Mit 326 Teilnehmern brach das 25. Fachsymposium "Betoninstandhaltung heute für die Zukunft", das die Landesgütegemeinschaft Instandsetzung von Betonbauwerken NRW e.V. (LIB) in Kooperation mit der Bundesgütegemeinschaft Betonflächeninstandsetzung (BFI) durchführte, alle Rekorde und bot dabei gewohnt hochkarätige Vorträge.

Sebastian Fink Vorsitzender der LIB NRW e. V., Krefeld und Technischer Leiter SBS GmbH, Mülheim, erinnerte in seiner Begrüßung an die Anfangsjahre. Nach Gründung der Bundesgütegemeinschaft „Instandsetzung von Betonbauwerken“ mit Sitz in Berlin wurden Mitte der 80er Jahre die Bauverbände bundesweit aufgefordert, Landesgütegemeinschaften zu gründen. „Ziel war“, so Fink, „die Notwendigkeit der Erhaltung von Bauwerken und Brücken aus Beton stärker ins Bewusstsein der Auftrag vergebenden Stellen einerseits und der bauausführenden Unternehmen andererseits zu rücken.“ In einem eindrucksvollen gemeinsamen Vortrag stellten Dipl.-Ing. Michael Haneke, Leiter Strategische Planung und Koordination a. D. im Wirtschaftsbetrieb Stadt Hagen und Dipl.-Ing. Karsten Ditscheid von den technischen Betrieben der Stadt Solingen die aktuelle Situation des öffentlichen Straßen- und Verkehrswegenetz vor. Dipl.-Ing. Torsten Commer, Zweigniederlassungsleiter Fa. Kemna Bau Andreae GmbH & Co. KG, ergänzte das Thema mit einem Referat aus Sicht eines ausführenden Unternehmers.

Commer plädierte dabei für einen verstärkten Dialog und Erfahrungsaustausch zwischen allen Beteiligten sowie für bauliche und organisatorische Verbesserungen bei der Durchführung von Einzelprojekten. Dipl.-Ing. Siegfried Bepple, Geschäftsführer GQ Quadflieg Bau GmbH, stellte wichtige Neuerungen der „vorgesehenen neuen Instandhaltungs-Richtlinie“ vor, die nicht nachvollziehbar von der Deutschen Bauchemie abgeblockt wurde.

Rechtsanwalt Prof. Dr. Werner, Langen Kapellmann und Partner Rechtsanwälte mbB, erläuterte das neue Bauvertragsrecht und seine Auswirkungen auf die Ausführung von Betoninstandhaltungsarbeiten. Dr.-Ing. Angelika Eßer, Universität Duisburg-Essen, erklärte die leistungsgerechte Anwendung von Rissfüllstoffen, die noch nach der derzeitigen Instandsetzungs-Richtlinie geregelt wird, in Zukunft jedoch von der kommenden Instandhaltungs-Richtlinie abgelöst werden soll.

Zusätzlich informierten 31 Firmen im Rahmen einer begleitenden Industrieausstellung über neueste Produkte, Produktentwicklungen und Dienstleistungen rund um die Betoninstandsetzung. Krönender Abschluss war eine Aufführung des Freiburger Improvisationstheaters L.U.S.T.

Das nächste Fachsymposium der Landesgütegemeinschaft Instandsetzung von Betonbauwerken NRW e.V. (LIB) ist bereits geplant und wird am 1. Februar 2018 stattfinden. Das Programm des 26. Fachsymposiums und alle anderen wichtigen Details dazu können rechtzeitig vorher unter www.lib-nrw.de abgerufen werden.