In dem Lehrgang "Zertifizierter Fachplaner und Sachverständiger im vorbeugenden Brandschutz", der ab dem 27. Januar immer an Wochenenden (Freitag/Samstag) stattfand und am 12. Mai mit der Prüfung beendet wurde, haben 11 hochmotivierte und fachlich sehr gute Teilnehmer teilgenommen.

©Foto Andreas Bischof

Besonders hervorzuheben ist ein Bauingenieur, der vor drei Jahren aus der Nähe von Aleppo in Syrien geflohen ist. Herr Khatko ist 51 Jahre alt, christlichen Glaubens, verheiratet (seine Frau ist Kinderärztin) und hat 3 Kinder. Er wollte auch in Deutschland wieder als Bauingenieur arbeiten und hat nach mehreren Praktika im Tiefbaubereich einen Einjahresvertrag im Architekturbüro Peter Heinz erhalten.

Heinz hat dem Familienvater dann den Brandschutz-Lehrgang im BZB in Krefeld empfohlen und finanziert. Seit Ende Januar ist Khatko für zwei Tage die Woche an den Niederrhein ins BZB gereist, um an allen Terminen teilnehmen zu können. Fachlich sei er, dank intensiver eigener Vorbereitung und Unterstützung durch seinen Arbeitgeber, einer der besten Teilnehmer des Lehrgangs gewesen.

Am 12.05. hat er schließlich die Abschlussprüfung bestanden und darf im Architekturbüro fortan auch Brandschutzkonzepte erstellen. Da Herr Khatko der Einzige im Lehrgang war, der kein Tablet besitzt, haben die BZB ihm für seine super Leistung eine Anerkennung in Form eines Tablets überreicht. Das Tablet wurde vom BZB gesponsert.

"Die deutsche Sprache nach nur 3 Jahren so zu beherrschen, dass er die ganzen Richtlinen, Gesetze und Verordnungen versteht und in der Lage ist, ein Brandschutzkonzept zu erstellen, ist außerordentlich und verdient Respekt", so Thomas Murauer, Geschäftsführer der BZB.

Die Heimatstadt der Familie Khatko in Syrien wird noch immer vom IS eingegrenzt. Die dort lebenden Christen werden zurzeit von Kurden beschützt. Wie lange das noch so funktioniere, sei fraglich. "Mein Herz habe ich in Syrien, und ich versuche, über das Internet Kontakt mit meiner Familie dort zu halten, aber zurück will ich nicht", erklärt Khatko. Er und seine Familie haben Angst vor der Situation in ihrer Heimat und sehen ihre Zukunft in Deutschland. An einer Abschiebung könne man nichts ändern, sie wünschen sich aber trotzdem, hierbleiben zu können.

Herr Khatko ist ein Beispiel für eine gelungene Integration und wir wünschen Ihm und seiner Familie, dass sie weiterhin in Deutschland bleiben dürfen.