La Réunion: Wertvolle Auslandserfahrung für Bau-Azubis, Copyright: BZB

19. Mär. 2026

La Réunion: Wertvolle Auslandserfahrung für Bau-Azubis

Acht Auszubildende aus verschiedenen Baugewerken verbrachten drei Wochen ihrer Ausbildungszeit auf La Réunion, einem französischen Überseegebiet im Indischen Ozean. Begleitet von einem Dolmetscher und einem Vertreter der BZB sammelten sie vielfältige praktische Erfahrungen auf französischen Baustellen und lernten neue Arbeitsweisen, Materialien und kulturelle Besonderheiten kennen.

„Begeistert hat mich die gesamte Mobilität – und dass ich mitfahren durfte“, erzählt Edin, Auszubildender zum Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer im 3. Lehrjahr bei der Isoliertechnik Fritz Hartmann Nachf. GmbH aus Mönchengladbach. Auch Nikola, angehender Maurer im 3. Ausbildungsjahr bei der VENI Bauunternehmung GmbH in Duisburg, zeigt sich beeindruckt: „Besonders cool fand ich, die andere Seite des Bauens kennenzulernen. Deutschland so – Frankreich so! Begeistert bin ich auch davon, wie freundlich die Menschen hier auf der Insel sind.“

Eine bewährte Partnerschaft für berufliche Mobilität

Die Reise fand im Rahmen der langjährigen Kooperation zwischen den BZB und dem Lycée Professionel Albert Ramassamy in St. Denis statt. Beide Partner engagieren sich seit Jahren im Netzwerk „Berufsbildung ohne Grenzen“. Die Zusammenarbeit schafft verlässliche Strukturen, von denen sowohl die deutschen als auch die französischen Auszubildenden profitieren.

Jedes Jahr im September reisen französische Bauschüler*innen mit ihren Lehrkräften zu einem vierwöchigen Praktikum nach Deutschland. Im Februar des darauffolgenden Jahres erfolgt der Gegenbesuch auf La Réunion. Die diesjährige Mobilität setzt diese erfolgreiche Tradition fort, die bereits sieben Austauschzyklen hervorgebracht hat.

Praxislernen unter tropischen Bedingungen

Zum Einstieg arbeiteten die Auszubildenden an zwei Projekten aus dem Holz- und Tiefbau, die sie gemeinsam mit französischen Ausbildern planten und realisierten. Die intensive Zusammenarbeit verdeutlichte ihnen schnell, wie unterschiedlich baupraktische Abläufe gestaltet sein können.

Im Anschluss folgte ein zweiwöchiges Praktikum in einem großen Bauunternehmen in St. Denis. Dort arbeiteten die Teilnehmenden im regulären Baustellenbetrieb mit und lernten die französischen Prozesse aus erster Hand kennen. Die tropischen Temperaturen stellten eine besondere Herausforderung dar, welche die jungen Fachkräfte mit viel Engagement meisterten. „Die Arbeit im Freien bei Höchsttemperaturen war zeitweise ziemlich herausfordernd – aber mit genug Sonnencreme gut machbar“, kommentiert der angehende WKS-Isolierer Bastian, Azubi bei Dohlen Isoliertechnik GmbH & Co. KG in Stolberg.

Kulturelle Vielfalt und persönliche Entwicklung

Ergänzend zum fachlichen Programm erhielten die Auszubildenden vielfältige Einblicke in die kreolisch-französische Kultur und Geschichte der Insel. Begleitende Freizeitaktivitäten wie Wasser- und Bergsport, gemeinsame Ausflüge und eine Bootstour auf dem Indischen Ozean stärkten den Zusammenhalt und trugen zur persönlichen Entwicklung der Teilnehmenden bei.

Die Auszubildenden kehrten mit gestärktem Selbstbewusstsein und einem erweiterten Blick auf ihren Beruf zurück. Die Mobilität förderte nicht nur ihre fachliche Kompetenz, sondern auch ihre Offenheit gegenüber neuen Herausforderungen und internationalen Arbeitsumgebungen.

Blick auf die kommenden Austauschprojekte

Bereits jetzt laufen die Vorbereitungen für die nächste Mobilität. Im Herbst 2026 empfangen die BZB erneut französische Bauschüler*innen, bevor im Februar 2027 die deutsche Gruppe den nächsten Besuch auf La Réunion antritt. Beide Partner werden damit die erfolgreiche Zusammenarbeit weiter ausbauen und Nachwuchshandwerkern erneut die Chance bieten, internationale Berufserfahrung zu sammeln.

Dank an die unterstützenden Ausbildungsbetriebe

Die BZB sprechen allen Partnern auf La Réunion sowie den beteiligten Organisationen und Ausbildern ein herzliches Dankeschön aus. Besonderer Dank gilt den deutschen Ausbildungsbetrieben, die ihren Auszubildenden diese wertvolle Erfahrung ermöglicht haben und damit ein klares Zeichen für die Bedeutung einer modernen, qualitätsorientierten Ausbildung setzen:

  • Amand Bau NRW GmbH & Co. KG, Ratingen

  • RAEDER Straßen- und Tiefbau GmbH, Mönchengladbach

  • VENI Bauunternehmung GmbH, Duisburg

  • Elsemann Bauunternehmung, Geldern

  • Isoliertechnik F. Hartmann Nachfahr GmbH, Mönchengladbach

  • Dohlen Isoliertechnik GmbH & Co. KG, Stolberg

Interesse an einem beruflichen Aufenthalt im Ausland?

Ausbildungsbetriebe, Auszubildende, frisch ausgelernte Fachkräfte sowie Meister*innen, die einen Austausch im Ausland planen möchten, können sich jederzeit an die BZB wenden. Der zuständige Ansprechpartner des Programms „Berufsbildung ohne Grenzen“ unterstützt Sie umfassend bei der Vorbereitung, Organisation und Umsetzung internationaler Mobilitätsaufenthalte.

Christoph Lanken
Berater im Netzwerk „Berufsbildung ohne Grenzen“
Mobil: 0173 5135028 (auch WhatsApp)
E-Mail: christoph.lanken@bzb.de


Das Projekt „Berufsbildung ohne Grenzen“ wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

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Der Auslandsaustausch / die Mobilität wird gefördert durch:

Deutsch-Französische Agentur für den Austausch in der beruflichen Bildung
Agence franco-allemande pour les échanges dans l'enseignement et la formation professionnels

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Autor: Christoph Lanken

Titelbild-Copyright: BZB

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