23. Jan. 2026
Einen spannenden Start ins neue Jahr hatten 17 angehende Zimmerer im 2. Lehrjahr: Im BZB Düsseldorf errichteten sie ein Holzrahmenbau‑Haus im Kleinformat. Der zweiwöchige Holzrahmenbaukurs ist im Lehrplan verankert und vermittelt theoretisches und praktisches Wissen rund um moderne, nachhaltige Holzbauweisen, die eine immer wichtigere Rolle spielen. Praxisnahe Unterstützung lieferten fünf Produkthersteller durch innovative Materialien und fundierte Anwendungsschulungen.
Mit nur einer Grundrisszeichnung übernahmen die Teilnehmer selbstständig alle weiteren Planungsschritte. „Die Azubis lernen so, eigenverantwortlich zu arbeiten und ein komplettes Holzrahmenbauprojekt realistisch durchzuplanen“, erklärt BZB‑Ausbilder und Zimmermeister Marius Höfgen. „Nach drei Jahren haben wir jetzt ein ausgereiftes Konzept, das sich sehr bewährt.“
Zu den Aufgaben gehörten die Planung und Bemessung von Fenstern und Türen, Dach- und Fassadenplanung, der korrekte Einbau von Dämmung, die Herstellung einer wind- und luftdichten Gebäudehülle sowie die Außenbeplankung mit verschiedenen Systemen. An einem Modellfenster lernten die Lehrlinge die unterschiedlichen Verglasungsarten und Abdichtungstechniken kennen.
Der Kurs profitierte von enger Zusammenarbeit mit mehreren namhaften Unternehmen. Insgesamt fünf Partner vermittelten den Auszubildenden die Unterschiede zwischen Materialsystemen, erklärten Verarbeitungsschritte und gaben Einblicke in aktuelle Entwicklungen im Holzrahmenbau. „Die Hersteller bringen viel Know-how mit – und die Azubis profitieren enorm von diesem direkten Austausch“, erläutert Marius Höfgen. Die BZB bedanken sich herzlich bei:
Pfleiderer: Holzwerkstoffplatten
Gutex: Holzweichfaserplatten und Holzweichfaserdämmung
ProClima: Produkte für luft-und winddichte Gebäudehüllen
Fermacell: Faserzementplatten, Trockenestrich und Fassaden
Velux: Dachflächenfenster
Der Boom im Holzrahmenbau hat mehrere Gründe: Nachhaltigkeit, Klimaschutz und ein wachsendes Umweltbewusstsein stärken die Nachfrage nach Holz als Baustoff. Zudem ermöglicht Holzrahmenbau eine schnelle Bauweise und eine sehr gute Ökobilanz – Eigenschaften, die immer mehr Unternehmen überzeugen.
„Viele Betriebe satteln derzeit auf Holzrahmenbau um“, beobachtet Höfgen. „Deshalb ist es wichtig, dass unsere Auszubildenden früh lernen, welche Regeln gelten, worauf sie achten müssen und wie moderne Systeme verarbeitet werden.“
Nach zwei intensiven Wochen stand ein vollständiges Mini‑Haus – gebaut, geplant und gestaltet von den Azubis selbst. Das Ergebnis: fachliches Wissen, fundierte Praxis und ein spürbarer Motivationsschub.
Autor: Bildungszentren des Baugewerbes e.V.
Titelbild-Copyright: BZB