03. Jun. 2026
Vor zwei Jahren startete es als Initiative zur stärkeren Vernetzung von Frauen in der Betoninstandhaltung – nun ist es ein Erfolgsformat: Das BZB-Frauennetzwerk in der Betoninstandhaltung. Über 170 Sachkundige Planerinnen und weibliche Fach- und Führungskräfte aus ganz Deutschland tauschen sich bei regelmäßigen Online- und Präsenztreffen über ihre Erfahrungen aus, teilen Wissen und knüpfen neue berufliche Kontakte.
Die Baubranche steht seit Jahren vor einer zentralen Herausforderung: Der Anteil weiblicher Fach- und Führungskräfte ist nach wie vor gering. Netzwerke können ein entscheidender Hebel sein, um Frauen gezielt zu fördern und langfristig für die Branche zu gewinnen. Genau hier setzt das BZB-Frauennetzwerk an und bietet einen Rahmen für Vernetzung und Weiterentwicklung.
„Vor einigen Jahren fiel mir auf einer Fachtagung auf, dass die wenigen anwesenden Frauen häufig im Hintergrund in den überwiegend männlich geprägten Gruppen standen“, berichtet Sonja Teißmann-Bornebusch, Ideengeberin und Mitbegründerin des Frauennetzwerks in der Betoninstandhaltung. „Daraufhin entstand bei mir der Gedanke, einen Raum zu schaffen, in dem sich Frauen untereinander kennenlernen und austauschen können – ein Netzwerk speziell für Frauen am Bau.“ Die Diplom-Bauingenieurin und Sachverständige für Betonschäden und Betoninstandhaltung sprach die BZB an und stieß auf Zustimmung.
„Unser Ziel ist es, die Zusammenarbeit und Unterstützung von Frauen in der Betoninstandhaltung zu stärken und die Sichtbarkeit zu erhöhen“, erläutert Sara Croonenbroeck, Produktmanagerin bei den BZB und Mitinitiatorin des Frauennetzwerks. „Wir bieten eine Plattform für die Weiterentwicklung der Kompetenzen, den Wissenstransfer und den Aufbau von Beziehungen.“
Die Idee eines Frauennetzwerks kam bei Sachkundigen Planerinnen, Qualifizierten Führungskräften und weiteren weiblichen Fachkräften in der Betoninstandsetzung sehr gut an. „Man kennt viele Männer aus der Branche, Frauen bleiben leider häufig außen vor“, berichtet Teilnehmerin Natascha Albat. „Es ist inspirierend zu sehen, wie fachlich stark die Frauen sind, die ich im Netzwerk kennenlerne.“
Austausch, Impulse und Weiterentwicklung
Seit seiner Einführung hat sich das Netzwerk dynamisch entwickelt. Regelmäßige Treffen – sowohl persönlich als auch digital – bieten den Mitgliedern die Möglichkeit, über fachliche Themen, berufliche Herausforderungen und individuelle Karrierewege zu sprechen. „Der Austausch mit Menschen, die vergleichbare Erfahrungen machen wie ich, bringt mich weiter“, sagt Teilnehmerin Diana Holzwarth. „Besonders schätze ich die Unterstützung junger Kolleginnen.“
So nahmen beispielsweise im Mai 2026 rund 30 Teilnehmerinnen an einem Online-Netzwerktreffen teil. Neben dem persönlichen Dialog wurde ein Praxisbericht zum Thema Betoninstandsetzung in der Ausführung von Teilnehmerin Maxi Hempel präsentiert. Durch die Kombination aus fachlichem Input und offenen Gesprächen profitieren die Netzwerkerinnen von unterschiedlichen Perspektiven. Die Frauen können die Themen aktiv mitgestalten und mit Gleichgesinnten diskutieren. „Der lebendige Dialog während unserer Treffen zeigt, wie wichtig ein starkes Netzwerk von Frauen für Frauen ist“, betont Sara Croonenbroeck.
Interessierte Fach- und Führungskräfte aus der Betoninstandhaltung sind eingeladen, Teil des Netzwerks zu werden und die Zukunft der Branche aktiv mitzugestalten. Die Mitgliedschaft ist kostenfrei. Die BZB bieten regelmäßig Veranstaltungen, Austauschformate und fachliche Impulse an.
Weitere Informationen: Frauennetzwerk in der Betoninstandhaltung
Autor: Bildungszentren des Baugewerbes e.V.
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