Maurer Auszubildender stellt sich vor, Copyright: BZB

19. Feb. 2026

„Ein toller Beruf, der Spaß macht“ – ein Maurer stellt sich vor

Joshua Lienen ist angehender Maurer im 1. Ausbildungsjahr bei der Firma Antonius Kiwall & Söhne GbR. Der 18-Jährige ist begeistert von seinem Beruf – und hat zielstrebige Pläne für die Zukunft. Im Rahmen von „Azubis stellen sich vor“ sprachen wir mit dem Nachwuchshandwerker, der im BZB Krefeld die ÜLU durchläuft.

Wie bist du zu dem Beruf Maurer und zu deiner Ausbildung gekommen?

Ich mache gerade mein Fachabitur – den schulischen Teil habe ich bereits abgeschlossen. Für den praktischen Teil brauche ich ein einjähriges Praktikum. So kam ich auf die Idee, gleichzeitig eine Ausbildung zu absolvieren und beides zu verbinden – das Fachabitur mit einer handwerklichen Ausbildung. Denn mein Ziel ist es, Architektur zu studieren. Dies ist mein Traumberuf, seit ich sieben Jahre alt bin. Architekten kriegen auf der Baustelle oft das Klischee zu hören: „Die können handwerklich nichts.“ Mit meiner Ausbildung zum Maurer möchte ich dies widerlegen. Außerdem macht mir der Beruf einfach Spaß.

Und wie bist du auf deinen Ausbildungsbetrieb aufmerksam geworden?

Durch den Bekanntenkreis. Zum einen kennt mein Vater den Betrieb, da er in einer Holzhandlung arbeitet, zum anderen durch die Pfadfinder – denn mein Pfadfinderleiter ist gleichzeitig mein Chef. Das ist sehr positiv, denn unser Verhältnis ist entspannt und nicht so streng.

In welchem Bereich ist dein Betrieb tätig?

Das ist ein sehr kleiner Betrieb – ein Maurermeister, ein Zimmermeister und ich als Auszubildender. Wir machen handwerkliche Denkmalpflege und keinen Neubau – darauf ist der Betrieb nicht ausgerichtet. Aktuell haben wir eine Baustelle: ein Haus von ungefähr 1600. Der Dachstuhl ging auseinander, die linke Wand war schräg. Wir haben einen Stahlrahmen eingebaut, damit alles wieder hält, einen neuen Dachstuhl gesetzt und bauen das Haus jetzt zu einem Wohnhaus aus. Es ist schon besonders und anders als der normale Baustellenalltag.

Was gefällt dir besonders gut am Beruf des Maurers?

Die Vielfalt. Einerseits sieht man am Ende, was man geschaffen hat. Zum Beispiel hier in den BZB während der ÜLU: Erst ist da ein leerer Raum, und am Ende stehen 20 Mauern. Das finde ich cool. Zudem gefällt mir, dass wir etwas Nützliches erschaffen. Bauwerke, wie Wohnhäuser oder Lagerhallen, nützen vielen Menschen. Das ist einfach ein toller Beruf, der Spaß macht.

Welche Fertigkeiten und Fähigkeiten sollte man mitbringen?

Ein gutes Augenmaß und handwerkliches Geschick sind wichtig. Außerdem mathematisches Verständnis und räumliches Vorstellungsvermögen.

Wie sehen deine Zukunftspläne aus?

Ich überlege, eine weitere Ausbildung zum Zimmerer zu absolvieren. Mein Chef hat mir dies vorgeschlagen und ich dachte: warum nicht? Ob ich in drei oder fünf Jahren studieren gehe, macht keinen großen Unterschied. Und ich verdiene bereits Geld.

Hast du einen Tipp für Jugendliche, die sich für eine handwerkliche Ausbildung interessieren?

Wählt den Beruf, der euch Spaß macht. Macht vorher Praktika – das habe ich auch gemacht und kann es sehr empfehlen. Ich war in einem Dachdeckerbetrieb und bei einem Vermesser, jeweils in den Ferien während der Schulzeit. Probiert euch aus und macht eine Ausbildung in dem Beruf, der euch am meisten Freude bringt.

Wir bedanken uns herzlich für das Gespräch und wünschen dir viel Erfolg bei der Ausbildung und für den weiteren Berufsweg!


Autor: Bildungszentren des Baugewerbes e.V.

Titelbild-Copyright: BZB

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Markus Neumann Ausbilder / Maurer- und Betonbauermeister
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