14. Jan. 2026
Demian Thernesse ist im 2. Ausbildungsjahr zum Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer und überzeugt von seinem Beruf. Der 21-Jährige absolviert seine Ausbildung bei der Firma W&S - Isolierungen GmbH in Mönchengladbach und die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung im BZB Krefeld. Wir sprachen im Rahmen unserer neuen Reihe „Azubis stellen sich vor“ mit dem Nachwuchshandwerker über seinen Beruf.
Meine Schule hat über eine App Praktika bei verschiedenen Firmen vermittelt. So habe ich ein Praktikum bei meinem jetzigen Ausbildungsbetrieb bekommen. Ich habe einfach eine Bewerbung hingeschickt und dann angerufen und mir wurde direkt gesagt, dass ich vorbeikommen kann. Das Praktikum hat mir so gut gefallen, dass ich nach meinem Realschulabschluss die Ausbildung dort gestartet habe.
Ich hatte nichts von diesem Gewerk gehört, weil es ein Nischenberuf ist. Ich kannte die eher klassischen Berufe, wie Zimmerer, Schreiner und so weiter.
Nee, anfangs nicht. Ursprünglich wollte ich irgendwas in Richtung IT machen. Aber mein Praktikum hat mich dann so überzeugt, dass ich meine Ausbildung im Bereich WKS-Isolierung anfing.
Das Besondere an dem Beruf ist, dass er so technisch ist. Man braucht viel Köpfchen, denn neben dem Praktischen ist er auch sehr theoretisch. Aber auch Montage finde ich cool. Oberflächenschutzmontage auf dem Dach gefällt mir am meisten. Ansonsten schätze ich sehr meine Kollegen. Es macht viel aus, wenn man sich mit den Kollegen versteht und gute Laune bei der Arbeit hat.
Wir arbeiten millimetergenau, also handwerkliches Geschick, Präzision und mathematische Kenntnisse, da wir viel rechnen. Außerdem sollte man einfach Bock auf diesen Beruf haben, denn es ist nicht einfach, der Job ist anspruchsvoll.
Ich will weiterhin in meinem Beruf arbeiten und mich dort weiterentwickeln. Es gibt auch viele Weiterbildungsmöglichkeiten, ob Techniker, Meister oder ein Studium.
Versucht aus euch rauszukommen, eure Fähigkeiten zu zeigen und vor allem euer Interesse an dem Wunschberuf. Am besten direkt von Anfang an beim Bewerbungsgespräch. Ich denke, kein Chef oder Arbeitgeber wird dann Nein sagen. Natürlich kommt es auch auf die Noten an, aber heutzutage kann man auch mit nicht so guten Noten einen super Ausbildungsplatz bekommen, wenn man die richtige Motivation und das Durchhaltevermögen mitbringt.
Wir bedanken uns herzlich für das Gespräch und wünschen weiterhin viel Erfolg bei der Ausbildung!
Autor: Bildungszentren des Baugewerbes e.V.
Titelbild-Copyright: BZB