Am 20.10.2016 fand im Haus des Deutschen Handwerks in Berlin ein Erfahrungsaustausch als 1. Zwischenbilanz der Initiative statt. Über 60 Vertreter von Institutionen des deutschen Handwerks wie Handwerkskammern, Kreishandwerkerschaften und Innungen kamen zusammen, um sich über die laufenden Maßnahmen auszutauschen.

 

Zusammen mit Vertretern des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), der Bundesagentur für Arbeit (BA) und des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB) tauschten Sie sich über die laufenden Maßnahmen wie "Perspektiven für junge Flüchtlinge Handwerk" (PerjuF-H) und "Berufsorientierung für Flüchtlinge" (BOF) aus.

Erstes Fazit: Auch wenn noch viele junge Flüchtlinge in Integrationskursen zum Erlernen der Sprache und in den Internationalen Förderklassen ihre Schulbildung vervollständigen, gibt es bundesweit aktuell 854 Teilnehmer in den Projekten der Initiative, um beruflich und gesellschaftlich orientiert und auf das deutsche Ausbildungs- und Beschäftigungssystem vorbereitet zu werden. Bis Ende des Jahres werden es über 1.000 Teilnehmer sein.

Wenn im Laufe des Frühjahrs 2017 weitere Integrationskurse enden und wenn im Sommer das „erste“ Schuljahr der Internationalen Förderklassen an den Berufsschulen endet, werden sich die Zahlen der jungen Flüchtlinge, die eine berufliche Orientierung und Unterstützung bei der Integration in Ausbildung benötigen, um einige tausend drastisch erhöhen. Gut, das es derzeit nahezu 5.000 Angebote von Seiten der Handwerksbildungszentren gibt.

In gleicher Höhe gibt es Platzkontingente im Folgeprojekt „Berufsorientierung für Flüchtlinge“ (BOF) des BiBB. Auch hier sind die Teilnehmerzahlen aktuell noch eher klein, werden aber innerhalb des nächsten Jahres auf über 3.000 Plätze steigen. Es gibt also genügend Angebote und Kapazitäten, um jungen Menschen mit Fluchthintergrund eine Perspektive im Handwerk zu bieten. Und dahinter stehen auch genügend Angebote der Betriebe des Handwerks, motivierten jungen Menschen eine Ausbildung oder eine Einstiegsqualifizierung (EQJ) anzubieten.

Bei den Bildungszentren des Baugewerbes e.V. (BZB) gibt es derzeit die folgenden und in naher Zukunft beginnenden Angebote:

 

  • BZB Düsseldorf: PerjuF-H mit 12 Teilnehmern
  • BZB Krefeld: PerjuF-H mit 6 Teilnehmern; Berufsbezogen Qualifizierung für Flüchtlinge und Asylanten mit 12 Teilnehmern; Vorbereitende Lehrgänge auf die Externenprüfung für Migranten und Asylanten 10-15 Teilnehmern
  • BZB Duisburg: PerjuF-H mit 12 Teilnehmern und eine 2. Gruppe (parallel) ab 09.01.2017 mit weiteren 12 Plätzen; Berufsorientierung für Flüchtlinge (BOF) ab 01.12.2016 mit 12 Plätzen
  • BZB Wesel: PerjuF-H voraussichtlich ab Februar 2017 eine Gruppe mit 12 Plätzen

Ab Sommer 2017 ist zu erwarten, dass an allen Standorten mindestens eine PerjuF-H und ein BOF Gruppe laufen werden. Weitere Informationen für Betriebe finden Sie hier.