Analyse ist es, die Stärken, Fähigkeiten und Interessen der Test­personen herauszufinden, dabei aber gleichzeitig nicht zu einem bestimmten Beruf zu raten. Stattdessen werden in einer abschließenden Nach­besprechung Tendenzen zu den sechs Interessens­feldern aufgezeigt. Diese sind 1.) das Handwerk, 2.) die Forschung, 3.) kreative Arbeit, 4.) soziale Arbeit, 5.) unternehmerische und gewerbliche Tätigkeiten sowie 6.) der Bereich der Verwaltung. Die Teilnehmenden des Testverfahrens sollen dazu angeregt werden, über ihre individuellen Berufs­möglichkeiten nachzudenken und auch bisher nicht betrachtete Tätigkeits­felder kennen zu lernen. Viele Schüler in Litauen wollten an der Pilotphase teilnehmen Nach der erfolgreichen Erprobung wird das Verfahren im nächsten Monat auch in Spanien, Italien und Polen getestet. Die Rückmeldungen aus der Pilotgruppe fielen durchweg positiv aus. Foto © ©SpeedKingz/shutterstock

Weiterbildung

Neuauflage: Zertifizierter Sachverständiger für Betoninstandhaltung

Der Lehrgang „Zertifizierter Sachverständiger für Betonschäden und Betoninstandhaltung“ findet im November und Dezember erneut statt. In bisher zwölf Lehrgängen schulten die BZB in Zusammenarbeit mit der GUEP e.V. bereits über 150 Sachverständige. Diese erfolgreiche Kooperation setzt sich auch in diesem Jahr fort. Der im November startende Lehrgang richtet sich an Planer, qualifizierte Führungskräfte in ausführenden Unternehmen und Auftraggeber. Lehrgangsvoraussetzung ist der erfolgreiche Prüfungsabschluss zum Sachkundigen Planer (SKP). In drei Modulen vermittelt der Lehrgangsleiter Herr Dr. Fiebrich gemeinsam mit einem renommierten Expertenteam vor allem Wissen über die Erstellung von Gutachten sowie die Kenntnis juristischer Zusammenhänge. Modul I Betonbauwerke mit besonderen Anforderungen an die Dichtheit Schutz- und Instandsetzungsbaustoffe - Kunststoffe für den Betonbau Industrieböden Modul II Einführung in das Sachverständigenwesen, Begriffsbestimmung, besondere Sachkunde Juristische Grundlagen für Sachverständige Modul III Erstellen von Sachverständigengutachten Betonschäden und Schäden an Betonverbundsystemen Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung erhalten Sie hier. Foto © Gilles ARROYO/fotolia

Ausbildung

BZB auf der Ausbildungsmesse „Berufsstart“ in der Mülheimer Stadthalle

Ein gutes Team: Die Dachdecker- und Zimmerer-Innung Mülheim an der Ruhr war gemeinsam mit den BZB auf der diesjährigen Mühlheimer Ausbildungsmesse „Berufsstart“ vertreten. Neben Azubis aus den Bereichen des Dachdecker- und Zimmererhandwerkes, den BZB und der Kreishandwerkerschaft Mülheim und Oberhausen waren viele Jugendliche vor Ort und nutzten die Möglichkeit, sich über die vielfältigen Bauberufe zu informieren. Praktische Mitarbeit war angesagt: Sowohl männliche als auch weibliche Interessenten haben mitgemacht und gemeinsam mit den Dachdecker-Azubis unter anderem Schieferherzen geschlagen. Bei den Zimmerern war präzise Holzarbeit gefragt. Wie bringt man zwei Holzstücke ohne Nägel oder Leim in Verbindung? Eine interessante Übungsaufgabe am Balken, die von den meisten Standbesuchern mit Bravour gelöst wurde. Junge Menschen, die sich in der Berufsorientierungsphase befinden oder konkret nach einem Ausbildungsplatz suchen, erhielten am Stand eine praxisorientierte Beratung zu den Ausbildungsberufen des Bauhandwerks und einen Einblick in die Aufstiegsmöglichkeiten nach der Ausbildung. „Die jährliche Messe „Berufsstart“ in der Mülheimer Stadthalle ist eine wichtige Plattform für alle Aussteller und interessierte Jugendliche, die eine Ausbildung dem Studium vorziehen“, erläutert BZB-Außendienst-Mitarbeiter Christoph Lanken. „Hier haben sie die Möglichkeit, sich prakti