18. Jun. 2026
Am 13. Juni 2026 fand die 77. Meisterfeier der Handwerkskammer Düsseldorf im PSD Bank Dome statt. Die Veranstaltung, die üblicherweise als Austragungsort für Konzerte und Sportevents dient, bot den Rahmen für die Ehrung von insgesamt 905 Absolventinnen und Absolventen der Meisterschulen. Rund 2.500 Gäste nahmen an der Feier teil.
Zum Auftakt wurden die Anwesenden mit einer multimedialen Inszenierung aus Pyrotechnik, Lasereffekten und einer Bildershow begrüßt, die die Entwicklung der Meisterfeiern von den Anfängen bis heute nachzeichnete. Durch das Programm führte die Fernsehmoderatorin Catherine Vogel.
Die Eröffnungsrede hielt Andreas Ehlert, Präsident der Handwerkskammer Düsseldorf. Er würdigte die Leistungen der Absolventinnen und Absolventen und hob die Bedeutung des Meisterbriefs als Qualifikationsnachweis hervor, der dem Bachelorabschluss gleichgestellt ist.
Die Festrede übernahm Dr. Karsten Wildberger, Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung. In seiner Ansprache betonte er die Rolle des Handwerks für die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands sowie die Bereitschaft der Meisterabsolventinnen und -absolventen, Verantwortung zu übernehmen – sowohl in bestehenden Betrieben als auch in unternehmerischen Funktionen. Gleichzeitig sprach er sich für einen weiteren Abbau bürokratischer Anforderungen und eine Vereinfachung von Dokumentationspflichten aus.
Darüber hinaus ging Wildberger auf die Potenziale digitaler Technologien ein. Künstliche Intelligenz könne insbesondere administrative Prozesse unterstützen, während die eigentliche handwerkliche Arbeit weiterhin auf qualifizierte Fachkräfte angewiesen sei. Der Meisterbrief bleibe in diesem Zusammenhang ein wichtiges Instrument zur Sicherung von Qualitätsstandards.
Vor dem Hintergrund vereinzelt auftretender Fälschungen von Meisterbriefen wurde in diesem Jahr erstmals ergänzend zur Papierurkunde ein fälschungssicherer digitaler Meisterbrief eingeführt.
Unter den Gästen befanden sich zudem Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, sowie Friedrich Hubert Esser, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Esser betonte in diesem Zusammenhang die Gleichwertigkeit beruflicher und akademischer Bildung und verwies auf die starke Praxisorientierung der Meisterausbildung.
Die Bildungszentren des Baugewerbes (BZB) leisteten mit ihren Lehrgängen einen Beitrag zur Qualifizierung vieler Absolventinnen und Absolventen – in den Gewerken Maurer und Betonbauer, Straßenbauer sowie Fliesen-, Platten- und Mosaikleger. „Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig eine praxisnahe und zugleich strukturierte Vorbereitung auf die Meisterprüfung ist. Wir freuen uns, dass wir viele der Absolventinnen und Absolventen auf diesem Weg begleiten konnten und gratulieren herzlich“, erklärt Matthias Große-Kreul, Produktmanager der BZB.
Autor: Matthias Große-Kreul
Titelbild-Copyright: BZB