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Das europäische Projekt "Women can Build" wurde ins Leben gerufen, um die Gleichstellung von Frauen im Bausektor in den Bereichen Ausbildung und Arbeitsvermittlung zu fördern. Die Forderung nach Chancengleichheit in der Arbeitswelt ist eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen - es wird auch bereits einiges getan. Allerdings zeigt sich die Bauindustrie immer noch als eine überwiegend männerdominierte Arbeitswelt, trotz aller Anstrengungen, die Frauenquote in diesem Bereich zu erhöhen.

Das Projekt ist eine Initiative der „Fundación Laboral de la Construcción“ (FLC, Madrid), an der sieben weitere Partner aus Deutschland, WCB 12 2017Belgien, Frankreich, Italien und Portugal teilnehmen. Für Spanien ist auch die Arbeitsagentur der Stadt Madrid beteiligt. Am 14. und 15. Dezember 2017 fand in Madrid das Kick-Off-Meeting statt.

Es gibt Anzeichen für eine kulturelle Verschiebung in dem Bausektor und Frauen arbeiten bereits in hochqualifizierten Berufen wie z.B. als Ingenieurin oder Architektin. Aber im Verhältnis zu der Gesamtzahl der Beschäftigten ist der Frauenanteil immer noch gering. Was sind die wirklichen Hindernisse für Frauen, sich für einen der verschiedenen Bauberufe zu entscheiden und in der Branche auch zu bleiben?

Einige individuelle, marktbegründete und soziale Schwierigkeiten wurden bereits identifiziert:

  • Intrinsische Barrieren: Frauen sehen sich nicht als Bauarbeiter
  • Arbeitsmarktbarrieren: Führt eine Frau einen Beruf in der Baubranche aus, wird ihre Arbeit oftmals nicht als professionell anerkannt
  • Barrieren unter Kollegen

Zusätzlich zu den oben genannten Blockaden könnte man auch die unangemessene Bereitstellung von Ausbildung sowie Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen nennen.

 

Ziele

Um dazu beizutragen, die oben erläuterten Barrieren zu überwinden, wird das Projekt versuchen, eine Neuausrichtung der Berufsausbildung hin zu einer gleichberechtigten Bauindustrie durch folgende Ziele zu erreichen:

  • Änderung der Paradigma in der Bauindustrie, indem die Baubranche gleicher machen, attraktiv und sozial verantwortungsbewusst in der geschlechtsorientierten Ausbildung
  • Abbau von Stereotypen in der Baubranche und Erhöhung der Sensibilität der Frauen in diesem Bereich
  • Die Aufmerksamkeit der Frau für verschiedene Berufe in der Bauindustrie gewinnen und attraktive Arbeitsmöglichkeiten aufzeigen
  • Bereitstellung von Berufsbildungszentren mit Genderkompetenzen. Ausbildungskonzepte müssen genderspezifisch überarbeitet werden
  • Einrichtung von Mentoring - Leitlinien zur Erleichterung des Übergangs der Bauindustrie in Richtung Gender Sensibilisierung

 

Teinehmer

Das Projekt richtet sich vor allem an vier Zielgruppen:

1. Frauen, besonders Langzeitarbeitslose und Jugendliche - unter 30 (60)

2. Ausbilder der Bauwirtschaft (690)

3. Berufsbildungszentren (292)

4. Unternehmen und Arbeitsmarkt (175)

 

Aktivitäten

Es werden eine Reihe von Aktivitäten durchgeführt, um die Ziele des Projekts zu erreichen und bestehende Barrieren für den Zugang der Frauen zum Bausektor zu beseitigen:

1. Es sollen Gender-sensitive MOOC (Massive Open Online Course) veranstaltet werden und Ausbilder-Handbuch erstellt werden.

2. Lernen durch Handeln: immersive Erfahrung für Frauen durch den Bau eines kleinen NZEB (nearly zero energy building) Gebäude

3. Leitlinien für Berufsbildungszentren zur Entwicklung von Mentoring-Fähigkeiten für Frauen

4. Definition eines Aktionsplans, eines Fahrplans und Unterstützungsdienste für Unternehmen

5. Etablierung einer TrainingE-Plattform

 

Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier.

Foto © intararit/shutterstock

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