29. Apr. 2026
Nach einem erfolgreichen Auftakttreffen im Januar 2026 in den BZB im Krefeld folgte nun der nächste Schritt: Der Gegenbesuch beim französischen Bildungspartner Compagnons du Tour de France in Grenoble. Ziel des Austauschs ist der Aufbau einer weiteren deutsch-französischen Kooperation in der beruflichen Bildung.
Im Januar dieses Jahres hatten der Leiter und leitende Mitarbeitende des Berufsbildungszentrums Compagnons du Tour de France Grenoble gemeinsam mit dem Fördermittelgeber ProTandem die BZB in Krefeld besucht. Hintergrund war eine Anfrage des BZB an die Deutsch-Französische Agentur für den Austausch in der beruflichen Bildung, neue potenzielle französische Partner für Mobilitätsprojekte kennenzulernen. Die Gespräche verliefen äußerst positiv – der Grundstein für eine vertiefte Zusammenarbeit war gelegt.
Nun reisten BZB-Ausbildungsleiter Markus Crone sowie der für Mobilitäten verantwortliche BZB-Mitarbeiter Christoph Lanken nach Grenoble, um die Zusammenarbeit vor Ort weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt des Besuchs standen intensive Fachgespräche über den Aufbau einer zweiten Partnerschaft mit einem französischen Partner auf dem Festland – ergänzend zur bereits erfolgreich laufenden Kooperation mit Partnern auf La Réunion. Begleitet wurden die Gespräche auch durch eine digital zugeschaltete Mitarbeiterin des Fördermittelgebers ProTandem.
Die Compagnons du Tour de France sind ein traditionsreiches Netzwerk von Ausbildungszentren für alle Handwerksgewerke, das landesweit in Frankreich aktiv ist. Allein in Grenoble und Umgebung betreiben die Compagnons vier Ausbildungszentren.
Dort bilden sie junge Menschen aus, die bereits eine einjährige Erstausbildung im Bauhandwerk abgeschlossen haben. Die anschließende Ausbildung dauert fünf Jahre und ist geprägt von einem rotationsbasierten Ausbildungssystem: Die Auszubildenden gehen auf „Tour de France“ und wechseln regelmäßig zwischen den verschiedenen Zentren im ganzen Land. Erst nach erfolgreichem Abschluss dürfen sie sich Compagnons du Tour de France nennen.
Neben der Vorstellung der Organisation, ihrer Aufgaben und Bildungsphilosophie standen umfassende Rundgänge durch die Ausbildungshallen auf dem Programm. In der Stuckateurhalle, der Zimmerer- und Tischlerwerkstatt sowie in den Maler- und Lackierbereichen entwickelten sich Fachgespräche zwischen Auszubildenden, Ausbildern und den Gästen aus Krefeld. Der Austausch fand zweisprachig – auf Deutsch und Französisch – statt.
Abgerundet wurde der Besuch durch ein gemeinsames Abendessen mit angehenden Compagnons aus ganz Frankreich, die derzeit in Grenoble ausgebildet werden.
Die Gespräche in Grenoble bestätigten das große gegenseitige Interesse an einer langfristigen Zusammenarbeit. Beide Seiten sehen viel Potenzial für zukünftige Mobilitäten von Auszubildenden und Fachkräften. Der Start einer neuen Kooperation ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen.
Christoph Lanken, zuständig für Mobilitäten in den BZB, zieht ein positives Fazit: „Der Besuch in Grenoble war äußerst wertvoll, um sich über eine gewinnbringende Kooperation auszutauschen. Der direkte Kontakt mit Auszubildenden und Ausbildern schafft zudem eine verlässliche Basis für eine nachhaltige deutsch-französische Partnerschaft.“
Damit setzten die BZB einen weiteren wichtigen Impuls für internationale Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung, um den europäischen Austausch im Handwerk nachhaltig zu stärken.
Ausbildungsbetriebe, Auszubildende, frisch ausgelernte Fachkräfte sowie Meister*innen, die einen Austausch im Ausland planen möchten, können sich jederzeit an die BZB wenden. Der zuständige Ansprechpartner des Programms „Berufsbildung ohne Grenzen“ unterstützt Sie umfassend bei der Vorbereitung, Organisation und Umsetzung internationaler Mobilitätsaufenthalte.
Christoph Lanken
Berater im Netzwerk „Berufsbildung ohne Grenzen“
Mobil: 0173 5135028 (auch WhatsApp)
E-Mail: christoph.lanken@bzb.de
Das Projekt „Berufsbildung ohne Grenzen“ wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.
Der Auslandsaustausch / die Mobilität wird gefördert durch:
Autor: Christoph Lanken
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