Das neue erste Ausbildungsjahr 2016 im Bauhauptgewerbe beginnt mit 239 Lehrlingen in 9 Berufen. Im Vergleich zu 2015 ist das ein Plus von 15%. Absolute Gewinner sind die Wärme- Kälte- und Schallschutzisolierer, die mit 171% im Vergleich zum Vorjahr am meisten zugelegt haben, statt 7 haben 19 Lehrlinge begonnen.

 

An zweiter Stelle liegen die Stuckateure mit 56% plus, dicht gefolgt von den Zimmerern mit 43% plus. Nach wie vor ist die Ausbildung zum Fliesen- Platten- und Mosaikleger in Krefeld und Düsseldorf sehr beliebt. Auch hier konnten die BZB ein Plus von 28% verzeichnen. „Man spürt deutlich den Fachkräftebedarf und die starke Konjunktur in der Bauwirtschaft. Gerade die Ausbaugewerke, die in der Modernisierung bestehender Immobilien tätig sind, legen weiter zu. Ebenfalls spürbar ist die energetische Sanierung, 1. ABJ. Duesseldorfdie sich auch bei den Zimmerern und den WKS – Isolierern bemerkbar macht“, so BZB Leiter Markus Crone. Ein Gewerk nimmt aber weiterhin konstant ab, die Maurer. Die zwar immer noch stärkste Gruppe im Bauhauptgewerbe mit 61 Lehrlingen verzeichnet als einzige Gruppe ein Minus von 16%.

Ebenfalls sehr erfreulich ist die Verdoppelung der Lehrlingszahlen bei den Straßenwärtern, die von den Städten und Kommunen unter der Leitung von StraßenNRW ausgebildet werden. „Hier zeigt sich, dass die öffentliche Hand wieder in die Infrastruktur und die Fachkräfte zur Unterhaltung von Straßen, Autobahnen und Brücken investiert!“ Die Straßenwärter absolvieren u.a. bei den BZB praktische Unterweisungen im Rahmen ihrer Ausbildung. Trotz der leicht angestiegenen Ausbildungszahlen sind noch nicht alle Lehrstellen besetzt! 12 Maurer, 10 Straßenbauer, 10 Kanalbauer, 6 Stuckateure und 5 Beton- und Stahlbetonbauer werden aktuell zur Ausbildung von den Betrieben der Region gesucht.

Besonders drastisch ist der Nachwuchsbedarf bei den Dachdeckern. Dort sind noch über 50 Lehrstellen unbesetzt. Der Fachkräftebedarf ist offensichtlich immens! Noch kann eine Ausbildung begonnen werden. Die BZB unterstützen dabei, sowohl Betriebe als auch ausbildungsbereite Jugendliche und junge Erwachsene zusammenzubringen. 1. ABJ. WeselSei es durch eine unterstützte Einstiegsqualifizierung oder Erprobungen und Orientierung in der Praxis im BZB oder durch Bewerbungstraining und Vereinbarung von Vorstellungsgesprächen und Probearbeiten. Wer Unterstützung möchte, kann sich gerne im BZB in seiner Nähe melden.

Über solche Projekte sind in diesem Lehrjahr auch schon 9 junge Menschen, die hier als Geflüchtete gelten, in die Ausbildung integriert worden. „In diesem Bereich engagieren sich immer mehr Unternehmen. Das ist sehr erfreulich.“ Eine weitere, nicht uninteressante Gruppe sind junge Menschen, die ein Studium begonnen, aber vorzeitig beendet haben und sich neu orientieren wollen. Durch direkte Ansprache und Bewerbung der Möglichkeit einer verkürzten Ausbildung konnten auch hier bereits mehrere neue Lehrlinge gewonnen werden.