Die Gesamtzahl der Ausbildungsverhältnisse in der Deutschen Bauwirtschaft ist weiterhin rückläufig – das zeigen die aktuell durch die SOKA BAU in Wiesbaden veröffentlichten Zahlen.

Die Gesamtzahlen sind nicht nur rückläufig durch Abbrüche und Auflösungen der Verträge, sondern auch durch Rückgänge bzw. Stagnation der Ausbildungsverhältnisse im 1. Lehrjahr 2016.

 

Trotz bester Konjunkturlage ist hier ein Minus von 1,19% zu verbuchen. NRW liegt mit einem Minus von 4,82% sogar noch unter dem bundesweiten Negativtrend. Der Hochbau bleibt weiterhin die stärkste Sparte und mit dem Gewerk Maurer die Nummer 1 bei den Ausbildungsberufen. Allerdings mit weiterhin abnehmender Tendenz. Absteiger ist der Stuckateur mit einem deutlichen Minus von 12,94% bundesweit und liegt nur noch auf Rang 9 der Top Ten Liste.

Es stellt sich die Frage: „Wie passt die seit Jahren gute Konjunktur und der Fachkräftemangel mit den rückläufigen Ausbildungszahlen überein? Wie deckt die Deutsche Bauwirtschaft den Fachkräftebedarf aktuell und zukünftig? Wie können bzw. müssen die Aus- und Weiterbildungszentren für Berufe in der Bauwirtschaft auf diese Tendenzen reagieren?“ stellt Markus Crone, Geschäftsbereichsleiter für Ausbildung und pädagogische Maßnahmen, in den Raum.

„Wir, die Ausbildungszentren der Deutschen Bauwirtschaft, müssen gemeinsam mit den Spitzenverbänden Strategien entwickeln, um den Kleinst-, Mittelstands- und Großunternehmen Dienstleistungen bei der Personalfindung, -bindung und -entwicklung anbieten zu können, die auch angenommen werden. Wir stehen da vor großen Herausforderungen in den nächsten Jahren!“

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